Anleitung für Einsteiger: Unterschied zwischen den Versionen

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==Vorwort==
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=Vorbereitung=
=====Alles, was Du jemals über die Installation von Arch Linux wissen wolltest, aber niemals zu fragen wagtest=====
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===Willkommen bei Arch!===
Dieses Dokument wird Dich durch den Prozess der Installation und Konfiguration von ArchLinux führen. Es richtet sich in erster Linie an neue Arch-Nutzer, stellt jedoch gleichzeitig auch eine gute Quelle für alle Anderen dar. Obwohl diese Orientierungshilfe zeigen will, wie man ein voll konfiguriertes Arch Linux System erhält (mit grafischer Oberfläche, DVD-Spieler, Internet-Browser, E-Mails, Musik), können hier niemals alle Möglichkeiten aufgezeigt werden. Dieses Dokument konzentriert sich darauf, die wichtigsten und nützlichsten Schritte zu zeigen; mehr Informationen findest Du im englischen [https://wiki.archlinux.org/index.php/Main_Page Arch Linux Wiki] oder im [http://bbs.archlinux.org/ Arch Linux' Forum], aber auch auf der [http://www.archlinux.de/ deutschen Seite]. Vielleicht bist Du auch am [https://wiki.archlinux.org/index.php/The_Arch_Way Arch-Weg {{sprache|en}}] interessiert, welcher die Prinzipien der Arch Linux Distribution erklärt.
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Dieses Anleitung führt Schritt für Schritt durch den Installationsprozess und die Grundkonfiguration von Arch Linux. Es richtet sich in erster Linie an neue Arch Linux Nutzer.<br>
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Zur Ergänzung stehen kurz gehaltene [https://wiki.archlinux.de/title/Kategorie:Arch_Linux_Installations_Spickzettel Spickzettel] bereit. Diese lassen sich auf nur wenige Seiten Papier ausdrucken. Wer bei der Arch Linux Installation lieber einen Spickzettel oder einen anderen Wiki-Artikel direkt aus der Konsole aufrufen möchte, kann dies mit dem textbasierten Browser Lynx tun, der auf der ARCH-ISO vorinstalliert ist.<br>
  
Dieser Artikel ist in 3 Hauptteile getrennt:
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Dem Anwender sollte bewusst sein, dass sich, im Gegensatz zu anderen Linux Distributionen, die Installation von Arch Linux deutlich unterscheidet: Das Arch Linux System wird im besonderen Maße vom Benutzer geformt. Die Installation liefert ein Grundsystem mit einer Kommandozeilen-Eingabe (bash-Konsole) und grundlegenden Systemprogrammen. Über die Kommandozeilen-Eingabe werden Pakete (Programme und Bibliotheken) mit dem Arch Linux eigenen Paketmanager [[pacman]] installiert und nach den Bedürfnissen des Benutzers eingerichtet. Dies erlaubt maximale Flexibilität, Entscheidungsfreiheit und Kontrolle der Systemressourcen. Dadurch, dass der Anwender an vielen Stellen Konfigurationsschritte durchführen muss, wird er mit dem System vertraut und wird es von Grund auf kennenlernen. Diese Vorgehensweise richtet sich einerseits an kompetente GNU/Linux Benutzer, sowie Anwender, die ihr System grundlegend erforschen wollen.
  
*[http://wiki.archlinux.org/index.php?title=Beginners'_Guide_%28Deutsch%29#Teil_1:_Installation_des_Grundsystems Teil 1: Installation des Grundsystems]
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'''Die Entwicklungs-Prinzipien hinter Arch Linux liegen darin, die Dinge einfach zu halten.'''<br>
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Bedenke, dass einfach in diesem Zusammenhang nicht benutzerfreundlich bedeutet, sondern eher ohne unnötige Zusätze, Änderungen oder Komplikationen. Kurz gesagt: ein eleganter, minimalistischer Ansatz. Siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/KISS-Prinzip Das KISS-Prinzip]
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Die Grundprinzipien der Arch Linux Distribution werden im englischem Wiki im Artikel [https://wiki.archlinux.org/index.php/The_Arch_Way The Arch Way {{sprache|en}}] erklärt.
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<br><br>
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Falls Du denkst, dass in der folgenden Anleitung etwas Wichtiges fehlt oder nicht funktioniert, schicke mir bitte eine Mitteilung an <freigeist [at] elfenbeinturm.cc>,<br>
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oder füge die Verbesserung hier ein, was ja die Hauptidee eines Wikis ist :).
  
*[http://wiki.archlinux.org/index.php?title=Beginners'_Guide_%28Deutsch%29#Teil_2:_Installation_von_X_und_Konfiguration_von_ALSA Teil 2: Installation von X und Konfiguration von ALSA]
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===Hilfreiche Seiten===
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* [[FAQ]]
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* [https://bbs.archlinux.de Forum]{{Sprache|de}}
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* [http://www.archlinux.de/ Arch Linux]{{Sprache|de}}
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* [http://bbs.archlinux.org/ Arch Linux-Forum]{{Sprache|en}}
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* [https://wiki.archlinux.org/index.php/Main_Page Arch Linux-Wiki]{{Sprache|en}}
  
*[http://wiki.archlinux.org/index.php?title=Beginners'_Guide_%28Deutsch%29#Teil_3:_Installation_und_Konfiguration_einer_Desktopumgebung Teil 3: Installation und Konfiguration einer Desktopumgebung]
+
===Das neueste ISO-Abbild beziehen ===
 +
{{hinweis|Arch Linux kann auch von einem bereits installierten Arch Linux System installiert werden. Hierzu werden die benötigten tools mittels {{ic|pacman -S arch-install-scripts}} installiert. Danach kann die Installation mit dem Kapitel [[Anleitung_für_Einsteiger#Partitionieren_des_Datenträgers | Partitionieren des Datenträgers]] fortgesetzt werden.}}
  
=====KEINE PANIK!=====
 
Bitte sei Dir darüber im Klaren, dass sich die Installation von Arch Linux deutlich von anderen Distribution unterscheidet, die Du vielleicht schon zuvor ausprobiert hast. Das Arch Linux System wird '''vom Benutzer''' geformt. Die Installation liefert ein Grundsystem mit lediglich einer 'bash-Konsole' (Kommandozeilen-Eingabe) und grundlegenden Systemprogrammen. Von der Kommandozeile wirst Du Pakete (Programme) mit Hilfe des [http://wiki.archlinux.org/index.php/Pacman_%28Deutsch%29 pacman]-Programmes von den Arch-Servern herunterladen und installieren, bis das System nach Deinen Bedürfnissen eingerichtet ist. Dies erlaubt maximale Flexibilität, Entscheidungsfreiheit und Kontrolle der Systemressourcen. Weil '''Du''' es einrichtest, wirst Du das A und O Deines Systems kennenlernen - und das, was unter der Haube des Systems liegt. Denke auch daran, dass sich Arch Linux sowohl an kompetente GNU/Linux Benutzer wie auch an Benutzer richtet, die ihr System wirklich von Grund auf erforschen wollen.
 
  
''Die Entwicklungs-Prinzipien hinter Arch liegen darin, die Dinge einfach zu halten.''
+
Das neueste ISO-Abbild kann von [http://www.archlinux.org/download/ www.archlinux.org/download/] heruntergeladen werden.
  
Bedenke, dass 'einfach' in diesem Zusammenhang nicht 'benutzerfreundlich' bedeutet, sondern eher 'ohne unnötige Zusätze, Änderungen oder Komplikationen'. Kurz gesagt: ein eleganter, minimalistischer Ansatz.
+
Das ISO-Abbild beinhaltet nur die nötigen Programme, um ein minimales GNU/Linux Grundsystem zu installieren. ''Beachte, dass ein minimales Grundsystem keine grafische Oberfläche enthält.'' Der Rest des Arch Linux Systems - einschließlich grafischer Oberfläche - wird von der Kommandozeile aus eingerichtet. Dieser Prozess wird detailliert weiter unten besprochen.
  
Falls Du denkst, dass etwas Wichtiges fehlt oder nicht funktioniert, schick mir eine Mitteilung an <freigeist [at] elfenbeinturm.cc>. Oder füge die Verbesserung, oder was auch immer Du anfangs gebraucht hast, ein (was die Hauptidee eines Wikis ist :)). Es gibt auch ein [http://bbs.archlinux.org/viewtopic.php?t=29055 englisches Arch Forum]-Eintrag, der Anfängern gewidmet ist.<br>Oder gehe zum [http://forum.archlinux.de/ deutschen Arch Forum].
+
===ISO-Abbild prüfen===
 +
Beim Download mittels Torrent oder Magnet Link wird die ISO-Datei automatisch nach dem Download auf Übereinstimmung mit dem Original überprüft.
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Wird das ISO-Abbild per HTTPS heruntergeladen, sollte eine Prüfung mit der MD5- oder SHA1-Summe stattfinden.
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Soll eine CD oder DVD erstellt werden, ist es besser die Prüfung auf Übereinstimmung erst nach dem Brennvorgang zu tätigen.
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md5sum archlinux-*-x86_64.iso
 +
oder
 +
sha1sum archlinux-*-x86_64.iso
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( * ist mit dem Datum der Arch.iso Datei zu ersetzen.)<br>
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Die so ermittelte Zeichenkette sollte mit den Angaben auf der Webseite übereinstimmen.
  
*''Falls Du zu diesem Wiki beitragen möchtest, füge bitte das 'Weshalb' und das 'Wie' ein, wenn es passend ist. Die beste Dokumentation lehrt uns das Wie sowie das Warum!''
+
===ISO-Abbild auf CD oder DVD brennen===
 +
Generell ist es ratsam, mit einer Geschwindigkeit von maximal 12x zu brennen, um verlässliche CDs bzw. DVDs zu erhalten.
 +
Von einem Linux System, kann dies mit Anwendungen wie k3b und Brasero oder per Kommandozeile durchgeführt werden:
 +
wodim dev=/dev/sr0 speed=12 -dao -eject -v archlinux-*-x86_64.iso
 +
oder mit
 +
cdrecord dev=/dev/sr0 speed=12 -dao -eject -v archlinux-*-x86_64.iso
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oder mit
 +
cdrskin dev=/dev/sr0 speed=12 -dao -eject -v archlinux-*-x86_64.iso
  
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Nach dem Brennen sollte die MD5-Prüfsumme oder die SHA1-Prüfsumme der CD/DVD mit den Angaben auf [http://www.archlinux.org/download/ www.archlinux.org/download/] verglichen werden.
  
Willkommen zu Arch! Lass uns beginnen.
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md5sum /dev/sr0
  
==Teil 1: Installation des Grundsystems==
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für MD5-Prüfsumme und
  
===Die Hardware-Uhr überprüfen===
+
sha1sum /dev/sr0
Ein kleiner und vielleicht unbedeutender Schritt, aber man spart sich ggf. später ein paar Unklarheiten und Boot-Vorgänge. - Prüfe im BIOS, ob die Hardware-Uhr Deines PCs '''UTC''' oder '''lokale Zeit''' anzeigt. Zeigt sie (in deutschsprachigen Ländern) eine Zeit, die (je nach Sommerzeit) der aktuellen Uhrzeit um ein bzw. zwei Stunden hinterherhinkt, dann ist es UTC. Merken!
 
  
===Die neuste Core Iso beziehen ===
+
für SHA1-Prüfsumme, wobei der Pfad des Laufwerks (sr0) abweichen kann.
  
Du kannst die neuste Momentaufnahme von [http://www.archlinux.org/download/ www.archlinux.org/download/] herunterladen.
+
Stimmt eine der Prüfsummen mit der Angabe auf [http://www.archlinux.org/download/ www.archlinux.org/download/] überein, ist das gebrannte Medium fehlerfrei.
  
Es wird empfohlen, die '''core-iso''' zu wählen, da dieses Wiki auf den core Installationsprozess ausgerichtet ist.
+
Wenn die CD mit Windows gebrannt werden soll, kann das mit dem kostenlosen Programmen CDBurnerXP oder cdrtfe durchgeführt werden.
  
Das core-iso Image beinhaltet nur die nötigen Programme, um ein minimales GNU/Linux Grundsystem zu installieren. ''Bemerke, dass ein minimales Grundsystem keine graphische Oberfläche enthält.'' Der Rest des Arch Linux Systemes - einschließlich graphischer Oberfläche - wird von der Kommandozeile aus mit Hilfe von Binärpaketen und Konfigurationsdateien eingerichtet. Dieser Prozess wird detailiert weiter unten besprochen.
+
===ISO-Abbild auf USB-Stick übertragen===
 +
Der USB-Stick darf nicht gemountet sein.
 +
Zunächst sollte mit folgendem Befehl die Partitionsbezeichnung des USB-Stick ermittelt werden:
 +
# fdisk -l
 +
Danach kann die ISO-Datei auf den Stick übertragen werden.
 +
# dd bs=4M if=/pfad/archlinux-*-x86_64.iso of=/dev/sdx status=progress oflag=sync
 +
Dabei ist sdx der erkannte USB-Stick. (x ist durch den entsprechenden Buchstaben zu ersetzen.) Beachte: Alle Daten auf dem USB-Stick werden gelöscht!<br>
  
Brenne die ISO auf CD. Generell ist es ratsam, mit einer Geschwindigkeit von maximal 16x zu brennen, um verlässliche CDs zu erhalten.
+
===USB-Stick mit ISO-Abbild auf Windows erstellen===
 +
Umbenennen der Endung des Arch-ISO-Images von .iso nach .img .<br>
 +
Herunterladen des Programms von http://sourceforge.net/projects/win32diskimager/ . Entpacken und starten.<br>
 +
Auswählen des Arch .img Images und des USB-Sticks. Klicken auf write.<br>
 +
Ab jetzt kann vom USB-Stick neu gebootet und von dort aus Arch-Linux installiert werden.
  
===Starte die Arch Linux CD===
+
===Die Hardware-Uhr auf UTC einstellen===
Während Du diesen Anweisungen folgst, könnte auch der [[Offizielle Arch Linux Installations-Anleitung|offizielle Installationsguide]] hilfreich sein. Zusätzlich findest Du [http://www.archlinux.org/static/docs/arch-install-guide.html hier] eine Druckversion.
+
Die Hardware-Uhr (''real time clock'') im Bios des PC's sollte auf '''UTC''' eingestellt sein.
 +
Die Umrechnnung auf die zeitzonenspezifische Lokalzeit wird standardmäßig durch das jeweilige Betriebssystem nach den Einstellungen des Benutzers vorgenommen.
 +
Um UTC zu erhalten, muss man von unserer aktuellen Lokalzeit in Deutschland im Winter 1h und im Sommer 2h abziehen.
  
Setze die CD in das Laufwerk und starte von ihr. Es kann sein, dass Du die Startreihenfolge Deines Computers im BIOS ändern musst, oder eine Taste (normalerweise F11 oder F12) während der BIOS-Phase drücken musst.<br>
+
=Starten mit dem Arch Linux ISO=
Einige nützliche Startoptionen der Arch Linux CD:
+
Falls die Boot-Reihenfolge der Laufwerke geändert werden muss um den PC mittels der Arch-Iso zu starten hilft es meist die {{Taste|F11}}- oder {{Taste|F12}}-Taste während der BIOS-Phase zu drücken bis ein Auswahlmenue erscheint oder direkt im Bios eine andere Reihenfolge einzustellen.
* ''ide-legacy'' falls Du Probleme mit IDE-Laufwerken hast.
 
* ''noapic acpi=off pci=routeirq nosmp'' wenn sich Dein System beim Starten aufhängt.
 
* ''memtest86+'' Wenn Du Deinen Speicher auf Fehler testen willst.
 
* ''lowmem'' ist für ältere Maschinen nützlich. Dies braucht nur 96MB System-RAM entgegen 256MB bei normaler Installation.
 
Wähle "Arch Linux Installation / Rescue System". Falls Du die Startoptionen ändern musst, drücke 'e', um die Startlinien zu bearbeiten.<br>Das System startet nun von CD und präsentiert einen Willkommenstext mit einigen Erklärungen, wenn es bereit ist.
 
  
===Ändern der 'keymap'===
+
===UEFI===
Drücke am Willkommensbild die Enter-Taste. Falls Du eine 'nicht-US' Tastatur hast, gib in die Befehlszeile (alternativ boote Arch und melde dich als root an und gib dann)
+
Bei UEFI-Rechnern ist es empfehlenswert, „Secure Boot“ im BIOS zu deaktivieren. Falls der PC später einmal mit „Secure Boot“ starten soll, so ist nach der Grundinstallation hier nachzuschlagen: [[UEFI_Installation#Secure_Boot]].
km
 
ein und wähle die richtige 'keymap'.
 
  
Zum Beispiel für deutsche Tastatur:
+
===32 oder 64bit===
 +
Arch Linux unterstützt nur 64-Bit-Rechner (x86_64).<br>
 +
Ein 32-Bit-System (i686) kann nur über das Community-Projekt [[Arch Linux 32]] installiert werden.<br>
 +
Wenn man nicht weiß, ob der Rechner bzw. der Prozessor 64-Bit-tauglich ist, so kann man unter „Hardware Information (HDT)“ &rarr; „Processor“ &rarr; „Main Processor“ die Information erhalten. &ndash;
 +
Wird dort „X86_64&nbsp;''Yes''“ angezeigt, ist der Rechner 64-Bit-tauglich. (Zurücknavigieren kann man mit den Cursor-Tasten.)
  
In der Konsole 'keymap':
+
===Optionsmenu der Arch Linux ISO===
de.map.gz
+
Mit der Taste {{Taste|TAB}} können einige nützliche Startoptionen eingegeben werden:
In der Konsole 'font screen' wähle:
+
* ''ide-legacy'' falls Probleme mit IDE-Laufwerken bestehen.
default8x16.psfu.gz
+
* ''noapic acpi=off pci=routeirq nosmp'' wenn sich das System beim Starten aufhängt.
Diesen Standard für die Konsolen-Schriftart ist eine sichere Wahl.
+
* ''lowmem'' ist für ältere Maschinen nützlich. Dies braucht nur 96&nbsp;MB Arbeitsspeicher entgegen 256&nbsp;MB bei normaler Installation.
  
===Konfigurieren eines Netzwerkes (bei den "Netimages")===
+
Anstatt Arch Linux zu booten, können noch folgende Funktionen ausgeführt werden:
Konfiguriere dein Netzwerk mit
 
aif -p partial-configure-network
 
Wenn du mehr als ein Netzwerkinterface hast (z.B. Lan und Wlan) dann wirst du aufgefordert eines auszuwählen.
 
Am einfachsten ist Lan in Verbindung mit einem [[DHCP]]-Server.
 
  
====Verschlüsseltes W-LAN (WPA/WPA2)====
+
* ''memtest86+'', um den Arbeitsspeicher auf Fehler zu prüfen.
Möchtest du die Installation über ein verschlüsseltes W-LAN durchführen sind mitunter weitere Schritte notwendig.
+
* ''Hardware-Informationen anzeigen lassen.
 +
* ''Neu starten.
 +
* ''Herunterfahren und ausschalten.<br><br>
  
Als erstes muss das System wissen, mit welchen Zugangsdaten es sich mit welchem verschlüsseltem Netzwerk verbinden soll.
+
Es kann jetzt '''„Boot Arch-Linux x86_64“''' ausgewählt werden.<br><br>
Dies kann über das Programm wpa_supplicant ([[(W)LAN_und_Arch_Linux#wpa_supplicant]], [https://wiki.archlinux.org/index.php/WPA_supplicant WPA_supplicant]) erfolgen.
 
  
* Zuerst muss eine Passphrase mit den Zugangsdaten erzeugt werden:
+
===Installation unterbrechen===
# wpa_passphrase meinnetzwerk "meinpasswort"
+
Die Installation von Arch Linux kann jederzeit unterbrochen werden:<br>
 +
Der Befehl {{ic|reboot}} startet den Computer neu, {{ic|poweroff}} fährt ihn herunter.
  
* Dies erzeugt eine ähnliche Ausgabe:
+
===Ändern der Tastaturbelegung===
network={
+
Zu diesem Zeitpunkt ist noch das US-englische Tastaturlayout eingestellt.<br>
      ssid="meinnetzwerk"
+
Zum deutschsprachigen Tastaturlayout wird wie folgt gewechselt:
      #psk="meinpasswort"
+
  loadkeys de-latin1
      psk=7b271c9a7c8a6ac07d12403a1f0792d7d92b5957ff8dfd56481ced43ec6a6515
+
Man muss die Taste '''{{Taste|Z}}''' drücken, um das Zeichen '''y''' (Ypsilon) zu erhalten.<br>
  }
+
Und die Taste '''{{Taste|ß}}''' für den Bindestrich.
  
* Diese Ausgabe kann nun in eine Konfigurations-Datei umgeleitet werden:
+
===Internetverbindung herstellen===
# wpa_passphrase meinnetzwerk "meinpasswort" > /etc/wpa_supplicant.conf
+
Ist beim Systemstart der LAN-Adapter mit dem Router verbunden wird die Internetverbindung automatisch aufgebaut.
  
* Im verlinkten wpa_supplicant Artikel wird empfohlen bei Verwendung von WPA2 folgende Änderungen an der Datei vorzunehmen:
+
====über LAN====
network={
+
Wurde die Verbindung nicht automatisch hergestellt, genügt es die Netzwerkkarte zu ermitteln -
      ssid="meinnetzwerk"
+
{{hc|ip link |
      proto=RSN
+
1: lo: <LOOPBACK.....
      key_mgmt=WPA-PSK
+
2: enp4s0: <BROADCAST...
      pairwise=CCMP TKIP
+
.
      group=CCMP TKIP
+
.
      #psk="meinpasswort"
+
3: wlp0s1:  <BROADCAST...}}
      psk=7b271c9a7c8a6ac07d12403a1f0792d7d92b5957ff8dfd56481ced43ec6a6515
+
Die Netzwerkkarte heißt in diesem Beispiel '''enp4s0'''.<br>
}
+
(wlp0s1 ist der Wlanadapter.)<br><br>
  
* Nun können wpa_supplicant sowohl die Zugangsdaten, als auch das W-LAN-Interface übergeben werden (wlan0 ist dabei mit deinem W-LAN-Interface zu ersetzen):
+
- und die kabelgebundene Netzwerkverbindung neu aufzubauen.
  # wpa_supplicant -B -Dwext -i wlan0 -c /etc/wpa_supplicant.conf
+
  dhcpcd <Netzwerkkarte>
  
* Jetzt sollte mit Hilfe des Konfigurationsbefehls eine Verbindung zu deinem verschlüsselten Netzwerk aufgebaut werden können.
+
====über Wlan====
  # aif -p partial-configure-network
+
Die Herstellung der WLan Verbindung wird mit folgendem Komando eingeleitet:
 +
  iwctl
  
===Konfigurieren eines Proxyservers===
+
Dort gelangt man nach der Eingabe des folgenden Befehls zur Passwortabfrage:
Wenn du die Installation per 'FTP' durchführen willst und über einen Proxyserver mit dem Internet verbunden bist, kannst du folgendes in die Kommandozeile eingeben
+
  station wlan0 connect <SSID>
export http_proxy="<nowiki>http://<servername>:<port>"</nowiki>
 
  export ftp_proxy="<nowiki>ftp://<servername>:<port>"</nowiki>
 
Wobei <servername> entweder der Hostname oder die IP-Adresse des Proxyservers ist und <port> die Portnummer (meistens 8080 oder 3128).
 
  
===Installation starten===
+
Verlassen wird das Konsolen-Programm iwctl mit der Tastenkombination:<br>
Gib in die Kommandozeile
+
{{Taste|Strg}}+{{taste|d}} oder {{ic|exit}}
/arch/setup
 
ein, um die Installation zu starten.
 
