Anleitung für Einsteiger: Unterschied zwischen den Versionen

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==Vorwort==
 
==Vorwort==
===Willkommen zu Arch!===
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===Willkommen bei Arch!===
Dieses Dokument soll durch den Installationsprozess und die Konfiguration von Arch-Linux führen. Es richtet sich in erster Linie an neue Arch-Linux-Nutzer und stellt gleichzeitig eine gute Informationsquelle für bestehende Anwender dar. Obwohl man mit dieser Anleitung ein nahezu vollständig konfiguriertes Arch-Linux-System mit grafischer Benutzeroberfläche und gängigen Anwendungen erhält, können hier niemals alle Möglichkeiten aufgezeigt werden. Diese Dokumentation beschränkt sich daher auf die wichtigsten Schritte der Grundinstallation, von denen sich das System weiter ausbauen lässt. Zusätzliche Hilfe findet man im englischen [https://wiki.archlinux.org/index.php/Main_Page Arch Linux-Wiki], im englischen [http://bbs.archlinux.org/ Arch Linux-Forum], aber auch auf der [http://www.archlinux.de/ deutschen Seite], die auch ein [https://bbs.archlinux.de deutschsprachiges Forum] bereitstellt. Häufig gestellte Fragen werden in der [[FAQ]] gesammelt und beantwortet. Vielleicht ist man auch den Grundprinzipien der Arch Linux-Distribution interessiert, die im englischem Wiki im Artikel [https://wiki.archlinux.org/index.php/The_Arch_Way The Arch Way {{sprache|en}}] erklärt werden.
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Dieses Dokument soll durch den Installationsprozess und die Konfiguration von Arch-Linux führen. Es richtet sich in erster Linie an neue Arch-Linux-Nutzer und stellt gleichzeitig eine gute Informationsquelle für bestehende Anwender dar. Obwohl man mit dieser Anleitung ein nahezu vollständig konfiguriertes Arch-Linux-System mit grafischer Benutzeroberfläche und gängigen Anwendungen erhält, können hier niemals alle Möglichkeiten aufgezeigt werden. Diese Dokumentation beschränkt sich daher auf die wichtigsten Schritte der Grundinstallation, von denen sich das System weiter ausbauen lässt. Zusätzliche Hilfe findet man im englischen [https://wiki.archlinux.org/index.php/Main_Page Arch Linux-Wiki], im englischen [http://bbs.archlinux.org/ Arch Linux-Forum], aber auch auf der [http://www.archlinux.de/ deutschen Seite], die auch ein [https://bbs.archlinux.de deutschsprachiges Forum] bereitstellt. Häufig gestellte Fragen werden in der [[FAQ]] gesammelt und beantwortet. Vielleicht ist man auch an den Grundprinzipien der Arch Linux-Distribution interessiert, die im englischem Wiki im Artikel [https://wiki.archlinux.org/index.php/The_Arch_Way The Arch Way {{sprache|en}}] erklärt werden.
  
 
Dieser Artikel ist in Teile gegliedert:
 
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*[https://wiki.archlinux.de/title/Anleitung_f%C3%BCr_Einsteiger#Teil_2:_Installation_von_X_und_Konfiguration_von_ALSA Teil 2: Installation von X und Konfiguration von ALSA]
 
*[https://wiki.archlinux.de/title/Anleitung_f%C3%BCr_Einsteiger#Teil_2:_Installation_von_X_und_Konfiguration_von_ALSA Teil 2: Installation von X und Konfiguration von ALSA]
  
