yaourt

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Das 'Yet AnOther User Repository Tool' gehört zu den AUR Hilfsprogrammen und erleichtert es Softwarepakete aus dem AUR zu bauen und zu installieren. Yaourt unterstützt die Pacman Syntax. Installationsanfragen für Pakete aus den core, community und extra Repositorium werden direkt an Pacman weitergeleitet.


Achtung: Beachte die AUR Sicherheitshinweise!

Achtung: Laut der Seite zu den AUR Hilfsprogrammen und den dort dokumentierten eingehenden Untersuchungen ist yaourt inzwischen nicht mehr zu empfehlen, da es erheblich bessere Alternativen gibt, z.B. trizen.


Installation aus dem AUR

Im Gegensatz zu den späteren Paketen muss man yaourtAUR natürlich noch manuell aus dem AUR herunterladen, bauen und installieren.

Voraussetzungen

Um Pakete aus AUR bauen zu können, benötigt man das Paket base-devel.

pacman -S base-devel


Zuerst muss das Paket package-queryAUR installiert werden, denn yaourt beruht darauf:

curl -O https://aur.archlinux.org/cgit/aur.git/snapshot/package-query.tar.gz
tar -xvzf package-query.tar.gz
cd package-query
makepkg -si

Danach wechselt man wieder ins nächst höhere Verzeichnis und installiert yaourt:

cd ..
curl -O https://aur.archlinux.org/cgit/aur.git/snapshot/yaourt.tar.gz
tar -xvzf yaourt.tar.gz
cd yaourt
makepkg -si

Einrichtung von sudo

Zur komfortableren Benutzung von yaourt empfiehlt es sich, sudo einzurichten. Nach dem Kompilieren des betreffenden Pakets fragt yaourt nach dem Passwort um die Software installieren zu können. Hingegen ist nicht zu empfehlen yaourt als root auszuführen. Denn dann würden die Pakete mit root Rechten gebaut werden, was weitreichende Sicherheitsrisiken mit einschließt.

sudo mit Proxy Server

Damit yaourt mit sudo über einen Proxy Server funktioniert, muss in /etc/sudoers noch

Defaults env_keep += "http_proxy"
Defaults env_keep += "https_proxy"

eingefügt werden, damit die Proxyeinstellungen aus der bashrc übernommen werden. In der bashrc wird folgendes für die Benutzung eines Proxy Servers eingetragen:

export http_proxy="http://USER:PASSWORD@HOST:PORT"
export https_proxy="http://USER:PASSWORD@HOST:PORT"
export ftp_proxy="http://USER:PASSWORD@HOST:PORT"
  • USER = Benutzername des Proxyserver
  • PASSWORD = Passwort auf dem Proxyserver
  • HOST = IP Adresse oder Hostname des Proxyservers
  • PORT = Port für den Proxyserver

Wenn keine Abfrage von Benutzername oder Passwort durch den Proxyserver nötig ist, einfach USER:PASSWORD@ weglassen.

Anwendung

Suche und Installation von Paketen

Yaourt hat einen sehr komfortablen Modus zur Suche und anschließender Installation von Paketen. Um z. B. das Paket „foobar“ zu suchen, gibt man Folgendes ein:

yaourt foo

Als Ergebnis zeigt yaourt eine nummerierte Liste mit allen Paketen aus den offiziellen und eventuell inoffiziellen Repositorys und dem AUR an, die den Begriff „foo“ enthalten, also z. B. foobar, kungfoo et cetera. Durch die Eingabe von einer oder mehreren Nummern kann man die entsprechenden Pakete installieren.

Update von Paketen

Yaourt zeigt zu aktualisierende Pakete an.

Mittels yaourt -Syua bringt man sämtliche Paketdatenbanken auf den aktuellsten Stand, und aktualisiert alle Pakete aus allen Repositorys, inklusive dem AUR.

Verwendung der Pacman-Syntax

Außerdem unterstützt yaourt die komplette pacman Syntax, d.h. nach der Installation kann man statt pacman nun den Befehl yaourt verwenden, z.B. um mit

yaourt -S foobar

das Paket foobar zu installieren. Dabei sucht yaourt das Paket nicht nur in den eingetragenen Repos, sondern auch im AUR. Wird das Paket dort gefunden, wird das PKGBUILD sowie die zugehörigen Dateien heruntergeladen, gebaut und installiert.

Abfragen

Bei der Paketerstellung aus dem AUR stellt yaourt Abfragen ob man das PKGBUILD bearbeiten möchte. Dies sollte immer mit einem J beantwortet werden, um Gelegenheit zu haben die PKGBUILD's und andere Installationsdateien selbst überprüfen zu können. Siehe: AUR Sicherheitshinweise

Gebaute Pakete speichern

Mit der Default-Konfiguration werden die erzeugten Paketarchive *.pkg.tar.xz nur temporär gespeichert und sind nach der Installation nicht mehr verfügbar. Will man die Paketarchive behalten, kann man die --export Option verwenden.

yaourt -S foobar --export /home/john/aur-pakete

Dieser Befehl würde das Paket foobar bauen und installieren und das Paketarchiv im Verzeichnis /home/john/aur-pakete speichern.

Alternativ kann man die Option auch dauerhaft in /etc/yaourtrc aktivieren.

EXPORT=1
EXPORTDIR="/home/john/aur-pakete"

Nachteile

Yaourt ist ein sehr beliebtes Werkzeug. Es gibt jedoch auch berechtigte Kritik an dessen Nutzung. Einen Vergleich mit anderen Methoden stellt der Artikel AUR Hilfsprogramme zur Verfügung.

Siehe auch