  
====Eine Installationsquelle wählen====
+
===Arch Wiki abrufen===
Du wirst nach einer Installationsquelle gefragt. Wähle '''CDROM''', falls Deine CDROM von einem 'core-ISO' gebrannt wurde, das die gesamte Basisinstallation von Arch Linux enthält, oder entscheide Dich für '''FTP''', falls Deine CDROM ein 'FTP-ISO' enthält, das die meisten Teile von Arch Linux während der Installation aus dem Netz lädt. In letzterem Fall ist eine funktionierende Netzwerkverbindung für die Installation zwingend erforderlich.
+
Möchte man während der Installation direkt auf die Arch Wicki zugreifen kann man dies mit dem konsolenfähigen Lynx Browser tun.
 +
lynx wiki.archlinux.de/title/spicker
  
====Vorbereiten der Festplatte====
+
=Einrichtung des Datenträgers=
Wähle den ersten Eintrag "Prepare Hard Drive" (Festplatte vorbereiten). Bitte sei Dir im Klaren, dass 'Auto-Prepare' (automatisches Vorbereiten) keine sichere Wahl ist, da es die gesamte Festplatte löschen wird.
 
Wir werden hier die Festplatte manuell partitionieren. Wähle '2. Manually Partition Hard Drives' (Festplatten partitionieren), wähle die Festplatte, auf der Du Arch installieren willst (/dev/sdx), und erstelle einige Partitionen.
 
 
''An dieser Stelle wird der erfahrenere GNU/Linux-Benutzer zum [http://wiki.archlinux.org/index.php?title=Beginners_Guide_%28Deutsch%29#W.C3.A4hle_Pakete'''Pakete Wählen'''] springen wollen.''
 
 
 
=====Partitionierungs-Info=====
 
Eine Partition ist eine Sektion der Festplatte, die als separate Festplatte erschienen wird und zu Deinem Arch Linux Dateisystem hinzugefügt werden kann. Partitionen werden in 'primär', 'erweitert' oder 'logisch' eingeteilt.
 
Primäre Partitionen können startfähig sein und sind auf die Anzahl von 4 beschränkt. Wenn Du zum Beispiel einen PC mit einer einzelnen SATA-Festplatte benutzt, wird die erste 'primäre' Partition 'sda1' genannt. Die zweite 'primäre' Partition nennt sich 'sda2', dann kommt sda3 und sda4. Bei mehr als 4 Partitionen müssen wir eine erweiterte Partition benutzen, welche die logischen Partitionen enthält.
 
 
Erweiterte Partitionen sind von sich aus nicht benutzbar; sie sind eher ein "Kontainer" für logische Partitionen. Logische Partitionen müssen in innerhalb der erweiterten Partition liegen. Wenn eine Festplatte partitioniert wird, kann man folgendes Nummernschema sehen: sda1-3 für die ersten drei primären Partitionen. Darauf folgt die erweiterte Partition sda4. Und innerhalb der erweiterten Partition werden logische Partitionen (sda5, sda6 usw.) erstellt.
 
 
 
=====Root, Home und Swap=====
 
Jeder hat eine andere Meinung, wie man seine Festplatte am besten einteilen sollte. Du wirst mindestens eine primäre Partition brauchen, welche das [http://en.wikipedia.org/wiki/File_system Dateisystem] 'root' ( / ) enthält.Des weiteren brauchst Du eine Partition für 'swap'. Weitere Kandidaten für eigene Partitionen sind /boot (beinhaltet hauptsächlich den Kernel) und /home (beinhaltet die Benutzerdaten). Es ist gute Praxis, / und /home auf unterschiedlichen Partitionen zu haben. Dies macht es mögich, Arch Linux (oder eine andere Distribution) neu zu installieren, während der Benutzer seine Daten, Musik, Bilder und Einstellungen behalten kann.
 
 
 
In diesem Wiki werden wir eine Partition für /, eine Partition für /home und eine swap Partition anlegen.
 
 
 
=====Swap-Partition=====
 
Eine Swap-Partition ist der Platz einer Festplatte, wo der "virtuelle Speicher" beheimatet ist. Falls Deine Prozesse mehr RAM brauchen als physikalisch vorhanden, kann Linux die Anfrage nicht bearbeiten und ein Fehler tritt auf. Eine swap Partition hilft in dieser Situation, indem physikalischer RAM durch virtuellen RAM erweitert wird. Linux benutzt diesen Platz der Festplatte (die Swap-Partition), um die Informationen, welche nicht mehr in den physikalischen RAM passen, zu speichern (in Wahrheit ist es ein wenig komplizierter, da Linux versucht, Informationen ins Swap zu schreiben, die nicht oft benötigt werden). Da eine Festplatte im Vergleich zu physikalischem RAM sehr langsam ist, ist dies nur ein Behelf.
 
 
 
Wenn Du zwei Leute über eine Swap-Partition fragst, wirst Du 4 verschiedene Antworten bekommen. Falls Du viel RAM (mehr als 1024 MB) hast, kannst Du meiner Meinung nach die Swap-Größe gut zwischen 512 MB und 1 GB halten. Deshalb werden wir in unserem Beispiel eine Swap-Partition mit 1 GB erstellen.
 
 
 
Hinweis: im Fall der späteren Verwendung von '''suspend to disk''', d.h. des Versetzens des Rechners in den Schlafmodus mit Auslagerung des RAM-Inhalts auf die Festplatte, ist eine Swap-Partition in mindestens der vollen Größe des RAMs erforderlich, damit diese Auslagerung funktioniert.
 
 
 
=====Die Partitionierung=====
 
Lass uns damit starten, die '''primäre Partition''' zu erstellen, welche das '''/'''-Dateisystem beherbergt. Wähle ''New -> Primary'' und gib die Größe, welche Du willst. 4 GB sollte man für ein eher konsolenorientiertes Minimalsystem oder einen Fileserver mindestens veranschlagen. Für ein voll ausgestattetes System mit grafischer Oberfläche, Büroprogrammen, Multimedia und/oder Entwicklungswerkzeugen kommt man mit 10 GB aus. Man bedenke, daß üblicherweise auch das tmp-Verzeichnis und das var-Verzeichnis auf dieser Partition liegen, so daß also auch etwas Platz frei bleiben muß, der dynamisch benutzt wird. Eine hier zu klein gewählte Partition zieht in der Regel umfangreiche und komplizierte Wartungsmaßnahmen nach sich, ggf. eine Neupartitionierung mit Neuinstallation! Stelle diese Partition an den Anfang der Festplatte. Wähle die neu erstellte Partition an und und wähle "Bootable" aus, damit man von ihr starten kann.
 
 
 
Füge als zweites ebenso eine primäre '''Partition für Swap''' hinzu. Wähle eine Größe zwischen 512 MB und 1 GB und ändere den Partitionstyp zu 82 (Linux swap / Solaris).
 
 
 
Füge eine dritte '''Partition für Deine Benutzer - /home''' hinzu. Wähle eine weitere primäre Partition und gib ihr die Größe, welche Du willst. Da die Größe wirklich davon abhängt, was Deine Benutzer in ihren Home-Ordnern speichern, kann ich Dir keine Vorschläge machen. Die Größe kann zwischen ein paar hundert Megabyte für einige Büro-Dokumente und hunderten von Gigabytes für Videos und MP3s variieren. Falls Du den gesamten Platz auf Deiner Festplatte nutzen möchtest, wähle den verbleibenden Platz minus 512 MB - 1 GB.
 
 
 
Überlege, ob es ratsam ist, einen Teil der Festplatte am Ende für Experimente übrig zu lassen. Lasse dort entweder einen Bereich unpartitioniert oder lege eine letzte, gesonderte Partition an (vielleicht 10 GB), in die man später beispielsweise ein zweites Betriebsystem installieren könnte. Wenn Du diesen Fall ausschließen kannst, kannst Du auch die gesamte Platte mit der home-Partition füllen.
 
 
 
So sollte Dein Layout aussehen (die Größe kann ja nach Deinen Entscheidungen variieren):
 
 
 
Name    Flags  Part Type  FS Type        [Label]        Size (MB)
 
-------------------------------------------------------------------------
 
sda1    Boot  Primary    Linux                          (4096 - 8192)
 
sda2          Primary    Linux swap / Solaris            (512 - 1024)
 
sda3          Primary    Linux                          (> 100)
 
 
 
Wähle 'Write' und tippe 'yes' ein. Beachte, dass diese Operation Daten auf Deiner Festplatte zerstören kann, falls Du Partitionen gelöscht hast! Wähle Quit, um den Partitionierer zu verlassen. Dann wähle Done um dieses Menü zu verlassen und mit dem Setzen der Mountpunkte fortzufahren.
 
 
 
====Setzen der Mountpunkte der Filesysteme====
 
 
 
=====Ein Paar kurze Worte über Dateisysteme und "Datei Systeme":=====
 
 
 
Technisch und der Genauigkeit halber, ist ein '''Dateisystem''' ein Daten '''Format''' für Informationsfuß, während ein "Datei System" (beachte den Leerschlag) eine Bezeichnung ist, die sich auf das Layout aller Dateien und Ordner in einem bestimmten System bezieht. Wenn Du deshalb gefragt wirst, ob Du ein '''Dateisystem''' bilden willst, wirst Du eigentlich gefragt, ob Du eine bestimmte Partition '''formatieren''' willst.<br>Aber wenn Du nach Mountpunkten gefragt wirst, gibst Du die Informationen, wo sich die bestimmten Partitionen in Deinem Arch Linux '''Datei System''' befinden.
 
 
 
Lass uns beginnen.
 
 
 
=====Dateisystem-Typen=====
 
Zuerst wirst Du nach Deiner Swap-Partition gefragt. Wähle die passende Partition (sda2 in unserem Beispiel). Du wirst gefragt, ob Du ein swap-Dateisystem bilden willst. Wähle 'yes'.<br>Als nächstes musst Du wählen, wo das  / (root) Verzeichnis aktiviert wird (sda1 im Beispiel). Du wirst nun gefragt, welche Art von Dateisystem Du willst.
 
 
 
Frage wiederum zwei Personen, welches Dateisystem Du wählen sollst, und Du wirst fünf unterschiedliche Antworten erhalten. Jedes hat seine Vor- und Nachteile. Dies ist ein kurzer Überblick über die unterstützten Dateisysteme:
 
#'''ext2''' - Altes, verlässliches GNU/Linux Dateisystem. Sehr stabil, aber ohne Aufzeichnung. Könnte lästig sein wegen des langen fscks (Checken des Systems).
 
#'''ext3''' - Eigentlich das ext2-System - aber mit Aufzeichnungs-Unterstützung. Generell anerkannt als ''ein wenig'' langsamer als ext2 und andere Dateisysteme, aber '''extrem''' stabil und das am weitesten verbreitete, unterstützte und entwickelte GNU/Linux Dateisystem.
 
#'''ext4''' - In ext4 sind diverse Verbesserungen gegenüber seinem Vorgänger ext3 integriert. So unterstützt es Partitionen oder Volumes, die bis zu 1 EiB groß sind, im Gegensatz zu ext3, das nur 32 TiB zulässt.
 
#'''ReiserFS''' - Hans Reisers Hochperformace-Dateisystem mit Aufzeichnung. Es benutzt eine sehr interessante Methode des Datendurchlasses. ReiserFS ist schnell, vor allem bei der Behandlung vieler kleiner Dateien. ReiserFS ist sehr langsam beim mounten. Ziemlich gut etabliert und stabil. ReiserFS wird zur Zeit nicht aktiv entwickelt (Reiser4 ist das neue Reiser Dateisystem).
 
#'''JFS''' - Das Aufzeichnungs-Dateisystem IBMs. JFS ist sehr schnell und braucht die geringste CPU-Prozessorenergie aller Dateisysteme. Sehr schnell beim mounten. Auf der JFS-Mail-Liste wurde berichtet, dass es an Fragmentationsproblemen leiden könnte.
 
#'''XFS''' - Sehr schnelles Dateisystem mit Aufzeichnung. Es ist als bestes für große Dateien geeignet, während es mit kleinen Dateien langsamer (aber immer noch ziemlich schnell) ist. Sehr schnell beim mounten.
 
Ein großer Unterschied ist die [http://de.wikipedia.org/wiki/Journaling-Dateisystem Aufzeichnung] (etwas Ähnliches wie Verschiebungs-Logs in Datenbanken-Umgebungen). Alle Dateisysteme außer ext2 benutzen die Aufzeichnung. ext3 ist zu ext2 komplett kompatibel, weshalb man sogar mit sehr alten Rettungs-CDs mounten kann. Eine sichere Wahl für die root-Partition ist ext3. ReiserFS, XFS und JFS sind auch OK, da GRUB (der Startmanager, den wir später installieren werden) auch von diesen Dateisystemen starten kann. Bilde das Dateisystem (formatiere die Partition), indem Du "yes" wählst. Nun wirst Du aufgefordert, weitere Partitionen inzuzufügen. In unserem Beispiel bleibt nur noch sda3. Wähle ein Dateisystem und mounte es als /home. Bilde wiederum das Dateisystem und wähle Done an. Gehe zurück zum Hauptmenü (main menu).
 
 
 
===Wähle Pakete===
 
Nun sollen wir die Pakete bzw Programme wählen, die wir in unserem System installieren. Wähle CD als Quelle und das richtige CD-Laufwerk, falls Du mehr als eines hast. Nimm die Kategorie 'base' (alle Grundpakete, die gewählt sind, zu lassen ist eine gute Wahl). Wenn Du '''sicher''' bist, dass Du gewisse Pakete nicht brauchst (z.B. ein Dateisystemtyp, den Du nicht brauchst, PCMCIA, ISDN oder PPPoE Unterstützung), sei so frei und entferne sie aus der Grundpakete- Auswahl. Das (ab-)wählen von Paketen geschieht mit der Leertaste.
 
 
 
 
 
''Seit der Installations-CD Arch 2007.08-2 kannst Du nun Pakete von den Kategorien '''Lib''', '''Devel''' und '''Support''' hinzufügen.''
 
 
 
Alle, keines oder einige Pakete dieser Kategorien zu wählen, ist in jedem Fall eine sichere Wahl, aber überfliege sie trotzdem. Anfänger können einfach alles auswählen.
 
 
 
===Pakete Installieren===
 
Das Installationsskript wird nun die ausgewählten Pakete auf Deinem System installieren. Die Programme sind binär i686-optimiert und brauchen insgesamt etwa 100MB für das Grundsystem. Deshalb sind sie recht schnell installiert.
 
 
 
===Systemkonfiguration===
 
Du wirst gefragt, ob Du willst, dass hwdetect einige Informationen über Deine Konfiguration sammelt. Dies ist empfohlen, weshalb Du diese Option wählen solltest.<br>
 
Nun wirst Du gefragt, ob Du Unterstützung brauchst, um von USB zu starten, für FireWire-Geräte, für PCMCIA-Geräte, NFS-Shares, Software RAID Arrays und verschlüsselte Partitionen. Wähle yes, falls Du etwas brauchst; in unserem Beispiel wird nichts benötigt.<br>Nun wirst Du gefragt, welchen Texteditor Du benutzen möchtest; wähle [http://de.wikipedia.org/wiki/Nano_(Texteditor) nano], falls Du nicht vertraut bist mit [http://en.wikipedia.org/wiki/Vim vi/vim].<br>Nun wird ein Menü erscheinen, welches die wichtigsten Konfigurationsdateien auf Deinem System zeigt. Wir werden diesmal nur einige kleinere Änderungen vornehmen. Falls Du die vorhandenen Optionen, wie in rc.conf erklärt, nachschauen willst, drücke Alt+F2 um zu einer Eingabeaufforderung zu gelangen. Schaue es dort nach und wechsle mit Alt+F1 zurück zum Installationsprogramm
 
 
 
=====/etc/rc.conf=====
 
 
 
* Ändere Dein ''LOCALE'', falls nötig (z.B. "de_DE.UTF-8") (Dieses locale muss sich mit /etc/locale.gen decken [http://wiki.archlinux.de/title/Anleitung_f%C3%BCr_Einsteiger#.2Fetc.2Flocale.gen '''Siehe unten'''].)
 
* Ändere Deine TIMEZONE, falls nötig (z.B. "Europe/Berlin")
 
* Ändere Dein KEYMAP, falls nötig (z.B. "de-latin1-nodeadkeys")
 
 
 
* Gib in MODULES an, wenn ein wichtiges Modul fehlt
 
* Gib Deinen HOSTNAME an
 
* Ändere Deine Netzwerkeinstellungen:
 
** Gib die Netzwerkkarte (interface), die IP-Adresse (address), die Netzwerkmaske (netmask) und das Gateway (gateway) an, ''wenn'' Du eine '''statische IP-Adresse''' verwendest, ansonsten lass diese Vorgaben ausser der verwendeten Netzwerkkarte unverändert.
 
 
 
=====Über DAEMONS=====
 
Du musst diesmal die [[daemons]]-Linie (Daemons) nicht bearbeiten; es ist jedoch sinnvoll zu erklären, was Daemons sind, weil wir sie später in diesem Wiki brauchen. Analog zu einem Windows Service ist ein Daemon ein Programm, das im Hintergrund läuft, auf ein Ereignis wartet und einen Service erbringt.Ein gutes Beispiel ist ein Webserver, der auf eine Anfrage wartet, eine Seite zu liefern, oder ein SSH-Server wartet auf jemanden, der versucht sich einzuloggen. Während dies vollumfängliche Anwendungen sind, gibt es Daemons, deren Arbeit nicht so sichtbar ist. Beispiele sind ein Daemon, der Mitteilungen in eine log-Datei schreibt (z.B. syslog, metalog), ein Daemon, der die Frequenz Deines CPU absenkt, wenn er nichts zu tun hat (z.B. cpufreq) und ein Daemon, der einen graphischen Login bereitstellt (wie gdm, kdm). All diese Programme können zur Daemons-Linie hinzugefügt werden und werden dann bei Systemstart gestartet. Nützliche Daemons werden im Laufe dieses Wikis präsentiert.
 
  
Verlasse mit Ctrl+X den Editor.
+
===Partitionieren des Datenträgers===
 +
{{Hinweis|Vor dem Partitionieren sollte man sich mit dem Befehl '''fdisk -l''' oder '''lsblk''' über die angeschlossenen Festplatten und deren Partitionen einen Überblick verschaffen.}}
  
=====/etc/hosts=====
+
Die Art der Partitionierung richtet sich nach der verwendeten Hardware, dem gewünschten [https://wiki.archlinux.de/title/Kategorie:Bootloader Bootloader]
 +
, der Verwendung von [[Swap]]speicher, Verschlüsselung, dem Dateisystem und nicht zuletzt auch von persönlichen Präferenzen. Die große Felexibilität hierbei, ist eine der Stärken von Arch Linux.<br>
 +
Dabei ist folgendes zu berücksichtigen:
  
Füge den gewünschten ''hostname'' hinzu (welchen Du in /etc/rc.conf zuvor gesetzt hast), so dass es in etwa so ausschaut wie folgt:
+
====BIOS-Systeme====
127.0.0.1  localhost.localdomain  localhost ''dein-hostname''
+
* Bei Systemen die mittels verbautem BIOS booten, können die Datenträger bis zu einer Größe von 2TiB mit fdisk unter Verwendung einer Dos-Partitionstabelle partitioniert werden.<br>Im Wiki-Artikel [[fdisk]] werden hierzu konkrete Beispiele aufgezeigt.
''Dieses Format, '''inklusive den 'localhost'-Einträgen''' wird für Programmkompatibilität benötigt! Fehler in diesem Syntax führen dazu, dass sich Programme sehr langsam öffnen.<br>Dies ist bei Anfängern ein ziemlich häufiger Fehler.''
+
* Wird zur Partitionierung gdisk genutzt und soll als Bootmanager [[Grub]] eingesetzt werden, verlangt dies eine zusätzliche Partition mit der Größe 1MiB vom Partitionstyp ef02.<br>Wird stattdessen [[Syslinux]] als Bootmanager eingesetzt, so ist auch unter dem Einsatz von gdisk diese zusätzliche Partition nicht nötig.<br>Im Artikel [[gdisk]] wird jeweils das konkrete Partitionsschema aufgezeigt.
  
Für die meisten Benutzer wird es reichen, einfach ''dein-hostname'' ans Ende der Standardlinie hinzuzufügen. Jedoch raten einige Nutzer dazu, folgenden Syntax zu benutzen:
+
====UEFI-Systeme====
127.0.0.1  ''dein-hostname''.domaene.org localhost.localdomain  localhost  ''dein-hostname''
+
* Systeme die mit UEFI booten, werden immer mit gdisk partitioniert und benötigen auch immer eine zusätzliche Bootpartition von der Größe 512MiB (empfohlen) mit dem Partitionstyp ef00. Im Wiki-Artikel [[gdisk]] werden hierzu konkrete Beispiele aufgezeigt.
Falls Du eine statische IP benutzt, füge eine weitere Linie mit folgendem Syntax hinzu: <static-ip> hostname.domainname.org  hostname
 
Beispiel:
 
192.168.1.100 dein-hostname.domaene.org  dein-hostname
 
  
===== /etc/fstab, mkinitcpio.conf und modprobe.conf=====
+
====Swap-Speicher====
Zu diesem Zeitpunkt ist es nicht nötig, die Dateien mkinitcpio.conf und modprobe.conf zu bearbeiten. mkinitcpio konfiguriert die [[Initrd]] (z.B. booten von RAID, verschlüsselte Festplatten) und modprobe kann dazu verwendet werden, einige spezielle Konfigurationsoptionen für die Module zu bestimmen.
+
* Möchte man die Möglichkeit haben den Suspend-to-disk-Modus zu nutzen, sollte die anzulegende [[Swap]]-Partition mindestens die Größe des RAM-Speichers besitzen.
 +
* Alternativ zum Anlegen einer Swap-Partition kann später auch noch eine [https://wiki.archlinux.de/title/Swap#Swapdatei Swap-Datei] angelegt werden.  
 +
* Bei verschlüsselten Systemen wird der Auslagerungsspeicher (swap) innerhalb des LVM Volumes angelegt.
 +
* Ob man überhaupt einen Swap-Speicher benötigt, ist oberhalb von 4G RAM mit der beabsichtigeten Nutzung des Systems abzuwägen.
  
''Falls Du den hal daemon benutzen willst, um das Mounten von Festplatten, optischen Laufwerken, USB-Laufwerken usw. zu automatisieren, solltest Du /etc/fstab bearbeiten und die Einträge für cdrom, floppy und dvd auskommentieren.''
+
====Separate /home Partition====
 +
Häufig wird empfohlen das /home Verzeichnis auf eine separate Partition auszulagern. Der effektive Nutzen ist dabei abzuwägen. Oftmals schränkt dies jedoch nur die Fexibilität ein, falls die root(/) Partition zu knapp gewählt wurde oder führt im anderen Fall zu ungenutzten Speicherplatz.
  
=====/etc/resolv.conf (für statische IP)=====
+
====Alternative Dateisysteme====
Falls Du eine statische IP benutzt, setze Deine DNS Server in /etc/resolv.conf  (namenserver <ip-adresse>). Du kannst so viele haben, wie Du willst.
+
Für die Installation von Arch Linux unter Verwendung alternativer Dateisysteme wird auf die folgenden Installations-Anleitungen verwiesen:
 +
* [[Moderne_Installation_mit_UEFI_und_Verschlüsselung | Installation eines Verschlüsselten-Systems mit LVM]]
 +
* [[Arch_auf_BtrFS | Installation auf einem BtrFS]]
 +
* [[Arch auf ZFS | Installation auf einem ZFS]]
  
Falls Du einen Router benutzt, wirst Du wahrscheinlich Deine DNS Server im Router selbst festlegen und bloß von Deinem 'resolv.conf' dorthin verweisen, indem Du die IP Deines Routers benutzt (Deine Gateway in /etc/rc.conf). Beispiel:
+
===Anlegen der Dateisysteme (Formatieren)===
nameserver 192.168.1.1
+
{{Hinweis| Das '''x''' von xY steht für den Laufwerksbuchstaben, das '''Y''' für die Nummer der betreffenden Partition. Diese Angaben müssen jeweils mit dem konkreten Fall abgeglichen werden.}}
Alternativ kannst Du Deine Lieblingsserver untereinander hinzufügen, z.B.:
+
Je nachdem welche Partitionen zuvor angelegt wurden, können diese entsprechend ihres Partitionstyps mit den folgenden Befehlen formatiert werden:<br>
nameserver 4.2.2.1
+
* {{ic | mkfs.fat -F 32 -n EFIBOOT /dev/sdxY}} - Für eine ef00 Partition (/boot) - FAT32 Dateisystem, Label "EFIBOOT".
nameserver 4.2.2.2
+
* {{ic | mkfs.fat -F 32 -n ef02 /dev/sdxY}} - Für eine ef02 Partition - FAT32 Dateisystem, Label "ef02".
 +
* {{ic | mkfs.ext4 -L p_arch /dev/sdxY}} - Für eine 83 bzw, 8300 Partition root (/) - ext4 Dateisystem, Label "p_arch".
 +
* {{ic | mkfs.ext4 -L p_home /dev/sdxY}} - Für eine 83 bzw, 8300 Partition (/home) - ext4 Dateisystem, Label "p_home".
 +
* {{ic | mkswap -L p_swap /dev/sdxY}} - Für eine 82 bzw. 8200 Partition - swap Dateisystem, Label "p_swap".
 +
(Dabei nutzt die Anleitung Label-Bezeichnungen, da diese für mehr Überblick sorgen und an weiteren Stellen der Anleitung die Installation erleichtern.)
  
