Arch Linux auf Deutsch stellen

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Version vom 6. Juli 2012, 16:42 Uhr von 84.59.246.140 (/etc/locale.gen: typo)

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Einleitung

Hier wird beschrieben, wie man unter Arch Linux ein auf UTF-8 basierendes System mit deutschem Tastaturlayout erhält.

Konfiguration

Die folgenden Arbeiten müssen als root ausgeführt werden! Wichtig: ALLE Schritte müssen gemacht werden.

/etc/rc.conf

/etc/rc.conf mit einem Editor öffnen (z.B. nano). Und folgendermaßen editieren:

 LOCALE="de_DE.UTF-8"
 HARDWARECLOCK="localtime"
 TIMEZONE="Europe/Berlin"
 KEYMAP="de-latin1-nodeadkeys"
  • localtime insbesondere wenn du noch ein Windows Betriebssystem auf deinem Rechner hast.
  • UTC ist die bessere Wahl zur automatischen Umstellung der Sommer Winterzeiten insbesondere wenn kein Windows auf dem Rechner ist.


  • Bezüglich "nodeadkeys": Wenn Zeichen wie é, è, â oder ähnliche benutzt werden sollen, dann schreibe als KEYMAP="de-latin1".

Diese Einstellungen sollten für Deutschland gesetzt werden. Für die Schweiz und Österreich gibt es minimale Änderungen.

Schweiz

 LOCALE="de_CH.UTF-8"
 HARDWARECLOCK="localtime"
 TIMEZONE="Europe/Zurich"
 KEYMAP="sg-latin1"

Österreich

 LOCALE="de_AT.UTF-8"
 HARDWARECLOCK="localtime"
 TIMEZONE="Europe/Vienna"
 KEYMAP="de-latin1-nodeadkeys"

/etc/locale.gen

/etc/locale.gen wieder in einem Editor öffnen, nun alles auskommentieren und das Kommentierungszeichen (#) vor dem gewünschten Identifer entfernen. In unserem Fall wäre das:

 ...
 de_DE.UTF-8     UTF-8
 de_DE   ISO-8859-1
 de_DE@euro      ISO-8859-15
 ...

Wiederum für die Schweiz

 ...
 de_CH.UTF-8     UTF-8
 de_CH   ISO-8859-1
 de_DE@euro      ISO-8859-15
 ...

Es empfiehlt sich immer alle, z.B. de_DE, resp. de_CH Locales zu aktivieren, um mögliche Probleme zu vermeiden.

Nun führt man den Befehl "locale-gen" aus

 [root@Arch niclas]# locale-gen
 Generating locales...
 de_DE.UTF-8... done
 de_DE.ISO-8859-1... done
 de_DE.ISO-8859-15@euro... done
 Generation complete.

So in etwa sollte der Output aussehen. Nun neustarten und das System sollte nun auf UTF-8 laufen.

Nach Eingabe von locale und einem Neustart des Rechners sollte dann folgendes erscheinen, schweizerdeutsche Version ähnlich:

LANG=de_DE.UTF-8
LC_CTYPE="de_DE.UTF-8"
LC_NUMERIC="de_DE.UTF-8"
LC_TIME="de_DE.UTF-8"
LC_COLLATE="de_DE.UTF-8"
LC_MONETARY="de_DE.UTF-8"
LC_MESSAGES="de_DE.UTF-8"
LC_PAPER="de_DE.UTF-8"
LC_NAME="de_DE.UTF-8"
LC_ADDRESS="de_DE.UTF-8"
LC_TELEPHONE="de_DE.UTF-8"
LC_MEASUREMENT="de_DE.UTF-8"
LC_IDENTIFICATION="de_DE.UTF-8"
LC_ALL=

X.org

X nutzt udev zur Erkennung von Eingabegeräten. Diese können unter /etc/X11/xorg.conf.d/ konfiguriert werden. Ein deutsches Tastaturlayout wird für alle angeschlossenen Tastaturen mit dem Anlegen der Datei /etc/X11/xorg.conf.d/20-keyboard.conf

Section "InputClass"
        Identifier "keyboard"
        MatchIsKeyboard "yes"
        Option "XkbLayout" "de"
        Option "XkbVariant" "nodeadkeys"
EndSection

eingestellt. Schweizer Layout:

        Option "XkbLayout" "ch"
        Option "XkbVariant" "de"

Anschließend muss X neugestartet werden.

Siehe auch