Pulseaudio

Aus wiki.archlinux.de
Wechseln zu: Navigation, Suche

Warn 16x16.png Dieser Artikel oder Artikelabschnitt ist noch nicht vollständig!


Überarbeitung.png Dieser Artikel oder Artikelabschnitt bedarf einer stilistischen Überarbeitung laut Empfehlungen in Artikelstil.

Einleitung

PulseAudio (vormals PolypAudio) ist ein Soundserver für POSIX und Win32 Systeme. Mit ihm können mehrere Programme gleichzeitig Sound auf einem Computer ausgeben, zudem hat er viele weitere Features. PulseAudio ist Standard in den Desktopumgebungen wie GNOME oder KDE.

Installation

PulseAudio ist als pulseaudio in extra verfügbar, und kann von dort mittels Pacman installiert werden.

# PulseAudio an sich
pacman -S pulseaudio

# Für Programme die nur Alsa unterstützen
pacman -S pulseaudio-alsa
  • Zusätzlich kann man einige GTK Oberflächen für Pulseaudio installieren (empfohlen):
pacman -Syu  paprefs pavucontrol pavumeter
  • Optionale KDE plasma applets kann man mit:
  pacman -S kdemultimedia-kmix
  # oder
  pacman -S kdeplasma-applets-veromix

Falls sie beim boot sich nicht connecten können sollte man in der Datei /etc/pulse/client.conf autospawn auf true setzen.

  • Um übers Netzwerk pulseaudio zu steuern kann man sich PaWebControl installieren

Ein (CLI) Mixer für die console kann installieren via

 pacman -S ponymix

Das System für PulseAudio konfigurieren

Normalerweise startet PulseAudio erst, sobald ein Benutzer es benötigt und nicht als systemweiter Dämon da dies einfacher, effizienter und sicherer ist. Falls du es doch als systemweiter Dämon brauchst, um z. B. mehrere Benutzer gleichzeitig laufen lassen zu können editiere die /etc/rc.conf wie folgt:

 DAEMONS=(syslog-ng ipw3945d network netfs crond fam hal avahi-daemon pulseaudio) 

Um den PulseAudio Device Chooser (padevchooser) zu verwenden, musst du eventuell auch den 'avahi-daemon' zu der Liste hinzufügen. Danach solltest du die Benutzer zu der Pulse Gruppe hinzufügen:

 gpasswd -a benutzer pulse-access

Es ist eine gute Idee dich zu der 'pulse-rt' hinzuzufügen was nicht automatisch gemacht wird. Dies kann zu Performanzverbesserungen führen:

 gpasswd -a <user> pulse-rt

Damit pulseaudio mit dem Befehl startx startet , wird folgender Befehl in ~/.xinitrc benötigt

exec start-pulseaudio-x11


Bei der Fehlermeldung

Daemon startup failed

sollte überprüft werden , ob dbus im DAEMON Array in der /etc/rc.conf vorhanden ist:

DAEMONS=( .... dbus ...)

Konfiguration des Alsa Plugins

Es ist empfohlen ALSA und PulseAudio anzupassen, da die meisten Anwendungen ALSA verwenden. Dies wird wie oben beschrieben durch das PulseAudio plugin möglich. Damit ALSA PulseAudio verwendet muss man die /etc/asound.conf (empfohlen) oder die ~/.asoundrc editieren (Eventuell müssen diese erst erstellt werden):

pcm.pulse {
   type pulse
}
ctl.pulse {
   type pulse
}

Falls du PulseAudio als Standardgerät verwenden möchtest solltest du entweder die verwendete Hardware in /etc/pulse/system.pa spezifizieren:

 load-module module-alsa-sink device=hw:0
 load-module module-alsa-source device=hw:0

oder du verwendest HAL zur automatischen Erkennung:

 load-module module-hal-detect

Die Zeile ist normalerweise schon in /etc/pulse/system.pa vorhanden. Versichere dich, dass sie nicht auskommentiert ist. Wenn du PulseAudio nicht als Standard für ALSA gesetzt hast, musst du in jedem Programm als Ausgabegerät 'pulse' einstellen, damit PulseAudio verwendet wird.

Mehr als zwei Lautsprecher ansteuern

Um zum Beispiel bei einem 5.1 Soundsystem nicht nur auf den beiden Front Lautsprechern etwas zu hören, wenn man nur Stereo ausgibt, passt man in der Datei /etc/pulse/daemon.conf die Anzahl der Lautsprecher an:

default-sample-channels = 6

Achtung, hier wird nicht jede Anzahl angenommen, bei 5 zum Beispiel startet Pulseaudio nicht.