=====/etc/locale.gen=====
+
= Das Basissystem installieren=
 +
===Einbinden der Partitionen (Mounten)===
 +
Bevor Arch Linux auf den Datenträger aufgespielt werden kann, müssen die entsprechenden Partitionen in das laufende System eingebunden werden.<br>
 +
Zuerst wird die Rootpartition nach /mnt gemountet:
 +
mount -L p_arch /mnt
 +
Für die Partition "EFIBOOT" die bei UEFI-Systemen nötig ist, wird das Verzeichnis /mnt/boot angelegt und dort eingebunden:
 +
mkdir /mnt/boot
 +
mount -L EFIBOOT /mnt/boot
 +
Wurde eine separate p_home als "Home-Partition" angelegt, kann damit analog verfahren werden:
 +
mkdir /mnt/home
 +
mount -L p_home /mnt/home
  
Das Kommando '''locale-gen''' liest aus /etc/locale.gen und generiert spezielle Lokalisierungen. Diese können dann von glibc und jedem anderen lokalisierten Programm oder Bibliothek zum Texterstellen benutzt werden. /etc/locale.gen ist standardmäßig eine leere Datei mit kommentierter Dokumentation. Wenn diese Datei einmal bearbeitet wurde, wird sie nie mehr berührt werden. Locale-gen wird bei jedem Update von glibc ausgeführt, wodurch alle Lokalisierungen aus /etc/locale.gen hergestellt werden.
+
===Einbinden der Swappartition===
 +
Falls eine Swap-Partition erstellt wurde, wird sie wie folgt eingebunden.
 +
swapon -L p_swap
  
Wähle alle Lokalisierung(en), welche Du nutzen willst (lösche das # am Anfang der Zeile), z.B.:
+
=== Installation der Basispakete ===
  en_US ISO-8859-1
+
Im Folgenden werden die grundlegenden Softwarekomponenten installiert:
en_US.UTF-8
+
  pacstrap /mnt base base-devel linux linux-firmware dhcpcd nano
('''Deine Lokalisierungen müssen mit denen in /etc/rc.conf von oben übereinstimmen.''')
 
  
Die Installation wird nun das '''locale-gen''' Skript ausführen, welches die gewünschten Lokalisierungen erstellt. Du kannst in Zukunft die Lokalisierung ändern, indem Du /etc/locale.gen bearbeitest und danach '''locale-gen''' als root ausführst.
+
* {{ic|base}}: Metapaket für ein minimales System
  
''Beachte: falls Du Deine Lokalisierung nicht wählst, wird das zum "The current locale is invalid..." Fehler führen. Dies ist wahrscheinlich der häufigste Fehler unter neuen Arch Nutzern, und er führt auch zur am meisten gestellten Frage im Forum.''
+
* {{ic|base-devel}}: Gruppe für Pakete zum Paketbau (empfohlen)
  
=====Root Password=====
+
* {{ic|linux}}: Der Arch Linux Standardkernel. (Alternativen: {{Paket|linux-lts}}, {{Paket|linux-hardened}})
Setze zum Schluß ein root-Passwort und vergewissere Dich, dass Du es später noch weißt. Kehre zum Hauptmenü zurück und fahre mit der Installation des Startmanagers (Bootloader) fort.
 
  
===Installation des Bootloaders===
+
* {{ic|linux-firmware}}: Firmware für verschiedene Hardware
Da wir in unserem Beispiel kein zweites Betriebssystem haben, werden wir einen Bootloader benötigen. [http://www.gnu.org/software/grub/ GNU GRUB] ist der empfohlene Bootloader. Alternativ kannst Du [http://lilo.go.dyndns.org/ LILO] wählen. Die gezeigte GRUB Konfiguration (/boot/grub/menu.lst) sollte ausreichend sein. Das einzige, was Du ändern könntest, ist die Auflösung der Konsole. Füge zur ersten Kernel-Linie eine vga=<number> hinzu. (Eine Tabelle mit Auflösungen und entsprechenden Nummern ist in der menu.lst abgedruckt.)
 
title  Arch Linux (Main)
 
root  (hd0,0)
 
kernel /boot/vmlinuz-linux root=/dev/sda1 ro vga=773
 
initrd /boot/initramfs-linux.img
 
Das Argument "vga=773" wird einen 1024x768 framebuffer mit 256 Farbtiefe ergeben.
 
  
Verlasse die Installation und gebe reboot ein.
+
* {{ic|dhcpcd}}: Aufbau einer Internetverbindung
  
Wenn alles gut geht, wird Dein neues Arch Linux System nun starten und mit einer Login-Eingabe enden (Du solltest in Deinem BIOS die Startreihenfolge zurückstellen auf das Starten von Festplatte).
+
* {{ic|nano}}: Als Texteditor. Dieser wird in diesem Wiki vorausgesetzt
  
Herzlichen Glückwunsch und willkommen zu Deinem schönen neuen Arch Linux Basissystem!
+
=== Installation zusätzlicher Pakete ===
 +
Je nach System kann es nützlich sein die folgenden Pakete schon jetzt zu installiert:
  
==Konfiguration des Basis-Systems ==
+
* {{ic|intel-ucode}}: Intel-CPUs - siehe [[Microcode]]
Dein neues Arch Linux Basissystem ist nun eine funktionelle GNU/Linux-Umgebung, die auf die Anpassung wartet. Von hier aus kannst Du diese Installation in all das verwandeln, was Du wünscht oder für Deine Vorhaben brauchst.
 
  
Fangen wir an.
+
* {{ic|amd-ucode}}: AMD-CPUs - siehe [[Microcode]]
-----
 
Login mit Deinem root Account. Wir werden nun pacman konfigurieren, das System updaten und dann einen gewöhnlichen Benutzer hinzufügen.
 
  
 +
* {{ic|iwd}}: Wlan-Verbindung ('''wichtig für Rechner ohne Lan''')
  
===Einstellen des Netzwerkes (falls nötig)===
+
* {{ic|lvm2}}: Einbinden einer '''LVM-Partition'''
''Dieser Abschnitt wird Dir dabei helfen, die meisten Arten von Netzwerken zu konfigurieren, falls die Installations-Skripte mit den auto-Konfigurationen für Dich nicht funktionieren.''
 
-----
 
Falls alles gut verlief, solltest Du ein funktionierendes Netzwerk haben. Versuche www.google.com zu pingen, um es zu bestätigen:
 
ping -c 3 www.google.com
 
  
''Falls Du erfolgreich eine Netzwerkverbindung hergestellt hast, fahre mit'' [https://wiki.archlinux.de/title/Anleitung_f%C3%BCr_Einsteiger#Updaten.2C_Synchronisieren_und_Upgraden_des_Systems_mit_pacman ''Updaten, Synchronisieren und Upgraden des Systems mit pacman''] fort.
+
Hierzu kann auch der folgende Befehl genutzt werden:
 +
pacman --root /mnt -S <paket-name>
  
Falls deine Internetverbindung seltsam langsam ist, versuche es mit dem [http://wiki.archlinux.de/title/IPv6_-_Modul_deaktivieren deaktivieren von IPv6]
+
=== fstab erzeugen===
 +
Die /etc/fstab (file system table) Datei wird beim Systemstart von systemd ausgelesen und legt fest, wo die Laufwerke in den Verzeichnisbaum eingehängt werden.
  
Falls nach dem Pingen ein "unknown host" Fehler auftrat, könntest Du schließen, dass Dein Netzwerk nicht konfiguriert ist. Du solltest zunächst die folgenden Dateien auf Integrität und saubere Einstellungen untersuchen:
+
Für unser Installationsbeispiel verwenden wir die zuvor angelegten Labels:
 +
genfstab -Lp /mnt > /mnt/etc/fstab
  
'''/etc/rc.conf''' # Achte speziell in den HOSTNAME= und NETWORKING Abschnitten auf Tippfehler und andere Fehler.
 
  
'''/etc/hosts'''  # Checke nochmals das Format. (Siehe oben.)
+
Überprüfung der fstab Datei:
 +
{{hc|cat /mnt/etc/fstab|
 +
LABEL&#61;p_arch / ext4 rw,relatime,data&#61;ordered 0 1
 +
LABEL&#61;p_swap none swap defaults 0 0}}
  
'''/etc/resolv.conf''' # Falls Du eine statische IP benutzt. Falls Du DHCP benutzt, wird diese Datei dynamisch erstellt und standardmäßig zerstört. Aber sie kann für Deine Einstellungen geändert werden. (Siehe [[Network]].)
+
=Systemkonfiguration=
 +
===Chrooten===
 +
Zum Konfigurieren des Systems wird - bei gemounteten Partitionen s. Mounten - in eine [[chroot]]-Umgebung (''Change root'') gewechselt.
 +
{{hc|arch-chroot /mnt/|
 +
root@archiso /#}}
  
Fortgeschrittene Anweisungen, das Netzwerk einzustellen, können im  [[Network]] Artikel gefunden werden.
+
===Konfigurationsdateien (/etc/....)===
 +
Folgende Konfigurationsdateien werden hierzu bearbeitet:
 +
<br>
 +
<br>
 +
'''/etc/hostname''' - Den Rechnernamen festlegen, hier im Beispiel 'myhost':
 +
  echo myhost > /etc/hostname
 +
<br>
 +
'''/etc/[[locale.conf]]''' - Die Spracheinstellung (Locale) auf Deutsch festlegen:
 +
echo LANG=de_DE.UTF-8 > /etc/locale.conf
 +
Hierbei entspricht:
 +
* de_DE - Deutsch wie in der BRD gesprochen
 +
* de_CH - Schwyzerdütsch
 +
* de_AT - Das Deutsche in Östereich
 +
Mit dem Konsolenbefehl {{ic|cat /etc/locale.gen}} kann man sich alle hier möglichen Werte anzeigen lassen.
 +
<br><br>
 +
'''/etc/locale.gen'''
 +
{{hinweis|Suchen im Editor nano: {{Taste|Strg}}+{{Taste|W}}SUCHBEGRIFF{{Taste|Enter}} Weitersuchen mit gleichem Suchbegriff erneut: {{Taste|Alt}}+{{Taste|W}} oder {{Taste|F16}}}}
 +
nano /etc/locale.gen
  
====LAN über Kabel====
+
Suchen und das # am Anfang folgender Zeilen entfernen:
 +
#de_DE.UTF-8 UTF-8
 +
#de_DE ISO-8859-1
 +
#de_DE@euro ISO-8859-15
 +
#en_US.UTF-8
 +
(en_US.UTF-8 wird als fallback für evnt. fehlende Übersetzungen empfohlen.)
 +
<br>
 +
Anschließend Speichern und die Locale generieren:
 +
{{hc|locale-gen|
 +
Generating locales...
 +
  de_DE.UTF-8... done
 +
  de_DE.ISO-8859-1... done
 +
  de_DE.ISO-8859-15@euro... done
 +
Generation complete.}}
 +
<br>
 +
'''/etc/vconsole.conf''' - Die Tastaturbelegung und Schriftart der Konsole festlegen:
 +
echo KEYMAP=de-latin1 > /etc/vconsole.conf
 +
echo FONT=lat9w-16 >> /etc/vconsole.conf
 +
<br>
 +
'''/etc/localtime''' - Die Zeitzone durch einen symbolischen Link festlegen:
 +
ln -sf /usr/share/zoneinfo/Europe/Berlin /etc/localtime
 +
<br>
 +
'''/etc/hosts'''
 +
{{hc|cat /etc/hosts|
 +
#<ip-address> <hostname.domain.org> <hostname>
 +
127.0.0.1 localhost.localdomain localhost
 +
::1 localhost.localdomain localhost}}
 +
<br>
 +
'''/etc/resolv.conf''' - Diese Datei muss nur verändert werden, wenn das Netzwerk über statische Adressvergabe eingestellt wird:
 +
{{hc|cat /etc/resolv.conf|
 +
nameserver DNS-Server des Providers}}
 +
<br>
 +
'''/etc/pacman.conf''' - Dort wird im Normalfall nichts geändert. Für den Fall, dass 32bit-Bibliotheken gebraucht werden, ist das [multilib]-Repository zu aktivieren. Hierzu ist das Kommentarzeichen in den betreffenden Zeilen zu entfernen.
  
Überprüfe Dein Ethernet mit
+
  [multilib]
  ifconfig
+
  SigLevel = PackageRequired TrustedOnly
Dort solltest Du einen Eintrag für eth0 sehen. Falls benötigt, kannst Du eine neue statische IP mit
+
  Include = /etc/pacman.d/mirrorlist
  ifconfig eth0 <ip address> netmask <netmask> up
 
und die Standard-Gateway mit
 
  route add default gw <ip address of the gateway>
 
setzen.
 
Kontrolliere, ob /etc/resolv.conf Deinen DNS Server enthält und füge ihn hinzu, falls er fehlt.
 
Kontrolliere das Netzwerk nochmals mit ping www.google.de. Falls nun alles funktioniert, passe /etc/rc.conf wie in Abschnitt 2.6 besprochen an (statische IP). Falls Du einen DHCP Server/Router in Deinem  Netzwerk hast, versuche
 
dhcpcd eth0
 
Falls dies funktioniert, passe /etc/rc.conf an, wie es in Abschnitt 2.6 beschrieben wird (dynamische IP).
 
  
====Kabelloses LAN====
+
=== Zusätzliche Kernel Module ===
Detailiertes Setup-Wiki: [[(W)LAN und Arch Linux]]
+
In der Datei {{ic|/etc/modules-load.d/meinemodule.conf}} werden Kernel-Module angegeben, welche zusätzlich geladen werden müssen.<br>
 +
Pro Zeile nur ein Kernel-Modul eintragen:
 +
{{hc|nano /etc/modules-load.d/meinemodule.conf|
 +
modul_1
 +
modul_2}}
  
====Analoges Modem====
+
=== [[Mkinitcpio | Initramfs]] erzeugen ===
Um ein zu Hayes kompatibles, externes analoges Modem verwenden zu können, muss zumindest das Paket ppp installiert werden. Bearbeite die Datei /etc/ppp/options mit Hilfe von man pppd, um sie Deinen Bedürfnissen anzupassen. Du wirst ein Chat-Skript definieren müssen, mit welchem Du nach dem ersten Einwählen Deinem Internetanbieter den Benutzernamen und das Passwort übermittelst. Die Hilfeseiten (Manpages) von pppd und chat liefern Beispiele, die ausreichend sein sollten, eine Verbindung zum Laufen zu bekommen (falls Du entweder erfahren genug oder bissig genug bist). Mit udev sollten deine seriellen Schnittstellen normalerweise /dev/tts/0 und /dev/tts/1 sein.
+
Falls zuvor ein anderer Kernel ausgewählt wurde oder zusätzliche Module benötigt werden, ist es nötig die Initramfs neu zu erzeugen.
Tipp: Lese [[Dialup without a dialer HOWTO]].
+
Zunächst wird hierzu die Datei {{ic|/etc/mkinitcpio.conf}} geprüft. Sofern z.B. das Root Filesystem auf einem logical Volume liegt, muss in der Zeile "HOOKS" das lvm2 Modul ergänzt werden. Mit LVM2 sieht die Zeile dann so aus:
 +
HOOKS=(base udev autodetect modconf block lvm2 filesystems keyboard fsck)
 +
lvm2 muss zwischen "block" und "filesystems" stehen.<br>
 +
Danach kann die initramfs Datei mit
 +
mkinitcpio -p linux
 +
erzeugt werden.
  
Anstatt eine ruhmreiche Schlacht nur mit pppd zu schlagen, kannst Du auch wvdial oder ein anderes Programm installieren, um den Setup-Prozess erheblich zu vereinfachen. Falls Du ein so genanntes WinModem benutzt, welches hauptsächlich eine PCI-Pluginkarte ist und als internes Modem funktioniert, solltest Du die Informationen auf der [http://www.linmodems.org/ LinModem] Homepage beachten.
+
===Root Password===
 +
Setzen des Root-Passworts. Man vergewissere sich, dass man es nicht vergisst.
 +
{{hc|passwd|
 +
Enter new UNIX password: geheim
 +
Retype new UNIX password: geheim}}
  
====ISDN====
+
=Installation des Bootloaders=
 +
* Als Bootmanager für BIOS-Boot-Systeme stehen [[Grub]] und [[syslinux]] zur Verfügung.
 +
* Für UEFI-BOOT-Syteme kann als Bootloader [[systemd-boot]] oder [[EFISTUB]] oder [[Grub]] oder [[rEFInd]] gewählt werden.<br>
  
Die ISDN-Einrichtung erfolgt in drei Schrtitten:
+
===Systemd-boot===
# Installiere und konfiguriere die Hardware
+
Für dieses Beispiel wird Systemd-boot gewählt. Es sorgt für einen schnellen Bootvorgang und ist für moderne UEFI-Systeme geeignet.<br>Im Folgenden wird die Konfiguration  ohne Verschlüsselung besprochen:
# Installiere und konfiguriere die ISDN Dienstprogramme
 
# Füge die Einstellungen Deines Netzbetreibers hinzu.
 
  
Die derzeitigen Standardkernel von Arch Linux beinhalten die nötigen IDSN-Module; dies bedeutet, dass Du normalerweise keinen neuen Kernel kompilieren musst (außer Du benutzt ziemlich komische ISDN-Geräte). Nachdem die ISDN-Karte physisch in den Computer eingebaut bzw. eingesteckt ist, kannst Du versuchen die Module mit modprobe zu laden. Fast alle passiven ISDN PCI Karten werden vom hisax Modul angesprochen, welches zwei Parameter braucht: Typ und Protokol. Das Protokol muss auf '1' gesetzt werden, wenn Dein Land den 1TR6-Standard verwendet; '2' steht für EuroISDN (EDSS1), gib '3' ein, falls Du an einen so genannten gemieteten Anschluß ohne D-Kanal angeschlossen bist und '4' steht für das US NI1 Protokol.
+
Da systemd schon installiert ist, muss der Bootloader lediglich initiiert werden.
 +
bootctl install
  
Details über alle diese Einstellungen, und wie man sie einstellt, sind in der Kernel-Dokumentation, genauer im ISDN-Unterverzeichnis, sowie im Internet zu finden. Die Typ-Einstellung hängt von deiner Karte ab; eine Liste aller möglichen Typen kann in der README.HiSax Kernel-Documentation gefunden werden. Wähle Deine Karte und lade das Modul mit den angemessenen Optionen, wie z.B.:
+
Die Datei {{ic|/boot/loader/entries/arch-uefi.conf}} mit dem Editor öffnen
 +
nano /boot/loader/entries/arch-uefi.conf
  
  modprobe hisax type=18 protocol=2
+
und wie folgt anpassen:
 +
  title    Arch Linux
 +
linux    /vmlinuz-linux
 +
initrd  /initramfs-linux.img
 +
options  root=LABEL=p_arch rw lang=de init=/usr/lib/systemd/systemd locale=de_DE.UTF-8
  
Dieser Befehl wird das hisax Modul für meine ELSA Quichstep 1000PCI Karte laden, welche in Deutschland mit dem EDSS1 Protocol benutzt wird. Hilfreiche Fehlerbehebungs-Angaben solltest Du in der Datei /var/log/everything.log finden, wo Du Deine Karte vorbereitet finden solltest. Bitte beachte, dass Du wahrscheinlich einige USB-Module laden musst, bevor ein externer USB ISDN Adapter verwendet werden kann.
+
Für den Arch Linux fallback wird die Datei {{ic|/boot/loader/entries/arch-uefi-fallback.conf}} zur Bearbeitung geöffnet
 +
nano /boot/loader/entries/arch-uefi-fallback.conf
  
Wenn Du einmal rausgefunden hast, mit welchen Einstellungen Deine Karte funktioniert, kannst Du die Modul-Optionen zur Datei /etc/modprobe.conf hinzufügen. In unserem Beispiel sähe es so aus:
+
und wie folgt angepasst:
 +
title    Arch Linux Fallback
 +
linux    /vmlinuz-linux
 +
initrd  /initramfs-linux-fallback.img
 +
options  root=LABEL=p_arch rw lang=de init=/usr/lib/systemd/systemd locale=de_DE.UTF-8
  
  alias ippp0 hisax
+
Die Datei {{ic|/boot/loader/loader.conf}} wird folgendermaßen bearbeitet:
  options hisax type=18 protocol=2
+
{{hc|nano /boot/loader/loader.conf |
 +
  default  arch-uefi.conf
 +
  timeout  4}}
 +
Das timeout (in Sekunden) kann dabei frei gewählt werden.
  
Alternativ kannst Du hier nur die Optionen-Linie hinzufügen und hisax zum MODULES-Array in rc.conf hinzufügen. Es ist wirklich Deine Wahl, jedoch hat obiges Beispiel den Vorteil, das das Modul erst geladen wird, wenn es wirklich benötigt wird.
+
Nach der Konfiguration, werden diese Änderungen mit dem folgenden Befehl verfügbar gemacht:
 +
bootctl update
  
Jetzt solltest Du funktionierende, unterstützte Hardware haben. Jetzt brauchen wir die Programme, um sie nutzen zu können!
+
===Exit - umount===
 +
Nachdem nun alle nötigen Komponenten installiert und konfiguriert sind, kann die Chroot Umgebung verlassen werden.
 +
exit
  
Installiere das Paket isdn4k-utils und lese die Manpage zu isdnctrl; dies wird Dir beim Start helfen. Etwas weiter unten in der Manpage wirst Du Erklärungen finden, wie man eine Konfigurationsdatei erstellt, die von isdnctrl analysiert werden kann; außerdem gibt es dort einige hilfreiche Setup-Beispiele. Bitte beachte, dass Du über ein Komma getrennt Dein SPID zu deiner MSN Einstellung hinzufügen musst, wenn Du US NI1 benutzt.
+
Und die gemounteten Datenträger aushängt werden.
 +
umount /mnt/boot
 +
umount /mnt
  
Nach der Konfiguration Deiner ISDN Karte mit Hilfe von isdnctrl sollte es nun möglich sein, die Maschine, die im PHONE_OUT Parameter angegeben ist, anzuwählen; jedoch wird die Authentifizierung des Benutzernamens und Passwortes fehlschlagen. Um dieses Problem zu beheben, füge der Datei /etc/ppp/pap-secrets ooder /etc/ppp/chap-secrets Dein Benutzernamen und Passwort hinzu, als ob Du eine normale analoge PPP-Verbindung einstellen würdest (abhängig vom Protokoll, welches Dein Netzanbieter benutzt). Platziere die Daten bei Zweifeln in beiden Dateien.
+
===Arch Linux neu booten===
 +
Das System kann nun neu gebootet werden.
 +
reboot
 +
Hinweis: Man sollte im BIOS die Startreihenfolge zurückstellen, z.B. Starten von Festplatte vor CD-Rom oder USB-Stick.
  