Dem Anwender sollte bewusst sein, dass sich im Gegensatz zu anderen Linux-Distributionen, die Installation von Arch-Linux deutlich unterscheidet: Das Arch-Linux-System wird im besonderen Maße ''vom Benutzer'' geformt. Die Installation liefert ein Grundsystem mit einer Kommandozeilen-Eingabe (bash-Konsole) und grundlegenden Systemprogrammen. Über die Kommandozeilen-Eingabe werden Pakete (Programme und Bibliotheken) unter Zuhilfenahme des Arch-Linux eigenen Paketmanagers [http://wiki.archlinux.org/index.php/pacman pacman] von den Arch-Linux-Servern heruntergeladen und installiert, bis das System nach den Bedürfnissen des Benutzers eingerichtet ist. Dies erlaubt maximale Flexibilität, Entscheidungsfreiheit und Kontrolle der Systemressourcen. Dadurch, dass der Anwender an vielen Stellen Konfigurationsschritte durchführen muss, wird er mit dem System vertraut und wird es von Grund auf kennenlernen. Diese Vorgehensweise richtet sich einerseits an kompetente GNU/Linux Benutzer, sowie Anwender, die ihr System grundlegend erforschen wollen.  
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Dem Anwender sollte bewusst sein, dass sich, im Gegensatz zu anderen Linux-Distributionen, die Installation von Arch-Linux deutlich unterscheidet: Das Arch-Linux-System wird im besonderen Maße ''vom Benutzer'' geformt. Die Installation liefert ein Grundsystem mit einer Kommandozeilen-Eingabe (bash-Konsole) und grundlegenden Systemprogrammen. Über die Kommandozeilen-Eingabe werden Pakete (Programme und Bibliotheken) unter Zuhilfenahme des Arch-Linux eigenen Paketmanagers [http://wiki.archlinux.org/index.php/pacman pacman] von den Arch-Linux-Servern heruntergeladen und installiert, bis das System nach den Bedürfnissen des Benutzers eingerichtet ist. Dies erlaubt maximale Flexibilität, Entscheidungsfreiheit und Kontrolle der Systemressourcen. Dadurch, dass der Anwender an vielen Stellen Konfigurationsschritte durchführen muss, wird er mit dem System vertraut und wird es von Grund auf kennenlernen. Diese Vorgehensweise richtet sich einerseits an kompetente GNU/Linux Benutzer, sowie Anwender, die ihr System grundlegend erforschen wollen.  
  
 
''Die Entwicklungs-Prinzipien hinter Arch-Linux liegen darin, die Dinge einfach zu halten.''  
 
''Die Entwicklungs-Prinzipien hinter Arch-Linux liegen darin, die Dinge einfach zu halten.''  
  
Bedenke, dass 'einfach' in diesem Zusammenhang nicht 'benutzerfreundlich' bedeutet, sondern eher 'ohne unnötige Zusätze, Änderungen oder Komplikationen'. Kurz gesagt: ein eleganter, minimalistischer Ansatz.
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Bedenke, dass 'einfach' in diesem Zusammenhang nicht 'benutzerfreundlich' bedeutet, sondern eher 'ohne unnötige Zusätze, Änderungen oder Komplikationen'. Kurz gesagt: ein eleganter, minimalistischer Ansatz. (http://de.wikipedia.org/wiki/KISS-Prinzip)
  
 
Falls Du denkst, dass etwas Wichtiges fehlt oder nicht funktioniert, schick mir eine Mitteilung an <freigeist [at] elfenbeinturm.cc>. Oder füge die Verbesserung, oder was auch immer Du anfangs gebraucht hast, ein (was die Hauptidee eines Wikis ist :)). Es gibt auch ein [https://bbs.archlinux.org/index.php englisches Arch Forum]-Eintrag, der Anfängern gewidmet ist. Oder gehe zum [http://forum.archlinux.de/ deutschen Arch Forum].
 
Falls Du denkst, dass etwas Wichtiges fehlt oder nicht funktioniert, schick mir eine Mitteilung an <freigeist [at] elfenbeinturm.cc>. Oder füge die Verbesserung, oder was auch immer Du anfangs gebraucht hast, ein (was die Hauptidee eines Wikis ist :)). Es gibt auch ein [https://bbs.archlinux.org/index.php englisches Arch Forum]-Eintrag, der Anfängern gewidmet ist. Oder gehe zum [http://forum.archlinux.de/ deutschen Arch Forum].
  
 
*''Falls Du zu diesem Wiki beitragen möchtest, füge bitte das 'Weshalb' und das 'Wie' ein, wenn es passend ist. Die beste Dokumentation lehrt uns das Wie sowie das Warum!''
 
*''Falls Du zu diesem Wiki beitragen möchtest, füge bitte das 'Weshalb' und das 'Wie' ein, wenn es passend ist. Die beste Dokumentation lehrt uns das Wie sowie das Warum!''
 
  
 
===Das neueste ISO-Abbild beziehen ===
 
===Das neueste ISO-Abbild beziehen ===
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Das neueste ISO-Abbild kann von [http://www.archlinux.org/download/ www.archlinux.org/download/] heruntergeladen werden.
 
Das neueste ISO-Abbild kann von [http://www.archlinux.org/download/ www.archlinux.org/download/] heruntergeladen werden.
  
