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Sehr sinnvoll ist es auch die ''Laptop-Mode-Tools'' zu installieren. Diese lassen sich installieren mithilfe
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Sehr sinnvoll ist es auch die [[Laptop Mode Tools]] zu installieren. Diese lassen sich installieren mithilfe
 
  pacman -S laptop-mode-tools
 
  pacman -S laptop-mode-tools
 
und konfigurieren über die gut kommentierte  
 
und konfigurieren über die gut kommentierte  

Version vom 15. September 2011, 06:10 Uhr

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Alles, was Du jemals über die Installation von Arch Linux wissen wolltest, aber niemals zu fragen wagtest

Dieses Dokument wird Dich durch den Prozess der Installation und Konfiguration von ArchLinux führen. Es richtet sich in erster Linie an neue Arch-Nutzer, stellt jedoch gleichzeitig auch eine gute Quelle für alle Anderen dar. Obwohl diese Orientierungshilfe zeigen will, wie man ein voll konfiguriertes Arch Linux System erhält (mit grafischer Oberfläche, DVD-Spieler, Internet-Browser, E-Mails, Musik), können hier niemals alle Möglichkeiten aufgezeigt werden. Dieses Dokument konzentriert sich darauf, die wichtigsten und nützlichsten Schritte zu zeigen; mehr Informationen findest Du im englischen Arch Linux Wiki oder im Arch Linux' Forum, aber auch auf der deutschen Seite. Vielleicht bist Du auch am Arch-Weg Sprache en.png interessiert, welcher die Prinzipien der Arch Linux Distribution erklärt.

Dieser Artikel ist in 3 Hauptteile getrennt:

KEINE PANIK!

Bitte sei Dir darüber im Klaren, dass sich die Installation von Arch Linux deutlich von anderen Distribution unterscheidet, die Du vielleicht schon zuvor ausprobiert hast. Das Arch Linux System wird vom Benutzer geformt. Die Installation liefert ein Grundsystem mit lediglich einer 'bash-Konsole' (Kommandozeilen-Eingabe) und grundlegenden Systemprogrammen. Von der Kommandozeile wirst Du Pakete (Programme) mit Hilfe des pacman-Programmes von den Arch-Servern herunterladen und installieren, bis das System nach Deinen Bedürfnissen eingerichtet ist. Dies erlaubt maximale Flexibilität, Entscheidungsfreiheit und Kontrolle der Systemressourcen. Weil Du es einrichtest, wirst Du das A und O Deines Systems kennenlernen - und das, was unter der Haube des Systems liegt. Denke auch daran, dass sich Arch Linux sowohl an kompetente GNU/Linux Benutzer wie auch an Benutzer richtet, die ihr System wirklich von Grund auf erforschen wollen.

Die Entwicklungs-Prinzipien hinter Arch liegen darin, die Dinge einfach zu halten.

Bedenke, dass 'einfach' in diesem Zusammenhang nicht 'benutzerfreundlich' bedeutet, sondern eher 'ohne unnötige Zusätze, Änderungen oder Komplikationen'. Kurz gesagt: ein eleganter, minimalistischer Ansatz.

Falls Du denkst, dass etwas Wichtiges fehlt oder nicht funktioniert, schick mir eine Mitteilung an <freigeist [at] elfenbeinturm.cc>. Oder füge die Verbesserung, oder was auch immer Du anfangs gebraucht hast, ein (was die Hauptidee eines Wikis ist :)). Es gibt auch ein englisches Arch Forum-Eintrag, der Anfängern gewidmet ist.
Oder gehe zum deutschen Arch Forum.

  • Falls Du zu diesem Wiki beitragen möchtest, füge bitte das 'Weshalb' und das 'Wie' ein, wenn es passend ist. Die beste Dokumentation lehrt uns das Wie sowie das Warum!


Willkommen zu Arch! Lass uns beginnen.

Teil 1: Installation des Grundsystems

Die Hardware-Uhr überprüfen

Ein kleiner und vielleicht unbedeutender Schritt, aber man spart sich ggf. später ein paar Unklarheiten und Boot-Vorgänge. - Prüfe im BIOS, ob die Hardware-Uhr Deines PCs UTC oder lokale Zeit anzeigt. Zeigt sie (in deutschsprachigen Ländern) eine Zeit, die (je nach Sommerzeit) der aktuellen Uhrzeit um ein bzw. zwei Stunden hinterherhinkt, dann ist es UTC. Merken!

Die neuste Core Iso beziehen

Du kannst die neuste Momentaufnahme von www.archlinux.org/download/ herunterladen.

Es wird empfohlen, die core-iso zu wählen, da dieses Wiki auf den core Installationsprozess ausgerichtet ist.

Das core-iso Image beinhaltet nur die nötigen Programme, um ein minimales GNU/Linux Grundsystem zu installieren. Bemerke, dass ein minimales Grundsystem keine graphische Oberfläche enthält. Der Rest des Arch Linux Systemes - einschließlich graphischer Oberfläche - wird von der Kommandozeile aus mit Hilfe von Binärpaketen und Konfigurationsdateien eingerichtet. Dieser Prozess wird detailiert weiter unten besprochen.

Brenne die ISO auf CD. Generell ist es ratsam, mit einer Geschwindigkeit von maximal 16x zu brennen, um verlässliche CDs zu erhalten.

Starte die Arch Linux CD

Während Du diesen Anweisungen folgst, könnte auch der offizielle Installationsguide hilfreich sein. Zusätzlich findest Du hier eine Druckversion.

Setze die CD in das Laufwerk und starte von ihr. Es kann sein, dass Du die Startreihenfolge Deines Computers im BIOS ändern musst, oder eine Taste (normalerweise F11 oder F12) während der BIOS-Phase drücken musst.
Einige nützliche Startoptionen der Arch Linux CD:

  • ide-legacy falls Du Probleme mit IDE-Laufwerken hast.
  • noapic acpi=off pci=routeirq nosmp wenn sich Dein System beim Starten aufhängt.
  • memtest86+ Wenn Du Deinen Speicher auf Fehler testen willst.
  • lowmem ist für ältere Maschinen nützlich. Dies braucht nur 96MB System-RAM entgegen 256MB bei normaler Installation.

Wähle "Arch Linux Installation / Rescue System". Falls Du die Startoptionen ändern musst, drücke 'e', um die Startlinien zu bearbeiten.
Das System startet nun von CD und präsentiert einen Willkommenstext mit einigen Erklärungen, wenn es bereit ist.

Ändern der 'keymap'

Drücke am Willkommensbild die Enter-Taste. Falls Du eine 'nicht-US' Tastatur hast, gib in die Befehlszeile (alternativ boote Arch und melde dich als root an und gib dann)

km

ein und wähle die richtige 'keymap'.

Zum Beispiel für deutsche Tastatur:

In der Konsole 'keymap':

de.map.gz

In der Konsole 'font screen' wähle:

default8x16.psfu.gz

Diesen Standard für die Konsolen-Schriftart ist eine sichere Wahl.

Konfigurieren eines Netzwerkes (bei den "Netimages")

Konfiguriere dein Netzwerk mit

aif -p partial-configure-network

Wenn du mehr als ein Netzwerkinterface hast (z.B. Lan und Wlan) dann wirst du aufgefordert eines auszuwählen. Am einfachsten ist Lan in Verbindung mit einem DHCP-Server.

Verschlüsseltes W-LAN (WPA/WPA2)

Möchtest du die Installation über ein verschlüsseltes W-LAN durchführen sind mitunter weitere Schritte notwendig.

Als erstes muss das System wissen, mit welchen Zugangsdaten es sich mit welchem verschlüsseltem Netzwerk verbinden soll. Dies kann über das Programm wpa_supplicant ((W)LAN_und_Arch_Linux#wpa_supplicant, WPA_supplicant) erfolgen.

  • Zuerst muss eine Passphrase mit den Zugangsdaten erzeugt werden:
# wpa_passphrase meinnetzwerk "meinpasswort"
  • Dies erzeugt eine ähnliche Ausgabe:
network={
      ssid="meinnetzwerk"
      #psk="meinpasswort"
      psk=7b271c9a7c8a6ac07d12403a1f0792d7d92b5957ff8dfd56481ced43ec6a6515
}
  • Diese Ausgabe kann nun in eine Konfigurations-Datei umgeleitet werden:
# wpa_passphrase meinnetzwerk "meinpasswort" > /etc/wpa_supplicant.conf
  • Im verlinkten wpa_supplicant Artikel wird empfohlen bei Verwendung von WPA2 folgende Änderungen an der Datei vorzunehmen:
network={
      ssid="meinnetzwerk"
      proto=RSN
      key_mgmt=WPA-PSK
      pairwise=CCMP TKIP
      group=CCMP TKIP
      #psk="meinpasswort"
      psk=7b271c9a7c8a6ac07d12403a1f0792d7d92b5957ff8dfd56481ced43ec6a6515

}

  • Nun können wpa_supplicant sowohl die Zugangsdaten, als auch das W-LAN-Interface übergeben werden (wlan0 ist dabei mit deinem W-LAN-Interface zu ersetzen):
# wpa_supplicant -B -Dwext -i wlan0 -c /etc/wpa_supplicant.conf
  • Jetzt sollte mit Hilfe des Konfigurationsbefehls eine Verbindung zu deinem verschlüsselten Netzwerk aufgebaut werden können.
# aif -p partial-configure-network

Konfigurieren eines Proxyservers

Wenn du die Installation per 'FTP' durchführen willst und über einen Proxyserver mit dem Internet verbunden bist, kannst du folgendes in die Kommandozeile eingeben

export http_proxy="http://<servername>:<port>"
export ftp_proxy="ftp://<servername>:<port>"

Wobei <servername> entweder der Hostname oder die IP-Adresse des Proxyservers ist und <port> die Portnummer (meistens 8080 oder 3128).

Installation starten

Gib in die Kommandozeile

/arch/setup 

ein, um die Installation zu starten.

Eine Installationsquelle wählen

Du wirst nach einer Installationsquelle gefragt. Wähle CDROM, falls Deine CDROM von einem 'core-ISO' gebrannt wurde, das die gesamte Basisinstallation von Arch Linux enthält, oder entscheide Dich für FTP, falls Deine CDROM ein 'FTP-ISO' enthält, das die meisten Teile von Arch Linux während der Installation aus dem Netz lädt. In letzterem Fall ist eine funktionierende Netzwerkverbindung für die Installation zwingend erforderlich.

Vorbereiten der Festplatte

Wähle den ersten Eintrag "Prepare Hard Drive" (Festplatte vorbereiten). Bitte sei Dir im Klaren, dass 'Auto-Prepare' (automatisches Vorbereiten) keine sichere Wahl ist, da es die gesamte Festplatte löschen wird. Wir werden hier die Festplatte manuell partitionieren. Wähle '2. Manually Partition Hard Drives' (Festplatten partitionieren), wähle die Festplatte, auf der Du Arch installieren willst (/dev/sdx), und erstelle einige Partitionen.

An dieser Stelle wird der erfahrenere GNU/Linux-Benutzer zum Pakete Wählen springen wollen.

Partitionierungs-Info

Eine Partition ist eine Sektion der Festplatte, die als separate Festplatte erschienen wird und zu Deinem Arch Linux Dateisystem hinzugefügt werden kann. Partitionen werden in 'primär', 'erweitert' oder 'logisch' eingeteilt. Primäre Partitionen können startfähig sein und sind auf die Anzahl von 4 beschränkt. Wenn Du zum Beispiel einen PC mit einer einzelnen SATA-Festplatte benutzt, wird die erste 'primäre' Partition 'sda1' genannt. Die zweite 'primäre' Partition nennt sich 'sda2', dann kommt sda3 und sda4. Bei mehr als 4 Partitionen müssen wir eine erweiterte Partition benutzen, welche die logischen Partitionen enthält.

Erweiterte Partitionen sind von sich aus nicht benutzbar; sie sind eher ein "Kontainer" für logische Partitionen. Logische Partitionen müssen in innerhalb der erweiterten Partition liegen. Wenn eine Festplatte partitioniert wird, kann man folgendes Nummernschema sehen: sda1-3 für die ersten drei primären Partitionen. Darauf folgt die erweiterte Partition sda4. Und innerhalb der erweiterten Partition werden logische Partitionen (sda5, sda6 usw.) erstellt.

Root, Home und Swap

Jeder hat eine andere Meinung, wie man seine Festplatte am besten einteilen sollte. Du wirst mindestens eine primäre Partition brauchen, welche das Dateisystem 'root' ( / ) enthält.Des weiteren brauchst Du eine Partition für 'swap'. Weitere Kandidaten für eigene Partitionen sind /boot (beinhaltet hauptsächlich den Kernel) und /home (beinhaltet die Benutzerdaten). Es ist gute Praxis, / und /home auf unterschiedlichen Partitionen zu haben. Dies macht es mögich, Arch Linux (oder eine andere Distribution) neu zu installieren, während der Benutzer seine Daten, Musik, Bilder und Einstellungen behalten kann.

In diesem Wiki werden wir eine Partition für /, eine Partition für /home und eine swap Partition anlegen.