Wenn alles korrekt eingestellt wurde, solltest Du nun mit Hilfe des Befehles (als root ausgeführt)
+
Wenn alles einwandfrei verlaufen ist, wird das Arch Linux-System nun starten und dich mit der Login-Eingabe begüßen.
  isdnctrl dial ippp0
+
myhost login: root
eine Dial-Up Verbindung aufbauen können. Vergiss bei Problemen nicht, die Log-Dateien zu checken!
+
  password: geheim
 +
[root@myhost ~]# _
  
====DSL (PPPoE)====
+
<br>++++ Herzlichen Glückwunsch und Willkommen zu Deinem Arch Linux-Basissystem! ++++<br>
  
Diese Anweisungen sind nur dann relevant für Dich, wenn der PC selbst die Verbindung zum Netzbetreiber managen soll. Falls Du einen separaten Router für diese Aufgabe hast, musst Du nur den richtigen default gateway einrichten.
+
=Benutzer Einrichtung=
  
Vor der Benutzung der DSL-Verbindung muss die Netzwerkkarte, die sich mit dem DSL-Modem verbinden soll, in den Computer eingesetzt werden. Nachdem die neu installierte Netzwerkkarte in den Dateien modules.conf/modprobe.conf oder dem MODULES-Array aufgenommen wurde, solltest Du das Programm rp-pppoe installieren und das Skript pppoe-setup ausführen, um die Verbindung einzustellen. Nachdem alle Daten eingegeben wurden, kasst Du mit Hilfe dieser Befehle jeweils die Verbindung
+
===Die Schönheit des Rolling Release===
 +
Arch Linux ist eine '''Rolling Release''' Distribution, was bedeutet, dass es im Vergleich zu anderen Linux-Distributionen keine Versionsnummern oder -namen gibt. Diese Form der Verwaltung verzichtet darauf, das ganze System neu installieren zu müssen, um es aktuell und damit auch sicher zu halten. Die Benutzung eines Rolling-Release setzt ein gewisses Maß an Eigenverantwortung voraus. Man ist gut beraten, sich vor einer Systemaktualisierung über eventuelle Änderungen zu informieren.
  
/etc/rc.d/adsl start
+
Aktuelle Informationen hierzu findet man auf folgenden Seiten:
 +
* [https://www.archlinux.de/?page=Start Arch Linux]{{Sprache|de}}
 +
* [https://bbs.archlinux.de/viewforum.php?id=257 Forum]{{Sprache|de}}
 +
* [https://www.archlinux.org/ Arch Linux]{{Sprache|en}}
 +
* [https://www.archlinux.org/news/ Arch Linux News]{{Sprache|en}}
  
starten bzw.
+
Zudem kann man die [https://mailman.archlinux.org/mailman/listinfo/arch-announce Arch-Announce]{{Sprache|en}} Mailingliste abonnieren, um stets auf dem Laufenden zu sein.
  
  /etc/rc.d/adsl stop
+
===Internetverbindung (erneut) herstellen===
 +
Für eine LAN-Verbindung mit dem Router wird zuerst der Netzwerkadapter ermittelt
 +
  ip link
 +
und danach eine Verbindung hergestellt
 +
dhcpcd <Netzwerkadapter>
 +
Siehe: [[Anleitung_für_Einsteiger#Internetverbindung_herstellen | Internetverbindung herstellen]]
  
stoppen. Das Setup ist normalerweise recht einfach und geradlinig, aber lese ruhig die Manpages für Tipps. Wenn Du Dich beim Systemstart automatisch ins Internet einwählen willst, füge adsl zu Deinem DAEMONS Array hinzu.
+
===Arch Linux Aktualisieren===
 +
Arch Linux stellt aktuelle Softwarepakete zur Verfügung. Man sollte sich angewöhnen, sein System mindestens in wöchentlichen Abstand zu aktualisieren um auch zeitnah in den Genuss von Sicherheitsupdates zu gelangen.
  
==Updaten, Synchronisieren und Upgraden des Systems mit [[pacman]]==
+
===Der Paketmanager pacman===
Nun werden wir mit Hilfe von [[pacman]] das System updaten.  
+
[[Pacman]] ist der '''pac'''kage '''man'''ager von Arch Linux. Er verwaltet das gesamte Paketsystem, also die Installation, das Löschen, das Downgraden von Paketen u.v.m.; er ist auch zuständig für die Verwaltung selbst kompilierter Programme, das automatische Lösen von Paket-Abhängigkeiten sowie das entfernte und lokale Suchen nach Paketen.
  
=====Was ist pacman ?=====
+
Zur Optimierung der Downloadgeschwindigkeit der Pakete, sollte vor der ersten Aktualisierung, in der Datei {{ic|/etc/pacman.d/mirrorlist}} diejenigen Paket-Spiegelserveradressen, die weit entfernt liegen, am Anfang der Liste, mit einem vorangestellten # (Kommentarzeichen) deaktiviert werden.
[[Pacman]] ist der '''pac'''kage '''man'''ager von Arch Linux. Pacman ist in C geschrieben, er ist schnell, einfach und extrem mächtig. Er managt das gesamte Pakete-System und verwaltet die Installation, das Löschen, das Downgraden von Paketen (über den Cache); er ist auch zuständig für die Verwaltung selbst kompilierter Programme, das automatische Lösen von Paket-Abhängigkeiten, das entfernte und lokale Suchen nach Paketen und sehr viel mehr. Wir werden pacman benutzen, um Softwarepakete von Servern aus dem Internet (Repositories) herunterzuladen und sie auf dem System zu installieren.
+
# nano /etc/pacman.d/mirrorlist
  
Pacman ist das wichtigste Werkzeug im Arch Linux Werkzeugkoffer, um das Basissystem oder was auch immer Du willst, zu formen.
+
Die Aktualisierung des Systems geschieht mit
 
 
===Konfiguration von pacman===
 
=====/etc/pacman.conf=====
 
pacman wird jedesmal, wenn er involviert ist, die Datei /etc/pacman.conf lesen. Diese Einstellungsdatei ist in Sektionen oder Repositories aufgeteilt. Jede Sektion definiert ein Paketerepository, welches pacman zum Suchen nach Programmen nutzen kann. Eine Ausnahme ist der Optionen-Teil, der globale Optionen festlegt.
 
nano -w /etc/pacman.conf
 
Beispiel:
 
[core]
 
# Add your preferred servers here, they will be used first
 
#Server = http://mirrors.easynews.com/linux/archlinux/core/os/i686
 
Include = /etc/pacman.d/core
 
[extra]
 
# Add your preferred servers here, they will be used first
 
#Server = http://mirrors.easynews.com/linux/archlinux/extra/os/i686
 
Include = /etc/pacman.d/extra
 
#[unstable]
 
# Add your preferred servers here, they will be used first
 
#Server = http://mirrors.easynews.com/linux/archlinux/unstable/os/i686
 
#Include = /etc/pacman.d/unstable
 
[community]
 
# Add your preferred servers here, they will be used first
 
#Server = http://mirrors.easynews.com/linux/archlinux/community/os/i686
 
Include = /etc/pacman.d/community
 
Versichere Dich, dass das [community] Repo aktiviert ist (lösche den # vor den Zeilen "Include = /etc/pacman.d/community" und "[community]"). Archs community repository bietet viele nützliche Programme.
 
 
 
Die "Server =" Zeile, falls auskommentiert, wird dafür sorgen, dass der angegebene Server zuallererst abgesucht wird. Weitere Einstellungen für Repos sind unter /etc/pacman.d/ zu finden.
 
 
 
====/etc/pacman.d/====
 
Schnellere Server werden die Leistung von pacman erheblich verbessern, und somit auch Deine gesamte Arch Linux-Erfahrung.
 
 
 
Benutze das Skript '''rankmirrors''', welches mit dem neusten pacman Paket geliefert wird, um die Server automatisch nach Schnelligkeit zu ordnen.
 
 
 
''(EDIT: '''rankmirrors''' benoetigt Python)''
 
pacman -S python
 
Um nun die Server in der allgemeinen Mirrorlist zu sortieren, müsstest Du als root folgendes eingeben:
 
rankmirrors /etc/pacman.d/mirrorlist
 
 
 
Alternativ kannst Du die Datei /etc/pacman.d/mirrorlist von Hand editieren und die zu Dir nächsten Server an den Anfang der Liste verschieben. (Wenn Du nano benutzt: Alt+A startet das Auswählen einer Region, Pfeil nach unten markiert die Linien, Ctrl+K schneidet die angewählte Region aus und Ctrl+U fügt sie wieder ein). Wiederhole dies für alle Dateien in /etc/pacman.d/. Du kannst in diesen Einstellungsdateien mit verschiedenen Servern experimentieren. Wähle gut!
 
 
 
==Updaten des Systems==
 
Update, synchronisiere und '''upgrade''' Dein gesamtes System mit:
 
 
  pacman -Syu
 
  pacman -Syu
pacman wird nun die neusten Informationen über verfügbare Programme herunterladen und alle vorhandenen Upgrades vornehmen. (Du könntest an diesem Punkt dazu aufgefordert werden, pacman selbst upzudaten. Sage dazu yes und starte nach Update den Befehl pacman -Syu erneut.)
 
  
=====''Beachte dies, falls ein größeres Kernel-Update vorkommt.''=====
+
===Einen Benutzer hinzufügen und Gruppen wählen===
 +
Tägliche Arbeiten sollten nicht mit dem Root-Account gemacht werden, da dieser für administrative Aufgaben vorgesehen ist und ein Arbeiten damit gefährlich sein kann. Deshalb wird nun ein normaler Benutzer hinzugefügt. Beachte, dass Benutzernamen nur Kleinbuchstaben und Sonderzeichen enthalten dürfen:
  
''Falls der Kernel einem größeren Update unterläuft, werden Module wie zum Beispiel ''' nvidia''' und '''madwifi''' (wird später installiert, falls nötig) unbenutzbar, da die neuen upgedateten Paketversionen solcher Module gegen den neueren Kernel gebildet wurden, aber Dein System derzeit einen älteren verwendet. Ein Neustart wird nötig sein.''
+
In diesem Beispiel heißt der Benutzer duda.
 +
useradd -m -g users -s /bin/bash duda
  
=====Die Schönheit des rollenden Releases=====
+
Mit den folgendem Befehl wird dem Nutzer duda ein Password verliehen:
Denk daran, dass Arch eine '''rolling release''' Distribution ist. Dies bedeutet, dass es niemals einen Grund gibt, das System neu zu installieren oder aufwändige Systemneubauten durchzuführen, um die neuste Version zu haben. Von Zeit zu Zeit einfach '''pacman -Syu''' ausführen, und das System ist up-to-date und auf dem neusten Stand. Am Ende dieses Upgrades ist Dein System auf dem neusten Stand.
+
passwd duda
 +
Geben Sie ein neues UNIX-Passwort ein:geheim
 +
Geben Sie das neue UNIX-Passwort erneut ein:geheim
 +
passwd: Passwort erfolgreich geändert
  
=====Mit pacman vertraut werden=====
+
Damit der Benutzer auch Root-Rechte bekommt, muss eine Konfiguration von {{ic|sudo}}verändert werden. Eingabe von:
Pacman ist der beste Freund eines Arch-Benutzers. Das Programm steuert jegliche Installation, Deinstallation und Aktualisierung von Software. Man sollte sich undbedingt mit den wichtigsten Funktionen vertraut machen. Die Handbuchseite erreichst Du über den Befehl:
+
  EDITOR=nano visudo
  man pacman
 
Der [[Pacman]] Eintrag im Wiki erklärt zudem die wichtigsten Befehle.
 
  
===Füge einen Benutzer hinzu und setze Gruppen===
+
Suchen der folgenden Zeile (steht unterhalb von "## Uncomment to allow members of group wheel to execute any command"):
Deine täglichen Arbeiten solltest Du nicht mit dem root-Account machen. Es ist mehr als nur schlechte Handhabung; es ist gefährlich. Root ist für administrative Aufgaben. Deshalb fügen wir nun einen normalen Benutzer hinzu:
+
  # %wheel ALL=(ALL) ALL
adduser
+
und entfernen des Kommentatorzeichens und des Leerzeichens.
Obwohl die meisten Standardeinstellungen in Ordnung sind, könntest Du storage, audio, video, optical and wheel zu Deinen weiteren Gruppen hinzufügen - besonders, wenn Du eine voll funktionsfähige Desktopumgebung haben willst.
+
%wheel ALL=(ALL) ALL
 +
Den Benutzer zu der Gruppe wheel hinzufügen
 +
gpasswd -a duda wheel
 +
Danach ist es dem Benutzer duda gestattet den sudo Befehl zu nutzen.<br>
 +
Um dem Nutzer noch weitere Gruppenechte zu geben, kann er zusätzlich noch in die Gruppen {{ic|audio}}, {{ic|video}}, {{ic|games}}, {{ic|power}} hinzugefügt werden.
  
Gruppen und deren Benutzer werden hier definiert: /etc/group.
+
===Weitere nützliche Dienste===
  
Sie beinhalten:
+
Sollte das System auf einer SSD betrieben werden, welche TRIM unterstützt, sollte der {{ic|fstrim.timer}} aktiviert werden:
  
*audio - für Aufgaben, die Soundkarte und verwandte Software betrifft
+
systemctl enable --now fstrim.timer
  
*wheel - zum Benutzen von sudo
+
Jetzt, das heißt bevor wir uns der grafischen Oberfläche und/oder Multimedia zuwenden, ist ein guter Zeitpunkt, ein paar zusätzliche Dienste zu installieren und zu aktivieren.
  
*storage - zum Managen von Speicherlaufwerken
+
pacman -S acpid dbus avahi cups
  
*video - für Videoaufgaben und 3d-Beschleunigung
+
Diese Dienste müssen natürlich auch jeweils explizit gestartet werden. Um dies automatisch beim Booten zu tun, muss systemd dazu angewiesen werden. Dies geschieht durch:
  
*optical - zum Managen von Aufgaben, welche die optischen Laufwerke betreffen
+
systemctl enable <Dienstname>
  
*floppy - falls Zugang zu einer Diskette nötig ist
+
Für diese Beispiele:
 
+
*lp - zum Managen von Druckaufgaben
+
systemctl enable acpid
 +
systemctl enable avahi-daemon
 +
systemctl enable cups.service
  
Schau in den Eintrag [[Groups]], um zu verstehen, bei welchen Gruppen Du Mitglied werden musst.
+
===Automatische Zeit-Sychronisation===
 +
Wer die Zeit beim Systemstart mit einer Atomuhr über das Internet abgleichen möchte, kann den ''systemd-timesyncd.service'' nutzen.
 +
systemctl enable --now systemd-timesyncd.service
 +
Da der Service die '''Real-Time-Clock''' des Rechners einstellt, ist bei Mehr-Betriebsystemen darauf zu achten, dass dies nur ein Betriebssystem vornimmt.
  
Du kannst Deinen benutzer auch so zu den gewünschten Gruppen hinzufügen (als root):
+
=Installation der grafischen Benutzeroberfläche=
usermod -aG audio,video,floppy,lp,optical,network,storage,wheel USERNAME
 
Für mehr Informationen schau auf die Manpages für usermod und gpasswd.
 
  
===grundlegende Dämonen===
+
===Installation und Konfiguration von X11===
Hier, d.h. bevor man sich der grafischen Oberfläche und/oder Multimedia zuwendet, wäre möglicherweise ein guter Zeitpunkt, ein paar grundlegende Dämonen zu installieren. Man kann diese Arbeiten aber auch später nachträglich erledigen (siehe darum auch entsprechende und ausführlichere Abschnitte weiter hinten). "The Arch Way" ist nun aber eher, sein System schlank zu halten. Informiere dich daher am Besten zuerst über das, was du installieren möchtest.
 
pacman -S dbus ntp gamin
 
Für Laptops auch:
 
pacman -S acpi cpufrequtils
 
Genaueres unter [[Cpufrequtils]]
 
  
Diese Dämonen müssen nach der Installation in /etc/rc.conf eintragen werden, damit sie während des Bootens auch geladen werden.
+
Das X Window System ist ein Netzwerk- und Anzeigeprotokoll. X liefert die Grundlage für grafische Benutzeroberflächen (GUIs) und für die Interaktion mit Maus und Tastatur.
  
nano /etc/rc.conf
+
Mit folgendem Befehl installiert man die notwendigen Basis-Pakete:
  DAEMONS=(syslog-ng network crond dbus ntpd)
+
  pacman -S xorg-server xorg-xinit
  
==Teil 2: Installation von X und Konfiguration von ALSA==
 
===Installation und Konfiguration von X===
 
Das X Window System (gemeinhin X11, oder einfach nur X) ist ein Netzwerk- und Anzeigeprotokoll, dass das Darstellen von Fenstern auf Bildschirmen erlaubt. Es liefert das Standardwerkzeug, um graphische Benutzeroberflächen (graphical user interfaces oder GUIs) auf Unix-ähnlichen Betriebssystemen zu bilden.
 
  
X bietet den grundlegenden Rahmen, oder die Grundfunktion, GUI Umgebungen zu bilden: zeichnen und bewegen von Fenstern auf dem Bildschirm sowie Interaktion mit einer Maus und/oder einer Tastatur. X ordnet nicht das Nutzer-Interface - individuelle Client-Programme bewerkstelligen dies.
+
Mit dem folgenden Befehl lässt sich die im Rechner verbaute Grafikkarte ermitteln.
-----
+
{{hc|lspci &#124;grep VGA|
*''Notiz: Wenn Du planst, einen '''open-source''' Video-Treiber zu benutzen und 3d-Beschleunigung benötigst, wird empfohlen, die Library libgl vor Xorg zu installieren.''
+
01:00.0 VGA compatible controller: nVidia Corporation G86 [GeForce 8500 GT] (rev a1)}}
pacman -S libgl
+
In diesem Beispiel ist dies eine nVidia Grafikkarte.
''(Proprietäre Video-Treiber liefern ihre eigenen gl Library Ausführungen.)''
 
----- 
 
Nun werden wir mit Hilfe von pacman die Basis-Pakete von Xorg installieren. Dies ist der erste Schritt, eine GUI zu bilden.
 
  
pacman -S xorg-server xorg-xinit xorg-utils xorg-server-utils
+
===Quelloffene Grafik-Treiber===
  
Jetzt haben wir die Basispakete, die wir zum Benutzen des X Servers brauchen. Nun solltest Du den Treiber Deiner Graphikkarte hinzufügen (z.B. xf86-video-<name>). Der einfachste Weg, X.org zu konfigurieren ist es, indem man die korrekten Treiberpakete zuerst installiert und dann /etc/X11/xorg.conf generiert, indem man ein autokonfigurations-Skript wie Xorg -configure benutzt.
+
Passend zur jeweiligen Grafikkarte installiert man mit dem Befehl {{ic|pacmman -S <xf86-video-name>}} eines der folgenden Pakete:
 +
* Für eine AMD-Grafikkarte - {{paket|xf86-video-amdgpu}}
 +
* Für eine Intel-Grafikkarte - {{paket|xf86-video-intel}}
 +
* Für eine nVidia-Grafikkarte - {{paket|xf86-video-nouveau}}
  
Wenn Du eine Liste aller '''open-source''' Videotreiber brauchst, mache:
+
Eine Liste aller '''open-source''' Videotreiber erhält man nach Eingabe von:
 
  pacman -Ss xf86-video | less
 
  pacman -Ss xf86-video | less
Falls Du nicht weißt, welche Graphikkarte Du benutzt, mache:
 
lspci | grep VGA
 
Dies ist eine Liste von '''open source''' Treibern und ihren korrespondierenden Chipsets.
 
*'''xf86-video-apm'''                  Alliance ProMotion Videotreiber
 
*'''xf86-video-ark'''                    ark Videotreiber
 
*'''xf86-video-ati'''                      ati Videotreiber
 
*'''xf86-video-chips'''                  Chips and Technologies Videotreiber
 
*'''xf86-video-cirrus'''                Cirrus Logic Videotreiber
 
*'''xf86-video-dummy'''              dummy Videotreiber
 
*'''xf86-video-fbdev'''                  framebuffer Videotreiber
 
*'''xf86-video-glint'''                    GLINT/Permedia Videotreiber
 
*'''xf86-video-i128'''                    Number 0 i128 Videotreiber
 
*'''xf86-video-i740'''                    Intel i740 Videotreiber
 
*'''xf86-video-intel <strike>xf86-video-i810</strike>'''                    Intel i810/i830/i9xx Videotreiber
 
*'''xf86-video-imstt'''                    Integrated Micro Solutions Twin Turbo Videotreiber
 
*'''xf86-video-mga'''                      mga Videotreiber  (Matrox Graphikadapter)
 
*'''xf86-video-neomagic'''            neomagic Videotreiber
 
*'''xf86-video-nv'''                        nvidia nv Videotreiber
 
*'''xf86-video-rendition'''            Rendition Videotreiber
 
*'''xf86-video-s3'''                        S3 Videotreiber
 
*'''xf86-video-s3virge'''                S3 Virge Videotreiber
 
*'''xf86-video-savage'''                savage Videotreiber
 
*'''xf86-video-siliconmotion'''      siliconmotion Videotreiber
 
*'''xf86-video-sis'''                        SiS Videotreiber
 
*'''xf86-video-sisusb'''                  SiS USB Videotreiber
 
*'''xf86-video-tdfx'''                      tdfx Videotreiber
 
*'''xf86-video-trident'''                Trident Videotreiber
 
*'''xf86-video-tseng'''                  tseng Videotreiber
 
*'''xf86-video-unichrome'''          Unichrome Videotreiber
 
*'''xf86-video-v4l'''                        v4l Videotreiber
 
*'''xf86-video-vesa'''                    vesa Videotreiber
 
*'''xf86-video-vga'''                      VGA 16 color Videotreiber
 
*'''xf86-video-via'''                        via Videotreiber
 
*'''xf86-video-vmware    '''              vmware Videotreiber
 
*'''xf86-video-voodoo    '''              voodoo Videotreiber
 
 
* Beachte, dass der '''vesa''' Treiber der allgemeinste ist und mit fast jedem modernem Chipset funktionieren sollte. Falls Du keinen passenden Treiber für Dein Videochipset finden kannst, '''sollte''' vesa funktionieren.
 
 
* Falls Du einen nVIDIA oder ATI Videoadapter hast, könntest Du wünschen, die proprietären nVIDIA oder ATI Treiber zu installieren. '''Die Installation propretärer Videotreiber wird weiter unten behandelt''', unter [http://wiki.archlinux.org/index.php/Beginners_Guide_%28Deutsch%29#Verwendung_von_propri.C3.A4teren_Grafikkarten-Treibern_.28nVIDIA.2C_ATI.29 Verwendung von proprietären Graphikkarten-Treibern (nVIDIA, ATI)]
 
 
Benutze pacman, um den passenden Videotreiber für Deine Videokarte/onboard Video zu installieren, z.B.:
 
pacman -S xf86-video-intel
 
(für den intel 810 chipset Treiber.)
 
 
*Falls Du immer noch nicht weißt, welchen Videotreiber Du installieren sollst, kannst Du die gesamte Videotreiber-Pakete-Gruppe installieren, und dem Xorg -configure Skript erlauben den Treiber in xorg.conf festzulegen:
 
pacman -S xorg-video-drivers
 
 
*Eine detailierte Anleitung zum Xorg Server findet ihr auch hier: http://wiki.archlinux.org/index.php/Xorg.
 
 
==Erstellen von /etc/X11/xorg.conf==
 
=====Wozu dient /etc/X11/xorg.conf?=====
 
/etc/X11/xorg.conf ist die '''Einstellungs-Datei''' für das '''X''' Window System, die Grundlage der graphischen Benutzer-Oberfläche ('''GUI'''). Es ist eine simple Textdatei die in Abschnitte und Unterabschnitte unterteilt ist. Wichtige Abschnitte sind ''Files, InputDevice, Monitor, Modes, Screen, Device, und ServerLayout''. Die Abschnitte können in beliebiger Reihenfolge auftreten und es kann mehrere gleiche Abschnitte geben. Als Beispiel sei die mehrfache Angabe eines monitor Abschnitts angeführt, einmal der Video Projektor und einmal der LCD-Bildschirm des Laptops.
 
------
 
Standardmäßig existiert keine Xorg Einstellungs-Datei und mit den neuesten Xorg-Versionen wirst du auch keine brauchen, ''wenn'' die automatische Erkennung ''ausgezeichnet funktioniert'' und du darüber hinaus keine Features wie aiglx oder so brauchst. Alle Funktionen der Datei können auch (und das ist der Standardweg) über andere Dateien in /etc/X11/xorg.conf.d konfiguriert werden.
 
 
''Viele Leute werden dennoch eine Xorg Einstellungs-Datei anlegen wollen oder brauchen.''
 
