Chroot (Arch reparieren): Unterschied zwischen den Versionen

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Nach einem Chrooten kann wie gewohnt auf System A mit der Konsole gearbeitet und die nötigen Reparaturen vorgenommen werden.
 
Nach einem Chrooten kann wie gewohnt auf System A mit der Konsole gearbeitet und die nötigen Reparaturen vorgenommen werden.
  
Ist das System A auf mehrere  Partitionen verteilt, müssen diese ebenfalls s. {{ic|mount /dev/sdXY /mnt/Verz.}} mit eingebunden werden. Mit Ausnahme von /home betrifft dies alle Partitionen die auch bei einem normalen Systemstart mit eingebunden worden wären. Gibt ein {{ic|fdisk -l}} nicht genügend Aufschluß, kann man sich die jeweiligen Einhängepunkte in der {{ic|/etc/fstab}} Datei ansehen. Diese ist nach dem Mounten des Wurzelverzeichnisses einsehbar. Eine Swap-Partition wird mittels {{ic|swapon /dev/sdXY}} eingebunden.
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Ist das System A auf mehrere  Partitionen verteilt, müssen diese ebenfalls s. {{ic|mount /dev/sdXY /mnt/Verz.}} mit eingebunden werden. Mit Ausnahme von /home betrifft dies alle Partitionen die auch bei einem normalen Systemstart mit eingebunden worden wären. Gibt ein {{ic|fdisk -l}} nicht genügend Aufschluss, kann man sich die jeweiligen Einhängepunkte in der {{ic|/etc/fstab}} Datei ansehen. Diese ist nach dem Mounten des Wurzelverzeichnisses einsehbar. Eine Swap-Partition wird mittels {{ic|swapon /dev/sdXY}} eingebunden.
  
 
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== arch-chroot ==
 
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arch-chroot ist Teil der {{paket|arch-install-scripts}}, gehört zur Grundinstalation und ist auf jedem Arch-Installationsmedium verfügbar.
 
arch-chroot ist Teil der {{paket|arch-install-scripts}}, gehört zur Grundinstalation und ist auf jedem Arch-Installationsmedium verfügbar.
Das Skript automatisiert die Einbindung der api Verzeichnisse proc, sys und dev und chrootet danach. Zusätzlich macht es /etc/resolv.conf für die Chrootumgebung zugänglich, das für eine Netzwerkanbindung benötigt wird. Somit reduziert sich das Mounten auf die einzubindenden Patitionen. Der einfachste Fall wäre:
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Das Skript automatisiert die Einbindung der api Verzeichnisse proc, sys und dev und chrootet danach. Zusätzlich macht es /etc/resolv.conf für die Chrootumgebung zugänglich, das für eine Netzwerkanbindung benötigt wird. Somit reduziert sich das Mounten auf die einzubindenden Partitionen. Der einfachste Fall wäre:
  
 
  mount /dev/sda1 /mnt
 
  mount /dev/sda1 /mnt
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== Arch reparieren ==
 
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=== Root Passwort vergessen ===
 
=== Root Passwort vergessen ===
Zum Erstellen des neuen Passswortes ist der Befehl {{ic|passwd}} anzuwenden.
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Zum Erstellen des neuen Passwortes ist der Befehl {{ic|passwd}} anzuwenden.
  
 
=== Fehlende Gruppenmitgliedschaften ===
 
=== Fehlende Gruppenmitgliedschaften ===

Version vom 15. Dezember 2017, 14:15 Uhr

Achtung: Verschlüsselte Dateisysteme können in einer Chrootumgebung nicht genutzt werden. Auch funktionieren hier einige systemd Dienste wie localectl und timedatectl nicht, da sie eine aktive dbus Verbindung benötigen.


Startet das System nicht mehr oder ist das Root-Passwort abhanden gekommen, benötigt man den Zugriff von außen um es reparieren zu können. Dies kann von einem Installationsmedium oder von einem zweiten Linuxsystem aus erfolgen. Dazu wird das zu reparierende System mit dem mount Befehl auf einem laufenden System eingehängt. Nach dem "Chrooten" arbeitet man auf dem ursprünglichen System und kann hier die notwendigen Korrekturen durchführen. Die Grundlagen für den mount und den chroot Befehl können in den weiterführenden Artikeln nachgelesen werden.