Swap-Partition

Eine Swap-Partition ist der Platz einer Festplatte, wo der "virtuelle Speicher" beheimatet ist. Falls Deine Prozesse mehr RAM brauchen als physikalisch vorhanden, kann Linux die Anfrage nicht bearbeiten und ein Fehler tritt auf. Eine swap Partition hilft in dieser Situation, indem physikalischer RAM durch virtuellen RAM erweitert wird. Linux benutzt diesen Platz der Festplatte (die Swap-Partition), um die Informationen, welche nicht mehr in den physikalischen RAM passen, zu speichern (in Wahrheit ist es ein wenig komplizierter, da Linux versucht, Informationen ins Swap zu schreiben, die nicht oft benötigt werden). Da eine Festplatte im Vergleich zu physikalischem RAM sehr langsam ist, ist dies nur ein Behelf.

Wenn Du zwei Leute über eine Swap-Partition fragst, wirst Du 4 verschiedene Antworten bekommen. Falls Du viel RAM (mehr als 1024 MB) hast, kannst Du meiner Meinung nach die Swap-Größe gut zwischen 512 MB und 1 GB halten. Deshalb werden wir in unserem Beispiel eine Swap-Partition mit 1 GB erstellen.

Hinweis: im Fall der späteren Verwendung von suspend to disk, d.h. des Versetzens des Rechners in den Schlafmodus mit Auslagerung des RAM-Inhalts auf die Festplatte, ist eine Swap-Partition in mindestens der vollen Größe des RAMs erforderlich, damit diese Auslagerung funktioniert.

Die Partitionierung

Lass uns damit starten, die primäre Partition zu erstellen, welche das /-Dateisystem beherbergt. Wähle New -> Primary und gib die Größe, welche Du willst. 4 GB sollte man für ein eher konsolenorientiertes Minimalsystem oder einen Fileserver mindestens veranschlagen. Für ein voll ausgestattetes System mit grafischer Oberfläche, Büroprogrammen, Multimedia und/oder Entwicklungswerkzeugen kommt man mit 10 GB aus. Man bedenke, daß üblicherweise auch das tmp-Verzeichnis und das var-Verzeichnis auf dieser Partition liegen, so daß also auch etwas Platz frei bleiben muß, der dynamisch benutzt wird. Eine hier zu klein gewählte Partition zieht in der Regel umfangreiche und komplizierte Wartungsmaßnahmen nach sich, ggf. eine Neupartitionierung mit Neuinstallation! Stelle diese Partition an den Anfang der Festplatte. Wähle die neu erstellte Partition an und und wähle "Bootable" aus, damit man von ihr starten kann.

Füge als zweites ebenso eine primäre Partition für Swap hinzu. Wähle eine Größe zwischen 512 MB und 1 GB und ändere den Partitionstyp zu 82 (Linux swap / Solaris).

Füge eine dritte Partition für Deine Benutzer - /home hinzu. Wähle eine weitere primäre Partition und gib ihr die Größe, welche Du willst. Da die Größe wirklich davon abhängt, was Deine Benutzer in ihren Home-Ordnern speichern, kann ich Dir keine Vorschläge machen. Die Größe kann zwischen ein paar hundert Megabyte für einige Büro-Dokumente und hunderten von Gigabytes für Videos und MP3s variieren. Falls Du den gesamten Platz auf Deiner Festplatte nutzen möchtest, wähle den verbleibenden Platz minus 512 MB - 1 GB.

Überlege, ob es ratsam ist, einen Teil der Festplatte am Ende für Experimente übrig zu lassen. Lasse dort entweder einen Bereich unpartitioniert oder lege eine letzte, gesonderte Partition an (vielleicht 10 GB), in die man später beispielsweise ein zweites Betriebsystem installieren könnte. Wenn Du diesen Fall ausschließen kannst, kannst Du auch die gesamte Platte mit der home-Partition füllen.

So sollte Dein Layout aussehen (die Größe kann ja nach Deinen Entscheidungen variieren):

Name    Flags  Part Type   FS Type         [Label]         Size (MB)
-------------------------------------------------------------------------
sda1    Boot   Primary     Linux                           (4096 - 8192)
sda2           Primary     Linux swap / Solaris            (512 - 1024)
sda3           Primary     Linux                           (> 100)

Wähle 'Write' und tippe 'yes' ein. Beachte, dass diese Operation Daten auf Deiner Festplatte zerstören kann, falls Du Partitionen gelöscht hast! Wähle Quit, um den Partitionierer zu verlassen. Dann wähle Done um dieses Menü zu verlassen und mit dem Setzen der Mountpunkte fortzufahren.

Setzen der Mountpunkte der Filesysteme

Ein Paar kurze Worte über Dateisysteme und "Datei Systeme":

Technisch und der Genauigkeit halber, ist ein Dateisystem ein Daten Format für Informationsfuß, während ein "Datei System" (beachte den Leerschlag) eine Bezeichnung ist, die sich auf das Layout aller Dateien und Ordner in einem bestimmten System bezieht. Wenn Du deshalb gefragt wirst, ob Du ein Dateisystem bilden willst, wirst Du eigentlich gefragt, ob Du eine bestimmte Partition formatieren willst.
Aber wenn Du nach Mountpunkten gefragt wirst, gibst Du die Informationen, wo sich die bestimmten Partitionen in Deinem Arch Linux Datei System befinden.

Lass uns beginnen.

Dateisystem-Typen

Zuerst wirst Du nach Deiner Swap-Partition gefragt. Wähle die passende Partition (sda2 in unserem Beispiel). Du wirst gefragt, ob Du ein swap-Dateisystem bilden willst. Wähle 'yes'.
Als nächstes musst Du wählen, wo das / (root) Verzeichnis aktiviert wird (sda1 im Beispiel). Du wirst nun gefragt, welche Art von Dateisystem Du willst.

Frage wiederum zwei Personen, welches Dateisystem Du wählen sollst, und Du wirst fünf unterschiedliche Antworten erhalten. Jedes hat seine Vor- und Nachteile. Dies ist ein kurzer Überblick über die unterstützten Dateisysteme:

  1. ext2 - Altes, verlässliches GNU/Linux Dateisystem. Sehr stabil, aber ohne Aufzeichnung. Könnte lästig sein wegen des langen fscks (Checken des Systems).
  2. ext3 - Eigentlich das ext2-System - aber mit Aufzeichnungs-Unterstützung. Generell anerkannt als ein wenig langsamer als ext2 und andere Dateisysteme, aber extrem stabil und das am weitesten verbreitete, unterstützte und entwickelte GNU/Linux Dateisystem.
  3. ext4 - In ext4 sind diverse Verbesserungen gegenüber seinem Vorgänger ext3 integriert. So unterstützt es Partitionen oder Volumes, die bis zu 1 EiB groß sind, im Gegensatz zu ext3, das nur 32 TiB zulässt.
  4. ReiserFS - Hans Reisers Hochperformace-Dateisystem mit Aufzeichnung. Es benutzt eine sehr interessante Methode des Datendurchlasses. ReiserFS ist schnell, vor allem bei der Behandlung vieler kleiner Dateien. ReiserFS ist sehr langsam beim mounten. Ziemlich gut etabliert und stabil. ReiserFS wird zur Zeit nicht aktiv entwickelt (Reiser4 ist das neue Reiser Dateisystem).
  5. JFS - Das Aufzeichnungs-Dateisystem IBMs. JFS ist sehr schnell und braucht die geringste CPU-Prozessorenergie aller Dateisysteme. Sehr schnell beim mounten. Auf der JFS-Mail-Liste wurde berichtet, dass es an Fragmentationsproblemen leiden könnte.
  6. XFS - Sehr schnelles Dateisystem mit Aufzeichnung. Es ist als bestes für große Dateien geeignet, während es mit kleinen Dateien langsamer (aber immer noch ziemlich schnell) ist. Sehr schnell beim mounten.

Ein großer Unterschied ist die Aufzeichnung (etwas Ähnliches wie Verschiebungs-Logs in Datenbanken-Umgebungen). Alle Dateisysteme außer ext2 benutzen die Aufzeichnung. ext3 ist zu ext2 komplett kompatibel, weshalb man sogar mit sehr alten Rettungs-CDs mounten kann. Eine sichere Wahl für die root-Partition ist ext3. ReiserFS, XFS und JFS sind auch OK, da GRUB (der Startmanager, den wir später installieren werden) auch von diesen Dateisystemen starten kann. Bilde das Dateisystem (formatiere die Partition), indem Du "yes" wählst. Nun wirst Du aufgefordert, weitere Partitionen inzuzufügen. In unserem Beispiel bleibt nur noch sda3. Wähle ein Dateisystem und mounte es als /home. Bilde wiederum das Dateisystem und wähle Done an. Gehe zurück zum Hauptmenü (main menu).

Wähle Pakete

Nun sollen wir die Pakete bzw Programme wählen, die wir in unserem System installieren. Wähle CD als Quelle und das richtige CD-Laufwerk, falls Du mehr als eines hast. Nimm die Kategorie 'base' (alle Grundpakete, die gewählt sind, zu lassen ist eine gute Wahl). Wenn Du sicher bist, dass Du gewisse Pakete nicht brauchst (z.B. ein Dateisystemtyp, den Du nicht brauchst, PCMCIA, ISDN oder PPPoE Unterstützung), sei so frei und entferne sie aus der Grundpakete- Auswahl. Das (ab-)wählen von Paketen geschieht mit der Leertaste.


Seit der Installations-CD Arch 2007.08-2 kannst Du nun Pakete von den Kategorien Lib, Devel und Support hinzufügen.

Alle, keines oder einige Pakete dieser Kategorien zu wählen, ist in jedem Fall eine sichere Wahl, aber überfliege sie trotzdem. Anfänger können einfach alles auswählen.

Pakete Installieren

Das Installationsskript wird nun die ausgewählten Pakete auf Deinem System installieren. Die Programme sind binär i686-optimiert und brauchen insgesamt etwa 100MB für das Grundsystem. Deshalb sind sie recht schnell installiert.

Systemkonfiguration

Du wirst gefragt, ob Du willst, dass hwdetect einige Informationen über Deine Konfiguration sammelt. Dies ist empfohlen, weshalb Du diese Option wählen solltest.
Nun wirst Du gefragt, ob Du Unterstützung brauchst, um von USB zu starten, für FireWire-Geräte, für PCMCIA-Geräte, NFS-Shares, Software RAID Arrays und verschlüsselte Partitionen. Wähle yes, falls Du etwas brauchst; in unserem Beispiel wird nichts benötigt.
Nun wirst Du gefragt, welchen Texteditor Du benutzen möchtest; wähle nano, falls Du nicht vertraut bist mit vi/vim.
Nun wird ein Menü erscheinen, welches die wichtigsten Konfigurationsdateien auf Deinem System zeigt. Wir werden diesmal nur einige kleinere Änderungen vornehmen. Falls Du die vorhandenen Optionen, wie in rc.conf erklärt, nachschauen willst, drücke Alt+F2 um zu einer Eingabeaufforderung zu gelangen. Schaue es dort nach und wechsle mit Alt+F1 zurück zum Installationsprogramm

/etc/rc.conf
  • Ändere Dein LOCALE, falls nötig (z.B. "de_DE.UTF-8") (Dieses locale muss sich mit /etc/locale.gen decken Siehe unten.)
  • Ändere Deine TIMEZONE, falls nötig (z.B. "Europe/Berlin")
  • Ändere Dein KEYMAP, falls nötig (z.B. "de-latin1-nodeadkeys")
  • Gib in MODULES an, wenn ein wichtiges Modul fehlt
  • Gib Deinen HOSTNAME an
  • Ändere Deine Netzwerkeinstellungen:
    • Gib die Netzwerkkarte (interface), die IP-Adresse (address), die Netzwerkmaske (netmask) und das Gateway (gateway) an, wenn Du eine statische IP-Adresse verwendest, ansonsten lass diese Vorgaben ausser der verwendeten Netzwerkkarte unverändert.
Über DAEMONS

Du musst diesmal die daemons-Linie (Daemons) nicht bearbeiten; es ist jedoch sinnvoll zu erklären, was Daemons sind, weil wir sie später in diesem Wiki brauchen. Analog zu einem Windows Service ist ein Daemon ein Programm, das im Hintergrund läuft, auf ein Ereignis wartet und einen Service erbringt.Ein gutes Beispiel ist ein Webserver, der auf eine Anfrage wartet, eine Seite zu liefern, oder ein SSH-Server wartet auf jemanden, der versucht sich einzuloggen. Während dies vollumfängliche Anwendungen sind, gibt es Daemons, deren Arbeit nicht so sichtbar ist. Beispiele sind ein Daemon, der Mitteilungen in eine log-Datei schreibt (z.B. syslog, metalog), ein Daemon, der die Frequenz Deines CPU absenkt, wenn er nichts zu tun hat (z.B. cpufreq) und ein Daemon, der einen graphischen Login bereitstellt (wie gdm, kdm). All diese Programme können zur Daemons-Linie hinzugefügt werden und werden dann bei Systemstart gestartet. Nützliche Daemons werden im Laufe dieses Wikis präsentiert.

Verlasse mit Ctrl+X den Editor.