Das ISO-Abbild beinhaltet nur die nötigen Programme, um ein minimales GNU/Linux Grundsystem zu installieren. ''Bemerke, dass ein minimales Grundsystem keine grafische Oberfläche enthält.'' Der Rest des Arch-Linux-Systems - einschließlich grafischer Oberfläche - wird von der Kommandozeile aus mit Hilfe von Binärpaketen und Konfigurationsdateien eingerichtet. Dieser Prozess wird detailiert weiter unten besprochen.
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Das ISO-Abbild beinhaltet nur die nötigen Programme, um ein minimales GNU/Linux Grundsystem zu installieren. ''Beachte, dass ein minimales Grundsystem keine grafische Oberfläche enthält.'' Der Rest des Arch-Linux-Systems - einschließlich grafischer Oberfläche - wird von der Kommandozeile aus mit Hilfe von Binärpaketen und Konfigurationsdateien eingerichtet. Dieser Prozess wird detailliert weiter unten besprochen.
 
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====ISO-Abbild auf CD brennen ====
 
Brenne das ISO-Abbild auf eine CD oder DVD. Generell ist es ratsam, mit einer Geschwindigkeit von maximal 12x zu brennen, um verlässliche CDs zu erhalten.
 
Brenne das ISO-Abbild auf eine CD oder DVD. Generell ist es ratsam, mit einer Geschwindigkeit von maximal 12x zu brennen, um verlässliche CDs zu erhalten.
  
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oder mit
 
oder mit
 
  cdrskin dev=/dev/sr0 speed=12 -dao -eject -v archlinux*.iso
 
  cdrskin dev=/dev/sr0 speed=12 -dao -eject -v archlinux*.iso
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Nach dem Brennen sollte man die MD5-Prüfsumme oder die SHA1-Prüfsumme der CD/DVD mit der Downloadwebseite vergleichen. Wurde direkt von [http://www.archlinux.org/download/ www.archlinux.org/download/] heruntergeladen, dann sind die Prüfsummen auf [http://www.archlinux.org/download/ www.archlinux.org/download/] zu sehen.
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md5sum /dev/sr0
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für MD5-Prüfsumme und
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sha1sum /dev/sr0
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für SHA1-Prüfsumme, wobei der Pfad des Laufwerks (sr0) abweichen kann.
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Stimmt eine der Prüfsummen mit derjenigen der Downloadseite überein, ist das gebrannte Medium fehlerfrei.
  
 
Wenn die CD mit Windows gebrannt werden soll, kann das mit dem kostenlosen Programmen CDBurnerXP oder cdrtfe durchgeführt werden.
 
Wenn die CD mit Windows gebrannt werden soll, kann das mit dem kostenlosen Programmen CDBurnerXP oder cdrtfe durchgeführt werden.
  
Falls lieber ein USB-Stick als Bootmedium benutzt werden soll, so übertrage das ISO-Abbild auf den USB-Stick mit:
+
====ISO-Abbild auf USB-Stick ====
dd if=archlinux*.iso.iso of=/dev/sdY
+
Falls der PC mit UEFI booten soll, so muß der USB Stick per UEFI bootbar sein. Mehr über UEFI: [[UEFI_Installation]]
  
Dabei ist sdY der erkannte USB-Stick (Y ist durch den entsprechenden Buchstaben zu ersetzen). Beachte, dass alle Daten auf dem USB-Stick gelöscht werden.
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Soll ein USB-Stick als Bootmedium benutzt werden, so kann das ISO-Abbild auf den USB-Stick übertragen werden, wobei der USB-Stick nicht gemountet sein darf:
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dd if=archlinux*.iso of=/dev/sdY
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Dabei ist sdY der erkannte USB-Stick (Y ist durch den entsprechenden Buchstaben zu ersetzen). Beachte: Alle Daten auf dem USB-Stick werden gelöscht!<br>
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Von Windows aus:<br>
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Umbenennen der Endung des Arch-ISO-Images von .iso nach .img .<br>
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Herunterladen des Programms von http://sourceforge.net/projects/win32diskimager/ . Entpacken und starten.<br>
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Auswählen des Arch .img Images und des USB-Sticks. Klicken auf write.<br>
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Ab jetzt kann vom USB-Stick neu gebootet und von dort aus Arch-Linux installiert werden.
  
 
==Teil 1: Installation des Grundsystems==
 
==Teil 1: Installation des Grundsystems==
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 +
Hinweis: Soll Arch Linux von einem bereits installierten Arch Linux-System installiert werden, können mit
 +
pacman -S arch-install-scripts
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die benötigten Tools heruntergeladen werden, um eine Installation ohne ISO durchzuführen.
 +
 +
In diesem Fall kann mit der Partitionierung der Festplatte fortgefahren werden.
  