  
*Benutze das Xorg -configure Skript um eine Standard-Konfiguration zu erstellen:
+
Ist man sich nicht sicher welcher Treiber passend ist, besteht die Möglichkeit alle verfügbaren freien Treiber zu installieren. Beim Systemstart wird dann automatisch der passende gewählt.
  Xorg -configure
+
  pacman -S xorg-drivers
Verschiebe die erstellte Datei nach /etc/X11:
 
mv /root/xorg.conf.new /etc/X11/xorg.conf
 
  
Öffne die Datei:
+
=== Proprietäre Grafik-Treiber===
nano /etc/X11/xorg.conf
+
Die Installation proprietärer Grafik-Treiber wird jeweils in den Beiträgen [[ATI]], [[AMDGPU | AMD]] und [[Nvidia | nVidia]] besprochen.
  
 +
===Deutsche Tastaturbelegung einstellen===
 +
{{hinweis|Die Datei 00-keyboard.conf kann auch mit dem Befehl '''localectl set-x11-keymap <layout> <model> <variant> <options>''' generiert werden.}}
  
Vergewissere dich dass das Xorg -configure Skript deine Grafikkartentreiber richtig erkannt hat z.B.:
+
'''Über 00-keyboard.conf'''
Section "Device"
 
Driver  "i810"
 
  
 +
Eine Datei erzeugen /etc/X11/xorg.conf.d/00-keyboard.conf und folgendes hinzufügen:
  
Vergewissere dich dass die Spezifikationen für ''horizontal sync'' und ''vertical refresh'' unter dem Abschnitt "Monitor" vorhanden sind. Wenn das nicht der Fall ist, füge sie hinzu:
+
  Section "InputClass"
  Section "Monitor"
+
      Identifier "keyboard"
        Identifier   "Monitor0"
+
      MatchIsKeyboard "yes"
        VendorName  "Monitor Vendor"
+
      Option "XkbLayout" "de"
        ModelName    "Monitor Model"
+
      Option "XkbModel" "pc105"
        HorizSync    30.0 - 130.0 # Safe for LCD's
+
      Option "XkbVariant" "deadgraveacute"
        VertRefresh  50.0 - 100.0 # Safe for LCD's and most CRT's.
 
 
  EndSection
 
  EndSection
(Sind dir deren Werte unbekannt, schlag im entsprechendem Handbuch nach.)
 
 
 
Stell die standardmäßige Farbtiefe im Abschnitt "Screen" ein:
 
Section "Screen"
 
        Identifier "Screen0"
 
        Device    "Card0"
 
        Monitor    "Monitor0"
 
        DefaultDepth 24
 
(In den meisten Fällen wird hier der Wert 24 verwendet (True Color).)
 
 
 
Weiters füge die erwünschten (und möglichen) Auflösungs-Modi in den Unterabschnitt "Display" ein. Das solltst du zumindest für die Farbtiefe 24 tun z.B.:
 
  SubSection "Display"
 
                Viewport  0 0
 
                Depth    24
 
                Modes "1024x768" "800x600" "640x480"
 
Fahre fort mit einem [https://wiki.archlinux.de/title/Anleitung_f%C3%BCr_Einsteiger#Simple_baseline_X_test Einfachen X server test] oder folgenden Abschnitten zur proprietären Treiber Einrichtung.
 
 
===Verwendung von propriäteren Grafikkarten-Treibern (nVIDIA, ATI)===
 
Du hast die Wahl, propriätere Treiber von ATI oder nVIDIA zu verwenden. 
 
====nVIDIA Grafikkarte====
 
Die proprietären nVIDIA Treiber haben den Ruf, ausgezeichnet zu funktionieren und bieten ungeschlagene 3D Leistung.
 
 
Bevor du deine Grafikkarte konfigurierst, musst du herausfinden, welcher Treiber der Passende ist. Arch besitzt zur Zeit 3 verschiedene Treiber, welche einer bestimmten Untergruppe von Grafikkarten entsprechen:
 
 
'''1. nvidia-96xx''' ''für ältere Karten bis inklusive GF 4''
 
 
'''1. nvidia-173xx''' ''für etwas neuere Karten''
 
 
'''3. nvidia'''      ''für die neueren Grafikkarten''
 
 
Sieh auf der [http://www.nvidia.com/object/unix.html nVIDIA-Homepage] nach, welcher Treiber für deine Grafikkarte geeignet ist. Sie unterscheiden sich ausschließlich in der Installation, die Konfiguration ist für alle drei Treiber gleich.
 
 
Installiere die entsprechenden nVIDIA Treiber, z.B.:
 
pacman -S nvidia
 
 
Das nVIDIA Paket beinhaltet ein Tool, um die existierende /etc/X11/xorg.conf für die Benutzung des nVIDIA Treibers zu modifizieren:
 
nvidia-xconfig
 
 
Weiterhin gibt es mehrere Optionen, die die Beschaffenheit der xorg.conf genauer spezifizieren.
 
Als Beispiel,
 
nvidia-xconfig --composite --add-argb-glx-visuals
 
 
Für weitere Informationen, siehe nvidia-xconfig(1).
 
 
Einige nützliche xorg-Tweaks im ''device'' Abschnitt (Warnung: systemabhängig):
 
        Option          "RenderAccel" "true"
 
        Option          "NoLogo" "true"
 
        Option          "AGPFastWrite" "true"
 
        Option          "EnablePageFlip" "true"
 
Vergewissere dich, dass alle dri-Aufführungen auskommentiert sind:
 
#    Load        "dri"
 
Vergewissere dich nochmals, dass die in der /etc/X11/xorg.conf eingetragenen ''depth'', ''horizontal refresh'', ''vertical refresh'', und ''modes'' Werte richtig sind.
 
 
Logout und login.
 
 
Starte den  X server als normaler User, um die Konfiguration zu testen:
 
startx
 
 
Weiterführende Hilfestellung für die nVIDIA Konfiguration gibt es im [[Nvidia]] Artikel.
 
 
====ATI Grafikkarte====
 
Besitzer von ATI Grafikkarten haben die Wahl zwischen 2 verschiedenen Treibern. Wenn du nicht sicher bist welchen du nehmen sollst, teste bitte zuerst den Open-Source Treiber. Dieser erfüllt die meisten Bedürfnisse und ist allgemein weniger problematisch.
 
 
Installiere den '''Open-Source''' ATI Treiber mit
 
pacman -S xf86-video-ati
 
Momentan ist die Leistung des Open-Source Treibers allerdings noch nicht so gut, wie die des proprietären. Außerdem fehlen ihm die Unterstützung von TV-out, dual link DVI und möglicherweise noch weitere Features. Andererseits unterstützt er aber [[AIGLX]] und hat auch eine bessere Unterstützung für Multimonitorbetrieb.
 
 
Installiere den '''proprietären''' ATI Treiber mit
 
pacman -S catalyst
 
Mit dem aticonfig Tool kannst du nun die xorg.conf bearbeiten. Wichtig: Der proprietäre Treiber unterstützt kein [[AIGLX]]. Um [[Compiz]] oder [[Beryl]] mit diesem Treiber zu nutzen, müsstest du stattdessen [[XGL]] verwenden.
 
 
Weiterführende Hilfestellung für die ATI Konfiguration gibt es im [[ATI]] Artikel.
 
  
===Simple baseline X test===
+
'''Oder über localectl set-x11-keymap'''
  
An diesem Punkt angelangt, solltest du sowohl X.org als auch einen passenden Treiber für deine Grafikkarte installiert haben, sowie eine xorg.conf erstellt haben. Wenn du deine Konfiguration testen willst bevor du eine Desktopumgebung installierst, kannst du dies mit dem Befehl '''xterm''' machen. Xterm ist ein einfacher Terminal Emulator der in der X Umgebung läuft. Es wurde als Bestandteil der xorg Pakete installiert und dient uns nun dazu zu überprüfen, ob dein Grafikkartentreiber und die /etc/X11/xorg.conf richtig konfiguriert sind.
+
  localectl list-x11-keymap-layouts |less
(Alternativ könntest du auch auf die /etc/X11/xorg.conf verzichten und testen ob die automatische Erkennung von X bei dir zufriedenstellend funktioniert.)
 
  pacman -S xterm
 
===== ~/.xinitrc =====
 
Bearbeite die Datei /home/Nutzername/.xinitrc '''als normaler Nutzer''', um zu bestimmen, welches X-Server-Ereignis durch den 'startx'-Befehl aufgerufen wird:
 
  
su DeinNutzername
+
Zeigt eine Liste mit allen verfügbaren Tastaturlayouts. Mehrere Layouts können durch Komma getrennt angegeben werden. de sollte für deutsche Tastaturen funktionieren.
  
  nano ~/.xinitrc
+
  localectl list-x11-keymap-models |less
  
und füge hinzu (oder kommentiere aus):
+
Zeigt eine Liste mit allen verfügbaren Tastaturmodellen. pc104 oder pc105 sollte ohne zusätzliche Tasten standartmäßig funktionieren. Für Tastaturen mit speziellen zusätzlichen Tasten muss man um sie zu benutzen das richtige Model finden.
 
   
 
   
  exec xterm
+
  localectl list-x11-keymap-variants |less
  
Es sollte dann so aussehen:
+
Zeigt eine Liste mit allen verfügbaren Tastaturvarianten. Bei Verwendung von deadgraveacute können mit {{ic|`}} und {{ic|´}} Buchstaben wie {{ic|é}} eingegeben werden, während {{ic|^}} wie eine normale Taste behandelt wird. nodeadkeys dagegen deaktiviert dies, und wenn gar keine Variante angegeben wird, ist auch {{ic|^}} ein "dead key".
  
  #!/bin/sh
+
  localectl list-x11-keymap-options |less
#
 
# ~/.xinitrc
 
#
 
# Executed by startx (run your window manager from here)
 
#
 
exec xterm
 
# exec wmaker
 
# exec startkde
 
# exec icewm
 
# exec blackbox
 
# exec fluxbox
 
  
''Stell sicher, dass nur eine '''exec'''-Zeile in Deiner ~/.xinitrc auskommentiert ist!''
+
Zeigt eine Liste mit allen verfügbaren zusätzlichen Tastaturoptionen. Muss nicht angegeben werden. Sollten mehrere Tastaturlayouts verwendet werden, können zum Beispiel Optionen zum hin- und herwechseln zwischen den Layouts über Tastenkombinationen angegeben werden. Mit grp:alt_shift_toggle wechselt man dann mit alt+shift zwischen den Layouts.
  
Wenn Du keine ~/.xinitrc hast, kannst Du mit der obenstehenden Information eine erstellen, oder die Beispieldatei aus /etc/skel/ in dein Home-Verzeichnis kopieren:
+
localectl set-x11-keymap [layout] [model] [variant] [options]
cp /etc/skel/.xinitrc ~/
 
*ANMERKUNG: ''Wenn die Datei ~/.xinitrc fehlt, wird automatisch auf /etc/X11/xinit/xinitrc zurückgegriffen. Diese Datei nutzt standardmäßig TWM und Xterm.''
 
  
Starte den X-Server als normaler Nutzer mit dem Befehl:
+
setzt die Parameter.
 
startx
 
Nun sollte sich eine xterm-Sitzung öffnen. Du kannst den X-Server mit der Kombination STRG+Alt+Backspace verlassen, oder indem du "exit" eingibst. Wenn Du Probleme hast, X zu starten, kannst Du in der Datei /var/log/Xorg.0.log nach Fehlern suchen, oder die Ausgabe der Konsole betrachten, von der aus Du X gestartet hast.
 
  
Weitere Angaben zur Konfiguration von X finden sich im Eintrag [[Xorg]].
+
Nach obigem Beispiel für eine deutsche Standardtastatur, einem einzelnen Layout, ohne zusätzliche Optionen oder Tasten folgende Eingabe:
  
===Konfiguration der Audiokarte mit Alsamixer===
+
localectl set-x11-keymap de pc105 deadgraveacute
Die Advanced Linux Sound Architecture (ALSA) ist eine Komponente im Linux Kernel die das Open Sound System (OSS) ersetzen soll. Neben der Bereitstellung von Soundtreibern bündelt ALSA auch eine "user space library" für Programmierer die auf eine höherliegende API zugreifen möchten und nicht direkt auf die Befehle des Kernels zugreifen möchten. Das alsa-utils Paket enthält alsamixer, welche die Einstellungen deiner Soundkarte über die Konsole zulassen. (Möglicherweise wirst du später alsamixer von deiner grafischen Umgebung ausführen.)
 
  
-----
+
===Sonstige Treiber===
Deine Soundkarte sollte bereits funktionieren, möglicherweise hörst du aber nichts, da sie standardmäßig stummgeschalten ist.
 
  
Installiere das alsa-utils Paket:
+
Bei manchen Laptops kann es mit dem Touchpad zu Problemen kommen. Xorg stellt hierfür auch einen Touchpad-Treiber zur Verfügung. Sollte das Touchpad nur eingeschränkt funktionieren, kann dieser auch ganz zum Schluss noch nachinstalliert werden.
  pacman -S alsa-utils
 
Hast du deinen Benutzer bereits zur Audio-Gruppe hinzugefügt? Wenn nicht, ist es jetzt an der Zeit da sonst nur root Musik hören kann. Führe als root folgenden Befehl aus:
 
gpasswd -a yourusername audio
 
Als root führt man nun folgenden Befehl aus, um die Soundkartentreiber konfigurieren zu lassen:
 
alsaconf
 
Führe folgenden Befehl als normaler Benutzer aus:
 
alsamixer
 
Aktiviere die Master und PCM Kanäle indem du mit den Cursortasten nach links oder rechts scrollst und dann '''M''' drückst. Passe dann die Lautstärke mit der Cursor-Hinauf-Taste. (70-90 sollte eine sichere Einstellung sein). Verlasse den Alsamixer indem du ESC drückst.
 
  
 +
pacman -S xf86-input-synaptics
  
Führe dann alsactl als root aus. Das wird die Datei '/etc/asound.state' erzeugen in der die alsamixer Einstellungen gespeichert sind.
+
=== Desktopumgebung installieren ===
alsactl store
+
Archlinux bietet eine große Anzahl Benutzeroberflächen zur Auswahl an.
 +
Die Installation des gewünschten [[:Kategorie:Fenstermanager|Fenstermanagers]] bzw. einer [[:Kategorie:Desktopumgebung|Desktopumgebung]]
 +
wird in den betreffenden Beiträgen beschrieben. Damit ist die Grundinstallation von Arch Linux abgeschlossen.
  
Füge danach den alsa ''daemon'' zu den DAEMONS in deiner /etc/rc.conf damit die gespeicherten Mixereinstellungen beim Booten geladen werden.
+
Mit der Eingabe von
  nano /etc/rc.conf
+
  reboot
DAEMONS=(syslog-ng network crond '''alsa''')
 
''Beachte das der alsa daemon lediglich die Lautstärken beim Booten wiederherstellt. Er ist getrennt von der alsa sound library (und der Kernel level API).''
 
  
 +
kann nun ein Neustart herbeigeführt werden und ein Einloggen als Benutzer stattfinden. Desktopumgebungen laufen nur mit Benutzerrechten.
 +
<br>++++ VIEL FREUNDE MIT ARCH LINUX ++++<br>
  
Weitere Information findest du im [[Alsa]] Eintrag des Wikis.
+
=Weiterführende Themen=
 
+
*[[Reflector]] - Paketserver optimieren
==Teil 3: Installation und Konfiguration einer Desktopumgebung ==
+
*[[Schriftarten | Schönere Schriftarten]]
Wenn du zwei Leute nach der besten Desktopumgebung oder dem besten Fenstermanager fragst, wirst du sechs verschiedene Antworten bekommen. Wähle die beste nach ''deinem'' Geschmack und deinen Bedürfnissen.
+
*[[Drucken | Drucker einrichten]]
* Wenn du etwas vollfunktionsfähiges und ähnlich wie Windows oder Mac OS X willst, dann ist '''KDE''' eine gute Wahl
 
* Wenn du etwas minimalistischeres möchtest, welches eher dem K.I.S.S.-Prinzip folgt, dann ist '''GNOME''' eine gute Wahl
 
* Wenn du einen etwas älteren Computer hast, dann ist '''xfce4''' eine gute Wahl, die dir immer noch eine komplette Desktopumgebung bereitstellt.
 
* Wenn du etwas noch abgespeckteres möchtest, dann ist vielleicht '''openbox, fluxbox, windowmaker, twm, fvwm2 oder ähnliches''' das Richtige für dich. (Achtung: Diese Programme stellen lediglich Fenstermanager und keine kompletten Desktopumgebungen dar.)
 
* Wenn du etwas komplett anderes ausprobieren möchtest, versuche es mit '''ion, wmii oder dwm'''.
 
 
 
 
 
===Schriftarten installieren===
 
An diesem Punkt möchtest du vielleicht ein paar gut aussehende Schriftarten installieren, '''bevor''' du eine Desktopumgebung oder Fenstermanager installierst. DejaVu und Bitstream Vera sind Pakete mit einigen netten Schriftarten für Computer-Monitore. Liberation wird von Red Hat als freie Alternative zu den Microsoft-Schriftarten entwickelt.
 
 
 
Installiere sie mit:
 
pacman -S ttf-dejavu ttf-bitstream-vera ttf-liberation
 
 
 
Für einige Websiten brauchst du vielleicht auch die Microsoft Schriftarten. Du findest sie im [[AUR]] (ttf-ms-fonts).
 
 
 
Hast du zum Beispiel spezielle Schriftarten bereits als TTF-Schriften vorliegen, kannst du diese auch in das Verzeichnis ''/usr/share/fonts/'' kopieren. Nun muss dem System noch mitgeteilt werden, dass sich dort neue Schriftarten finden: mit dem Befehl
 
''sudo fc-cache''
 
wird der Font-Index neu erzeugt.
 
 
 
===Tastaturlayout des X-Server===
 
 
 
Damit es beim Anmelden über einen grafischen Loginmanager nicht zu Problem durch ein falsches Tastaturlayout kommt, sollte an dieser Stelle das Tastaturlayout für X eingestellt werden. Für ein deutsches Tastaturlayout muss eine Datei ''/etc/X11/xorg.conf.d/20-keyboard.conf''  mit folgendem Inhalt angelegt werden:
 
 
 
  Section "InputClass"
 
      Identifier "keyboard"
 
      MatchIsKeyboard "yes"
 
      Option "XkbLayout" "de"
 
      Option "XkbVariant" "nodeadkeys"
 
  EndSection
 
 
 
===GNOME===
 
====Über GNOME====
 
GNOME steht für '''G'''NU '''N'''etwork '''O'''bject '''M'''odel '''E'''nvironment. Das GNOME-Projekt bietet zwei Dinge: The GNOME-Desktopumgebung, ein intuitiver und attraktiver Desktop für Endnutzer und die GNOME Entwicklerplattform, ein erweitertes Framework, das erlaubt Programme zu erstellen, die sich in den Rest des Desktop integrieren. Fortgeschrittene Anleitungen für die Installation und Konfiguration von GNOME können im Artikel [[GNOME]] gefunden werden.
 
 
 
====Installation====
 
Installiere die gesamte GNOME-Desktopumgebung mit:
 
pacman -S gnome gnome-extra
 
Es ist eine sichere Wahl alle Pakete zu installieren.
 
Alternativ kannst du ein abgespecktes GNOME installieren:
 
pacman -S gnome
 
 
 
=====Nützliche Daemons für GNOME=====
 
 
 
Ein Daemon ist ein Programm das im Hintergrund läuft und auf bestimmte Ereignisse wartet und Dienste anbietet. In der aktuelle Version benötigt der GNOME-Desktops nur noch den '''dbus'''-Daemon. Dieser sollte in der rc.conf eingetragen werden.
 
  DAEMONS=(syslog-ng '''dbus''' ...)
 
 
 
 
 
Eventuell möchtest du einen grafischen Loginmanager. Für GNOME-Nutzer empfiehlt sich '''gdm'''. Instaliere gdm mit:
 
pacman -S gdm
 
 
 
Der Login-Manager kann als Daemon oder über die ''/etc/inittab'' gestartet werden. Um die Login-Manager über ''/etc/inittab'' zu starten, muss diese Datei bearbeitet werden. Das Standard-Runlevel muss von 3 auf 5 gesetzten werden und der Login-Manager angepasst werden.
 
 
 
id:5:initdefault:
 
 
 
x:5:respawn:/usr/sbin/gdm -nodaemon
 
 
 
====~/.xinitrc====
 
 
 
Diese Konfigurationsdatei beinhaltet was passieren soll wenn du 'startx' ausführst.
 
 
 
Ändere deine /home/username/.xinitrc um GNOME zu verwenden:
 
 
 
nano ~/.xinitrc
 
 
 
Kommentiere das 'exec gnome-session' aus. Das Ganze sollte dann ungefähr so aussehen:
 
 
 
#!/bin/sh
 
#
 
# ~/.xinitrc
 
#
 
# Executed by startx (run your window manager from here)
 
#
 
#exec xterm
 
#exec wmaker
 
# exec startkde
 
exec gnome-session
 
# exec icewm
 
# exec blackbox
 
# exec fluxbox
 
 
 
Wenn du keine ~/.xinitrc hast, erstelle einfach eine mit dem obigen Inhalt oder kopiere die Beispieldatei von /etc/skel/ in dein Home-Verzeichnis:
 
cp /etc/skel/.xinitrc ~/
 
Achte darauf das du nur eine unkommentierte '''exec'''-Zeile in deiner ~/.xinitrc hast.
 
 
 
Und teste es mit:
 
startx
 
 
 
Wahrscheinlich möchtest du ein Terminal und einen Editor installieren. Zum Beispiel geany und gnome-terminal (Teil des gnome-extra Pakets):
 
pacman -S geany gnome-terminal
 
 
 
====Eye Candy====
 
Möglicherweise findest du das GNOME Erscheinungsbild und die Icons nicht besonders attraktiv. Ein hübsches GTK-Thema ist murrine. Installiere es mit:
 
pacman -S gtk-engine-murrine
 
und wähle es unter System->Einstellungen->Erscheinungsbild. Mehr Themen, Icons und Wallpaper findest du unter [http://www.gnome-look.org Gnome Look].
 
 
 
Weitere Informationen und Anweisungen zum Installieren und Konfigurieren vom GNOME findest du im [[Gnome]]-Artikel.
 
 
 
===KDE===
 
====Über KDE====
 
KDE steht für '''K''' '''D'''esktop '''E'''nvironment. KDE ist eine mächtige freie grafische Desktop-Umgebung für GNU/Linux und UNIX Computer. Es kombiniert Einfachheit, Funktionalität und ein außergewöhnliches grafisches Design mit der technischen Überlegenheit von UNIX-ähnlichen Betriebssystemen.
 
 
 
====Installation====
 
Arch bietet verschiedene Versionen von KDE: '''kde, kdebase'''. Wähle '''einen''' der folgenden und fahre mit '''"Nützliche KDE Daemons"''' fort:
 
'''1.)''' Das Paket '''kde''' ist die komplette vanilla KDE, ~300MB.
 
pacman -S kde
 
'''2.)''' Das Paket '''kdebase''' ist eine abgespeckte Version mit weniger Anwendungen, ~80MB.
 
pacman -S kdebase
 
 
 
====Nützliche KDE Dämonen====
 
 
 
'''(Falls keine direkten Abhängigkeiten zu Hal bestehen, so muss dieser nicht installiert werden. Die Funktionalitäten werden von udev bereitgestellt)'''
 
 
 
KDE erfordert den Dämon '''hal''' ('''H'''ardware '''A'''bstraction '''L'''ayer). Der '''kdm'''-Dämon ist der '''K''' '''D'''isplay '''M'''anager, der ein '''graphisches Einloggen''' erlaubt, wenn dies gewünscht wird.
 
 
 
Oben wurde bereits gesagt, dass ein Dämon ein Programm ist, das im Hintergrund läuft. Es wartet auf bestimmte Ereignisse und bietet dann passende Dienste an. Der HAL-Dämon wird - unter anderem - das Einhängen von Festplatten, optischen Laufwerken sowie USB_platten und -Sticks automatisieren, so dass sie unter einer grafischen Nutzeroberfläche angesprochen werden können. '''hal''' erleichtert das Leben des KDE-Nutzers beträchtlich. Bei der Installation von KDE werden die Pakete für hal und kdm automatisch nachgezogen, müssen jedoch aktiviert werden.
 