/etc/hosts

Füge den gewünschten hostname hinzu (welchen Du in /etc/rc.conf zuvor gesetzt hast), so dass es in etwa so ausschaut wie folgt:

127.0.0.1   localhost.localdomain   localhost dein-hostname

Dieses Format, inklusive den 'localhost'-Einträgen wird für Programmkompatibilität benötigt! Fehler in diesem Syntax führen dazu, dass sich Programme sehr langsam öffnen.
Dies ist bei Anfängern ein ziemlich häufiger Fehler.

Für die meisten Benutzer wird es reichen, einfach dein-hostname ans Ende der Standardlinie hinzuzufügen. Jedoch raten einige Nutzer dazu, folgenden Syntax zu benutzen:

127.0.0.1  dein-hostname.domaene.org localhost.localdomain   localhost  dein-hostname

Falls Du eine statische IP benutzt, füge eine weitere Linie mit folgendem Syntax hinzu: <static-ip> hostname.domainname.org hostname Beispiel:

192.168.1.100 dein-hostname.domaene.org  dein-hostname
/etc/fstab, mkinitcpio.conf und modprobe.conf

Zu diesem Zeitpunkt ist es nicht nötig, die Dateien mkinitcpio.conf und modprobe.conf zu bearbeiten. mkinitcpio konfiguriert die Initrd (z.B. booten von RAID, verschlüsselte Festplatten) und modprobe kann dazu verwendet werden, einige spezielle Konfigurationsoptionen für die Module zu bestimmen.

Falls Du den hal daemon benutzen willst, um das Mounten von Festplatten, optischen Laufwerken, USB-Laufwerken usw. zu automatisieren, solltest Du /etc/fstab bearbeiten und die Einträge für cdrom, floppy und dvd auskommentieren.

/etc/resolv.conf (für statische IP)

Falls Du eine statische IP benutzt, setze Deine DNS Server in /etc/resolv.conf (namenserver <ip-adresse>). Du kannst so viele haben, wie Du willst.

Falls Du einen Router benutzt, wirst Du wahrscheinlich Deine DNS Server im Router selbst festlegen und bloß von Deinem 'resolv.conf' dorthin verweisen, indem Du die IP Deines Routers benutzt (Deine Gateway in /etc/rc.conf). Beispiel:

nameserver 192.168.1.1

Alternativ kannst Du Deine Lieblingsserver untereinander hinzufügen, z.B.:

nameserver 4.2.2.1
nameserver 4.2.2.2
/etc/locale.gen

Das Kommando locale-gen liest aus /etc/locale.gen und generiert spezielle Lokalisierungen. Diese können dann von glibc und jedem anderen lokalisierten Programm oder Bibliothek zum Texterstellen benutzt werden. /etc/locale.gen ist standardmäßig eine leere Datei mit kommentierter Dokumentation. Wenn diese Datei einmal bearbeitet wurde, wird sie nie mehr berührt werden. Locale-gen wird bei jedem Update von glibc ausgeführt, wodurch alle Lokalisierungen aus /etc/locale.gen hergestellt werden.

Wähle alle Lokalisierung(en), welche Du nutzen willst (lösche das # am Anfang der Zeile), z.B.:

en_US ISO-8859-1
en_US.UTF-8	

(Deine Lokalisierungen müssen mit denen in /etc/rc.conf von oben übereinstimmen.)

Die Installation wird nun das locale-gen Skript ausführen, welches die gewünschten Lokalisierungen erstellt. Du kannst in Zukunft die Lokalisierung ändern, indem Du /etc/locale.gen bearbeitest und danach locale-gen als root ausführst.

Beachte: falls Du Deine Lokalisierung nicht wählst, wird das zum "The current locale is invalid..." Fehler führen. Dies ist wahrscheinlich der häufigste Fehler unter neuen Arch Nutzern, und er führt auch zur am meisten gestellten Frage im Forum.

Root Password

Setze zum Schluß ein root-Passwort und vergewissere Dich, dass Du es später noch weißt. Kehre zum Hauptmenü zurück und fahre mit der Installation des Startmanagers (Bootloader) fort.

Installation des Bootloaders

Da wir in unserem Beispiel kein zweites Betriebssystem haben, werden wir einen Bootloader benötigen. GNU GRUB ist der empfohlene Bootloader. Alternativ kannst Du LILO wählen. Die gezeigte GRUB Konfiguration (/boot/grub/menu.lst) sollte ausreichend sein. Das einzige, was Du ändern könntest, ist die Auflösung der Konsole. Füge zur ersten Kernel-Linie eine vga=<number> hinzu. (Eine Tabelle mit Auflösungen und entsprechenden Nummern ist in der menu.lst abgedruckt.)

title  Arch Linux (Main)
root   (hd0,0)
kernel /boot/vmlinuz-linux root=/dev/sda1 ro vga=773
initrd /boot/initramfs-linux.img

Das Argument "vga=773" wird einen 1024x768 framebuffer mit 256 Farbtiefe ergeben.

Verlasse die Installation und gebe reboot ein.

Wenn alles gut geht, wird Dein neues Arch Linux System nun starten und mit einer Login-Eingabe enden (Du solltest in Deinem BIOS die Startreihenfolge zurückstellen auf das Starten von Festplatte).

Herzlichen Glückwunsch und willkommen zu Deinem schönen neuen Arch Linux Basissystem!

Konfiguration des Basis-Systems

Dein neues Arch Linux Basissystem ist nun eine funktionelle GNU/Linux-Umgebung, die auf die Anpassung wartet. Von hier aus kannst Du diese Installation in all das verwandeln, was Du wünscht oder für Deine Vorhaben brauchst.

Fangen wir an.


Login mit Deinem root Account. Wir werden nun pacman konfigurieren, das System updaten und dann einen gewöhnlichen Benutzer hinzufügen.


Einstellen des Netzwerkes (falls nötig)

Dieser Abschnitt wird Dir dabei helfen, die meisten Arten von Netzwerken zu konfigurieren, falls die Installations-Skripte mit den auto-Konfigurationen für Dich nicht funktionieren.


Falls alles gut verlief, solltest Du ein funktionierendes Netzwerk haben. Versuche www.google.com zu pingen, um es zu bestätigen:

ping -c 3 www.google.com

Falls Du erfolgreich eine Netzwerkverbindung hergestellt hast, fahre mit Updaten, Synchronisieren und Upgraden des Systems mit pacman fort.

Falls deine Internetverbindung seltsam langsam ist, versuche es mit dem deaktivieren von IPv6

Falls nach dem Pingen ein "unknown host" Fehler auftrat, könntest Du schließen, dass Dein Netzwerk nicht konfiguriert ist. Du solltest zunächst die folgenden Dateien auf Integrität und saubere Einstellungen untersuchen:

/etc/rc.conf # Achte speziell in den HOSTNAME= und NETWORKING Abschnitten auf Tippfehler und andere Fehler.

/etc/hosts # Checke nochmals das Format. (Siehe oben.)

/etc/resolv.conf # Falls Du eine statische IP benutzt. Falls Du DHCP benutzt, wird diese Datei dynamisch erstellt und standardmäßig zerstört. Aber sie kann für Deine Einstellungen geändert werden. (Siehe Network.)

Fortgeschrittene Anweisungen, das Netzwerk einzustellen, können im Network Artikel gefunden werden.

LAN über Kabel

Überprüfe Dein Ethernet mit

ifconfig

Dort solltest Du einen Eintrag für eth0 sehen. Falls benötigt, kannst Du eine neue statische IP mit

ifconfig eth0 <ip address> netmask <netmask> up 

und die Standard-Gateway mit

route add default gw <ip address of the gateway>

setzen. Kontrolliere, ob /etc/resolv.conf Deinen DNS Server enthält und füge ihn hinzu, falls er fehlt. Kontrolliere das Netzwerk nochmals mit ping www.google.de. Falls nun alles funktioniert, passe /etc/rc.conf wie in Abschnitt 2.6 besprochen an (statische IP). Falls Du einen DHCP Server/Router in Deinem Netzwerk hast, versuche

dhcpcd eth0

Falls dies funktioniert, passe /etc/rc.conf an, wie es in Abschnitt 2.6 beschrieben wird (dynamische IP).

Kabelloses LAN

Detailiertes Setup-Wiki: (W)LAN und Arch Linux

Analoges Modem

Um ein zu Hayes kompatibles, externes analoges Modem verwenden zu können, muss zumindest das Paket ppp installiert werden. Bearbeite die Datei /etc/ppp/options mit Hilfe von man pppd, um sie Deinen Bedürfnissen anzupassen. Du wirst ein Chat-Skript definieren müssen, mit welchem Du nach dem ersten Einwählen Deinem Internetanbieter den Benutzernamen und das Passwort übermittelst. Die Hilfeseiten (Manpages) von pppd und chat liefern Beispiele, die ausreichend sein sollten, eine Verbindung zum Laufen zu bekommen (falls Du entweder erfahren genug oder bissig genug bist). Mit udev sollten deine seriellen Schnittstellen normalerweise /dev/tts/0 und /dev/tts/1 sein. Tipp: Lese Dialup without a dialer HOWTO.

Anstatt eine ruhmreiche Schlacht nur mit pppd zu schlagen, kannst Du auch wvdial oder ein anderes Programm installieren, um den Setup-Prozess erheblich zu vereinfachen. Falls Du ein so genanntes WinModem benutzt, welches hauptsächlich eine PCI-Pluginkarte ist und als internes Modem funktioniert, solltest Du die Informationen auf der LinModem Homepage beachten.

ISDN

Die ISDN-Einrichtung erfolgt in drei Schrtitten:

  1. Installiere und konfiguriere die Hardware
  2. Installiere und konfiguriere die ISDN Dienstprogramme
  3. Füge die Einstellungen Deines Netzbetreibers hinzu.

Die derzeitigen Standardkernel von Arch Linux beinhalten die nötigen IDSN-Module; dies bedeutet, dass Du normalerweise keinen neuen Kernel kompilieren musst (außer Du benutzt ziemlich komische ISDN-Geräte). Nachdem die ISDN-Karte physisch in den Computer eingebaut bzw. eingesteckt ist, kannst Du versuchen die Module mit modprobe zu laden. Fast alle passiven ISDN PCI Karten werden vom hisax Modul angesprochen, welches zwei Parameter braucht: Typ und Protokol. Das Protokol muss auf '1' gesetzt werden, wenn Dein Land den 1TR6-Standard verwendet; '2' steht für EuroISDN (EDSS1), gib '3' ein, falls Du an einen so genannten gemieteten Anschluß ohne D-Kanal angeschlossen bist und '4' steht für das US NI1 Protokol.

Details über alle diese Einstellungen, und wie man sie einstellt, sind in der Kernel-Dokumentation, genauer im ISDN-Unterverzeichnis, sowie im Internet zu finden. Die Typ-Einstellung hängt von deiner Karte ab; eine Liste aller möglichen Typen kann in der README.HiSax Kernel-Documentation gefunden werden. Wähle Deine Karte und lade das Modul mit den angemessenen Optionen, wie z.B.:

modprobe hisax type=18 protocol=2

Dieser Befehl wird das hisax Modul für meine ELSA Quichstep 1000PCI Karte laden, welche in Deutschland mit dem EDSS1 Protocol benutzt wird. Hilfreiche Fehlerbehebungs-Angaben solltest Du in der Datei /var/log/everything.log finden, wo Du Deine Karte vorbereitet finden solltest. Bitte beachte, dass Du wahrscheinlich einige USB-Module laden musst, bevor ein externer USB ISDN Adapter verwendet werden kann.

Wenn Du einmal rausgefunden hast, mit welchen Einstellungen Deine Karte funktioniert, kannst Du die Modul-Optionen zur Datei /etc/modprobe.conf hinzufügen. In unserem Beispiel sähe es so aus:

alias ippp0 hisax
options hisax type=18 protocol=2

Alternativ kannst Du hier nur die Optionen-Linie hinzufügen und hisax zum MODULES-Array in rc.conf hinzufügen. Es ist wirklich Deine Wahl, jedoch hat obiges Beispiel den Vorteil, das das Modul erst geladen wird, wenn es wirklich benötigt wird.

Jetzt solltest Du funktionierende, unterstützte Hardware haben. Jetzt brauchen wir die Programme, um sie nutzen zu können!

Installiere das Paket isdn4k-utils und lese die Manpage zu isdnctrl; dies wird Dir beim Start helfen. Etwas weiter unten in der Manpage wirst Du Erklärungen finden, wie man eine Konfigurationsdatei erstellt, die von isdnctrl analysiert werden kann; außerdem gibt es dort einige hilfreiche Setup-Beispiele. Bitte beachte, dass Du über ein Komma getrennt Dein SPID zu deiner MSN Einstellung hinzufügen musst, wenn Du US NI1 benutzt.

Nach der Konfiguration Deiner ISDN Karte mit Hilfe von isdnctrl sollte es nun möglich sein, die Maschine, die im PHONE_OUT Parameter angegeben ist, anzuwählen; jedoch wird die Authentifizierung des Benutzernamens und Passwortes fehlschlagen. Um dieses Problem zu beheben, füge der Datei /etc/ppp/pap-secrets ooder /etc/ppp/chap-secrets Dein Benutzernamen und Passwort hinzu, als ob Du eine normale analoge PPP-Verbindung einstellen würdest (abhängig vom Protokoll, welches Dein Netzanbieter benutzt). Platziere die Daten bei Zweifeln in beiden Dateien.

