Fdisk: Unterschied zwischen den Versionen

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  fdisk <Festplatte>
 
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Danach können interaktiv vom Benutzer die weiteren Schritte gewählt werden.
 
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Mit der Eingabe des Buchstabens <code>m</code> werden alle möglichen Schritte aufgelistet.<br>
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Mit der Eingabe des Buchstabens <code>m</code> werden alle Möglichkeiten aufgelistet.<br>
 
Alle Änderungen werden vorerst nur im cache vorgenommen und können mit der Eingabe von <code>q</code> jederzeit folgenlos abgebrochen werden.<br>
 
Alle Änderungen werden vorerst nur im cache vorgenommen und können mit der Eingabe von <code>q</code> jederzeit folgenlos abgebrochen werden.<br>
 
Erst mit der Eingabe von <code>w</code> wird die neue Partitionstabelle auf den Datenträger geschrieben und die Partitionierung abgeschlossen.
 
Erst mit der Eingabe von <code>w</code> wird die neue Partitionstabelle auf den Datenträger geschrieben und die Partitionierung abgeschlossen.

Version vom 14. Juli 2020, 06:33 Uhr

Mit dem Konsolenprogramm fdisk wird die Partitionstabelle eines Datenträgers ausgelesen, verändert oder neu erstellt.
fdisk besitzt eine interaktive (Schritt für Schritt) Benutzerführung. Alternativ steht cfdisk mit ncurses-Textoberfläche oder sfdisk für den Einsatz in Skripten zur Verfügung.

Installation

Das Programm fdisk ist im Paket util-linux enthalten und gehört zur Standardinstallation. Seit der Version util-linux 2.23 ist fdisk auch GPT geeignet.

Partitionstabelle auslesen

Das Auslesen der aktuellen Partitionstabelle geschieht mit dem Befehl:

# fdisk -l

Partitionieren

Achtung: Das Partitionieren löscht alle Daten auf dem Datenträger.


Eingeleitet wird das Partitionieren mit dem Befehl:

fdisk <Festplatte>

Danach können interaktiv vom Benutzer die weiteren Schritte gewählt werden. Mit der Eingabe des Buchstabens m werden alle Möglichkeiten aufgelistet.
Alle Änderungen werden vorerst nur im cache vorgenommen und können mit der Eingabe von q jederzeit folgenlos abgebrochen werden.
Erst mit der Eingabe von w wird die neue Partitionstabelle auf den Datenträger geschrieben und die Partitionierung abgeschlossen.

Beispiel

Zur Veranschaulichung hier ein Beispiel mit allen Ein- und Ausgaben:

Der Datenträger /dev/sda soll für die Einrichtung mit Arch-Linux komplett neu partitioniert werden.
Da der PC ein BIOS besitzt wird eine DOS-Partitionstabelle (MBR) benötigt.
Die erste Partition soll für root (/) mit aktivierten Bootflags,
die zweite Partition für swap mit 4G und
der Rest der Platte soll für /home zur Verfügung stehen.

# fdisk /dev/sda
 
Willkommen bei fdisk (util-linux 2.35.2).
Änderungen werden vorerst nur im Speicher vorgenommen, bis Sie sich
entscheiden, sie zu schreiben.
Seien Sie vorsichtig, bevor Sie den Schreibbefehl anwenden.

Befehl (m für Hilfe): o
Eine neue DOS-Festplattenbezeichnung 0x75b8e874 wurde erstellt.

Befehl (m für Hilfe): n
Partition type
p primary
e extended
Wählen (Vorgabe p): [Return]
Partitionsnummer (1-4, Vorgabe 1): [Return]
Erster Sektor (2048-1953458175, Vorgabe 2048): [Return]
Letzter Sektor, +/-Sektoren oder +/-Größe{K,M,G,T,P} (2048-1953458175, Vorgabe 1953458175): +40G
Eine neue Partition 1 des Typs »Linux« und der Größe 40 GiB wurde erstellt.

Befehl (m für Hilfe): a
Partition 1 ausgewählt
Die Bootfähig-Markierung auf Partition 1 ist nun aktiviert.

Befehl (m für Hilfe): n
Partitionstyp
  p   Primär (1 primär, 0 erweitert, 3 frei)
  e   Erweitert (Container für logische Partitionen)
Wählen (Vorgabe p): [Return]
Partitionsnummer (2-4, Vorgabe 2): [Return]
Erster Sektor (83888128-1953458175, Vorgabe 83888128): [Return]
Letzter Sektor, +/-Sektoren oder +/-Größe{K,M,G,T,P} (83888128-1953458175, Vorgabe 1953458175): +4G
Eine neue Partition 2 des Typs »Linux« und der Größe 4 GiB wurde erstellt.

Befehl (m für Hilfe): t
Partitionsnummer (1,2, Vorgabe 2): [Return]
Hexadezimalcode (geben Sie L ein, um alle Codes aufzulisten): 82
Partitionstyp von »Linux« nach »Linux swap / Solaris« geändert.

Befehl (m für Hilfe): n
Partitionstyp
  p   Primär (2 primär, 0 erweitert, 2 frei)
  e   Erweitert (Container für logische Partitionen)
Wählen (Vorgabe p): [Return]
Standardantwort p wird verwendet.
Partitionsnummer (3,4, Vorgabe 3): [Return]
Erster Sektor (92276736-1953458175, Vorgabe 92276736): [Return]
Letzter Sektor, +/-Sektoren oder +/-Größe{K,M,G,T,P} (92276736-1953458175, Vorgabe 1953458175): [Return] 
Eine neue Partition 3 des Typs »Linux« und der Größe 887,5 GiB wurde erstellt.
 
Befehl (m für Hilfe): p
Festplatte /dev/sda: 931,49 GiB, 1000170586112 Bytes, 1953458176 Sektoren
Festplattenmodell: Elements 25A2   
Einheiten: Sektoren von 1 * 512 = 512 Bytes
Sektorgröße (logisch/physikalisch): 512 Bytes / 512 Bytes
E/A-Größe (minimal/optimal): 512 Bytes / 512 Bytes
Festplattenbezeichnungstyp: dos
Festplattenbezeichner: 0x09bf51e9

Gerät      Boot   Anfang       Ende   Sektoren  Größe Kn Typ
/dev/sda1  *        2048   83888127   83886080    40G 83 Linux
/dev/sda2       83888128   92276735    8388608     4G 82 Linux Swap / Solaris
/dev/sda3       92276736 1953458175 1861181440 887,5G 83 Linux

Befehl (m für Hilfe): w

Partitionstabelle sichern

Mit dem Befehl

# sfdisk -d /dev/sda > sda.dump

kann die Partitionstabelle gesichert und mit dem Befehl

# sfdisk /dev/sda < sda.dump

wieder hergestellt oder auf andere Festplatten übertragen werden.

siehe auch