rsnapshot

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Version vom 16. Juni 2013, 23:49 Uhr von Dirk (Diskussion | Beiträge) (Installation: vorlage:installation)

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rsnapshot nutzt rsync und Hardlinks, um Schnappschüsse eines Dateisystems anzulegen. In Kombination mit Cron-Jobs lassen sich so regelmäßig Backups mit Historie anlegen. Dadurch ist es möglich, automatisiert stündlich, täglich, wöchentlich, monatlich oder jährlich zu sichern. Die Besonderheit hier ist, dass dabei nur Dateien neu geschrieben werden, die auch tatsächlich verändert wurden, auf schon existente Dateien wird nur ein Hardlink angelegt. Durch dieses Vorgehen wird immens Platz gespart und man hat mehrere Versionen zur Hand. rsnapshot eignet sich somit hervorragend für Backups auf eine externe Festplatte, ein NFS-Share oder ähnliches.

Installation

Das Programm ist als rsnapshot in community verfügbar, und kann von dort mittels Pacman installiert werden.

pacman -S rsnapshot

Konfiguration

rsnapshot.conf editieren

vim /etc/rsnapshot.conf

Die Datei ist gut kommentiert und fast selbsterklärend. Ein schnelles "Walkthrough" mit dem Nötigsten

Zielordner für die Backups:

snapshot_root   /pfad/zu/deinem/backup/ordner/

Kein automatisches erstellen des Ordners wenn es ihn nicht gibt (z.b. externe Platte noch nicht angeschlossen)

no_create_root  1

Intervalle für Backups. Das bedeutet, dass beim daily Backup sieben inkrementelle Backups angelegt werden (daily.0, daily.1,...), bevor wieder von vorne angefangen und überschrieben wird.

interval        daily   7
interval        weekly  4
interval        monthly 3

Auf einem Filesystem bleiben (Sonst sichert rsnapshot z.B. /proc /sys etc., das wollen wir nicht)

one_fs          1

Um bestimmte Ordner oder Dateien auszuschließen, legt man eine Datei beliebigen Namens, zum Beispiel exclude in /pfad/zu/deinem/backup/ordner/ an. In dieser listet man einfach die auszuschließenden Dateien auf. Zum Beispiel sieht so meine "exclude" für mein Laptop aus:

## Excludefile for rsnapshot
/home/chepaz/.thumbnails/
/home/chepaz/.gvfs/
/home/lost+found/

Die exclude-Datei muss anschließend noch in rsnapshot.conf angegeben werden

exclude_file /pfad/zu/deinem/backup/ordner/exclude

Nun muss man rsnapshot noch sagen, welche Verzeichnisse er überhaupt sichern soll. Beispielsweise hier ein Auszug von meinem Server. (Achtung: TABs, keine Leerzeichen!)

backup  /home/          localhost/
backup  /etc/           localhost/
backup  /usr/local/     localhost/
backup  /root/          localhost/
backup  /var/           localhost/

In diesem Beispiel würde nun das erste tägliche Update daily nach /pfad/zu/deinem/backup/ordner/localhost/daily.0/ geschrieben werden.

Zum Abschluss kann man noch einen Testlauf anwerfen

rsnapshot -t daily

Wenn keine Fehler auftauchen: Feuer frei ;)

rsnapshot -v daily

Der erste Lauf wird sehr lange dauern da hier erstmal alle Dateien kopiert werden. Bei allen nachfolgenden Läufen werden nur die Dateien kopiert die geändert wurden. Das -v steht für Verbose und zeigt die Shellkommandos an die rsnapshot ausführt. Wer sich von allen Details erschlagen lassen will nimmt -V oder auch -D, für einen unauffälligen Backgroundtask sei euch -q ans Herz gelegt.

Automatisierung

Wenn man das noch automatisieren möchte kann man Cron-Jobs anlegen

crontab -e

Beispiel:

0 2 * * * rsnapshot daily
0 3 * * 1 rsnapshot weekly
0 4 1 * * rsnapshot monthly

...möge euer Backup mit euch sein! :)