 
 
Starte hal:
 
 
 
/etc/rc.d/hal start
 
 
 
*'''ANMERKUNG:''' ''Der hal-Dämon wird den dbus-Dämon automatisch starten.''
 
Bearbeite die DAEMONS-Sektion in deiner /etc/rc.conf:
 
nano /etc/rc.conf
 
Füge '''hal''' deiner DAEMONS-Sektion hinzu, damit sie beim Bootprozess aufgerufen werden. Wenn du eine grafische Anmeldung bevorzugst, füge auch '''kdm''' hinzu:
 
DAEMONS=(syslog-ng '''hal''' network crond alsa '''kdm''')
 
*Diese Methode wird das System in Runlevel 3 starten (/etc/inittab default, multiuser mode), und dann KDM als Dämon aufrufen.
 
 
 
*Manche Nutzer bevorzugen eine andere Methode, um einen Display-Manager wie KDM beim Booten zu starten. Diese nutzt /etc/inittab runlevel5. Siehe dazu [[https://wiki.archlinux.de/title/Login-Manager?rdfrom=https%3A%2F%2Fwiki.archlinux.org%2Findex.php%3Ftitle%3DDisplay_Manager_%28Deutsch%29%26redirect%3Dno#Inbetriebnahme]].
 
 
 
*Wenn du es bevorzugst, dich auf Runlevel 3 in der '''Konsole''' anzumelden, und dann X per Hand in der 'Slackware-Tradition' zu starten: Lass kdm einfach weg, oder kommentiere es mit einem Ausrufungszeichen aus. ( ! )
 
=====~/.xinitrc=====
 
Diese Konfigurations-Datei kontrolliert, was beim eingeben von 'startx' erscheint.
 
 
 
 
 
Bearbeite Dein /home/username/.xinitrc um KDE zu benutzen:
 
nano ~/.xinitrc
 
Unkommentiere die 'exec startkde' Linie, so dass es so aussieht:
 
#!/bin/sh
 
#
 
# ~/.xinitrc
 
#
 
# Executed by startx (run your window manager from here)
 
#
 
#exec xterm
 
#exec wmaker
 
exec startkde
 
# exec gnome-session
 
# exec icewm
 
# exec blackbox
 
# exec fluxbox
 
Falls Du kein ~/.xinitrc hast, kannst Du einfach eines mit obiger Informatin erstellen oder die Beispieldatei von /etc/skel/ in Dein Heimverzeichnis kopieren:
 
cp /etc/skel/.xinitrc ~/
 
''Beachte, nur eine unkommentierte '''exec''' Linie in Deinem ~/.xinitrc zu haben.''
 
 
 
Wechsle zu Deinem normalen Benutzer:
 
su username
 
Versuche nun den X Server zu starten:
 
startx
 
Fortgeschrittene Anleitungen für die Installation und Konfiguration von KDE kann im Artikel [[KDE]] gefunden werden.
 
 
 
Gratulation! Willkommen zu Deiner KDE Desktop Umgebung auf Deinem neuen Arch Linux System! Du könntest mit der Betrachtung von [http://wiki.archlinux.org/index.php/Beginners_Guide_%28Deutsch%29#Tricks_.26_abschliessende_Politur Tricks und abschliessende Politur] fortfahren, oder den Rest der folgenden Information lesen. Dich könnte auch der [[Post Installation Tips]] Wikiartikel interessiern.
 
 
 
===Xfce===
 
====Über Xfce====
 
Xfce ist eine Desktop-Umgebung, genau wie GNOME oder KDE. Es enthält eine Reihe von Anwendungen wie Terminal, Window-Manager, Datei-Manager, Panels usw. XFCE wurde auf der Basis von GTK2 und bringt seine eigene Entwickler-Umgebung mit (Bibliotheken, Dämonen etc.), ähnlich wie die anderen großen DEs. Doch anders als GNOME oder KDE ist XFCE ausgesprochen schlank und orientiert sich im Design mehr an CDE als an Windows oder Mac. Es hat einen sehr viel langsameren Entwicklungs-Zyklus, ist jedoch ausgesprochen stabil und sehr, sehr schnell. Xfce eignet sich hervorragend für ältere Hardware.
 
 
 
====Installation====
 
Installiere xfce mit dem Befehl
 
pacman -S xfce4 xfce4-goodies
 
 
 
Wenn Du kdm oder gdm benutzt, sollte eine Auswahlmöglichkeit für eine Xfce-Sitzung erscheinen. Alternativ dazu kannst Du auch folgenden Befehl benutzen:
 
startxfce4
 
 
Weitere Anleitungen zur Installation und Konfiguration von Xfce enthält der Artikel [[Xfce]].
 
 
 
===*box===
 
====Fluxbox====
 
Fluxbox ist noch ein weiterer Fenstermanager für X, der auf dem Code von Blackbox 0.61.1 basiert. Fluxbox ähnelt Blackbox optisch und verwendet auch dessen Styles, Farben und Ähnliches (100% Theme/Style- Kombatibilität).
 
 
 
Installiere Fluxbox mit
 
pacman -S fluxbox fluxconf
 
 
 
Falls Du gdm/kdm benutzt, wird eine fluxbox-Session automatisch hinzugefügt. Ansonsten solltest Du das .xinitrc Deines Benutzers bearbeiten und dies hinzufügen:
 
exec startfluxbox
 
 
 
Mehr Information enthält der [[Fluxbox]] Artikel.
 
 
 
====Openbox====
 
Openbox ist ein standardkonformer, schneller, leichtgewichtiger, erweiterbarer Fenstermanager.
 
 
 
Openbox arbeitet mit Deinen Anwendungen und lässt Dich Deinen Desktop leichter handhaben. Dies ist so, weil der Ansatz zu seiner Entwicklung scheinbar der Gegensatz zum normalen Vorgehen bei Fenstermanagern war. Openbox wurde geschrieben um zuerst mit den Standards übereinzustimmen und richtig zu funktionieren. Erst danach hat sich das Entwicklerteam an das visuelle Interface gewandt.
 
 
 
Openbox funktioniert vollständig als stand-alone Arbeitsumgebung, kann aber auch als drop-in Ersatz für die Standard-Fenstermanager in den GNOME oder KDE Desktopumgebungen dienen.
 
 
 
Installiere Openbox mit
 
pacman -S openbox obconf obmenu
 
 
 
Wenn Openbox installiert ist, wirst Du eine Mitteilung bekommen, menu.xml & rc.xml nach ~/.config/openbox in Dein Heimverzeichnis zu verschieben:
 
 
 
mkdir -p ~/.config/openbox/
 
cp /etc/xdg/openbox/rc.xml ~/.config/openbox/
 
cp /etc/xdg/openbox/menu.xml ~/.config/openbox/
 
 
 
In der ersten Datei "rc.xml" kann man verschiedene Einstellungen für Openbox verändern (oder man verwendet OBconf). In "menu.xml" kann man Dein rechts-Klick Menü bearbeiten.
 
 
 
Um sich in Openbox einloggen zu können, kannst Du entweder einen graphischen Login mit KDM/GDM oder startx verwenden. Wenn Du startx verwendest, musst Du zu Dein em~/.xinitrc (als Benutzer) folgendes hinzufügen:
 
 
 
exec openbox
 
 
 
Für KDM musst Du nichts unternehmen: openbox wird im Sessions-Menü in KDM aufgeführt.
 
 
 
Nützliche Programme für openbox sind:
 
* PyPanel oder LXpanel, falls Du einen Panel willst
 
* feh für das setzen eines Hintergrundes
 
* ROX falls Du einen einfachen Dateimanager und Desktop Icons willst
 
 
 
Mehr Informationen findest Du im Artikel [[Openbox]].
 
 
 
===fvwm2===
 
FVWM ist ein extrem mächtiger ICCCM-kompatibler mehrfacher virtueller Desktop Fenstermanager für das X Window System. Die Entwicklung ist aktiv und der Support ist exzellent.
 
 
 
Installiere fvwm2 mit
 
pacman -S fvwm
 
 
 
fvwm wird automatisch in kdm/gdm im Sessionsmenü aufgelistet. Sonst füge
 
exec fvwm
 
 
 
zum .xinitrc Deines Benutzers hinzu.
 
 
 
Beachte, dass die stabile Version von fvwm ein paar Jahre alt ist. Falls Du eine neuere Version von fvwm willst, gibt es im Repository unstable das Paket fvwm-devel.
 
 
 
==Tricks & abschliessende Politur==
 
===HAL===
 
 
 
'''(Falls keine direkten Abhängigkeiten zu Hal bestehen, so muss dieser nicht installiert werden. Die Funktionalitäten werden von udev bereitgestellt)'''
 
 
 
Da du nun eine Desktop-Umgebung installiert hast (und wenn du es nicht bereits vorher getan hast), wäre dies ein guter Zeitpunkt, um auch HAL zu installieren. HAL erlaubt Plug&Play für dein Handy, deinen iPod, deine externen Festplatten usw. HAL wird diese Geräte einhängen und ein hübsches Icon auf deinen Desktop oder in die Kategorie "Mein Computer" zaubern, so dass du Zugang zu dem Gerät bekommst, ohne dass du erst die /etc/fstab-Datei oder die udev-Regeln für jedes Gerät manuell konfigurieren musst.
 
 
 
KDE, GNOME und XFCE verwenden HAL.
 
 
 
Die Installation wird im [[HAL]]-Artikel beschrieben. Weitere Informationen findet man bei  [http://de.wikipedia.org/wiki/Hardware_Abstraction_Layer Wikipedia].
 
 
 
HAL wird momenten jedoch nicht unter Arch Linux unterstützt und die Installation über Pacman ist nicht möglich.
 
 
 
===Scroll-Rad der Maus einrichten===
 
Während deine Maus automatisch funktionieren sollte, möchtest du vielleicht auch das Scroll-Rad benutzen. Füge dies in der /etc/X11/xorg.conf zur Sektion Input Section (mouse0) hinzu:
 
        Option      "ZAxisMapping" "4 5 6 7"
 
 
 
===evdev===
 
==== Vor- und Nachteile von evdev ====
 
'''Vorteile:'''
 
* Bei Mäusen werden die meisten Tasten und Scrollräder automatisch erkannt und sind sofort nutzbar.
 
* Auch Tastaturen werden normalerweise automatisch erkannt, ebenso evtl. vorhandene Sondertasten.
 
* Das Wechseln gerade für mobile Rechner zwischen verschiedenen Umgebungen (standalone, Docking-Station) wird erleichert, die meisten Eingabegeräte stehen ohne besondere Konfiguration sofort zur Verfügung.
 
 
 
'''Nachteile:'''
 
* Damit evdev funktoniert muß [[HAL]] als Daemon aktiviert sein. '''(deprecated)'''
 
* Die bisherigen Einstellungen für Eingabegeräte in der xorg.conf gelten nicht mehr, für nicht englischsprachige Umgebungen (Tastaturlayout) muß der Nutzer die automatische Erkennung anpassen. Ebenso um z.B. bestimmte Touchpad-Funktionalität zu erhalten.
 
 
 
==== Status von evdev in Arch Linux ====
 
Bei der Aktualisierung von X.Org auf 7.4 Anfang Dezember 2008 war evdev die Hauptursache von Problemen. Dies deshalb, da für die Anwender ein abrupter Wechsel vonstatten ging der oftmals zu nicht startendem X.Org/Windowmanager, nicht oder nur teilweiser Funktionalität von Tastatur/Maus/Touchpad und zu diversen Problemen mit manchen Windowmanagern bzw. Desktopumgebungen führte. Ursache ist, dass die Verwendung von edev (als Teil des neuen X.Org) bei der Aktualisierung nicht einfach abgestellt werden konnte (Eingriff in die xorg.conf). Weiterhin das von den Anwendern diverse Konfigurationsdateien (v.a. von HAL) bearbeitet werden mussten um z.B. das deutsche Tastaturlayout nutzen zu können.
 
 
 
Evdev ist nur ein Teil des aktuellen X.Org 7.4. Ihr könnt es nutzen, müsst es aber nicht. Eine bisher funktionierende xorg.conf kann weiter genutzt werden (inkl. der Definition der Eingabegeräte dort) wenn z.B. kein Bedarf an der automatischen Erkennung besteht oder evdev sonst keine Vorteile für Euch bringt. Beide Möglichkeiten bedürfen aber ein Anpassen von Konfigurationsdateien.
 
 
 
==== evdev konfigurieren ====
 
Der evdev Treiber für X.Org muß selbstverständlich installiert sein:
 
  pacman -S xf86-input-evdev
 
Der [[HAL]] Daemon erkennt Geräte, konfiguriert diese und bindet diese in das System ein. Evdev empfängt und verarbeitet nun Ereignisse ('''Ev'''ents) dieses Gerätes('''Dev'''ice). Deshalb muß zuerst sichergestellt sein, daß hal installiert und gestartet ist.
 
  pacman -S hal
 
Der Daemon sollte in der ''/etc/rc.conf -> DAEMONS'' möglichst zu einem sehr frühen Zeitpunkt  und nicht im Hintergund gestartet werden. Beispiel:
 
  DAEMONS=(@acpid syslog-ng '''hal''' network @alsa ...)
 
Konfigurationsdateien von Hal für die Zusammmenarbeit mit evdev haben die Endung '''.fdi''' und sind in Verzeichnissen unterhalb ''/usr/share/hal/fdi/'' zu finden. Das Format dieser Konfigs ist XML. Angepasste Dateien müssen nach ''/etc/hal/fdi/'' gestellt werden.
 
 
 
Wenn evdev dann funktioniert kann auf die entsprechenden Sektionen in der '''xorg.conf''' verzichtet werden. Wer also noch eine /etc/X11/xorg.conf nutzt kann dort die Einträge über ''Section "InputDevice"'' entfernen.
 
 
 
===== Deutsches Tastaturlayout einstellen =====
 
  cp /usr/share/hal/fdi/policy/10osvendor/10-keymap.fdi /etc/hal/fdi/policy/10-keymap.fdi
 
  nano /etc/hal/fdi/policy/10-keymap.fdi
 
Diese Zeile auf das gewünschte Tastaturlayout abändern, hier für deutsches Layout:
 
  <merge key="input.xkb.layout" type="string">'''de'''</merge>
 
  &lt;!-- Hinweis: Schweizer schreiben hier statt ''de'' '''ch''' --&gt;
 
 
 
Um bestimmte Keyboard-Varianten einzustellen diese Zeile verändern, hier z.B. für die Variante ''nodeadkeys'':
 
  <merge key="input.xkb.variant" type="string">'''nodeadkeys'''</merge>
 
  &lt;!-- Hinweis: Schweizer schreiben hier statt ''nodeadkeys'' '''de_nodeadkeys''' --&gt;
 
 
 
===== Synaptics Touchpad =====
 
Für das Touchpad gelten die gleichen Einstellungen wie früher in der xorg.conf. Diese sind nun lediglich in der entsprechenden HAL-Datei vorzunehmen.
 
  cp /usr/share/hal/fdi/policy/10osvendor/11-x11-synaptics.fdi /etc/hal/fdi/policy/11-x11-synaptics.fdi
 
Diese Konfigurationsdatei dann entsprechend anpassen. Hier ein Beispiel, welches die Funktion des "alten", xorg.conf basierenden, Treibers bereitstellt:
 
<?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1"?>
 
<deviceinfo version="0.2">
 
  <device>
 
    <match key="info.capabilities" contains="input.touchpad">
 
      <match key="info.product" contains="Synaptics TouchPad">
 
        <merge key="input.x11_driver" type="string">synaptics</merge>
 
    <!-- Arbitrary options can be passed to the driver using
 
        the input.x11_options property since xorg-server-1.5. -->
 
    <!-- EXAMPLE:
 
    <merge key="input.x11_options.LeftEdge" type="string">120</merge>
 
    -->
 
        <merge key="input.x11_options.SHMConfig" type="string">true</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.LeftEdge" type="string">1700</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.RightEdge" type="string">5300</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.TopEdge" type="string">1700</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.BottomEdge" type="string">4200</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.ClickFinger1" type="string">1</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.ClickFinger2" type="string">3</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.ClickFinger3" type="string">2</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.HorizEdgeScroll" type="string">1</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.VertEdgeScroll" type="string">1</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.VertTwoFingerScroll" type="string">0</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.HorizTwoFingerScroll" type="string">0</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.HorizScrollDelta" type="string">0</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.VertScrollDelta" type="string">100</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.PressureMotionMinZ" type="string">10</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.FingerLow" type="string">25</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.FingerHigh" type="string">30</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.FingerPress" type="string">256</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.PalmDetect" type="string">0</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.PalmMinWidth" type="string">10</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.PalmMinZ" type="string">200</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.MinSpeed" type="string">0.09</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.MaxSpeed" type="string">0.18</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.AccelFactor" type="string">0.0015</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.MaxTapMove" type="string">220</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.MaxTapTime" type="string">180</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.MaxDoubleTapTime" type="string">200</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.TapButton1" type="string">1</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.TapButton2" type="string">2</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.TapButton3" type="string">3</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.RTCornerButton" type="string">0</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.RBCornerButton" type="string">0</merge>
 
        <merge key="input.x11_options.LTCornerButton" type="string">0</merge>
 
    <merge key="input.x11_options.LBCornerButton" type="string">0</merge>
 
    <!--merge key="input.x11_options.CornerCoasting" type="string">true</merge-->
 
      </match>
 
      <match key="info.product" contains="AlpsPS/2 ALPS">
 
        <merge key="input.x11_driver" type="string">synaptics</merge>
 
      </match>
 
      <match key="info.product" contains="appletouch">
 
        <merge key="input.x11_driver" type="string">synaptics</merge>
 
      </match>
 
      <match key="info.product" contains="bcm5974">
 
        <merge key="input.x11_driver" type="string">synaptics</merge>
 
      </match>
 
    </match>
 
  </device>
 
</deviceinfo>
 
 
 
===== Windowmanager anpassen =====
 
Ohne diese Anpassungen funktioniert in bestimmten Windowmanagern die Tastatur entweder gar nicht bzw. unvollständig. V.a. die Cursortasten und diverse Sonder-/Multimedia-Tasten sind davon betroffen. Ursache ist, daß diese Windowmanager die Tastatur ziemlich selbständig verwalten und erweitern.<br>
 
Ebenfalls zumindest zeitweise und zum Testen evtl. geänderte Belegungen mittels xmodmap und anderen Hotkey-Verwaltungstools abstellen.
 
 
 
''' KDE '''
 
 
 
Unter ''Systemeinstellungen -> Land / Region & Sprache -> Tastaturlayout'' das Modell auf '''evdev-managed''' einstellen.
 
 
 
''' Gnome '''
 
 
 
Unter ''System -> Einstellungen -> Tastatur -> Belegungen'' "Auf Vorgabewerte zurücksetzen" auswählen. Oder wenn vorhanden auch das '''evdev-managed''' Modell wählen.
 
 
 
''' xfce '''
 
 
 
In xfce4 im Tastatureinstellungen Applet ebenfalls das '''evdev-managed''' Modell auswählen.
 
 
 
==== evdev nicht nutzen/abstellen ====
 
Wie schon angeführt besteht kein Zwang evdev und die Geräteerkennung zu nutzen. Um dieses Feature des X.Org abzustellen ist in die /etc/X11/xorg.conf folgendes einzutragen:
 
  Section "ServerFlags"
 
      Option "AutoAddDevices" "False"
 
      Option "AutoEnableDevices" "False"
 
  EndSection
 
Auch sollten dann die evtl. angepaßten HAL-fdi Dateien in /etc/hal/fdi/policy/ gelöscht (bzw. weggesichert) werden. Hal ist danach neu zu starten.
 
 
 
===Tastaturlayout anpassen===
 
Um Konfigurationsmöglichkeit über die'''/etc/X11/xorg.conf''' zu nutzen, muss folgendes hinzugefügt werden:
 
 
 
Section "ServerFlags"
 
    Option "AutoAddDevices" "False"
 
    Option "AutoEnableDevices" "false"
 
EndSection
 
{{achtung|Dies könnte möglicherweise dazu führen, dass eine erkannte Tastatur nicht mehr funktioniert. Falls die Tastatur erkannt wurde, nur die Sektion "InputDevice" bearbeiten!}}
 
Zudem müssen in der Datei die Einträge XkbLayout und XkbVariant angepasst werden.
 
 
 
Section "InputDevice"
 
    Identifier    "Keyboard0"
 
    Driver        "keyboard"
 
    Option        "XkbLayout" "de"
 
    Option        "XkbVariant" "nodeadkeys"
 
EndSection
 
 
 
Alternativ hierzu kann die Tastatur durch die [[#evdev|Autoerkennung der Eingabegeräte]] konfiguriert werden.
 
 
 
===Weitere Verbesserungen für Laptops===
 
ACPI-Support wird gebraucht, falls Du einige spezielle Funktionen Deines Notebooks nutzen willst (z.B. Schlafen; Schlafen, wenn der Deckel geschlossen wird; spezielle Tasten...). Installiere acpid:
 
pacman -S acpid
 
und füge es zu den Dämons in /etc/rc.conf (acpid) hinzu. Starte es mit
 
/etc/rc.d/acpid start
 
 
 
Sehr sinnvoll ist es auch die [[Laptop Mode Tools]] zu installieren. Diese lassen sich installieren mithilfe
 
pacman -S laptop-mode-tools
 
und konfigurieren über die gut kommentierte
 
/etc/laptop-mode/laptop-mode.conf
 
 
 
Mehr spezifische Information über Arch Linux auf verschiedenen Laptops kann hier gefunden werden: [[:Category:Laptops (English)]]
 
 
 
===CPU Frequenz Skalierung konfigurieren===
 
Moderne Prozessoren können ihre Frequenz und Spannung reduzieren, um Hitze und Stromverbrauch zu reduzieren. Weniger Hitze führt zu einem leiseren System; Laptopnutzer werden die sicher wollen, aber sogar ein Desktopsystem wird davon profitieren. Installiere cpufrequtils mit
 
pacman -S cpufrequtils
 
und füge cpufreq zu Deinen Dämonen in /etc/rc.conf hinzu. Bearbeite die Konfigurationsdatei /etc/conf.d/cpufreq und ändere
 
governor="conservative"
 
welcher dynamisch die CPU-Frequenz bei Bedarf erhöht (die ist auch bei Desktop-Systemen eine sichere Wahl). Ändere min_freq und max_freq damit sie den Bedingungen Deines Systems entsprechen. Falls Du die Frequenzen nicht weißt, führe ''cpufreq-info'' aus, nachdem eine der Frequenz-Skalierungs-Module geladen wurde. Du kannst auch die min_freq und max_freq-Zeilen auskommentieren oder löschen: es wird automatisch funktionieren. Füge die Frequenzskalierungsmodule zu Deiner Modul-Zeile in /etc/rc.conf hinzu. Die meisten modernen Notebooks und Desktops können einfach den ''acpi-cpufreq'' Treiber benutzen, jedoch weitere Optionen beinhalten die ''p4-clockmod, powernow-k6, powernow-k7, powernow-k8 und speedstep-centrino'' Treiber.
 
Lade das Modul mit
 
modprobe <modulname>
 
und starte cpufreq mit
 
/etc/rc.d/cpufreq start
 
Für weitere Details besuche [[Cpufrequtils]].
 
 
 
==Nützliche Anwendungen==
 
Diese Sektion wird niemals vollständig sein. Sie zeigt nur ein paar der Anwendungen, die man im Alltag braucht. 
 
 
 
'''Anmerkung für KDE-Nutzer''': Da KDE in /opt liegt, muß man sich vermutlich einmal aus- und erneut einloggen, bevor man diese Programme nutzen kann.
 