Wenn alles korrekt eingestellt wurde, solltest Du nun mit Hilfe des Befehles (als root ausgeführt)

isdnctrl dial ippp0

eine Dial-Up Verbindung aufbauen können. Vergiss bei Problemen nicht, die Log-Dateien zu checken!

DSL (PPPoE)

Diese Anweisungen sind nur dann relevant für Dich, wenn der PC selbst die Verbindung zum Netzbetreiber managen soll. Falls Du einen separaten Router für diese Aufgabe hast, musst Du nur den richtigen default gateway einrichten.

Vor der Benutzung der DSL-Verbindung muss die Netzwerkkarte, die sich mit dem DSL-Modem verbinden soll, in den Computer eingesetzt werden. Nachdem die neu installierte Netzwerkkarte in den Dateien modules.conf/modprobe.conf oder dem MODULES-Array aufgenommen wurde, solltest Du das Programm rp-pppoe installieren und das Skript pppoe-setup ausführen, um die Verbindung einzustellen. Nachdem alle Daten eingegeben wurden, kasst Du mit Hilfe dieser Befehle jeweils die Verbindung

/etc/rc.d/adsl start

starten bzw.

/etc/rc.d/adsl stop

stoppen. Das Setup ist normalerweise recht einfach und geradlinig, aber lese ruhig die Manpages für Tipps. Wenn Du Dich beim Systemstart automatisch ins Internet einwählen willst, füge adsl zu Deinem DAEMONS Array hinzu.

Updaten, Synchronisieren und Upgraden des Systems mit pacman

Nun werden wir mit Hilfe von pacman das System updaten.

Was ist pacman ?

Pacman ist der package manager von Arch Linux. Pacman ist in C geschrieben, er ist schnell, einfach und extrem mächtig. Er managt das gesamte Pakete-System und verwaltet die Installation, das Löschen, das Downgraden von Paketen (über den Cache); er ist auch zuständig für die Verwaltung selbst kompilierter Programme, das automatische Lösen von Paket-Abhängigkeiten, das entfernte und lokale Suchen nach Paketen und sehr viel mehr. Wir werden pacman benutzen, um Softwarepakete von Servern aus dem Internet (Repositories) herunterzuladen und sie auf dem System zu installieren.

Pacman ist das wichtigste Werkzeug im Arch Linux Werkzeugkoffer, um das Basissystem oder was auch immer Du willst, zu formen.

Konfiguration von pacman

/etc/pacman.conf

pacman wird jedesmal, wenn er involviert ist, die Datei /etc/pacman.conf lesen. Diese Einstellungsdatei ist in Sektionen oder Repositories aufgeteilt. Jede Sektion definiert ein Paketerepository, welches pacman zum Suchen nach Programmen nutzen kann. Eine Ausnahme ist der Optionen-Teil, der globale Optionen festlegt.

nano -w /etc/pacman.conf

Beispiel:

[core]
# Add your preferred servers here, they will be used first
#Server = http://mirrors.easynews.com/linux/archlinux/core/os/i686
Include = /etc/pacman.d/core
[extra]
# Add your preferred servers here, they will be used first
#Server = http://mirrors.easynews.com/linux/archlinux/extra/os/i686
Include = /etc/pacman.d/extra
#[unstable]
# Add your preferred servers here, they will be used first
#Server = http://mirrors.easynews.com/linux/archlinux/unstable/os/i686
#Include = /etc/pacman.d/unstable
[community]
# Add your preferred servers here, they will be used first
#Server = http://mirrors.easynews.com/linux/archlinux/community/os/i686
Include = /etc/pacman.d/community

Versichere Dich, dass das [community] Repo aktiviert ist (lösche den # vor den Zeilen "Include = /etc/pacman.d/community" und "[community]"). Archs community repository bietet viele nützliche Programme.

Die "Server =" Zeile, falls auskommentiert, wird dafür sorgen, dass der angegebene Server zuallererst abgesucht wird. Weitere Einstellungen für Repos sind unter /etc/pacman.d/ zu finden.

/etc/pacman.d/

Schnellere Server werden die Leistung von pacman erheblich verbessern, und somit auch Deine gesamte Arch Linux-Erfahrung.

Benutze das Skript rankmirrors, welches mit dem neusten pacman Paket geliefert wird, um die Server automatisch nach Schnelligkeit zu ordnen.

(EDIT: rankmirrors benoetigt Python)

pacman -S python

Um nun die Server in der allgemeinen Mirrorlist zu sortieren, müsstest Du als root folgendes eingeben:

rankmirrors /etc/pacman.d/mirrorlist

Alternativ kannst Du die Datei /etc/pacman.d/mirrorlist von Hand editieren und die zu Dir nächsten Server an den Anfang der Liste verschieben. (Wenn Du nano benutzt: Alt+A startet das Auswählen einer Region, Pfeil nach unten markiert die Linien, Ctrl+K schneidet die angewählte Region aus und Ctrl+U fügt sie wieder ein). Wiederhole dies für alle Dateien in /etc/pacman.d/. Du kannst in diesen Einstellungsdateien mit verschiedenen Servern experimentieren. Wähle gut!

Updaten des Systems

Update, synchronisiere und upgrade Dein gesamtes System mit:

pacman -Syu

pacman wird nun die neusten Informationen über verfügbare Programme herunterladen und alle vorhandenen Upgrades vornehmen. (Du könntest an diesem Punkt dazu aufgefordert werden, pacman selbst upzudaten. Sage dazu yes und starte nach Update den Befehl pacman -Syu erneut.)

Beachte dies, falls ein größeres Kernel-Update vorkommt.

Falls der Kernel einem größeren Update unterläuft, werden Module wie zum Beispiel nvidia und madwifi (wird später installiert, falls nötig) unbenutzbar, da die neuen upgedateten Paketversionen solcher Module gegen den neueren Kernel gebildet wurden, aber Dein System derzeit einen älteren verwendet. Ein Neustart wird nötig sein.

Die Schönheit des rollenden Releases

Denk daran, dass Arch eine rolling release Distribution ist. Dies bedeutet, dass es niemals einen Grund gibt, das System neu zu installieren oder aufwändige Systemneubauten durchzuführen, um die neuste Version zu haben. Von Zeit zu Zeit einfach pacman -Syu ausführen, und das System ist up-to-date und auf dem neusten Stand. Am Ende dieses Upgrades ist Dein System auf dem neusten Stand.

Mit pacman vertraut werden

Pacman ist der beste Freund eines Arch-Benutzers. Das Programm steuert jegliche Installation, Deinstallation und Aktualisierung von Software. Man sollte sich undbedingt mit den wichtigsten Funktionen vertraut machen. Die Handbuchseite erreichst Du über den Befehl:

man pacman

Der Pacman Eintrag im Wiki erklärt zudem die wichtigsten Befehle.

Füge einen Benutzer hinzu und setze Gruppen

Deine täglichen Arbeiten solltest Du nicht mit dem root-Account machen. Es ist mehr als nur schlechte Handhabung; es ist gefährlich. Root ist für administrative Aufgaben. Deshalb fügen wir nun einen normalen Benutzer hinzu:

adduser

Obwohl die meisten Standardeinstellungen in Ordnung sind, könntest Du storage, audio, video, optical and wheel zu Deinen weiteren Gruppen hinzufügen - besonders, wenn Du eine voll funktionsfähige Desktopumgebung haben willst.

Gruppen und deren Benutzer werden hier definiert: /etc/group.

Sie beinhalten:

  • audio - für Aufgaben, die Soundkarte und verwandte Software betrifft
  • wheel - zum Benutzen von sudo
  • storage - zum Managen von Speicherlaufwerken
  • video - für Videoaufgaben und 3d-Beschleunigung
  • optical - zum Managen von Aufgaben, welche die optischen Laufwerke betreffen
  • floppy - falls Zugang zu einer Diskette nötig ist
  • lp - zum Managen von Druckaufgaben

Schau in den Eintrag Groups, um zu verstehen, bei welchen Gruppen Du Mitglied werden musst.

Du kannst Deinen benutzer auch so zu den gewünschten Gruppen hinzufügen (als root):

usermod -aG audio,video,floppy,lp,optical,network,storage,wheel USERNAME

Für mehr Informationen schau auf die Manpages für usermod und gpasswd.

grundlegende Dämonen

Hier, d.h. bevor man sich der grafischen Oberfläche und/oder Multimedia zuwendet, wäre möglicherweise ein guter Zeitpunkt, ein paar grundlegende Dämonen zu installieren. Man kann diese Arbeiten aber auch später nachträglich erledigen (siehe darum auch entsprechende und ausführlichere Abschnitte weiter hinten). "The Arch Way" ist nun aber eher, sein System schlank zu halten. Informiere dich daher am Besten zuerst über das, was du installieren möchtest.

pacman -S dbus ntp gamin

Für Laptops auch:

pacman -S acpi cpufrequtils

Genaueres unter Cpufrequtils

Diese Dämonen müssen nach der Installation in /etc/rc.conf eintragen werden, damit sie während des Bootens auch geladen werden.

nano /etc/rc.conf
DAEMONS=(syslog-ng network crond dbus ntpd)

Teil 2: Installation von X und Konfiguration von ALSA

Installation und Konfiguration von X

Das X Window System (gemeinhin X11, oder einfach nur X) ist ein Netzwerk- und Anzeigeprotokoll, dass das Darstellen von Fenstern auf Bildschirmen erlaubt. Es liefert das Standardwerkzeug, um graphische Benutzeroberflächen (graphical user interfaces oder GUIs) auf Unix-ähnlichen Betriebssystemen zu bilden.

X bietet den grundlegenden Rahmen, oder die Grundfunktion, GUI Umgebungen zu bilden: zeichnen und bewegen von Fenstern auf dem Bildschirm sowie Interaktion mit einer Maus und/oder einer Tastatur. X ordnet nicht das Nutzer-Interface - individuelle Client-Programme bewerkstelligen dies.


  • Notiz: Wenn Du planst, einen open-source Video-Treiber zu benutzen und 3d-Beschleunigung benötigst, wird empfohlen, die Library libgl vor Xorg zu installieren.
pacman -S libgl

(Proprietäre Video-Treiber liefern ihre eigenen gl Library Ausführungen.)


Nun werden wir mit Hilfe von pacman die Basis-Pakete von Xorg installieren. Dies ist der erste Schritt, eine GUI zu bilden.

pacman -S xorg-server xorg-xinit xorg-utils xorg-server-utils

Jetzt haben wir die Basispakete, die wir zum Benutzen des X Servers brauchen. Nun solltest Du den Treiber Deiner Graphikkarte hinzufügen (z.B. xf86-video-<name>). Der einfachste Weg, X.org zu konfigurieren ist es, indem man die korrekten Treiberpakete zuerst installiert und dann /etc/X11/xorg.conf generiert, indem man ein autokonfigurations-Skript wie Xorg -configure benutzt.

Wenn Du eine Liste aller open-source Videotreiber brauchst, mache:

pacman -Ss xf86-video | less

Falls Du nicht weißt, welche Graphikkarte Du benutzt, mache:

lspci | grep VGA

Dies ist eine Liste von open source Treibern und ihren korrespondierenden Chipsets.

  • xf86-video-apm Alliance ProMotion Videotreiber
  • xf86-video-ark ark Videotreiber
  • xf86-video-ati ati Videotreiber
  • xf86-video-chips Chips and Technologies Videotreiber
  • xf86-video-cirrus Cirrus Logic Videotreiber
  • xf86-video-dummy dummy Videotreiber
  • xf86-video-fbdev framebuffer Videotreiber
  • xf86-video-glint GLINT/Permedia Videotreiber
  • xf86-video-i128 Number 0 i128 Videotreiber
  • xf86-video-i740 Intel i740 Videotreiber
  • xf86-video-intel xf86-video-i810 Intel i810/i830/i9xx Videotreiber
  • xf86-video-imstt Integrated Micro Solutions Twin Turbo Videotreiber
  • xf86-video-mga mga Videotreiber (Matrox Graphikadapter)
  • xf86-video-neomagic neomagic Videotreiber
  • xf86-video-nv nvidia nv Videotreiber
  • xf86-video-rendition Rendition Videotreiber
  • xf86-video-s3 S3 Videotreiber
  • xf86-video-s3virge S3 Virge Videotreiber
  • xf86-video-savage savage Videotreiber
  • xf86-video-siliconmotion siliconmotion Videotreiber
  • xf86-video-sis SiS Videotreiber
  • xf86-video-sisusb SiS USB Videotreiber
  • xf86-video-tdfx tdfx Videotreiber
  • xf86-video-trident Trident Videotreiber
  • xf86-video-tseng tseng Videotreiber
  • xf86-video-unichrome Unichrome Videotreiber
  • xf86-video-v4l v4l Videotreiber
  • xf86-video-vesa vesa Videotreiber
  • xf86-video-vga VGA 16 color Videotreiber
  • xf86-video-via via Videotreiber
  • xf86-video-vmware vmware Videotreiber
  • xf86-video-voodoo voodoo Videotreiber
  • Beachte, dass der vesa Treiber der allgemeinste ist und mit fast jedem modernem Chipset funktionieren sollte. Falls Du keinen passenden Treiber für Dein Videochipset finden kannst, sollte vesa funktionieren.