Konfiguration SDL für PulseAudio

Seit Version 1.2.12 unterstützt SDL nativen PulseAudio Support. Füge diese Zeile in deine .profile oder .bashrc ein:

export SDL_AUDIODRIVER="pulse"

Andere Umgebungsvariablen:

PASERVER ist der Computer, auf dem der PulseAudio Server läuft, PADEVICE ist das Gerät auf dem Server.

[Aus dem englischen Wiki: Der "pulse" Treiber kann bisher noch nicht deine pulseaudio Konfiguration auslesen, wie es aussieht. Keine Ahnung, ob das noch aktuell ist?]


Anmerkung: Bei mir hat SDL noch nie richtig funktioniert, der Sound hat immer furchtbar gestottert, auch ohne Pulseaudio. Ich habe gelesen, dass das an der HDA Intel Soundkarte liegt. Jedenfalls funktioniert der Ton gut, wenn man in dem SDL Programm den Buffer vergrößern kann.

Bei dem Spiel prey zum Beispiel musste ich in der Datei ~/.prey/base/preyconfig.cfg den Wert so anpassen:

seta s_sdlSamples "2048"

(Von vormals 512)

Wenn export SDL_AUDIODRIVER="pulse" nicht funktioniert oder du eine alte SDL Version benutzt, kannst du die esd Ausgabe benutzen, die auch von PulseAudio übernommen wird:

export SDL_AUDIODRIVER="esd"

Aus dem englischen Wiki: Du kannst ABS benutzen, um SDL mit PulseAudio support zu kompilieren, bis die Qualität des Treibers upstream gefixt ist. Bitte benutze den Patch hier: SDL Pulseaudio Patch [??? Ist das noch aktuell?]

GStreamer

Für eine Nutzung mit GStreamer sollte man gst-plugins-good oder für die ältere GStreamer Version gstreamer0.10-good-plugins installieren.

Mehr Infos über GStreamer hier: klick mich Sprache de.png

Konfiguration von OpenAL für PulseAudio

Spiele, die OpenAL benutzen PulseAudio als Standart. Können aber explizit darauf konfiguriert werden:

   nano /etc/openal/alsoft.conf
   drivers=pulse,alsa

Konfiguration von libao für PulseAudio

pacman -Syu libao-pulse

Füge in /etc/libao.conf ein:

default_driver=pulse


Mehrere PulseAudio ALSA Geräte

PulseAudio kann mehrere verschiedene Soundkarten oder mehrere virtuelle PCMs einer Soundkarte (zum Beispiel, getrennte Front und Surround Ausgabekanäle) verwenden. Dazu muss man PulseAudio für mehrere ALSA sinks konfigurieren. In /etc/pulse/default.pa:

load-module module-alsa-sink device=front
load-module module-alsa-sink device=rear

Wenn der Client verschiedene Pulse/ALSA Ausgabegeräte haben soll, bearbeitet man die /etc/asound.conf oder ~/.asoundrc:

pcm.pulsefront {
    type pulse
    device front
}
pcm.pulserear {
    type pulse
    device rear
}

Und richtet die entsprechenden ctl Elemente ein:

ctl.pulsefront {
    type pulse
    device front
}
ctl.pulserear {
    type pulse
    device rear
}

padsp wrapper

Wenn man ein Programm benutzen willt, das OSS benutzt, kann man es mit padsp mit Pulseaudio starten.

padsp OSSprogram

Beispiele:

padsp aumix
padsp sox foo.wav -t ossdsp /dev/dsp

Man kann außerdem ein benutzerdefiniertes Skript erstellen.

/usr/local/bin/OSSProgram
#!/bin/sh
exec padsp /usr/bin/OSSprogram "$@"

PulseAudio übers Netzwerk

Eine der großen Stärken von PulseAudio ist die Möglichkeit, Audio über TCP beliebig zu streamen. Dazu braucht man das Modul module-native-protocol-tcp. Zusätzlich muss der pulse-cookie auf die Clients kopiert werden. Um das TCP Modul zu aktivieren, füge Folgendes in /etc/pulse/default.pa ein (oder entferne das Kommentarzeichen):

load-module  module-native-protocol-tcp

Wenn PulseAudio als systemweiten Daemon läuft, was für Netzwerksound Sinn macht, befindet sich der Cookie in /var/run/pulse/.pulse-cookie. Dieser Cookie muss an den Client gesendet werden und irgendwo platziert werden, wo die pulse-access Gruppe Leserechte hat (und mit Berechtigungen, dass nur sie ihn lesen können).

