MSDOS Partitionstabelle

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MSDOS-Partitionstabelle

Diese Seite soll zeigen wie man Archlinux auf einer Festplatte mit MSDOS Partitionstabelle (MBR) installieren kann und knüpft an die Anleitung für Einsteiger bei Partitionierung der Festplatte an.

Als Beispiel wird hier angenommen, dass eine Rootpartition und eine Swappartition benötigt wird.


Liegt von Seiten der Hardware und Bios keine Einschränkung vor, ist es empfehlenswert eine GUID-Partitionstabelle anzulegen, da es u.a. moderner ist (siehe https://wiki.archlinux.de/title/Partitionierung).

Das erstellen einer GUID-Partitionstabelle ist einfacher mit gpt zu erreichen. Siehe https://wiki.archlinux.de/title/Gpt


Partitionierung der Festplatte mit einer MSDOS Partitionstabelle

Hier sollen eine Swap Partition und eine Partition für Root und Home angelegt werden. Bei einer MSDOS Partitionstabelle(MBR) braucht man für den Grub-Bootloader keine extra Partition.


Aufruf von fdisk
fdisk /dev/sda

Welcome to fdisk (util-linux 2.24.1). Changes will remain in memory only, until you decide to write them. Be careful before using the write command.


Hilfe kann wenn gewünscht aufgerufen werden:

Befehl (m für Hilfe): m

Hilfe:

 Generic
  d   Eine Partition löschen
  l   Die bekannten Dateisystemtypen anzeigen
  n   Eine neue Partition anlegen
  p   Die Partitionstabelle ausgeben
  t   Typ einer Partition ändern
  v   Die Partitionstabelle überprüfen
 Misc
  m   Dieses Menü anzeigen
  x   Zusätzliche Funktionen (nur für Experten)
 Speichern und beenden
  w   Die Tabelle auf die Festplatte schreiben und das Programm beenden
  q   Ende ohne Speichern der Änderungen
 Create a new label
  g   Eine neue leere GPT-Partitionstabelle anlegen
  G   Eine neue leere SGI-(IRIX)Partitionstabelle anlegen
  o   Eine neue leere DOS-Partitionstabelle anlegen
  s   Eine neue leere Sun-Partitionstabelle anlegen


Eine neue leere DOS-Partitionstabelle anlegen:
Befehl (m für Hilfe):o

Created a new DOS disklabel with disk identifier ~.


Swap Partition anlegen

hier 8GiB = etwa das Doppelte des Arbeitsspeichers):

Befehl (m für Hilfe): n


Partition type: p primary (0 primary, 0 extended, 4 free) e Erweiterte


Primärtyp wählen ([Enter] für default):

Select (default p): [Enter]

Using default response p.


Partitionsnummer auswählen (hier 2, da 1 für die Root/Homepartition übrig bleibt):

Partitionsnummer (1-4, default 1): 2


Startsektor auswählen:

Erster Sektor (2048-234441647, default 2048): [Enter]


Endsektor auswählen (G für Gigabyte):

Last sector, +sectors or +size{K,M,G,T,P} (41945088-234441647, default 234441647): +8G

Created a new partition 2 of type 'Linux' and of size 8 GiB.


Typ der Partition ändern:

Befehl (m für Hilfe): t


Partitionsnummer auswählen:

Partitionsnummer (2, default 2): [Enter]


Hex-Code auswählen ([82] für Typ Swap):

Hex-Code (L um eine Liste anzuzeigen): 82

Changed type of partition 'Linux' to 'Linux swap / Solaris'.


Root/Home Partition anlegen

(hier den Rest der Festplatte):

Befehl (m für Hilfe):n

Partition type: p primary (1 primary, 0 extended, 3 free) e extended


Primär als Typ auswählen ([Enter] für default):

Select (default) p): [Enter]

Using default response p.


Partitionsnummer auswählen ([Enter] für default):

Partition number (1,3,4, default 1: [Enter]


Beginn der Partition auswählen ([Enter] für ganz vorne oder Anschluss an vorige Partition).

First sector (200048-.., default 200048): [Enter]


Endsektor auswählen ([Enter] für default, hier den ganzen Rest der Festplatte):

Last sector, +sectors or +size{K,M,G} (..): [Enter]

Partition 1 of type Linux and of size ~ GiB is set.


Aktivieren des bootfähig-Flags (für Boot):

Befehl (m für Hilfe): a


Eben erstellte Partition auswählen:

Partition number (1-2): 1

The bootable flag on partition 1 is enabled now.


Erstellte Partitionstabelle anzeigen lassen und nochmal überprüfen:

Befehl (m für Hilfe): p

Disk /dev/sda: ~ GiB, ~ bytes, ~ sectors
Units: Sektoren of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disklabel type: dos
Disk identifier: ~

Gerät Boot Start Ende Blocks Id System
/dev/sda1 * ~ ~ ~ 83 Linux
/dev/sda2 ~ ~ ~ 82 Linux swap / Solari


Partitionstabelle auf Festplatte schreiben: (Alle vorhandenen Daten gehen dabei verloren)

Befehl (m für Hilfe): w

The partition table has been altered.
Calling ioctl() to re-read partition table.
Syncing disks.


Anlegen der Dateisysteme

Gewöhnliche Partition

"Gewöhnliche" Partitionen werden mit dem Program mkfs angelegt, wobei der Typ des Dateisystems klar benannt werden muss. Dazu dienen verschiedene links, z.B. mkfs.ext4, der ein Dateisystem vom Typ ext4 anlegt.


Anlegen des Dateisystems vom Typ ext4 auf der Root/Homepartition sda1 mit der Bezeichnung arch:

mkfs.ext4 -L arch /dev/sda1

Writing superblocks and filsystem accounting information: done


Anzumerken ist, dass Linux nicht in der Lage ist, von jedem Dateisystemtyp aus zu booten. In der boot-Partition ist die Auswahl also eingeschänkt.

Swap-Partition

Eine Swap-Partition ist der Platz einer Festplatte, der den "virtuellen Speicher" beheimatet. Falls die Prozesse mehr RAM brauchen als physikalisch vorhanden, kann Linux die Anfrage nicht bearbeiten und ein Fehler tritt auf. Eine swap Partition hilft in dieser Situation, indem physikalischer RAM durch virtuellen RAM erweitert wird. Linux benutzt diesen Platz der Festplatte (die Swap-Partition), um die Informationen, welche nicht mehr in den physikalischen RAM passen, zu speichern (in Wahrheit ist es ein wenig komplizierter, da Linux versucht, Informationen ins Swap zu schreiben, die nicht oft benötigt werden). Da eine Festplatte im Vergleich zu physikalischem RAM sehr langsam ist, ist dies nur ein Behelf.

Anlegen des Dateisystems vom Typ swap auf der Swap-Partition sda1 mit der Bezeichnung swap:

mkswap -L swap /dev/sda2

Anzumerken ist, dass diese Partition im Fall, dass zu Energiesparzwecken das RAM auf die Platte ausgelagert werden soll (suspend2disk), mindestens so gross wie das physisch vorhandene RAM sein muss, sonst passt letzteres nicht hinein. Wenn ich also 4 GB physisches RAM habe, muss ich hierfür auch mindestens 4 GB Plattenplatz reservieren.


Einbinden der Partitionen

Hier kann der Anleitung für Einsteiger beim Punkt Einbinden der Partitionen weiter gefolgt werden. https://wiki.archlinux.de/title/Anleitung_f%C3%BCr_Einsteiger#Einbinden_der_Partitionen

Quellen