 
===Die Hardware-Uhr überprüfen===
 
===Die Hardware-Uhr überprüfen===
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===Starten mit der Arch-Linux CD===
 
===Starten mit der Arch-Linux CD===
  
Lege die CD in das Laufwerk oder stecke den USB-Stick in eine USB-Buchse und starte von ihr oder ihm. Es kann sein, dass die Startreihenfolge des Computers im BIOS geändert werden muss, oder eine Taste (normalerweise F11 oder F12) während der BIOS-Phase gedrückt werden muss.
+
Lege die CD in das Laufwerk oder stecke den USB-Stick in eine USB-Buchse und starte vom betreffenden Medium. Es kann sein, dass Du dazu die Startreihenfolge des Computers im BIOS ändern musst, oder eine Taste (normalerweise F11 oder F12) während der BIOS-Phase gedrückt werden muss.
  
Es kann jetzt entschieden werden ob Arch-Linux in der 32-Bit-Version (i686) oder in der 64-Bit-Version (x86_64) installiert werden soll.
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Es kann jetzt entschieden werden, ob Arch-Linux in der 32-Bit-Version (i686) oder in der 64-Bit-Version (x86_64) installiert werden soll.
Wenn man nicht weiß, ob der Rechner bzw. der Prozessor 64-Bit-tauglich ist, so kann man unter „Hardware Information“ (HDT) unter „Processor“, „Main Processor“ die Information „x86_64 : No ''oder'' yes“ sehen. Bei ''yes'' ist der Rechner 64-Bit-tauglich.
+
Wenn man nicht weiß, ob der Rechner bzw. der Prozessor 64-Bit-tauglich ist, so kann man unter „Hardware Information“ (HDT) unter „Processor“, „Main Processor“ die Information „x86_64 : No ''oder'' Yes“ sehen. Bei ''Yes'' ist der Rechner 64-Bit-tauglich.
Zurücknavigieren kann man mit den Cursor-Tasten.
+
Zurück navigieren kann man mit den Cursor-Tasten.
  
 
Es kann jetzt „Boot Arch-Linux i686“ für 32-Bit oder „Boot Arch-Linux x86_64“ für 64-Bit ausgewählt werden.
 
Es kann jetzt „Boot Arch-Linux i686“ für 32-Bit oder „Boot Arch-Linux x86_64“ für 64-Bit ausgewählt werden.
  
 
Mit der Taste TAB können einige nützliche Startoptionen eingegeben werden:
 
Mit der Taste TAB können einige nützliche Startoptionen eingegeben werden:
* ''ide-legacy'' falls Probleme mit IDE-Laufwerken besteht.
+
* ''ide-legacy'' falls Probleme mit IDE-Laufwerken bestehen.
 
* ''noapic acpi=off pci=routeirq nosmp'' wenn sich das System beim Starten aufhängt.
 
* ''noapic acpi=off pci=routeirq nosmp'' wenn sich das System beim Starten aufhängt.
 
* ''lowmem'' ist für ältere Maschinen nützlich. Dies braucht nur 96MB System-RAM entgegen 256MB bei normaler Installation.
 
* ''lowmem'' ist für ältere Maschinen nützlich. Dies braucht nur 96MB System-RAM entgegen 256MB bei normaler Installation.
  
Anstatt Arch-Linux zu booten können noch folgende Funktionen ausgeführt werden:
+
Anstatt Arch-Linux zu booten, können noch folgende Funktionen ausgeführt werden:
  
* ''memtest86+'' Wenn der Speicher auf Fehler getestet werden soll.
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* ''memtest86+'' wenn der Speicher auf Fehler getestet werden soll.
 
* ''Hardware-Informationen anzeigen lassen.
 
* ''Hardware-Informationen anzeigen lassen.
 
* ''Neu starten.
 
* ''Neu starten.
 
* ''Herunterfahren und ausschalten.
 
* ''Herunterfahren und ausschalten.
 