Mounten und Chrooten

Die Abbildung zeigt die Situation. Der Pc ist vom Medium B gestartet worden. Das zu reparierende System A wird mit seinem Dateisystem auf B eingehängt. Nach einem Chrooten kann wie gewohnt auf System A mit der Konsole gearbeitet und die nötigen Reparaturen vorgenommen werden.

Ist das System A auf mehrere Partitionen verteilt, müssen diese ebenfalls s. mount /dev/sdXY /mnt/Verz. mit eingebunden werden. Mit Ausnahme von /home betrifft dies alle Partitionen die auch bei einem normalen Systemstart mit eingebunden worden wären. Gibt ein fdisk -l nicht genügend Aufschluss, kann man sich die jeweiligen Einhängepunkte in der /etc/fstab Datei ansehen. Diese ist nach dem Mounten des Wurzelverzeichnisses einsehbar. Eine Swap-Partition wird mittels swapon /dev/sdXY eingebunden.

System A wird in System B eingehängt.
mount /dev/sda1 /mnt
mount /dev/sdXY /mnt/Verz. (zusätzl. eingehängte Partitionen)
mount -t proc proc /mnt/proc
mount -t sysfs sys /mnt/sys
mount -o bind /dev /mnt/dev
swapoon /dev/sdXY (optional)
chroot /mnt /bin/bash

Nach dem die erforderlichen Arbeiten (siehe unten) abgeschlossen sind, ist die Chrootumgebung mit exit zu verlassen und die Ordner und Laufwerke wieder auszuhängen. Dies geschieht in umgekehrter Reihenfolge. Die Swap-Partition braucht dabei nicht extra ausgehängt zu werden.

exit
umount /mnt/dev
umount /mnt/sys
umount /mnt/proc
umount /mnt/Verz. (zusätzl. eingehängte Partitionen)
umount /mnt

arch-chroot

arch-chroot ist Teil der arch-install-scripts, gehört zur Grundinstalation und ist auf jedem Arch-Installationsmedium verfügbar. Das Skript automatisiert die Einbindung der api Verzeichnisse proc, sys und dev und chrootet danach. Zusätzlich macht es /etc/resolv.conf für die Chrootumgebung zugänglich, das für eine Netzwerkanbindung benötigt wird. Somit reduziert sich das Mounten auf die einzubindenden Partitionen. Der einfachste Fall wäre:

mount /dev/sda1 /mnt
arch-chroot /mnt

Nach den erforderlichen Reparaturen, wird die "arch-chroot" mit dem exit Befehl verlassen und die Partitionen werden in geeigneter Reihenfolge, erst alle subdir's dann dir (siehe oben) ausgehängt.

exit
umount /mnt

Arch reparieren

Root Passwort vergessen

Zum Erstellen des neuen Passwortes ist der Befehl passwd anzuwenden.

Fehlende Gruppenmitgliedschaften

Hat sich der admin selbst ausgesperrt, können die fehlenden Gruppenzugehörigkeiten mit dem adduser <user> <group> Befehl wieder hergestellt werden.

Abgebrochenes Paketupdate

Wurde das System bei einem abgebrochenen Update beschädigt, kann es mit pacman -Syyu wieder hergestellt werden.

Bootloader reparieren

Zur Wiederherstellung des Bootloader wird auf die Artikel Grub und Syslinux verwiesen.

  • Hinweis: Meist befindet sich der Bootmanager auf einer eigenen Partition (UEFI, gpt). Diese wird vor dem Chrooten mit eingebunden.

"Sauberes" Verlassen der Chroot

Treten beim Unmounten Fehlermeldungen auf, sollte man alles erneut Mounten. Die Chrootumgebung erneut starten um die evt. hier noch laufenden Prozesse zu beenden.

Siehe auch

Weblinks