yaourt

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Version vom 30. Dezember 2012, 12:50 Uhr von 88.70.220.227 (Installation)

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yaourt (Yet AnOther User Repository Tool) ist eine Erweiterung für pacman, welche die Benutzung des AURs direkt aus dem Paketmanager heraus erlaubt. Die meisten Installationsanfragen werden direkt an pacman weitergeleitet. yaourt unterstützt auch die selbe Syntax wie pacman. Es ist möglich, mit yaourt Applikationen direkt aus dem AUR zu bauen und zu installieren.

Installation

Im Gegensatz zu den späteren Paketen muss man yaourtAUR natürlich noch selber aus dem AUR herunterladen, bauen und installieren. Voraussetzung ist die aktuelle pacman-Version, wget, diffutils und base-devel.

Voraussetzungen

Um Pakete aus AUR bauen zu können, benötigt man das Paket base-devel.

pacman -S base-devel

Installation aus AUR

Zuerst muss das Paket package-queryAUR installiert werden, denn yaourt beruht darauf:

wget https://aur.archlinux.org/packages/pa/package-query/package-query.tar.gz
tar -xvzf package-query.tar.gz
cd package-query
makepkg -si

Danach wechselt man wieder ins nächst höhere Verzeichnis und installiert yaourt dann:

cd ..
wget https://aur.archlinux.org/packages/ya/yaourt/yaourt.tar.gz
tar -xvzf yaourt.tar.gz
cd yaourt
makepkg -si

Installation über pacman

Dazu erweitert man die Datei /etc/pacman.conf (als root) um folgenden Eintrag am Ende der Datei:

[archlinuxfr]
Server = http://repo.archlinux.fr/$arch

Danach lässt sich yaourt installieren

pacman -Syu yaourt

Einrichtung von sudo

Zur komfortableren Benutzung von yaourt empfiehlt es sich, sudo zu installieren (Anleitung auf der sudo Seite). Wenn sudo nicht installiert ist, fragt yaourt als Fallback während der Paketinstallation nach dem root Passwort. Es ist nicht zu empfehlen, yaourt als root auszuführen, zumindest nicht beim Installieren von AUR Paketen (da erscheint auch ein entsprechender Warnhinweis).

Damit yaourt mit sudo über einen Proxy Server funktioniert, muss in /etc/sudoers noch

Defaults env_keep += "http_proxy"
Defaults env_keep += "https_proxy"

eingefügt werden, damit die Proxy Settings aus der bash.bashrc übernommen werden. In der bashrc wird folgendes für die Benutzung eines Proxy Servers eingetragen:

export http_proxy="http://USER:PASSWORD@HOST:PORT"
export https_proxy="http://USER:PASSWORD@HOST:PORT"
export ftp_proxy="http://USER:PASSWORD@HOST:PORT"
  • USER = Benutzername des Proxyserver
  • PASSWORD = Passwort auf dem Proxyserver
  • HOST = IP Adresse oder Hostname des Proxyservers
  • PORT = Port für den Proxyserver

Wenn keine Abfrage von Benutzername oder Passwort durch den Proxyserver nötig ist, einfach USER:PASSWORD@ weglassen.

Anwendung

Installation von Paketen

Yaourt hat einen sehr komfortablen Modus zur Installation von Paketen, um z. B. das Paket „foobar“ zu unterstützen, gibt man Folgendes ein.

yaourt foo

Als Ergebnis zeigt yaourt eine nummerierte Liste mit allen Paketen aus den offiziellen und eventuell inoffiziellen Repositories und dem AUR an, die den Begriff „foo“ enthalten, also z. B. foobar, kungfoo et cetera. Durch die Eingabe von einer oder mehreren Nummern kann man die entsprechenden Pakete installieren.

Achtung: Bitte die PKGBUILDs und Installationsskripte der Pakete aus dem AUR, wie auch bei der traditionellen Bau-Methode, immer überprüfen, um böse Überraschungen zu vermeiden. Niemals Pakete blind installieren!


Verwendung von yaourt Syntax

Außerdem unterstützt yaourt die komplette pacman Syntax, d.h. nach der Installation kann man statt pacman nun den Befehl yaourt verwenden, z.B. um mit

yaourt -S foobar

das Paket foobar zu installieren. Aber yaourt bietet noch mehr. Denn der Befehl sucht das Paket nicht nur in den eingetragenen Repos, sondern auch im AUR. Wird das Paket dort gefunden, wird das PKGBUILD sowie die zugehörigen Dateien heruntergeladen, gebaut und installiert. Es kommen einige Abfragen, u.a. ob man das PKGBUILD bearbeiten möchte.