[Hä?]

Um den Cookie per SSH von dem Server, auf dem der Sound ausgegeben werden soll, auf die Clients nach /etc/pulse-cookie zu kopieren (auf den Clients muss ein SSH Server laufen und man muss root-Rechte haben):

scp /var/run/pulse/.pulse-cookie client:/etc/pulse-cookie

Auf den Clients müssen dann die Rechte richtig gesetzt werden. Als root:

chown pulse:pulse-access /etc/pulse-cookie
chmod 640 /etc/pulse-cookie

Immer noch auf dem Client: Der Pulse Client muss wissen, wo er nach dem Cookie suchen muss. In /etc/pulse/client.conf wird deshalb eingetragen:

### Cookie file
cookie-file = /etc/pulse-cookie

Dann muss der Client konfiguriert werden, um auf den entsprechenden Server zugreifen zu können. Wieder in der /etc/pulse/client.conf:

## The default server to connect to
default-server = <die IP Adresse des Servers>

Fertig.

Problembehebung

module-x11-publish

Wenn Folgendes in den PulseAudio Logs auftaucht:

x11wrap.c: XOpenDisplay() failed
module.c: Failed to load  module "module-x11-publish" (argument: ""): initialization failed.
main.c: Module load failed.
main.c: failed to initialize daemon.

Dann muss man das module-x11-publish in /etc/pulse/default.pa deaktivieren (auskommentieren):

#load-module module-x11-publish

"daemon startup failed"

Wenn PulseAudio nicht als Daemon startet und Folgendes ausgibt:

E: main.c: daemon startup failed.

Muss man vielleicht die Zeile in /etc/pulse/default.pa deaktivieren, in der .fail steht.

Kommentiere diese Zeile einfach aus, indem du ein # davor schreibst.

[Was soll das denn sein?]

Eine Lösung wäre, "dbus" in den Daemons Array von etc/rc.conf zu setzen.

module-hal-detect

Wenn eine Fehlermeldung wegen HAL, module-hal oder Ähnliches ausgegeben wird, wirst du module-hal-detect aus /etc/pulse/default.pa entfernen müssen und explizit die ALSA Hardware angeben, zum Beispiel:

load-module module-alsa-sink device=hw:0
load-module module-alsa-source device=hw:0


GNOME älter als 2.18

GNOME Versionen die älter sind als 2.18 unterstützen ESD und starten dies bei einem Sitzungsbeginn. Da man PulseAudio als Ersatz von ESD verwenden kann, gibt es eine Möglichkeit GNOME auszutricksen und anstatt von ESD PulseAudio beim Sitzungsbeinn zu laden. Um das zu erreichen musst du das esdcompat Skript einsetzten welches standardmäßig bei PulseAudio dabei ist.

Erstelle einen Systemlink von /usr/bin/esd der auf das Skript verweist:

 ln -sf /usr/bin/esdcompat /usr/bin/esd

Das war es schon. Nun sollte GNOME bei jeder Sitzung PulseAudio starten und verwenden. PulseAudio verwendet standardmäßig jedes Mal einen anderen 'Anschluss' (/tmp/.esd-xxxx) im Gegensatz zu ESD um zu verhindern, dass mehrere Benutzer den gleichen Anschluss verwenden. Um zu verhindern das es nun Probleme gibt da sehr viele GNOME Anwendungen den Standardanschluss ansprechen wollen solltest du die Datei /etc/pulse/system.pa editieren. Such nach der Linie "load-module module-esound-protocol-unix" und editiere diese wie folgt:

 load-module module-esound-protocol-unix socket=/tmp/.esd/socket

Da funktioniert nur solange du der einzigste Benutzer an diesem System bist. Sobald ein zweiter hinzukommt wird es wohl zu Problemen kommen.


Links

http://www.pulseaudio.org/wiki/PerfectSetup

http://www.alsa-project.org/main/index.php/Asoundrc

http://www.pulseaudio.org/

http://mpd.wikia.com/wiki/PulseAudio#Version_0.12.0_and_later