Arch vs. Distribution X

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Version vom 3. März 2008, 16:47 Uhr von 127.0.0.1 (Arch vs Mandrake)

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Diese Seite fasst ein paar der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Arch und anderen Distributionen zusammen. Diese Frage kommt wiederholt auf und es wäre schon eine Standardantwort parat zu haben. Ein Hinweis: der beste Weg Arch mit anderen Distributionen zu vergleichen ist es zu installieren und selbst auszuprobieren. Arch besitzt eine wundervolle community, die immer bereit ist neuen Nutzern zu helfen. Die folgenden Zusammenfassungen sind nur dazu gedacht genügend Informationen zu geben um zu entscheiden, ob Arch die richtige Distribution für einen ist.

Arch vs Gentoo

Durch die Benutzung von Binärpaketen ist Arch sehr viel zeiteffizienter als Gentoo. Gentoo besitzt mehr Pakete. Arch erlaubt sowohl den binär- als auch den sourcebasierten Aufbau der Distribution. PKGBUILDs lassen sich leichter erstellen als ebuilds. Gentoo ist von Haus aus portabler, da Packages für eine bestimmte Archtitektur kompiliert werden, weswegen Arch ausschließlich i686 (x86_64) ist. (obgleich an i586 und x86_64 spinoff-Projekten von Benutzern gearbeitet wird).

Arch vs Slackware

Slackware und Arch sind beides einfache Distributionen. Beide benutzen die BSD Init Skripte. Arch bietet mit pacman ein wesentlich robusteres Paket-Management-System. Slackware wird in seinen Release-Zyklen als wesentlich konservativer angesehen und bevorzugt als stabil erwiesene Pakete. Arch ist in diesem Punkt deutlich mehr "bleeding edge".

Arch vs Debian

Arch ist einfacher als Debian. Arch hat weniger Pakete. Arch bietet besseren Support für das Erstellen eigener Pakete als es Debian tut. Arch ist kulanter wenn es um nicht-freie Pakete im Sinne der GNU geht. Arch ist i686 optimiert und dadurch schneller als Debian. Arch Pakete sind eher "bleeding edge" ("blutende Kante", d.h. aktueller, aber weniger getestet) als Debian Pakete (Arch current ist oftmals aktueller als es Debian unstable ist).

Arch vs Crux

Arch Linux stammt von Crux ab. Judd fasste die Unterschiede einmal so zusammen:

"Ich hatte Crux benutzt, bevor ich mit Arch angefangen habe. Arch entstand zum Großteil aus Crux. Dann schrieb ich pacman und makepkg um meine Bash-Pseudo-Packet-Skripte zu ersetzen (Ich hatte Arch als ein LFS System begonnen). Deswegen sind beide komplett eigenständige Distributionen, auch wenn sie sich von technischer Seite sehr ähneln. Wir unterstützen z.B. offiziell Abhängigkeiten, andererseits besitzt Crux eine Community, die andere Vorteile bietet. CLCs prt-get beherrscht eine rudimentäre Abhängigkeitenprüfung. Crux ignoriert viele Probleme, mit denen wir uns ebenfalls herumschlagen müssen, weil es eine sehr minimalistisches Packet Angebot hat, das im Grunde nur das beinhaltet, was Per benutzt und sonst nichts."

Arch vs Graphical Distros

Die grafischen Distributionen haben viele Gemeinsamkeiten und Arch unterscheidet sich stark von ihnen. Arch ist textbasiert und kommandozeilenorientiert. Arch ist eine bessere Distribution, wenn man wirklich lernen will, mit Linux umzugehen. Grafische Distributionen tendieren dazu, GUI Tools zum Installieren (z.B. Fedoras Anaconda) und Konfigurieren (z.B. SuSEs Yast) des Systems mitzuliefern. Spezifische Unterschiede zwischen den Distributionen werden weiter unten beschrieben.

Arch vs RPM based Distros

RPM-Pakete sind von vielen Quellen beziehbar, wobei Third-Party-Pakete oft Abhängigkeitsprobleme haben, zum Beispiel wenn sie eine ältere Version einer Bibliothek benötigen. Es gibt auch Probleme zwischen RPM Paketen für Red Hat und RPM Paketen für Mandrake. (Diese Probleme hatte ich als Linuxneuling mit Mandrake 8.2, und ich will mir gar nicht erst die jetzige Situation vorstellen) pacman ist viel mächtiger und zuverlässiger als RPM.

Arch vs Fedora

Fedora ist ein Derivat der RedHat- Distribution und und ist bis heute eine der bekanntesten von ihnen. Daher gibt es auch eine sehr große Community, viele vorgefertigte Pakete und reichlich Support. Wie alle RPM- basierten Distributionen leidet auch Fedora unter einem problematischen Paketmanagement. Yum ist als Front- End zur RPM- Beschaffung und Abhängigkeitsauflösung verfügbar, allerdings ist es weit von dem Begriff "robust" entfernt. Fedora macht Fortschritte und erntete kürzlich Applaus für die Integration von SELinux und die Einführung GCJ- kompilierter Pakete um den Bedarf an Sun's JRE abzuschaffen. Fedora unerstützt bekanntermaßen nicht das MP3- Format aufgrund patentrechtlicher Probleme.

Arch vs Mandrake

Obwohl Mandrake durch seinen Installer beliebt ist, ist es eine Distribution, bei der man nur wenig Freiheiten hat und die mit der Zeit langweilig wird. Ein weiterer Nachteil ist, dass Mandrake RPM basierend ist, wie es schon oben besprochen wurde. Arch bietet mehr Freiheiten.

Arch vs SuSE

Den Kern von SuSE bildet das hoch angesehene Konfigurationstool YaST. Die meisten Konfigurationsaufgaben lassen sich mit wenigen Klicks erledigen. Arch liefert so ein Utility nicht mit, da es gegen "TheArchWay" verstößt. Suse hingegen wird als geeigneter für weniger erfahrene Benutzer angesehen, oder für die, die es einfacher mit der erwarteten Funktionalität haben wollen. Suse bietet direkt nach der Installation keine MP3 Unterstützung . Diese kann allerdings später via YaST hinzugefügt werden.


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