Benutze pacman, um den passenden Videotreiber für Deine Videokarte/onboard Video zu installieren, z.B.:

pacman -S xf86-video-intel

(für den intel 810 chipset Treiber.)

  • Falls Du immer noch nicht weißt, welchen Videotreiber Du installieren sollst, kannst Du die gesamte Videotreiber-Pakete-Gruppe installieren, und dem Xorg -configure Skript erlauben den Treiber in xorg.conf festzulegen:
pacman -S xorg-video-drivers

Erstellen von /etc/X11/xorg.conf

Wozu dient /etc/X11/xorg.conf?

/etc/X11/xorg.conf ist die Einstellungs-Datei für das X Window System, die Grundlage der graphischen Benutzer-Oberfläche (GUI). Es ist eine simple Textdatei die in Abschnitte und Unterabschnitte unterteilt ist. Wichtige Abschnitte sind Files, InputDevice, Monitor, Modes, Screen, Device, und ServerLayout. Die Abschnitte können in beliebiger Reihenfolge auftreten und es kann mehrere gleiche Abschnitte geben. Als Beispiel sei die mehrfache Angabe eines monitor Abschnitts angeführt, einmal der Video Projektor und einmal der LCD-Bildschirm des Laptops.


Standardmäßig existiert keine Xorg Einstellungs-Datei und mit den neuesten Xorg-Versionen wirst du auch keine brauchen, wenn die automatische Erkennung ausgezeichnet funktioniert und du darüber hinaus keine Features wie aiglx oder so brauchst. Alle Funktionen der Datei können auch (und das ist der Standardweg) über andere Dateien in /etc/X11/xorg.conf.d konfiguriert werden.

Viele Leute werden dennoch eine Xorg Einstellungs-Datei anlegen wollen oder brauchen.

  • Benutze das Xorg -configure Skript um eine Standard-Konfiguration zu erstellen:
Xorg -configure

Verschiebe die erstellte Datei nach /etc/X11:

mv /root/xorg.conf.new /etc/X11/xorg.conf

Öffne die Datei:

nano /etc/X11/xorg.conf


Vergewissere dich dass das Xorg -configure Skript deine Grafikkartentreiber richtig erkannt hat z.B.:

Section "Device"
Driver  "i810"


Vergewissere dich dass die Spezifikationen für horizontal sync und vertical refresh unter dem Abschnitt "Monitor" vorhanden sind. Wenn das nicht der Fall ist, füge sie hinzu:

Section "Monitor"
       Identifier   "Monitor0"
       VendorName   "Monitor Vendor"
       ModelName    "Monitor Model"
       HorizSync     30.0 - 130.0 # Safe for LCD's
       VertRefresh   50.0 - 100.0 # Safe for LCD's and most CRT's.
EndSection

(Sind dir deren Werte unbekannt, schlag im entsprechendem Handbuch nach.)


Stell die standardmäßige Farbtiefe im Abschnitt "Screen" ein:

Section "Screen"
       Identifier "Screen0"
       Device     "Card0"
       Monitor    "Monitor0"
       DefaultDepth 24

(In den meisten Fällen wird hier der Wert 24 verwendet (True Color).)


Weiters füge die erwünschten (und möglichen) Auflösungs-Modi in den Unterabschnitt "Display" ein. Das solltst du zumindest für die Farbtiefe 24 tun z.B.:

 SubSection "Display"
               Viewport   0 0
               Depth     24
               Modes "1024x768" "800x600" "640x480"

Fahre fort mit einem Einfachen X server test oder folgenden Abschnitten zur proprietären Treiber Einrichtung.

Verwendung von propriäteren Grafikkarten-Treibern (nVIDIA, ATI)

Du hast die Wahl, propriätere Treiber von ATI oder nVIDIA zu verwenden.

nVIDIA Grafikkarte

Die proprietären nVIDIA Treiber haben den Ruf, ausgezeichnet zu funktionieren und bieten ungeschlagene 3D Leistung.

Bevor du deine Grafikkarte konfigurierst, musst du herausfinden, welcher Treiber der Passende ist. Arch besitzt zur Zeit 3 verschiedene Treiber, welche einer bestimmten Untergruppe von Grafikkarten entsprechen:

1. nvidia-96xx für ältere Karten bis inklusive GF 4

1. nvidia-173xx für etwas neuere Karten

3. nvidia für die neueren Grafikkarten

Sieh auf der nVIDIA-Homepage nach, welcher Treiber für deine Grafikkarte geeignet ist. Sie unterscheiden sich ausschließlich in der Installation, die Konfiguration ist für alle drei Treiber gleich.

Installiere die entsprechenden nVIDIA Treiber, z.B.:

pacman -S nvidia 

Das nVIDIA Paket beinhaltet ein Tool, um die existierende /etc/X11/xorg.conf für die Benutzung des nVIDIA Treibers zu modifizieren:

nvidia-xconfig

Weiterhin gibt es mehrere Optionen, die die Beschaffenheit der xorg.conf genauer spezifizieren. Als Beispiel,

nvidia-xconfig --composite --add-argb-glx-visuals

Für weitere Informationen, siehe nvidia-xconfig(1).

Einige nützliche xorg-Tweaks im device Abschnitt (Warnung: systemabhängig):

       Option          "RenderAccel" "true"
       Option          "NoLogo" "true"
       Option          "AGPFastWrite" "true"
       Option          "EnablePageFlip" "true"

Vergewissere dich, dass alle dri-Aufführungen auskommentiert sind:

#    Load        "dri"

Vergewissere dich nochmals, dass die in der /etc/X11/xorg.conf eingetragenen depth, horizontal refresh, vertical refresh, und modes Werte richtig sind.

Logout und login.

Starte den X server als normaler User, um die Konfiguration zu testen:

startx

Weiterführende Hilfestellung für die nVIDIA Konfiguration gibt es im Nvidia Artikel.

ATI Grafikkarte

Besitzer von ATI Grafikkarten haben die Wahl zwischen 2 verschiedenen Treibern. Wenn du nicht sicher bist welchen du nehmen sollst, teste bitte zuerst den Open-Source Treiber. Dieser erfüllt die meisten Bedürfnisse und ist allgemein weniger problematisch.

Installiere den Open-Source ATI Treiber mit

pacman -S xf86-video-ati

Momentan ist die Leistung des Open-Source Treibers allerdings noch nicht so gut, wie die des proprietären. Außerdem fehlen ihm die Unterstützung von TV-out, dual link DVI und möglicherweise noch weitere Features. Andererseits unterstützt er aber AIGLX und hat auch eine bessere Unterstützung für Multimonitorbetrieb.

Installiere den proprietären ATI Treiber mit

pacman -S catalyst

Mit dem aticonfig Tool kannst du nun die xorg.conf bearbeiten. Wichtig: Der proprietäre Treiber unterstützt kein AIGLX. Um Compiz oder Beryl mit diesem Treiber zu nutzen, müsstest du stattdessen XGL verwenden.

Weiterführende Hilfestellung für die ATI Konfiguration gibt es im ATI Artikel.

Simple baseline X test

An diesem Punkt angelangt, solltest du sowohl X.org als auch einen passenden Treiber für deine Grafikkarte installiert haben, sowie eine xorg.conf erstellt haben. Wenn du deine Konfiguration testen willst bevor du eine Desktopumgebung installierst, kannst du dies mit dem Befehl xterm machen. Xterm ist ein einfacher Terminal Emulator der in der X Umgebung läuft. Es wurde als Bestandteil der xorg Pakete installiert und dient uns nun dazu zu überprüfen, ob dein Grafikkartentreiber und die /etc/X11/xorg.conf richtig konfiguriert sind. (Alternativ könntest du auch auf die /etc/X11/xorg.conf verzichten und testen ob die automatische Erkennung von X bei dir zufriedenstellend funktioniert.)

pacman -S xterm
~/.xinitrc

Bearbeite die Datei /home/Nutzername/.xinitrc als normaler Nutzer, um zu bestimmen, welches X-Server-Ereignis durch den 'startx'-Befehl aufgerufen wird:

su DeinNutzername
nano ~/.xinitrc

und füge hinzu (oder kommentiere aus):

exec xterm

Es sollte dann so aussehen:

#!/bin/sh
#
# ~/.xinitrc
#
# Executed by startx (run your window manager from here)
#
exec xterm
# exec wmaker
# exec startkde
# exec icewm
# exec blackbox
# exec fluxbox

Stell sicher, dass nur eine exec-Zeile in Deiner ~/.xinitrc auskommentiert ist!

Wenn Du keine ~/.xinitrc hast, kannst Du mit der obenstehenden Information eine erstellen, oder die Beispieldatei aus /etc/skel/ in dein Home-Verzeichnis kopieren:

cp /etc/skel/.xinitrc ~/
  • ANMERKUNG: Wenn die Datei ~/.xinitrc fehlt, wird automatisch auf /etc/X11/xinit/xinitrc zurückgegriffen. Diese Datei nutzt standardmäßig TWM und Xterm.

Starte den X-Server als normaler Nutzer mit dem Befehl:

startx

Nun sollte sich eine xterm-Sitzung öffnen. Du kannst den X-Server mit der Kombination STRG+Alt+Backspace verlassen, oder indem du "exit" eingibst. Wenn Du Probleme hast, X zu starten, kannst Du in der Datei /var/log/Xorg.0.log nach Fehlern suchen, oder die Ausgabe der Konsole betrachten, von der aus Du X gestartet hast.

Weitere Angaben zur Konfiguration von X finden sich im Eintrag Xorg.

Konfiguration der Audiokarte mit Alsamixer

Die Advanced Linux Sound Architecture (ALSA) ist eine Komponente im Linux Kernel die das Open Sound System (OSS) ersetzen soll. Neben der Bereitstellung von Soundtreibern bündelt ALSA auch eine "user space library" für Programmierer die auf eine höherliegende API zugreifen möchten und nicht direkt auf die Befehle des Kernels zugreifen möchten. Das alsa-utils Paket enthält alsamixer, welche die Einstellungen deiner Soundkarte über die Konsole zulassen. (Möglicherweise wirst du später alsamixer von deiner grafischen Umgebung ausführen.)


Deine Soundkarte sollte bereits funktionieren, möglicherweise hörst du aber nichts, da sie standardmäßig stummgeschalten ist.

Installiere das alsa-utils Paket:

 pacman -S alsa-utils

Hast du deinen Benutzer bereits zur Audio-Gruppe hinzugefügt? Wenn nicht, ist es jetzt an der Zeit da sonst nur root Musik hören kann. Führe als root folgenden Befehl aus:

gpasswd -a yourusername audio

Als root führt man nun folgenden Befehl aus, um die Soundkartentreiber konfigurieren zu lassen:

alsaconf

Führe folgenden Befehl als normaler Benutzer aus:

alsamixer

Aktiviere die Master und PCM Kanäle indem du mit den Cursortasten nach links oder rechts scrollst und dann M drückst. Passe dann die Lautstärke mit der Cursor-Hinauf-Taste. (70-90 sollte eine sichere Einstellung sein). Verlasse den Alsamixer indem du ESC drückst.


Führe dann alsactl als root aus. Das wird die Datei '/etc/asound.state' erzeugen in der die alsamixer Einstellungen gespeichert sind.

alsactl store

Füge danach den alsa daemon zu den DAEMONS in deiner /etc/rc.conf damit die gespeicherten Mixereinstellungen beim Booten geladen werden.

nano /etc/rc.conf
DAEMONS=(syslog-ng network crond alsa)

Beachte das der alsa daemon lediglich die Lautstärken beim Booten wiederherstellt. Er ist getrennt von der alsa sound library (und der Kernel level API).


Weitere Information findest du im Alsa Eintrag des Wikis.

Teil 3: Installation und Konfiguration einer Desktopumgebung

Wenn du zwei Leute nach der besten Desktopumgebung oder dem besten Fenstermanager fragst, wirst du sechs verschiedene Antworten bekommen. Wähle die beste nach deinem Geschmack und deinen Bedürfnissen.

  • Wenn du etwas vollfunktionsfähiges und ähnlich wie Windows oder Mac OS X willst, dann ist KDE eine gute Wahl
  • Wenn du etwas minimalistischeres möchtest, welches eher dem K.I.S.S.-Prinzip folgt, dann ist GNOME eine gute Wahl
  • Wenn du einen etwas älteren Computer hast, dann ist xfce4 eine gute Wahl, die dir immer noch eine komplette Desktopumgebung bereitstellt.
  • Wenn du etwas noch abgespeckteres möchtest, dann ist vielleicht openbox, fluxbox, windowmaker, twm, fvwm2 oder ähnliches das Richtige für dich. (Achtung: Diese Programme stellen lediglich Fenstermanager und keine kompletten Desktopumgebungen dar.)
  • Wenn du etwas komplett anderes ausprobieren möchtest, versuche es mit ion, wmii oder dwm.


Schriftarten installieren

An diesem Punkt möchtest du vielleicht ein paar gut aussehende Schriftarten installieren, bevor du eine Desktopumgebung oder Fenstermanager installierst. Dejavu und bitstream sind Pakete mit einigen netten Schriftarten.