 
 
===Internet===
 
 
 
Den beliebten [[Firefox]]-Browser kann man über Pacman installieren. Installiere die deutsche Fassung mit:
 
 
 
pacman -S firefox firefox-i18n-de
 
Hol dir dann auch die Pakete 'flashplugin' und 'mplayer', damit alles läuft:
 
pacman -S flashplugin mplayer
 
 
 
 
 
Thunderbird ist nützlich, um Deine E-Mails zu verwalten. Wenn du GNOME benutzt, wirf ein Auge auf Epiphany und Evolution. Für KDE-Nutzer wäre Kmail die erste Wahl. Wenn Du etwas völlig anderes möchtest, kannst du immer noch Opera verwenden. Wenn du rein auf der Kommandozeile arbeitest, gibt es immer noch text-basierte Browser wie ELinks, Links und Lynx, oder [[Mutt]] für Deine E-Mails. Pidgin (früher als Gaim bekannt), Empathy und Kopete sind gute Instant Messengers für GNOME bzw. KDE. PSI und Gajim reichen völlig, wenn Du nur Jabber oder Google Talk benutzt.
 
 
 
===Office===
 
[[LibreOffice]] ist eine komplette Office-Suite (vergleichbar mit Microsoft Office). Abiword ist ein gutes, kleines Textverarbeitungsprogramm und Gnumeric bietet eine Excelalternative für den GNOME-Desktop. KOffice ist eine komplette Office-Suite für den KDE-Desktop. [[GIMP]] (oder GIMPShop) ist ein pixelbasierts Grafikprogramm (ähnlich wie Adobe Photoshop). [[Inkscape]] dagegen ist ein vektorbasiertes Grafikprogramm (ähnlich Adobe Illustrator). Und selbstverständlich bringt Arch [[Texlive]] als [[TeX]]-Distribution mit.
 
 
 
==Multimedia ==
 
 
 
 
 
===Video Player===
 
====VLC====
 
Der VLC Player ist ein Multimedia-Spieler für Linux. Um ihn zu installieren, gib einfach folgendes ein:
 
 
 
pacman -S vlc
 
 
 
(TODO) Instructions for VLC mozilla plug-in
 
 
 
====Mplayer====
 
MPlayer ist ein Multimedia-Spieler für Linux.  Für die Installation einfach folgendes eingeben:
 
 
 
pacman -S mplayer
 
 
 
Es existiert auch ein Mozilla Plug-in für Videos und Streams, die in Webseiten integriert sind. Installation mit
 
 
 
pacman -S gecko-mediaplayer
 
 
 
Falls Du KDE benutzt, ist KMplayer eine bessere Wahl. Dies kommt mit einem Plug-in für Videos und Streams, die in Webseiten integriert sind, und mit Konqueror funktioniert. Die Installation erfolgt mit
 
 
 
pacman -S kmplayer
 
 
 
(TODO) GMPlayer instructions
 
 
 
====GNOME====
 
=====Totem=====
 
[http://www.gnome.org/projects/totem/ Totem] ist der offizielle Mediaplayer des GNOME-Projekts und basiert auf xine-lib oder GStreamer (gstreamer wird unter Arch standardmäßig mit dem totem-Paket installiert). Totem beherrscht den Umgang mit Playlists, einen Full-Screen-Modus, Lautstärkenregler und unterstütz die Bedienung des Player via Tastatur.
 
Außerdem bringt er folgende Funktionalitäten mit:
 
* Video thumbnails für den Dateimanager
 
* Nautilus Eigenschaften-Tab
 
* Epihpany / Mozilla (Firefox) plugin um Videos direkt im Browser wiederzugeben
 
* Webcam Utility (in Entwicklung)
 
 
 
Totem-xine ist immernoch die bessere Wahl wenn du DVDs schauen möchetst.
 
 
 
Totem ist ein Teil des gnome-extra-Pakets, das Totem Webbrowser-plugin jedoch nicht.
 
 
 
Um es seperat zu installieren:
 
pacman -S totem
 
 
 
Um das Totem Webrowser Plugin zu installieren:
 
pacman -S totem-plugin
 
 
 
====KDE====
 
=====Kaffeine=====
 
Kaffeine ist eine gute Wahl für KDE-Nutzer.  Installiere es mit folgendem Befehl:
 
 
 
pacman -S kaffeine
 
 
 
===Audio Player===
 
====Gnome/Xfce====
 
=====Exaile=====
 
[[Exaile]] ist ein Music Player, der in Python geschrieben ist, welches das GTK+ Toolkit benutzt.
 
 
 
=====Rhythmbox=====
 
[http://www.gnome.org/projects/rhythmbox/ Rhythmbox] ist eine integrierte Musikmanagement-Anwendung, die ursprünglich von Apple's iTunes inspiriert wurde. Es ist freie Software, die gemacht ist, gut unter dem GNOME Desktop zu funktionieren und auf dem mächtigen GStreamer Media Framework basiert.
 
 
 
Rhythmbox hat eine Vielzahl Fähigkeiten, darunter:
 
 
 
* Einfach zu benutzender Musik Browser
 
* Suchen und Sortieren
 
* Umfangreiche Audioformat- Unterstützung durch GStreamer
 
* Internet Radio Unterstützung
 
* Playlists
 
 
 
Installation von Rhythmbox:
 
pacman -S rhythmbox
 
 
 
Weitere gute Audioplayer sind: Banshee, Quodlibet und Listen. Besuche [http://gnomefiles.org/ Gnomefiles] für einen Vergleich.
 
 
 
====KDE====
 
=====Amarok=====
 
[http://amarok.kde.org/ Amarok] ist einer der besten Audio Player und Musik Library Systeme, die für KDE verfügbar sind. Für die Installation einfach folgendes eingeben:
 
 
 
pacman -S amarok
 
 
 
====Konsole====
 
[http://moc.daper.net/ Moc] ist ein ncurses-basierender Audio-Player für die Konsole; eine weitere gute Wahl ist [http://musicpd.org/ mpd].
 
 
 
Eine weitere exzellente Wahl ist [http://freshmeat.net/projects/cmus/ cmus].
 
 
 
====Other X-based====
 
(TODO) Xmms, audacious, bmpx.
 
 
 
===Codecs und andere Multimedia Content Typen===
 
====DVD====
 
Du kannst xine-ui, totem-xine, mplayer oder kaffeine (um einfach die großen drei zu bennenen) benutzen um DVDs zu betrachten. Das einzige, was Du vermissen könntest, ist libdvdcss. Beachte, dass dessen Benutzung in einigen Ländern illegal sein könnte.
 
 
 
====Flash====
 
Installiere das Flash Plugin mit
 
pacman -S flashplugin
 
um Macromedia (nun Adobe) Flash in Deinem Browser zu aktivieren.
 
 
 
====Quicktime====
 
Quicktime Codecs sind im codecs Paket enthalten. Einfach mit
 
pacman -S codecs
 
installieren.
 
====Realplayer====
 
Das Codec für Realplayer 9 ist im codecs Paket enthalten Einfach mit
 
pacman -S codecs
 
installieren. Realplayer 10 ist als Binärpaket für Linux erhältlich. Du kannst es von AUR [http://aur.archlinux.org/packages.php?do_Details=1&ID=1590&O=0&L=0&C=0&K=realplay&SB=&SO=&PP=25&do_MyPackages=0&do_Orphans=0&SeB=nd hier] bekommen.
 
 
 
===CD und DVD Brennen===
 
====GNOME====
 
=====Brasero=====
 
[http://www.gnome.org/projects/brasero/ Brasero] ist eine Anwendung, die CDs/DVDs für den GNOME Desktop brennt. Sie ist entworfen, um möglichst einfach zu sein und hat einige besondere Eigenschaften um den Benutzern das Erstellen Ihrer Disks einfach und schnell zu ermöglichen.
 
 
 
Für die Installation:
 
pacman -S brasero
 
 
 
====KDE====
 
=====K3b=====
 
K3b (von '''K'''DE '''B'''urn '''B'''aby '''B'''urn) ist eine freie Anwendung für GNU/Linux und andere Unix-ähnliche Betriebssysteme; sie ermöglicht die CD und DVD Erstellung und ist für KDE designed. Wie es bei den meisten KDE Anwendungen der Fall ist, ist K3b in der C++ Programmiersprache geschrieben und benutzt das QT Toolkit. K3b liefert eine graphische Oberfläche um die meisten CD/DVD Brennaufgaben, wie das Herstellen einer Audio-CD aus einem Set von Audio-Dateien oder dem Kopieren einer DC/DVD, zu lösen; aber auch fortgeschrittenere Aufgaben wie das Brennen von eMoviX CDs/DVDs beherrscht das Programm. Es kann auch Disk-zu-Disk Kopien anfertigen. Das Programm hat viele Standardeinstellungen, die von erfahreneren Benutzern angepasst werden können. Die eigentliche Diskaufnahme in K3b wird von den Kommandozeilen Programmen cdrecord oder wodim, cdrdao und growisofs gemacht. Ab Version 1.0 beinhaltet K3b einen eingebauten DVD-Ripper - der unter GPL lizensiert ist.
 
 
 
K3b wurde als LinuxQuestions.org's Multimedia Utility of the Year (2006) von der Mehrheit (70%) der Wähler gewählt.
 
-----
 
Installation:
 
pacman -S k3b
 
 
 
  
  
 +
[[ar:Installation guide]]
 +
[[bg:Installation guide]]
 +
[[cs:Installation guide]]
 +
[[da:Installation guide]]
 +
[[el:Installation guide]]
 +
[[en:Beginners' Guide]]
 +
[[es:Installation guide]]
 +
[[fi:Installation guide]]
 +
[[fr:Arch install scripts]]
 +
[[hr:Installation guide]]
 +
[[hu:Installation guide]]
 +
[[id:Installation guide]]
 +
[[it:Installation guide]]
 +
[[ja:インストールガイド]]
 +
[[ko:Installation guide]]
 +
[[lt:Installation guide]]
 +
[[nl:Installation guide]]
 +
[[pl:Installation guide]]
 +
[[pt:Installation guide]]
 +
[[ro:Ghid de instalare]]
 +
[[ru:Installation guide]]
 +
[[sk:Installation guide]]
 +
[[sr:Installation guide]]
 +
[[th:Installation guide]]
 +
[[tr:Installation guide]]
  
=====(Todo) cdrecord, graveman...=====
+
[[Kategorie:Installation]]
 
 
 
 
 
 
 
 
Die meisten CD Brenner sind Hüllen für cdrecord:
 
 
 
pacman -S cdrkit
 
 
 
Wenn Du Pakete für CD/DVD Brennprogramme wie Brasero oder K3b installierst, wird gleichzeitig auch die CD/DVD Brennlibrary, wie libburn oder cdrkit, dafür installiert.
 
 
 
Ein gutes Kommandozeilen DVD-Brennprogramm ist growisofs:
 
 
 
pacman -S dvd+rw-tools
 
 
 
===TV-Karten===
 
 
 
Falls Du mit (Arch) Linux TV schauen willst, müssen mehrere Dinge getan werden. Die wichtigste Aufgabe besteht darin herauszufinden, welchen Chip Dein Tuner benutzt. Es ist jedoch eine ziemliche Anzahl unterstützt. Bitte checke bei einer Hardware Database, um sicher zu sein (z.B. [http://en.opensuse.org/HCL/TV_Cards diese Liste]). Wenn Du einmal Dein Modell kennst, sind nur ein paar Schritte zu gehen, um es zum Laufen zu bringen.
 
 
 
In den meisten Fällen wirst Du die bttv-Treiber (andere Treiber existieren, wie [http://linux.bytesex.org/v4l2/drivers.html V4L]) zusammen mit den I2C-Modulen benutzen müssen. Die Konfiguration dieser ist die schwerste Aufgabe. Wenn Du Glück hast, wird ein
 
modprobe bttv
 
die Karte automatisch erkannen (checke dmesg für Details). In diesem Fall musst Du nur eine Anwendung zum TV Schauen installieren. Wir werden jedoch später daran arbeiten. Wenn die Autoerkennung nicht funktioniert hat, musst Du die Datei CARDIST anschauen, welche im Tarball von [http://dl.bytesex.org/releases/video4linux/ bttv] enthalten ist, um die richtigen Parameter für Deine Karte zu finden. Eine PV951 ohne Radiounterstützung würde diese Zeile brauchen:
 
modprobe bttv card=42 radio=0
 
Einige Karten brauchen folgende Zeile, um Ton zu erzeugen:
 
modprobe tvaudio
 
Dies unterscheidet sich jedoch bei den Karten. Probier es einfach aus. Einige andere Karten benötigen folgende Zeile:
 
modprobe tuner
 
Auch die ist ein Fall für Versuch und Scheitern.
 
 
 
TODO: clarify the installation-procedure
 
 
 
Um wirklich TV schauen zu können, installiere das xawtv-Paket mit
 
pacman -S xawtv
 
und lese seine Manpage.
 
 
 
TODO: clarify some possible problems and procedures. Introduction to XAWTV on another page?
 
 
 
===Digitale Kameras===
 
Die meisten neueren Digitalkameras werden als USB-Massenspeichergeräte unterstützt, was bedeutet, dass Du sie einfach einstecken und die Bilder kopieren kannst. Ältere Kameras könnten das PTP (Picture Transfer Protocol) benutzen, welches einen "speziellen Treiber" benötigt. gPhoto2 liefert diesen Treiber und erlaubt einen Shell-basierenden Transfer der Bilder; digikam (für KDE) und gthumb (für GNOME, gtkam wäre eine weitere Wahl) benutzen diesen Treiber und bieten eine schöne GUI.
 
 
 
===USB Memory Sticks / Festplatten===
 
USB Datenspeicher und Festplatten werden Dank des USB mass storage device Treibers 'out of the box' unterstützt und werden als neue SCSI Apparat (/dev/sdX) erscheinen. Wenn Du KDE oder GNOME benutzt, solltest Du dbus und hal verwenden (und sie zu Deinen Dämons in /etc/rc.conf hinzufügen), worauf die Apparate automatisch gemountet werden. Falls Du eine andere Desktop Umgebung benutzt, könntest Du ivman anschauen.
 
 
 
==Pflege des Systems==
 
 
 
Ist das System einmal nach den eigenen Bedürfnissen eingerichtet, kann man es über den Paketmanger [http://wiki.archlinux.org/index.php/Pacman_%28Deutsch%29 Pacman] ständig aktuell halten.
 
 
 
==Polieren & weitere Information==
 
Für weitere Information und Support kannst Du zur [http://www.archlinux.org Homepage] gehen (deutsche [http://www.archlinux.de Homepage]), das Wiki durchsuchen, das [[http://bbs.archlinux.org Forum] besuchen, zum [http://wiki.archlinux.org/index.php/ArchChannel IRC Channel] gehen und die [http://www.archlinux.org/mailman/listinfo/ Mailing lists] anschauen.
 
 
 
Wohin von hier aus? Du könntest daran interessiert sein:
 
 
 
[[Post Installation Tips]]
 
 
 
[[Arch Build System]]
 
 
 
[[ArchLinux User-Community Repository]]
 
 
 
[http://ebalaskas.gr/gallery/Archlinux%202010.05%20net%20install/ Eine bebilderte Installationsanleitung für die Installationsmedien 2010.05]
 
 
 
[[Get All Mouse Buttons Working]]
 
 
 
[[Pacman beschleunigen]]
 
 
 
[[Eigenen Kernel erstellen]]
 
 
 
[[Pm-utils]]
 
 
 
[[Cpufrequtils]]
 
 
 
[http://wiki.archlinux.org/index.php/Category:Eye_candy_%28English%29 Eye Candy]
 
 
 
[[en:Beginners' Guide]]
 

Aktuelle Version vom 9. April 2021, 10:09 Uhr

Vorbereitung

Willkommen bei Arch!

Dieses Anleitung führt Schritt für Schritt durch den Installationsprozess und die Grundkonfiguration von Arch Linux. Es richtet sich in erster Linie an neue Arch Linux Nutzer.
Zur Ergänzung stehen kurz gehaltene Spickzettel bereit. Diese lassen sich auf nur wenige Seiten Papier ausdrucken. Wer bei der Arch Linux Installation lieber einen Spickzettel oder einen anderen Wiki-Artikel direkt aus der Konsole aufrufen möchte, kann dies mit dem textbasierten Browser Lynx tun, der auf der ARCH-ISO vorinstalliert ist.

Dem Anwender sollte bewusst sein, dass sich, im Gegensatz zu anderen Linux Distributionen, die Installation von Arch Linux deutlich unterscheidet: Das Arch Linux System wird im besonderen Maße vom Benutzer geformt. Die Installation liefert ein Grundsystem mit einer Kommandozeilen-Eingabe (bash-Konsole) und grundlegenden Systemprogrammen. Über die Kommandozeilen-Eingabe werden Pakete (Programme und Bibliotheken) mit dem Arch Linux eigenen Paketmanager pacman installiert und nach den Bedürfnissen des Benutzers eingerichtet. Dies erlaubt maximale Flexibilität, Entscheidungsfreiheit und Kontrolle der Systemressourcen. Dadurch, dass der Anwender an vielen Stellen Konfigurationsschritte durchführen muss, wird er mit dem System vertraut und wird es von Grund auf kennenlernen. Diese Vorgehensweise richtet sich einerseits an kompetente GNU/Linux Benutzer, sowie Anwender, die ihr System grundlegend erforschen wollen.

Die Entwicklungs-Prinzipien hinter Arch Linux liegen darin, die Dinge einfach zu halten.
Bedenke, dass einfach in diesem Zusammenhang nicht benutzerfreundlich bedeutet, sondern eher ohne unnötige Zusätze, Änderungen oder Komplikationen. Kurz gesagt: ein eleganter, minimalistischer Ansatz. Siehe Das KISS-Prinzip Die Grundprinzipien der Arch Linux Distribution werden im englischem Wiki im Artikel The Arch Way Sprache en.png erklärt.

Falls Du denkst, dass in der folgenden Anleitung etwas Wichtiges fehlt oder nicht funktioniert, schicke mir bitte eine Mitteilung an <freigeist [at] elfenbeinturm.cc>,
oder füge die Verbesserung hier ein, was ja die Hauptidee eines Wikis ist :).

Hilfreiche Seiten

Das neueste ISO-Abbild beziehen

Hinweis: Arch Linux kann auch von einem bereits installierten Arch Linux System installiert werden. Hierzu werden die benötigten tools mittels pacman -S arch-install-scripts installiert. Danach kann die Installation mit dem Kapitel Partitionieren des Datenträgers fortgesetzt werden.


Das neueste ISO-Abbild kann von www.archlinux.org/download/ heruntergeladen werden.

Das ISO-Abbild beinhaltet nur die nötigen Programme, um ein minimales GNU/Linux Grundsystem zu installieren. Beachte, dass ein minimales Grundsystem keine grafische Oberfläche enthält. Der Rest des Arch Linux Systems - einschließlich grafischer Oberfläche - wird von der Kommandozeile aus eingerichtet. Dieser Prozess wird detailliert weiter unten besprochen.

ISO-Abbild prüfen

Beim Download mittels Torrent oder Magnet Link wird die ISO-Datei automatisch nach dem Download auf Übereinstimmung mit dem Original überprüft. Wird das ISO-Abbild per HTTPS heruntergeladen, sollte eine Prüfung mit der MD5- oder SHA1-Summe stattfinden. Soll eine CD oder DVD erstellt werden, ist es besser die Prüfung auf Übereinstimmung erst nach dem Brennvorgang zu tätigen.

md5sum archlinux-*-x86_64.iso

oder

sha1sum archlinux-*-x86_64.iso

( * ist mit dem Datum der Arch.iso Datei zu ersetzen.)
Die so ermittelte Zeichenkette sollte mit den Angaben auf der Webseite übereinstimmen.

ISO-Abbild auf CD oder DVD brennen

Generell ist es ratsam, mit einer Geschwindigkeit von maximal 12x zu brennen, um verlässliche CDs bzw. DVDs zu erhalten. Von einem Linux System, kann dies mit Anwendungen wie k3b und Brasero oder per Kommandozeile durchgeführt werden:

wodim dev=/dev/sr0 speed=12 -dao -eject -v archlinux-*-x86_64.iso

oder mit

cdrecord dev=/dev/sr0 speed=12 -dao -eject -v archlinux-*-x86_64.iso

oder mit

cdrskin dev=/dev/sr0 speed=12 -dao -eject -v archlinux-*-x86_64.iso

Nach dem Brennen sollte die MD5-Prüfsumme oder die SHA1-Prüfsumme der CD/DVD mit den Angaben auf www.archlinux.org/download/ verglichen werden.

md5sum /dev/sr0

für MD5-Prüfsumme und

sha1sum /dev/sr0

für SHA1-Prüfsumme, wobei der Pfad des Laufwerks (sr0) abweichen kann.

Stimmt eine der Prüfsummen mit der Angabe auf www.archlinux.org/download/ überein, ist das gebrannte Medium fehlerfrei.

Wenn die CD mit Windows gebrannt werden soll, kann das mit dem kostenlosen Programmen CDBurnerXP oder cdrtfe durchgeführt werden.

ISO-Abbild auf USB-Stick übertragen

Der USB-Stick darf nicht gemountet sein. Zunächst sollte mit folgendem Befehl die Partitionsbezeichnung des USB-Stick ermittelt werden:

# fdisk -l

Danach kann die ISO-Datei auf den Stick übertragen werden.

# dd bs=4M if=/pfad/archlinux-*-x86_64.iso of=/dev/sdx status=progress oflag=sync

Dabei ist sdx der erkannte USB-Stick. (x ist durch den entsprechenden Buchstaben zu ersetzen.) Beachte: Alle Daten auf dem USB-Stick werden gelöscht!

USB-Stick mit ISO-Abbild auf Windows erstellen

Umbenennen der Endung des Arch-ISO-Images von .iso nach .img .
Herunterladen des Programms von http://sourceforge.net/projects/win32diskimager/ . Entpacken und starten.
Auswählen des Arch .img Images und des USB-Sticks. Klicken auf write.
Ab jetzt kann vom USB-Stick neu gebootet und von dort aus Arch-Linux installiert werden.

Die Hardware-Uhr auf UTC einstellen

Die Hardware-Uhr (real time clock) im Bios des PC's sollte auf UTC eingestellt sein. Die Umrechnnung auf die zeitzonenspezifische Lokalzeit wird standardmäßig durch das jeweilige Betriebssystem nach den Einstellungen des Benutzers vorgenommen. Um UTC zu erhalten, muss man von unserer aktuellen Lokalzeit in Deutschland im Winter 1h und im Sommer 2h abziehen.

Starten mit dem Arch Linux ISO

Falls die Boot-Reihenfolge der Laufwerke geändert werden muss um den PC mittels der Arch-Iso zu starten hilft es meist die F11- oder F12-Taste während der BIOS-Phase zu drücken bis ein Auswahlmenue erscheint oder direkt im Bios eine andere Reihenfolge einzustellen.

UEFI

Bei UEFI-Rechnern ist es empfehlenswert, „Secure Boot“ im BIOS zu deaktivieren. Falls der PC später einmal mit „Secure Boot“ starten soll, so ist nach der Grundinstallation hier nachzuschlagen: UEFI_Installation#Secure_Boot.

32 oder 64bit

Arch Linux unterstützt nur 64-Bit-Rechner (x86_64).
Ein 32-Bit-System (i686) kann nur über das Community-Projekt Arch Linux 32 installiert werden.
Wenn man nicht weiß, ob der Rechner bzw. der Prozessor 64-Bit-tauglich ist, so kann man unter „Hardware Information (HDT)“ → „Processor“ → „Main Processor“ die Information erhalten. – Wird dort „X86_64 Yes“ angezeigt, ist der Rechner 64-Bit-tauglich. (Zurücknavigieren kann man mit den Cursor-Tasten.)

Optionsmenu der Arch Linux ISO

Mit der Taste Tab ↹ können einige nützliche Startoptionen eingegeben werden:

  • ide-legacy falls Probleme mit IDE-Laufwerken bestehen.
  • noapic acpi=off pci=routeirq nosmp wenn sich das System beim Starten aufhängt.
  • lowmem ist für ältere Maschinen nützlich. Dies braucht nur 96 MB Arbeitsspeicher entgegen 256 MB bei normaler Installation.

Anstatt Arch Linux zu booten, können noch folgende Funktionen ausgeführt werden:

  • memtest86+, um den Arbeitsspeicher auf Fehler zu prüfen.
  • Hardware-Informationen anzeigen lassen.
  • Neu starten.
  • Herunterfahren und ausschalten.

Es kann jetzt „Boot Arch-Linux x86_64“ ausgewählt werden.