Installiere sie mit:

pacman -S ttf-dejavu ttf-bitstream-vera

Für einige Websiten brauchst du vielleicht auch die Microsoft Schriftarten. Du findest sie im AUR (ttf-ms-fonts).

Hast du zum Beispiel spezielle Schriftarten bereits als TTF-Schriften vorliegen, kannst du diese auch in das Verzeichnis /usr/share/fonts/ kopieren. Nun muss dem System noch mitgeteilt werden, dass sich dort neue Schriftarten finden: mit dem Befehl sudo fc-cache wird der Font-Index neu erzeugt.

GNOME

Über GNOME

GNOME steht für GNU Network Object Model Environment. Das GNOME-Projekt bietet zwei Dinge: The GNOME-Desktopumgebung, ein intuitiver und attraktiver Desktop für Endnutzer und die GNOME Entwicklerplattform, ein erweitertes Framework, das erlaubt Programme zu erstellen, die sich in den Rest des Desktop integrieren.

Installation

Installiere die gesamte GNOME-Desktopumgebung mit:

pacman -S gnome gnome-extra

Es ist eine sichere Wahl alle Pakete zu installieren. Alternativ kannst du ein abgespecktes GNOME installieren:

pacman -S gnome
Nützliche Daemons für GNOME

Dieser Abschnitt ist veraltet, da der HAL-Daemon nicht weiterentwickelt wurde und z.B. durch DBus ersetzt wird.

Ein Daemon ist ein Programm das im Hintergrund läuft und auf bestimmte Ereignisse wartet und Dienste anbietet. Der hal' daemon, neben anderen Dingen, automatisiert das mounten von Festplatten, optischen Laufwerken und USB Laufwerken um auf sie in der GUI darauf zugreifen zu können. Der fam daemon erlaubt eine Echtzeitrepräsentation von Dateiänderungen in der GUI, kürzlich installierte Programme oder Änderungen am Dateisystem. Sowohl der hal als auch fam macht das Leben für GNOME-Nutzer einfacher. Bei GNOME wird hal inzwischen nicht mehr benötigt und auch nicht mehr mitinstalliert.


Eventuell möchtest du einen grafischen Loginmanager. Für GNOME-Nutzer empfiehlt sich gdm. Instaliere gdm mit:

pacman -S gdm

Du willst ziemlich sicher den hal und fam daemon.

Starte hal und fam:

/etc/rc.d/hal start
/etc/rc.d/fam start

Füge sie zur DAEMONS-Sektion in deiner /etc/rc.conf hinzu, damit sie beim Booten automatisch ausgeführt werden:

nano /etc/rc.conf
DAEMONS=(syslog-ng network crond alsa hal fam gdm)

(Wenn du es lieber möchtest dich in der Konsole einzuloggen und X lieber manuell startest, dann lasse gdm weg.)

~/.xinitrc

Diese Konfigurationsdatei beinhaltet was passieren soll wenn du 'startx' ausführst.

Ändere deine /home/username/.xinitrc um GNOME zu verwenden:

nano ~/.xinitrc

Kommentiere das 'exec gnome-session' aus. Das Ganze sollte dann ungefähr so aussehen:

#!/bin/sh
#
# ~/.xinitrc
#
# Executed by startx (run your window manager from here)
#
#exec xterm
#exec wmaker
# exec startkde
exec gnome-session
# exec icewm
# exec blackbox
# exec fluxbox

Wenn du keine ~/.xinitrc hast, erstelle einfach eine mit dem obigen Inhalt oder kopiere die Beispieldatei von /etc/skel/ in dein Home-Verzeichnis:

cp /etc/skel/.xinitrc ~/

Achte darauf das du nur eine unkommentierte exec-Zeile in deiner ~/.xinitrc hast.

Und teste es mit:

startx

Wahrscheinlich möchtest du ein Terminal und einen Editor installieren. Zum Beispiel geany und gnome-terminal (Teil des gnome-extra Pakets):

pacman -S geany gnome-terminal

Eye Candy

Möglicherweise findest du das GNOME Erscheinungsbild und die Icons nicht besonders attraktiv. Ein hübsches GTK-Thema ist murrine. Installiere es mit:

pacman -S gtk-engine-murrine

und wähle es unter System->Einstellungen->Erscheinungsbild. Mehr Themen, Icons und Wallpaper findest du unter Gnome Look.

Weitere Informationen und Anweisungen zum Installieren und Konfigurieren vom GNOME findest du im Gnome-Artikel.

KDE

Über KDE

KDE steht für K Desktop Environment. KDE ist eine mächtige freie grafische Desktop-Umgebung für GNU/Linux und UNIX Computer. Es kombiniert Einfachheit, Funktionalität und ein außergewöhnliches grafisches Design mit der technischen Überlegenheit von UNIX-ähnlichen Betriebssystemen.

Installation

Arch bietet verschiedene Versionen von KDE: kde, kdebase. Wähle einen der folgenden und fahre mit "Nützliche KDE Daemons" fort: 1.) Das Paket kde ist die komplette vanilla KDE, ~300MB.

pacman -S kde

2.) Das Paket kdebase ist eine abgespeckte Version mit weniger Anwendungen, ~80MB.

pacman -S kdebase

Nützliche KDE Dämonen

(Falls keine direkten Abhängigkeiten zu Hal bestehen, so muss dieser nicht installiert werden. Die Funktionalitäten werden von udev bereitgestellt)

KDE erfordert den Dämon hal (Hardware Abstraction Layer). Der kdm-Dämon ist der K Display Manager, der ein graphisches Einloggen erlaubt, wenn dies gewünscht wird.

Oben wurde bereits gesagt, dass ein Dämon ein Programm ist, das im Hintergrund läuft. Es wartet auf bestimmte Ereignisse und bietet dann passende Dienste an. Der HAL-Dämon wird - unter anderem - das Einhängen von Festplatten, optischen Laufwerken sowie USB_platten und -Sticks automatisieren, so dass sie unter einer grafischen Nutzeroberfläche angesprochen werden können. hal erleichtert das Leben des KDE-Nutzers beträchtlich. Bei der Installation von KDE werden die Pakete für hal und kdm automatisch nachgezogen, müssen jedoch aktiviert werden.

Starte hal:

/etc/rc.d/hal start
  • ANMERKUNG: Der hal-Dämon wird den dbus-Dämon automatisch starten.

Bearbeite die DAEMONS-Sektion in deiner /etc/rc.conf:

nano /etc/rc.conf

Füge hal deiner DAEMONS-Sektion hinzu, damit sie beim Bootprozess aufgerufen werden. Wenn du eine grafische Anmeldung bevorzugst, füge auch kdm hinzu:

DAEMONS=(syslog-ng hal network crond alsa kdm)
  • Diese Methode wird das System in Runlevel 3 starten (/etc/inittab default, multiuser mode), und dann KDM als Dämon aufrufen.
  • Manche Nutzer bevorzugen eine andere Methode, um einen Display-Manager wie KDM beim Booten zu starten. Diese nutzt /etc/inittab runlevel5. Siehe dazu [[1]].
  • Wenn du es bevorzugst, dich auf Runlevel 3 in der Konsole anzumelden, und dann X per Hand in der 'Slackware-Tradition' zu starten: Lass kdm einfach weg, oder kommentiere es mit einem Ausrufungszeichen aus. ( ! )
~/.xinitrc

Diese Konfigurations-Datei kontrolliert, was beim eingeben von 'startx' erscheint.


Bearbeite Dein /home/username/.xinitrc um KDE zu benutzen:

nano ~/.xinitrc

Unkommentiere die 'exec startkde' Linie, so dass es so aussieht:

#!/bin/sh
#
# ~/.xinitrc
#
# Executed by startx (run your window manager from here)
#
#exec xterm
#exec wmaker
exec startkde
# exec gnome-session
# exec icewm
# exec blackbox
# exec fluxbox

Falls Du kein ~/.xinitrc hast, kannst Du einfach eines mit obiger Informatin erstellen oder die Beispieldatei von /etc/skel/ in Dein Heimverzeichnis kopieren:

cp /etc/skel/.xinitrc ~/

Beachte, nur eine unkommentierte exec Linie in Deinem ~/.xinitrc zu haben.

Wechsle zu Deinem normalen Benutzer:

su username

Versuche nun den X Server zu starten:

startx

Fortgeschrittene Anleitungen für die Installation und Konfiguration von KDE kann im Artikel KDE gefunden werden.

Gratulation! Willkommen zu Deiner KDE Desktop Umgebung auf Deinem neuen Arch Linux System! Du könntest mit der Betrachtung von Tricks und abschliessende Politur fortfahren, oder den Rest der folgenden Information lesen. Dich könnte auch der Post Installation Tips Wikiartikel interessiern.

Xfce

Über Xfce

Xfce ist eine Desktop-Umgebung, genau wie GNOME oder KDE. Es enthält eine Reihe von Anwendungen wie Terminal, Window-Manager, Datei-Manager, Panels usw. XFCE wurde auf der Basis von GTK2 und bringt seine eigene Entwickler-Umgebung mit (Bibliotheken, Dämonen etc.), ähnlich wie die anderen großen DEs. Doch anders als GNOME oder KDE ist XFCE ausgesprochen schlank und orientiert sich im Design mehr an CDE als an Windows oder Mac. Es hat einen sehr viel langsameren Entwicklungs-Zyklus, ist jedoch ausgesprochen stabil und sehr, sehr schnell. Xfce eignet sich hervorragend für ältere Hardware.

Installation

Installiere xfce mit dem Befehl

pacman -S xfce4 xfce4-goodies 

Wenn Du kdm oder gdm benutzt, sollte eine Auswahlmöglichkeit für eine Xfce-Sitzung erscheinen. Alternativ dazu kannst Du auch folgenden Befehl benutzen:

startxfce4

Weitere Anleitungen zur Installation und Konfiguration von Xfce enthält der Artikel Xfce.

*box

Fluxbox

Fluxbox © ist noch ein weiterer Fenstermanager für X, der auf dem Code von Blackbox 0.61.1 basiert. Fluxbox ähnelt Blackbox optisch und verwendet auch dessen Styles, Farben und Ähnliches (100% Theme/Style- Kombatibilität).

Installiere Fluxbox mit

pacman -S fluxbox fluxconf

Falls Du gdm/kdm benutzt, wird eine fluxbox-Session automatisch hinzugefügt. Ansonsten solltest Du das .xinitrc Deines Benutzers bearbeiten und dies hinzufügen:

exec startfluxbox 

Mehr Information enthält der Fluxbox Artikel.

Openbox

Openbox ist ein standardkonformer, schneller, leichtgewichtiger, erweiterbarer Fenstermanager.

Openbox arbeitet mit Deinen Anwendungen und lässt Dich Deinen Desktop leichter handhaben. Dies ist so, weil der Ansatz zu seiner Entwicklung scheinbar der Gegensatz zum normalen Vorgehen bei Fenstermanagern war. Openbox wurde geschrieben um zuerst mit den Standards übereinzustimmen und richtig zu funktionieren. Erst danach hat sich das Entwicklerteam an das visuelle Interface gewandt.

Openbox funktioniert vollständig als stand-alone Arbeitsumgebung, kann aber auch als drop-in Ersatz für die Standard-Fenstermanager in den GNOME oder KDE Desktopumgebungen dienen.

Installiere Openbox mit

pacman -S openbox obconf obmenu

Wenn Openbox installiert ist, wirst Du eine Mitteilung bekommen, menu.xml & rc.xml nach ~/.config/openbox in Dein Heimverzeichnis zu verschieben:

mkdir -p ~/.config/openbox/
cp /etc/xdg/openbox/rc.xml ~/.config/openbox/
cp /etc/xdg/openbox/menu.xml ~/.config/openbox/

In der ersten Datei "rc.xml" kann man verschiedene Einstellungen für Openbox verändern (oder man verwendet OBconf). In "menu.xml" kann man Dein rechts-Klick Menü bearbeiten.

Um sich in Openbox einloggen zu können, kannst Du entweder einen graphischen Login mit KDM/GDM oder startx verwenden. Wenn Du startx verwendest, musst Du zu Dein em~/.xinitrc (als Benutzer) folgendes hinzufügen:

exec openbox

Für KDM musst Du nichts unternehmen: openbox wird im Sessions-Menü in KDM aufgeführt.

Nützliche Programme für openbox sind:

  • PyPanel oder LXpanel, falls Du einen Panel willst
  • feh für das setzen eines Hintergrundes
  • ROX falls Du einen einfachen Dateimanager und Desktop Icons willst

Mehr Informationen findest Du im Artikel Openbox.

fvwm2

FVWM ist ein extrem mächtiger ICCCM-kompatibler mehrfacher virtueller Desktop Fenstermanager für das X Window System. Die Entwicklung ist aktiv und der Support ist exzellent.

Installiere fvwm2 mit

pacman -S fvwm 

fvwm wird automatisch in kdm/gdm im Sessionsmenü aufgelistet. Sonst füge

exec fvwm 

zum .xinitrc Deines Benutzers hinzu.

Beachte, dass die stabile Version von fvwm ein paar Jahre alt ist. Falls Du eine neuere Version von fvwm willst, gibt es im Repository unstable das Paket fvwm-devel.

Tricks & abschliessende Politur

HAL

(Falls keine direkten Abhängigkeiten zu Hal bestehen, so muss dieser nicht installiert werden. Die Funktionalitäten werden von udev bereitgestellt)

Da du nun eine Desktop-Umgebung installiert hast (und wenn du es nicht bereits vorher getan hast), wäre dies ein guter Zeitpunkt, um auch HAL zu installieren. HAL erlaubt Plug&Play für dein Handy, deinen iPod, deine externen Festplatten usw. HAL wird diese Geräte einhängen und ein hübsches Icon auf deinen Desktop oder in die Kategorie "Mein Computer" zaubern, so dass du Zugang zu dem Gerät bekommst, ohne dass du erst die /etc/fstab-Datei oder die udev-Regeln für jedes Gerät manuell konfigurieren musst.

KDE, GNOME und XFCE verwenden HAL.

Die Installation wird im HAL-Artikel beschrieben. Weitere Informationen findet man bei Wikipedia.

Scroll-Rad der Maus einrichten

Während deine Maus automatisch funktionieren sollte, möchtest du vielleicht auch das Scroll-Rad benutzen. Füge dies in der /etc/X11/xorg.conf zur Sektion Input Section (mouse0) hinzu:

       Option      "ZAxisMapping" "4 5 6 7"

evdev

Vor- und Nachteile von evdev

Vorteile:

  • Bei Mäusen werden die meisten Tasten und Scrollräder automatisch erkannt und sind sofort nutzbar.
  • Auch Tastaturen werden normalerweise automatisch erkannt, ebenso evtl. vorhandene Sondertasten.
  • Das Wechseln gerade für mobile Rechner zwischen verschiedenen Umgebungen (standalone, Docking-Station) wird erleichert, die meisten Eingabegeräte stehen ohne besondere Konfiguration sofort zur Verfügung.

Nachteile:

  • Damit evdev funktoniert muß HAL als Daemon aktiviert sein. (deprecated)
  • Die bisherigen Einstellungen für Eingabegeräte in der xorg.conf gelten nicht mehr, für nicht englischsprachige Umgebungen (Tastaturlayout) muß der Nutzer die automatische Erkennung anpassen. Ebenso um z.B. bestimmte Touchpad-Funktionalität zu erhalten.

Status von evdev in Arch Linux

Bei der Aktualisierung von X.Org auf 7.4 Anfang Dezember 2008 war evdev die Hauptursache von Problemen. Dies deshalb, da für die Anwender ein abrupter Wechsel vonstatten ging der oftmals zu nicht startendem X.Org/Windowmanager, nicht oder nur teilweiser Funktionalität von Tastatur/Maus/Touchpad und zu diversen Problemen mit manchen Windowmanagern bzw. Desktopumgebungen führte. Ursache ist, dass die Verwendung von edev (als Teil des neuen X.Org) bei der Aktualisierung nicht einfach abgestellt werden konnte (Eingriff in die xorg.conf). Weiterhin das von den Anwendern diverse Konfigurationsdateien (v.a. von HAL) bearbeitet werden mussten um z.B. das deutsche Tastaturlayout nutzen zu können.

Evdev ist nur ein Teil des aktuellen X.Org 7.4. Ihr könnt es nutzen, müsst es aber nicht. Eine bisher funktionierende xorg.conf kann weiter genutzt werden (inkl. der Definition der Eingabegeräte dort) wenn z.B. kein Bedarf an der automatischen Erkennung besteht oder evdev sonst keine Vorteile für Euch bringt. Beide Möglichkeiten bedürfen aber ein Anpassen von Konfigurationsdateien.

evdev konfigurieren

Der evdev Treiber für X.Org muß selbstverständlich installiert sein:

 pacman -S xf86-input-evdev

Der HAL Daemon erkennt Geräte, konfiguriert diese und bindet diese in das System ein. Evdev empfängt und verarbeitet nun Ereignisse (Events) dieses Gerätes(Device). Deshalb muß zuerst sichergestellt sein, daß hal installiert und gestartet ist.

 pacman -S hal

Der Daemon sollte in der /etc/rc.conf -> DAEMONS möglichst zu einem sehr frühen Zeitpunkt und nicht im Hintergund gestartet werden. Beispiel:

 DAEMONS=(@acpid syslog-ng hal network @alsa ...)

Konfigurationsdateien von Hal für die Zusammmenarbeit mit evdev haben die Endung .fdi und sind in Verzeichnissen unterhalb /usr/share/hal/fdi/ zu finden. Das Format dieser Konfigs ist XML. Angepasste Dateien müssen nach /etc/hal/fdi/ gestellt werden.

Wenn evdev dann funktioniert kann auf die entsprechenden Sektionen in der xorg.conf verzichtet werden. Wer also noch eine /etc/X11/xorg.conf nutzt kann dort die Einträge über Section "InputDevice" entfernen.

Deutsches Tastaturlayout einstellen
 cp /usr/share/hal/fdi/policy/10osvendor/10-keymap.fdi /etc/hal/fdi/policy/10-keymap.fdi
 nano /etc/hal/fdi/policy/10-keymap.fdi

Diese Zeile auf das gewünschte Tastaturlayout abändern, hier für deutsches Layout:

 <merge key="input.xkb.layout" type="string">de</merge>
 <!-- Hinweis: Schweizer schreiben hier statt de ch -->

Um bestimmte Keyboard-Varianten einzustellen diese Zeile verändern, hier z.B. für die Variante nodeadkeys:

 <merge key="input.xkb.variant" type="string">nodeadkeys</merge>
 <!-- Hinweis: Schweizer schreiben hier statt nodeadkeys de_nodeadkeys -->
Synaptics Touchpad

Für das Touchpad gelten die gleichen Einstellungen wie früher in der xorg.conf. Diese sind nun lediglich in der entsprechenden HAL-Datei vorzunehmen.

 cp /usr/share/hal/fdi/policy/10osvendor/11-x11-synaptics.fdi /etc/hal/fdi/policy/11-x11-synaptics.fdi

Diese Konfigurationsdatei dann entsprechend anpassen. Hier ein Beispiel, welches die Funktion des "alten", xorg.conf basierenden, Treibers bereitstellt:

<?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1"?>
<deviceinfo version="0.2">
 <device>
   <match key="info.capabilities" contains="input.touchpad">
     <match key="info.product" contains="Synaptics TouchPad">
       <merge key="input.x11_driver" type="string">synaptics</merge>
       <merge key="input.x11_options.SHMConfig" type="string">true</merge>
       <merge key="input.x11_options.LeftEdge" type="string">1700</merge>
       <merge key="input.x11_options.RightEdge" type="string">5300</merge>
       <merge key="input.x11_options.TopEdge" type="string">1700</merge>
       <merge key="input.x11_options.BottomEdge" type="string">4200</merge>
       <merge key="input.x11_options.ClickFinger1" type="string">1</merge>
       <merge key="input.x11_options.ClickFinger2" type="string">3</merge>
       <merge key="input.x11_options.ClickFinger3" type="string">2</merge>
       <merge key="input.x11_options.HorizEdgeScroll" type="string">1</merge>
       <merge key="input.x11_options.VertEdgeScroll" type="string">1</merge>
       <merge key="input.x11_options.VertTwoFingerScroll" type="string">0</merge>
       <merge key="input.x11_options.HorizTwoFingerScroll" type="string">0</merge>
       <merge key="input.x11_options.HorizScrollDelta" type="string">0</merge>
       <merge key="input.x11_options.VertScrollDelta" type="string">100</merge>
       <merge key="input.x11_options.PressureMotionMinZ" type="string">10</merge>
       <merge key="input.x11_options.FingerLow" type="string">25</merge>
       <merge key="input.x11_options.FingerHigh" type="string">30</merge>
       <merge key="input.x11_options.FingerPress" type="string">256</merge>
       <merge key="input.x11_options.PalmDetect" type="string">0</merge>
       <merge key="input.x11_options.PalmMinWidth" type="string">10</merge>
       <merge key="input.x11_options.PalmMinZ" type="string">200</merge>
       <merge key="input.x11_options.MinSpeed" type="string">0.09</merge>
       <merge key="input.x11_options.MaxSpeed" type="string">0.18</merge>
       <merge key="input.x11_options.AccelFactor" type="string">0.0015</merge>
       <merge key="input.x11_options.MaxTapMove" type="string">220</merge>
       <merge key="input.x11_options.MaxTapTime" type="string">180</merge>
       <merge key="input.x11_options.MaxDoubleTapTime" type="string">200</merge>
       <merge key="input.x11_options.TapButton1" type="string">1</merge>
       <merge key="input.x11_options.TapButton2" type="string">2</merge>
       <merge key="input.x11_options.TapButton3" type="string">3</merge>
       <merge key="input.x11_options.RTCornerButton" type="string">0</merge>
       <merge key="input.x11_options.RBCornerButton" type="string">0</merge>
       <merge key="input.x11_options.LTCornerButton" type="string">0</merge>
   <merge key="input.x11_options.LBCornerButton" type="string">0</merge>
     </match>
     <match key="info.product" contains="AlpsPS/2 ALPS">
       <merge key="input.x11_driver" type="string">synaptics</merge>
     </match>
     <match key="info.product" contains="appletouch">
       <merge key="input.x11_driver" type="string">synaptics</merge>
     </match>
     <match key="info.product" contains="bcm5974">
       <merge key="input.x11_driver" type="string">synaptics</merge>
     </match>
   </match>
 </device>
</deviceinfo>
Windowmanager anpassen

Ohne diese Anpassungen funktioniert in bestimmten Windowmanagern die Tastatur entweder gar nicht bzw. unvollständig. V.a. die Cursortasten und diverse Sonder-/Multimedia-Tasten sind davon betroffen. Ursache ist, daß diese Windowmanager die Tastatur ziemlich selbständig verwalten und erweitern.
Ebenfalls zumindest zeitweise und zum Testen evtl. geänderte Belegungen mittels xmodmap und anderen Hotkey-Verwaltungstools abstellen.

KDE

Unter Systemeinstellungen -> Land / Region & Sprache -> Tastaturlayout das Modell auf evdev-managed einstellen.

Gnome

Unter System -> Einstellungen -> Tastatur -> Belegungen "Auf Vorgabewerte zurücksetzen" auswählen. Oder wenn vorhanden auch das evdev-managed Modell wählen.

xfce

In xfce4 im Tastatureinstellungen Applet ebenfalls das evdev-managed Modell auswählen.

evdev nicht nutzen/abstellen

Wie schon angeführt besteht kein Zwang evdev und die Geräteerkennung zu nutzen. Um dieses Feature des X.Org abzustellen ist in die /etc/X11/xorg.conf folgendes einzutragen:

 Section "ServerFlags"
     Option "AutoAddDevices" "False"
     Option "AutoEnableDevices" "False"
 EndSection

Auch sollten dann die evtl. angepaßten HAL-fdi Dateien in /etc/hal/fdi/policy/ gelöscht (bzw. weggesichert) werden. Hal ist danach neu zu starten.

Tastaturlayout anpassen

Um Konfigurationsmöglichkeit über die/etc/X11/xorg.conf zu nutzen, muss folgendes hinzugefügt werden:

Section "ServerFlags"
   Option "AutoAddDevices" "False"
   Option "AutoEnableDevices" "false"
EndSection

Achtung: Dies könnte möglicherweise dazu führen, dass eine erkannte Tastatur nicht mehr funktioniert. Falls die Tastatur erkannt wurde, nur die Sektion "InputDevice" bearbeiten!

Zudem müssen in der Datei die Einträge XkbLayout und XkbVariant angepasst werden.

Section "InputDevice"
   Identifier     "Keyboard0"
   Driver         "keyboard"
   Option         "XkbLayout" "de"
   Option         "XkbVariant" "nodeadkeys"
EndSection

Alternativ hierzu kann die Tastatur durch die Autoerkennung der Eingabegeräte konfiguriert werden.

Weitere Verbesserungen für Laptops

ACPI-Support wird gebraucht, falls Du einige spezielle Funktionen Deines Notebooks nutzen willst (z.B. Schlafen; Schlafen, wenn der Deckel geschlossen wird; spezielle Tasten...). Installiere acpid:

pacman -S acpid

und füge es zu den Dämons in /etc/rc.conf (acpid) hinzu. Starte es mit

/etc/rc.d/acpid start

Sehr sinnvoll ist es auch die Laptop Mode Tools zu installieren. Diese lassen sich installieren mithilfe

pacman -S laptop-mode-tools

und konfigurieren über die gut kommentierte

/etc/laptop-mode/laptop-mode.conf

Mehr spezifische Information über Arch Linux auf verschiedenen Laptops kann hier gefunden werden: Category:Laptops (English)

CPU Frequenz Skalierung konfigurieren

Moderne Prozessoren können ihre Frequenz und Spannung reduzieren, um Hitze und Stromverbrauch zu reduzieren. Weniger Hitze führt zu einem leiseren System; Laptopnutzer werden die sicher wollen, aber sogar ein Desktopsystem wird davon profitieren. Installiere cpufrequtils mit

pacman -S cpufrequtils

und füge cpufreq zu Deinen Dämonen in /etc/rc.conf hinzu. Bearbeite die Konfigurationsdatei /etc/conf.d/cpufreq und ändere

governor="conservative"

welcher dynamisch die CPU-Frequenz bei Bedarf erhöht (die ist auch bei Desktop-Systemen eine sichere Wahl). Ändere min_freq und max_freq damit sie den Bedingungen Deines Systems entsprechen. Falls Du die Frequenzen nicht weißt, führe cpufreq-info aus, nachdem eine der Frequenz-Skalierungs-Module geladen wurde. Du kannst auch die min_freq und max_freq-Zeilen auskommentieren oder löschen: es wird automatisch funktionieren. Füge die Frequenzskalierungsmodule zu Deiner Modul-Zeile in /etc/rc.conf hinzu. Die meisten modernen Notebooks und Desktops können einfach den acpi-cpufreq Treiber benutzen, jedoch weitere Optionen beinhalten die p4-clockmod, powernow-k6, powernow-k7, powernow-k8 und speedstep-centrino Treiber. Lade das Modul mit

modprobe <modulname>

und starte cpufreq mit

/etc/rc.d/cpufreq start

Für weitere Details besuche Cpufrequtils.