Installation unterbrechen

Die Installation von Arch Linux kann jederzeit unterbrochen werden:
Der Befehl reboot startet den Computer neu, poweroff fährt ihn herunter.

Ändern der Tastaturbelegung

Zu diesem Zeitpunkt ist noch das US-englische Tastaturlayout eingestellt.
Zum deutschsprachigen Tastaturlayout wird wie folgt gewechselt:

loadkeys de-latin1

Man muss die Taste Z drücken, um das Zeichen y (Ypsilon) zu erhalten.
Und die Taste ß für den Bindestrich.

Internetverbindung herstellen

Ist beim Systemstart der LAN-Adapter mit dem Router verbunden wird die Internetverbindung automatisch aufgebaut.

über LAN

Wurde die Verbindung nicht automatisch hergestellt, genügt es die Netzwerkkarte zu ermitteln -

ip link 
 1: lo: <LOOPBACK.....
 2: enp4s0: <BROADCAST...
 .
 .
 3: wlp0s1:  <BROADCAST...

Die Netzwerkkarte heißt in diesem Beispiel enp4s0.
(wlp0s1 ist der Wlanadapter.)

- und die kabelgebundene Netzwerkverbindung neu aufzubauen.

dhcpcd <Netzwerkkarte>

über Wlan

Die Herstellung der WLan Verbindung wird mit folgendem Komando eingeleitet:

iwctl

Dort gelangt man nach der Eingabe des folgenden Befehls zur Passwortabfrage:

station wlan0 connect <SSID>

Verlassen wird das Konsolen-Programm iwctl mit der Tastenkombination:
Strg+d oder exit

Arch Wiki abrufen

Möchte man während der Installation direkt auf die Arch Wicki zugreifen kann man dies mit dem konsolenfähigen Lynx Browser tun.

lynx wiki.archlinux.de/title/spicker

Einrichtung des Datenträgers

Partitionieren des Datenträgers

Hinweis: Vor dem Partitionieren sollte man sich mit dem Befehl fdisk -l oder lsblk über die angeschlossenen Festplatten und deren Partitionen einen Überblick verschaffen.

Die Art der Partitionierung richtet sich nach der verwendeten Hardware, dem gewünschten Bootloader , der Verwendung von Swapspeicher, Verschlüsselung, dem Dateisystem und nicht zuletzt auch von persönlichen Präferenzen. Die große Felexibilität hierbei, ist eine der Stärken von Arch Linux.
Dabei ist folgendes zu berücksichtigen:

BIOS-Systeme

  • Bei Systemen die mittels verbautem BIOS booten, können die Datenträger bis zu einer Größe von 2TiB mit fdisk unter Verwendung einer Dos-Partitionstabelle partitioniert werden.
    Im Wiki-Artikel fdisk werden hierzu konkrete Beispiele aufgezeigt.
  • Wird zur Partitionierung gdisk genutzt und soll als Bootmanager Grub eingesetzt werden, verlangt dies eine zusätzliche Partition mit der Größe 1MiB vom Partitionstyp ef02.
    Wird stattdessen Syslinux als Bootmanager eingesetzt, so ist auch unter dem Einsatz von gdisk diese zusätzliche Partition nicht nötig.
    Im Artikel gdisk wird jeweils das konkrete Partitionsschema aufgezeigt.

UEFI-Systeme

  • Systeme die mit UEFI booten, werden immer mit gdisk partitioniert und benötigen auch immer eine zusätzliche Bootpartition von der Größe 512MiB (empfohlen) mit dem Partitionstyp ef00. Im Wiki-Artikel gdisk werden hierzu konkrete Beispiele aufgezeigt.

Swap-Speicher

  • Möchte man die Möglichkeit haben den Suspend-to-disk-Modus zu nutzen, sollte die anzulegende Swap-Partition mindestens die Größe des RAM-Speichers besitzen.
  • Alternativ zum Anlegen einer Swap-Partition kann später auch noch eine Swap-Datei angelegt werden.
  • Bei verschlüsselten Systemen wird der Auslagerungsspeicher (swap) innerhalb des LVM Volumes angelegt.
  • Ob man überhaupt einen Swap-Speicher benötigt, ist oberhalb von 4G RAM mit der beabsichtigeten Nutzung des Systems abzuwägen.

Separate /home Partition

Häufig wird empfohlen das /home Verzeichnis auf eine separate Partition auszulagern. Der effektive Nutzen ist dabei abzuwägen. Oftmals schränkt dies jedoch nur die Fexibilität ein, falls die root(/) Partition zu knapp gewählt wurde oder führt im anderen Fall zu ungenutzten Speicherplatz.

Alternative Dateisysteme

Für die Installation von Arch Linux unter Verwendung alternativer Dateisysteme wird auf die folgenden Installations-Anleitungen verwiesen:

Anlegen der Dateisysteme (Formatieren)

Hinweis: Das x von xY steht für den Laufwerksbuchstaben, das Y für die Nummer der betreffenden Partition. Diese Angaben müssen jeweils mit dem konkreten Fall abgeglichen werden.

Je nachdem welche Partitionen zuvor angelegt wurden, können diese entsprechend ihres Partitionstyps mit den folgenden Befehlen formatiert werden:

  • mkfs.fat -F 32 -n EFIBOOT /dev/sdxY - Für eine ef00 Partition (/boot) - FAT32 Dateisystem, Label "EFIBOOT".
  • mkfs.fat -F 32 -n ef02 /dev/sdxY - Für eine ef02 Partition - FAT32 Dateisystem, Label "ef02".
  • mkfs.ext4 -L p_arch /dev/sdxY - Für eine 83 bzw, 8300 Partition root (/) - ext4 Dateisystem, Label "p_arch".
  • mkfs.ext4 -L p_home /dev/sdxY - Für eine 83 bzw, 8300 Partition (/home) - ext4 Dateisystem, Label "p_home".
  • mkswap -L p_swap /dev/sdxY - Für eine 82 bzw. 8200 Partition - swap Dateisystem, Label "p_swap".

(Dabei nutzt die Anleitung Label-Bezeichnungen, da diese für mehr Überblick sorgen und an weiteren Stellen der Anleitung die Installation erleichtern.)

Das Basissystem installieren

Einbinden der Partitionen (Mounten)

Bevor Arch Linux auf den Datenträger aufgespielt werden kann, müssen die entsprechenden Partitionen in das laufende System eingebunden werden.
Zuerst wird die Rootpartition nach /mnt gemountet:

mount -L p_arch /mnt

Für die Partition "EFIBOOT" die bei UEFI-Systemen nötig ist, wird das Verzeichnis /mnt/boot angelegt und dort eingebunden:

mkdir /mnt/boot
mount -L EFIBOOT /mnt/boot

Wurde eine separate p_home als "Home-Partition" angelegt, kann damit analog verfahren werden:

mkdir /mnt/home
mount -L p_home /mnt/home

Einbinden der Swappartition

Falls eine Swap-Partition erstellt wurde, wird sie wie folgt eingebunden.

swapon -L p_swap

Installation der Basispakete

Im Folgenden werden die grundlegenden Softwarekomponenten installiert:

pacstrap /mnt base base-devel linux linux-firmware dhcpcd nano
  • base: Metapaket für ein minimales System
  • base-devel: Gruppe für Pakete zum Paketbau (empfohlen)
  • linux-firmware: Firmware für verschiedene Hardware
  • dhcpcd: Aufbau einer Internetverbindung
  • nano: Als Texteditor. Dieser wird in diesem Wiki vorausgesetzt

Installation zusätzlicher Pakete

Je nach System kann es nützlich sein die folgenden Pakete schon jetzt zu installiert:

  • iwd: Wlan-Verbindung (wichtig für Rechner ohne Lan)
  • lvm2: Einbinden einer LVM-Partition

Hierzu kann auch der folgende Befehl genutzt werden:

pacman --root /mnt -S <paket-name>

fstab erzeugen

Die /etc/fstab (file system table) Datei wird beim Systemstart von systemd ausgelesen und legt fest, wo die Laufwerke in den Verzeichnisbaum eingehängt werden.

Für unser Installationsbeispiel verwenden wir die zuvor angelegten Labels:

genfstab -Lp /mnt > /mnt/etc/fstab


Überprüfung der fstab Datei:

cat /mnt/etc/fstab
LABEL=p_arch	/	ext4	rw,relatime,data=ordered	0	1
LABEL=p_swap	none	swap	defaults	0	0

Systemkonfiguration

Chrooten

Zum Konfigurieren des Systems wird - bei gemounteten Partitionen s. Mounten - in eine chroot-Umgebung (Change root) gewechselt.

arch-chroot /mnt/
root@archiso /#

Konfigurationsdateien (/etc/....)

Folgende Konfigurationsdateien werden hierzu bearbeitet:

/etc/hostname - Den Rechnernamen festlegen, hier im Beispiel 'myhost':

echo myhost > /etc/hostname


/etc/locale.conf - Die Spracheinstellung (Locale) auf Deutsch festlegen:

echo LANG=de_DE.UTF-8 > /etc/locale.conf

Hierbei entspricht:

  • de_DE - Deutsch wie in der BRD gesprochen
  • de_CH - Schwyzerdütsch
  • de_AT - Das Deutsche in Östereich

Mit dem Konsolenbefehl cat /etc/locale.gen kann man sich alle hier möglichen Werte anzeigen lassen.

/etc/locale.gen

Hinweis: Suchen im Editor nano: Strg+WSUCHBEGRIFF↵ Enter Weitersuchen mit gleichem Suchbegriff erneut: Alt+W oder F16

nano /etc/locale.gen

Suchen und das # am Anfang folgender Zeilen entfernen:

#de_DE.UTF-8 UTF-8
#de_DE ISO-8859-1
#de_DE@euro ISO-8859-15
#en_US.UTF-8

(en_US.UTF-8 wird als fallback für evnt. fehlende Übersetzungen empfohlen.)
Anschließend Speichern und die Locale generieren:

locale-gen
 Generating locales...
  de_DE.UTF-8... done
  de_DE.ISO-8859-1... done
  de_DE.ISO-8859-15@euro... done
 Generation complete.


/etc/vconsole.conf - Die Tastaturbelegung und Schriftart der Konsole festlegen:

echo KEYMAP=de-latin1 > /etc/vconsole.conf
echo FONT=lat9w-16 >> /etc/vconsole.conf


/etc/localtime - Die Zeitzone durch einen symbolischen Link festlegen:

ln -sf /usr/share/zoneinfo/Europe/Berlin /etc/localtime


/etc/hosts

cat /etc/hosts
#<ip-address>	<hostname.domain.org>	<hostname>
127.0.0.1	localhost.localdomain	localhost
::1		localhost.localdomain	localhost


/etc/resolv.conf - Diese Datei muss nur verändert werden, wenn das Netzwerk über statische Adressvergabe eingestellt wird:

cat /etc/resolv.conf
nameserver DNS-Server des Providers


/etc/pacman.conf - Dort wird im Normalfall nichts geändert. Für den Fall, dass 32bit-Bibliotheken gebraucht werden, ist das [multilib]-Repository zu aktivieren. Hierzu ist das Kommentarzeichen in den betreffenden Zeilen zu entfernen.

[multilib]
SigLevel = PackageRequired TrustedOnly
Include = /etc/pacman.d/mirrorlist

Zusätzliche Kernel Module

In der Datei /etc/modules-load.d/meinemodule.conf werden Kernel-Module angegeben, welche zusätzlich geladen werden müssen.
Pro Zeile nur ein Kernel-Modul eintragen:

nano /etc/modules-load.d/meinemodule.conf
modul_1
modul_2

Initramfs erzeugen

Falls zuvor ein anderer Kernel ausgewählt wurde oder zusätzliche Module benötigt werden, ist es nötig die Initramfs neu zu erzeugen. Zunächst wird hierzu die Datei /etc/mkinitcpio.conf geprüft. Sofern z.B. das Root Filesystem auf einem logical Volume liegt, muss in der Zeile "HOOKS" das lvm2 Modul ergänzt werden. Mit LVM2 sieht die Zeile dann so aus:

HOOKS=(base udev autodetect modconf block lvm2 filesystems keyboard fsck)

lvm2 muss zwischen "block" und "filesystems" stehen.
Danach kann die initramfs Datei mit

mkinitcpio -p linux

erzeugt werden.

Root Password

Setzen des Root-Passworts. Man vergewissere sich, dass man es nicht vergisst.

passwd
Enter new UNIX password: geheim
Retype new UNIX password: geheim

Installation des Bootloaders

Systemd-boot

Für dieses Beispiel wird Systemd-boot gewählt. Es sorgt für einen schnellen Bootvorgang und ist für moderne UEFI-Systeme geeignet.
Im Folgenden wird die Konfiguration ohne Verschlüsselung besprochen:

Da systemd schon installiert ist, muss der Bootloader lediglich initiiert werden.

bootctl install

Die Datei /boot/loader/entries/arch-uefi.conf mit dem Editor öffnen

nano /boot/loader/entries/arch-uefi.conf

und wie folgt anpassen:

title    Arch Linux
linux    /vmlinuz-linux
initrd   /initramfs-linux.img
options  root=LABEL=p_arch rw lang=de init=/usr/lib/systemd/systemd locale=de_DE.UTF-8

Für den Arch Linux fallback wird die Datei /boot/loader/entries/arch-uefi-fallback.conf zur Bearbeitung geöffnet

nano /boot/loader/entries/arch-uefi-fallback.conf

und wie folgt angepasst:

title    Arch Linux Fallback
linux    /vmlinuz-linux
initrd   /initramfs-linux-fallback.img
options  root=LABEL=p_arch rw lang=de init=/usr/lib/systemd/systemd locale=de_DE.UTF-8

Die Datei /boot/loader/loader.conf wird folgendermaßen bearbeitet:

nano /boot/loader/loader.conf 
 
 default   arch-uefi.conf
 timeout   4

Das timeout (in Sekunden) kann dabei frei gewählt werden.

Nach der Konfiguration, werden diese Änderungen mit dem folgenden Befehl verfügbar gemacht:

bootctl update

Exit - umount

Nachdem nun alle nötigen Komponenten installiert und konfiguriert sind, kann die Chroot Umgebung verlassen werden.

exit

Und die gemounteten Datenträger aushängt werden.

umount /mnt/boot
umount /mnt

Arch Linux neu booten

Das System kann nun neu gebootet werden.

reboot

Hinweis: Man sollte im BIOS die Startreihenfolge zurückstellen, z.B. Starten von Festplatte vor CD-Rom oder USB-Stick.

Wenn alles einwandfrei verlaufen ist, wird das Arch Linux-System nun starten und dich mit der Login-Eingabe begüßen.

myhost login: root
password: geheim
[root@myhost ~]# _


++++ Herzlichen Glückwunsch und Willkommen zu Deinem Arch Linux-Basissystem! ++++

Benutzer Einrichtung

Die Schönheit des Rolling Release

Arch Linux ist eine Rolling Release Distribution, was bedeutet, dass es im Vergleich zu anderen Linux-Distributionen keine Versionsnummern oder -namen gibt. Diese Form der Verwaltung verzichtet darauf, das ganze System neu installieren zu müssen, um es aktuell und damit auch sicher zu halten. Die Benutzung eines Rolling-Release setzt ein gewisses Maß an Eigenverantwortung voraus. Man ist gut beraten, sich vor einer Systemaktualisierung über eventuelle Änderungen zu informieren.

Aktuelle Informationen hierzu findet man auf folgenden Seiten:

Zudem kann man die Arch-AnnounceSprache en.png Mailingliste abonnieren, um stets auf dem Laufenden zu sein.

Internetverbindung (erneut) herstellen

Für eine LAN-Verbindung mit dem Router wird zuerst der Netzwerkadapter ermittelt

ip link

und danach eine Verbindung hergestellt

dhcpcd <Netzwerkadapter>

Siehe: Internetverbindung herstellen

Arch Linux Aktualisieren

Arch Linux stellt aktuelle Softwarepakete zur Verfügung. Man sollte sich angewöhnen, sein System mindestens in wöchentlichen Abstand zu aktualisieren um auch zeitnah in den Genuss von Sicherheitsupdates zu gelangen.

Der Paketmanager pacman

Pacman ist der package manager von Arch Linux. Er verwaltet das gesamte Paketsystem, also die Installation, das Löschen, das Downgraden von Paketen u.v.m.; er ist auch zuständig für die Verwaltung selbst kompilierter Programme, das automatische Lösen von Paket-Abhängigkeiten sowie das entfernte und lokale Suchen nach Paketen.

Zur Optimierung der Downloadgeschwindigkeit der Pakete, sollte vor der ersten Aktualisierung, in der Datei /etc/pacman.d/mirrorlist diejenigen Paket-Spiegelserveradressen, die weit entfernt liegen, am Anfang der Liste, mit einem vorangestellten # (Kommentarzeichen) deaktiviert werden.

# nano /etc/pacman.d/mirrorlist

Die Aktualisierung des Systems geschieht mit

pacman -Syu

Einen Benutzer hinzufügen und Gruppen wählen

Tägliche Arbeiten sollten nicht mit dem Root-Account gemacht werden, da dieser für administrative Aufgaben vorgesehen ist und ein Arbeiten damit gefährlich sein kann. Deshalb wird nun ein normaler Benutzer hinzugefügt. Beachte, dass Benutzernamen nur Kleinbuchstaben und Sonderzeichen enthalten dürfen:

In diesem Beispiel heißt der Benutzer duda.

useradd -m -g users -s /bin/bash duda

Mit den folgendem Befehl wird dem Nutzer duda ein Password verliehen:

passwd duda
Geben Sie ein neues UNIX-Passwort ein:geheim
Geben Sie das neue UNIX-Passwort erneut ein:geheim
passwd: Passwort erfolgreich geändert

Damit der Benutzer auch Root-Rechte bekommt, muss eine Konfiguration von sudoverändert werden. Eingabe von:

EDITOR=nano visudo

Suchen der folgenden Zeile (steht unterhalb von "## Uncomment to allow members of group wheel to execute any command"):

 # %wheel ALL=(ALL) ALL

und entfernen des Kommentatorzeichens und des Leerzeichens.

%wheel ALL=(ALL) ALL

Den Benutzer zu der Gruppe wheel hinzufügen

gpasswd -a duda wheel

Danach ist es dem Benutzer duda gestattet den sudo Befehl zu nutzen.
Um dem Nutzer noch weitere Gruppenechte zu geben, kann er zusätzlich noch in die Gruppen audio, video, games, power hinzugefügt werden.

Weitere nützliche Dienste

Sollte das System auf einer SSD betrieben werden, welche TRIM unterstützt, sollte der fstrim.timer aktiviert werden:

systemctl enable --now fstrim.timer

Jetzt, das heißt bevor wir uns der grafischen Oberfläche und/oder Multimedia zuwenden, ist ein guter Zeitpunkt, ein paar zusätzliche Dienste zu installieren und zu aktivieren.

pacman -S acpid dbus avahi cups

Diese Dienste müssen natürlich auch jeweils explizit gestartet werden. Um dies automatisch beim Booten zu tun, muss systemd dazu angewiesen werden. Dies geschieht durch:

systemctl enable <Dienstname> 

Für diese Beispiele:

systemctl enable acpid
systemctl enable avahi-daemon
systemctl enable cups.service

Automatische Zeit-Sychronisation

Wer die Zeit beim Systemstart mit einer Atomuhr über das Internet abgleichen möchte, kann den systemd-timesyncd.service nutzen.

systemctl enable --now systemd-timesyncd.service

Da der Service die Real-Time-Clock des Rechners einstellt, ist bei Mehr-Betriebsystemen darauf zu achten, dass dies nur ein Betriebssystem vornimmt.

Installation der grafischen Benutzeroberfläche

Installation und Konfiguration von X11

Das X Window System ist ein Netzwerk- und Anzeigeprotokoll. X liefert die Grundlage für grafische Benutzeroberflächen (GUIs) und für die Interaktion mit Maus und Tastatur.

Mit folgendem Befehl installiert man die notwendigen Basis-Pakete:

pacman -S xorg-server xorg-xinit


Mit dem folgenden Befehl lässt sich die im Rechner verbaute Grafikkarte ermitteln.

lspci |grep VGA
01:00.0 VGA compatible controller: nVidia Corporation G86 [GeForce 8500 GT] (rev a1)

In diesem Beispiel ist dies eine nVidia Grafikkarte.

Quelloffene Grafik-Treiber

Passend zur jeweiligen Grafikkarte installiert man mit dem Befehl pacmman -S <xf86-video-name> eines der folgenden Pakete:

Eine Liste aller open-source Videotreiber erhält man nach Eingabe von:

pacman -Ss xf86-video | less

Ist man sich nicht sicher welcher Treiber passend ist, besteht die Möglichkeit alle verfügbaren freien Treiber zu installieren. Beim Systemstart wird dann automatisch der passende gewählt.

pacman -S xorg-drivers

Proprietäre Grafik-Treiber

Die Installation proprietärer Grafik-Treiber wird jeweils in den Beiträgen ATI, AMD und nVidia besprochen.

Deutsche Tastaturbelegung einstellen

Hinweis: Die Datei 00-keyboard.conf kann auch mit dem Befehl localectl set-x11-keymap <layout> <model> <variant> <options> generiert werden.

Über 00-keyboard.conf

Eine Datei erzeugen /etc/X11/xorg.conf.d/00-keyboard.conf und folgendes hinzufügen:

Section "InputClass"
      Identifier "keyboard"
      MatchIsKeyboard "yes"
      Option "XkbLayout" "de"
      Option "XkbModel" "pc105"
      Option "XkbVariant" "deadgraveacute"
EndSection

Oder über localectl set-x11-keymap

localectl list-x11-keymap-layouts |less

Zeigt eine Liste mit allen verfügbaren Tastaturlayouts. Mehrere Layouts können durch Komma getrennt angegeben werden. de sollte für deutsche Tastaturen funktionieren.

localectl list-x11-keymap-models |less

Zeigt eine Liste mit allen verfügbaren Tastaturmodellen. pc104 oder pc105 sollte ohne zusätzliche Tasten standartmäßig funktionieren. Für Tastaturen mit speziellen zusätzlichen Tasten muss man um sie zu benutzen das richtige Model finden.

localectl list-x11-keymap-variants |less

Zeigt eine Liste mit allen verfügbaren Tastaturvarianten. Bei Verwendung von deadgraveacute können mit ` und ´ Buchstaben wie é eingegeben werden, während ^ wie eine normale Taste behandelt wird. nodeadkeys dagegen deaktiviert dies, und wenn gar keine Variante angegeben wird, ist auch ^ ein "dead key".

localectl list-x11-keymap-options |less

Zeigt eine Liste mit allen verfügbaren zusätzlichen Tastaturoptionen. Muss nicht angegeben werden. Sollten mehrere Tastaturlayouts verwendet werden, können zum Beispiel Optionen zum hin- und herwechseln zwischen den Layouts über Tastenkombinationen angegeben werden. Mit grp:alt_shift_toggle wechselt man dann mit alt+shift zwischen den Layouts.

localectl set-x11-keymap [layout] [model] [variant] [options]

setzt die Parameter.

Nach obigem Beispiel für eine deutsche Standardtastatur, einem einzelnen Layout, ohne zusätzliche Optionen oder Tasten folgende Eingabe:

localectl set-x11-keymap de pc105 deadgraveacute

Sonstige Treiber

Bei manchen Laptops kann es mit dem Touchpad zu Problemen kommen. Xorg stellt hierfür auch einen Touchpad-Treiber zur Verfügung. Sollte das Touchpad nur eingeschränkt funktionieren, kann dieser auch ganz zum Schluss noch nachinstalliert werden.

pacman -S xf86-input-synaptics

Desktopumgebung installieren

Archlinux bietet eine große Anzahl Benutzeroberflächen zur Auswahl an. Die Installation des gewünschten Fenstermanagers bzw. einer Desktopumgebung wird in den betreffenden Beiträgen beschrieben. Damit ist die Grundinstallation von Arch Linux abgeschlossen.

Mit der Eingabe von

reboot

kann nun ein Neustart herbeigeführt werden und ein Einloggen als Benutzer stattfinden. Desktopumgebungen laufen nur mit Benutzerrechten.
++++ VIEL FREUNDE MIT ARCH LINUX ++++

Weiterführende Themen