Nützliche Anwendungen

Diese Sektion wird niemals vollständig sein. Sie zeigt nur ein paar der Anwendungen, die man im Alltag braucht.

Anmerkung für KDE-Nutzer: Da KDE in /opt liegt, muß man sich vermutlich einmal aus- und erneut einloggen, bevor man diese Programme nutzen kann.

Internet

Firefox

Den beliebten Firefox-Browser kann man über Pacman installieren. Installiere die deutsche Fassung mit:

pacman -S firefox firefox-i18n

Hol dir dann auch die Pakete 'flashplugin', 'mplayer', 'mplayer-plugin', und 'codecs', damit alles läuft:

pacman -S flashplugin mplayer mplayer-plugin codecs

(Das Paket 'codecs' enthält die Codices für Quicktime und Realplayer.)

Thunderbird ist nützlich, um Deine E-Mails zu verwalten. Wenn du Gnome benutzt, wirf ein Auge auf Epiphany und Evolution. Für KDE-Nutzer wäre Kmail die erste Wahl. Wenn Du etwas völlig anderes möchtest, kannst du immer noch Opera verwenden. Wenn du rein auf der Kommandozeile arbeitest, gibt es immer noch text-basierte Browser wie ELinks, Links und Lynx, oder Mutt für Deine E-Mails. Pidgin (früher als Gaim bekannt) und Kopete sind gute Instant Messengers für GNOME bzw. KDE. PSI und Gajim reichen völlig, wenn Du nur Jabber oder Google Talk benutzt.

Office

LibreOffice ist eine komplette Office-Suite (vergleichbar mit Microsoft Office). Abiword ist ein gutes, kleines Textverarbeitungsprogramm und Gnumeric bietet eine Excelalternative für den GNOME-Desktop. KOffice ist eine komplette Office-Suite für den KDE-Desktop. GIMP (oder GIMPShop) ist ein pixelbasierts Grafikprogramm (ähnlich wie Adobe Photoshop). Inkscape dagegen ist ein vektorbasiertes Grafikprogramm (ähnlich Adobe Illustrator). Und selbstverständlich bringt Arch einen ganzen Satz voll LaTeX-Programmen: tetex ist seit vielen Jahren sehr populär und funkltioniert gut und sein Nachfolger Texlive ist im AUR verfügbar.

Multimedia

Video Player

VLC

Der VLC Player ist ein Multimedia-Spieler für Linux. Um ihn zu installieren, gib einfach folgendes ein:

pacman -S vlc

(TODO) Instructions for VLC mozilla plug-in

Mplayer

MPlayer ist ein Multimedia-Spieler für Linux. Für die Installation einfach folgendes eingeben:

pacman -S mplayer

Es existiert auch ein Mozilla Plug-in für Videos und Streams, die in Webseiten integriert sind. Installation mit

pacman -S gecko-mediaplayer

Falls Du KDE benutzt, ist KMplayer eine bessere Wahl. Dies kommt mit einem Plug-in für Videos und Streams, die in Webseiten integriert sind, und mit Konqueror funktioniert. Die Installation erfolgt mit

pacman -S kmplayer

(TODO) GMPlayer instructions

GNOME

Totem

Totem ist der offizielle Mediaplayer des GNOME-Projekts und basiert auf xine-lib oder GStreamer (gstreamer wird unter Arch standardmäßig mit dem totem-Paket installiert). Totem beherrscht den Umgang mit Playlists, einen Full-Screen-Modus, Lautstärkenregler und unterstütz die Bedienung des Player via Tastatur. Außerdem bringt er folgende Funktionalitäten mit:

  • Video thumbnails für den Dateimanager
  • Nautilus Eigenschaften-Tab
  • Epihpany / Mozilla (Firefox) plugin um Videos direkt im Browser wiederzugeben
  • Webcam Utility (in Entwicklung)

Totem-xine ist immernoch die bessere Wahl wenn du DVDs schauen möchetst.

Totem ist ein Teil des gnome-extra-Pakets, das Totem Webbrowser-plugin jedoch nicht.

Um es seperat zu installieren:

pacman -S totem

Um das Totem Webrowser Plugin zu installieren:

pacman -S totem-plugin

KDE

Kaffeine

Kaffeine ist eine gute Wahl für KDE-Nutzer. Installiere es mit folgendem Befehl:

pacman -S kaffeine

Audio Player

Gnome/Xfce

Exaile

Exaile ist ein Music Player, der in Python geschrieben ist, welches das GTK+ Toolkit benutzt.

Rhythmbox

Rhythmbox ist eine integrierte Musikmanagement-Anwendung, die ursprünglich von Apple's iTunes inspiriert wurde. Es ist freie Software, die gemacht ist, gut unter dem GNOME Desktop zu funktionieren und auf dem mächtigen GStreamer Media Framework basiert.

Rhythmbox hat eine Vielzahl Fähigkeiten, darunter:

  • Einfach zu benutzender Musik Browser
  • Suchen und Sortieren
  • Umfangreiche Audioformat- Unterstützung durch GStreamer
  • Internet Radio Unterstützung
  • Playlists

Installation von Rhythmbox:

pacman -S rhythmbox

Weitere gute Audioplayer sind: Banshee, Quodlibet und Listen. Besuche Gnomefiles für einen Vergleich.

KDE

Amarok

Amarok ist einer der besten Audio Player und Musik Library Systeme, die für KDE verfügbar sind. Für die Installation einfach folgendes eingeben:

pacman -S amarok

Konsole

Moc ist ein ncurses-basierender Audio-Player für die Konsole; eine weitere gute Wahl ist mpd.

Eine weitere exzellente Wahl ist cmus.

Other X-based

(TODO) Xmms, audacious, bmpx.

Codecs und andere Multimedia Content Typen

DVD

Du kannst xine-ui, totem-xine, mplayer oder kaffeine (um einfach die großen drei zu bennenen) benutzen um DVDs zu betrachten. Das einzige, was Du vermissen könntest, ist libdvdcss. Beachte, dass dessen Benutzung in einigen Ländern illegal sein könnte.

Flash

Installiere das Flash Plugin mit

pacman -S flashplugin

um Macromedia (nun Adobe) Flash in Deinem Browser zu aktivieren.

Quicktime

Quicktime Codecs sind im codecs Paket enthalten. Einfach mit

pacman -S codecs

installieren.

Realplayer

Das Codec für Realplayer 9 ist im codecs Paket enthalten Einfach mit

pacman -S codecs

installieren. Realplayer 10 ist als Binärpaket für Linux erhältlich. Du kannst es von AUR hier bekommen.

CD und DVD Brennen

GNOME

Brasero

Brasero ist eine Anwendung, die CDs/DVDs für den GNOME Desktop brennt. Sie ist entworfen, um möglichst einfach zu sein und hat einige besondere Eigenschaften um den Benutzern das Erstellen Ihrer Disks einfach und schnell zu ermöglichen.

Für die Installation:

pacman -S brasero

KDE

K3b

K3b (von KDE Burn Baby Burn) ist eine freie Anwendung für GNU/Linux und andere Unix-ähnliche Betriebssysteme; sie ermöglicht die CD und DVD Erstellung und ist für KDE designed. Wie es bei den meisten KDE Anwendungen der Fall ist, ist K3b in der C++ Programmiersprache geschrieben und benutzt das QT Toolkit. K3b liefert eine graphische Oberfläche um die meisten CD/DVD Brennaufgaben, wie das Herstellen einer Audio-CD aus einem Set von Audio-Dateien oder dem Kopieren einer DC/DVD, zu lösen; aber auch fortgeschrittenere Aufgaben wie das Brennen von eMoviX CDs/DVDs beherrscht das Programm. Es kann auch Disk-zu-Disk Kopien anfertigen. Das Programm hat viele Standardeinstellungen, die von erfahreneren Benutzern angepasst werden können. Die eigentliche Diskaufnahme in K3b wird von den Kommandozeilen Programmen cdrecord oder wodim, cdrdao und growisofs gemacht. Ab Version 1.0 beinhaltet K3b einen eingebauten DVD-Ripper - der unter GPL lizensiert ist.

K3b wurde als LinuxQuestions.org's Multimedia Utility of the Year (2006) von der Mehrheit (70%) der Wähler gewählt.


Installation:

pacman -S k3b



(Todo) cdrecord, graveman...

Die meisten CD Brenner sind Hüllen für cdrecord:

pacman -S cdrkit

Wenn Du Pakete für CD/DVD Brennprogramme wie Brasero oder K3b installierst, wird gleichzeitig auch die CD/DVD Brennlibrary, wie libburn oder cdrkit, dafür installiert.

Ein gutes Kommandozeilen DVD-Brennprogramm ist growisofs:

pacman -S dvd+rw-tools

TV-Karten

Falls Du mit (Arch) Linux TV schauen willst, müssen mehrere Dinge getan werden. Die wichtigste Aufgabe besteht darin herauszufinden, welchen Chip Dein Tuner benutzt. Es ist jedoch eine ziemliche Anzahl unterstützt. Bitte checke bei einer Hardware Database, um sicher zu sein (z.B. diese Liste). Wenn Du einmal Dein Modell kennst, sind nur ein paar Schritte zu gehen, um es zum Laufen zu bringen.

In den meisten Fällen wirst Du die bttv-Treiber (andere Treiber existieren, wie V4L) zusammen mit den I2C-Modulen benutzen müssen. Die Konfiguration dieser ist die schwerste Aufgabe. Wenn Du Glück hast, wird ein

modprobe bttv

die Karte automatisch erkannen (checke dmesg für Details). In diesem Fall musst Du nur eine Anwendung zum TV Schauen installieren. Wir werden jedoch später daran arbeiten. Wenn die Autoerkennung nicht funktioniert hat, musst Du die Datei CARDIST anschauen, welche im Tarball von bttv enthalten ist, um die richtigen Parameter für Deine Karte zu finden. Eine PV951 ohne Radiounterstützung würde diese Zeile brauchen:

modprobe bttv card=42 radio=0

Einige Karten brauchen folgende Zeile, um Ton zu erzeugen:

modprobe tvaudio

Dies unterscheidet sich jedoch bei den Karten. Probier es einfach aus. Einige andere Karten benötigen folgende Zeile:

modprobe tuner

Auch die ist ein Fall für Versuch und Scheitern.

TODO: clarify the installation-procedure

Um wirklich TV schauen zu können, installiere das xawtv-Paket mit

pacman -S xawtv 

und lese seine Manpage.

TODO: clarify some possible problems and procedures. Introduction to XAWTV on another page?

Digitale Kameras

Die meisten neueren Digitalkameras werden als USB-Massenspeichergeräte unterstützt, was bedeutet, dass Du sie einfach einstecken und die Bilder kopieren kannst. Ältere Kameras könnten das PTP (Picture Transfer Protocol) benutzen, welches einen "speziellen Treiber" benötigt. gPhoto2 liefert diesen Treiber und erlaubt einen Shell-basierenden Transfer der Bilder; digikam (für KDE) und gthumb (für GNOME, gtkam wäre eine weitere Wahl) benutzen diesen Treiber und bieten eine schöne GUI.

USB Memory Sticks / Festplatten

USB Datenspeicher und Festplatten werden Dank des USB mass storage device Treibers 'out of the box' unterstützt und werden als neue SCSI Apparat (/dev/sdX) erscheinen. Wenn Du KDE oder GNOME benutzt, solltest Du dbus und hal verwenden (und sie zu Deinen Dämons in /etc/rc.conf hinzufügen), worauf die Apparate automatisch gemountet werden. Falls Du eine andere Desktop Umgebung benutzt, könntest Du ivman anschauen.

Pflege des Systems

Ist das System einmal nach den eigenen Bedürfnissen eingerichtet, kann man es über den Paketmanger Pacman ständig aktuell halten.

Polieren & weitere Information

Für weitere Information und Support kannst Du zur Homepage gehen (deutsche Homepage), das Wiki durchsuchen, das [Forum besuchen, zum IRC Channel gehen und die Mailing lists anschauen.

Wohin von hier aus? Du könntest daran interessiert sein:

Post Installation Tips

Arch Build System

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