+
'''Information:'''
 +
Während des Installationsprozesses kann jederzeit die Installation abgebrochen werden mit den Kommandos
 +
poweroff
 +
oder
 +
reboot
 
====Ändern der 'Tastaturbelegung'====
 
====Ändern der 'Tastaturbelegung'====
 
Nach dem Booten von Arch-Linux muss das richtige Tastaturlayout eingestellt werden. Gib dazu Folgendes ein:
 
Nach dem Booten von Arch-Linux muss das richtige Tastaturlayout eingestellt werden. Gib dazu Folgendes ein:
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Wenn die Akzenttasten verwendet werden sollen, gib Folgendes ein:
 
Wenn die Akzenttasten verwendet werden sollen, gib Folgendes ein:
 
  loadkeys de-latin1
 
  loadkeys de-latin1
 +
oder:
 +
loadkeys de-latin1-nodeadkeys
 
Schweiz:
 
Schweiz:
 
  loadkeys de_CH-latin1
 
  loadkeys de_CH-latin1
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===Partitionierung der Festplatte===
 
===Partitionierung der Festplatte===
Es wird mindestens eine Root-Partition und eine Swap-Partition benötigt. Hier im Beispiel wird angenommen, dass die erste Partition auf der ersten Festplatte für die Root-Partition und die zweite Partition für die Swap-Partition benutzt wird. Die Bezeichnung der Dateisysteme mit Labels ist sinnvoll.<br>
+
Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein Betriebssystem zu laden. Entsprechend muss man wissen, welche Partitionen und welche Partitionstabelle zu benutzen sind.<br>
'''Für MSDOS Partitionstabelle:'''<br>
+
Booten per BIOS (oder auch Legacy-boot genannt): Es kann eine MSDOS-Partitionstabelle oder eine GPT-Partitionstabelle benutzt werden. Es wird dazu ein Bootmanager benötigt, (z. B. Grub oder Syslinux).<br>
/dev/sda1 für Root (/) mit fünf Gigabyte (nur als Beispiel; bitte individuell anpassen) und /dev/sda2 für Swap mit 500 Megabyte (ebenfalls nur ein Beispiel; bitte individuell anpassen):
+
Booten per UEFI: Neuere Rechner booten per UEFI. Dazu ist eine GPT-Partitionstabelle erforderlich. Es wird zusätzlich eine UEFI System Partition vom Typ EF00 benötigt. Mehr über UEFI: [[UEFI Installation]]<br>
 +
 
 +
 
 +
Es wird mindestens eine Root-Partition und eine Swap-Partition benötigt. Soll eine GPT-Partitionstabelle angelegt und Grub als Bootloader benutzt werden, wird zusätzlich noch eine kleine dritte Partition für den Bootloader benötigt. Bei einer MSDOS-Partitionstabelle und dem Grub-Bootloader ist diese zusätzliche Partition nicht notwendig.
 +
 
 +
 
 +
'''Für ein Verschlüsseltes System:'''<br>
 +
 
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Soll das gesamte System verschlüsselt werden, sollte die Schritt-für-Schritt-Anleitung [[Systemverschlüsselung mit dm-crypt]] befolgt werden. Allgemeine Informationen zum de-facto-Standard der Verschlüsselung auf Blockebene können auf [[dm-crypt]] nachgelesen werden.
 +
 
 +
'''Für eine GPT-Partitionstabelle:'''<br>
 +
 
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gdisk /dev/sda
 +
 
 +
Eine genaue Beschreibung sollte unter [[gpt]] nachgelesen werden.<br>
 +
 
 +
'''Für eine MSDOS Partitionstabelle:'''<br>
 +
 
 +
fdisk /dev/sda
 +
 
 +
Eine genauere Beschreibung sollte unter https://wiki.archlinux.de/title/MSDOS_Partitionstabelle nachgelesen werden.<br>
 +
Das dort beschriebene Beispiel knüpft an diesen Abschnitt an.
 +
 
 +
(Falls die GPT-Partitionstabellen-Anleitung oder die MSDOS-Partitonstabellen-Anleitung verwendet wird, kann Anschließend zu folgendem Kapitel gesprungen werden: https://wiki.archlinux.de/title/Anleitung_f%C3%BCr_Einsteiger#Einbinden_der_Partitionen
 +
 
 +
Hier eine Kurzfassung (Beispiel):
 +
 
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Hier im Beispiel wird angenommen, dass die erste Partition auf der ersten Festplatte für die Root-Partition und die zweite Partition für die Swap-Partition benutzt wird. Die Bezeichnung der Dateisysteme mit Labels ist sinnvoll.<br>
 +
/dev/sda1 für Root (/) mit 20 Gigabyte mit setzen des Bootflags (nur als Beispiel; bitte individuell anpassen) und /dev/sda2 für Swap mit 500 Megabyte (ebenfalls nur ein Beispiel; bitte individuell anpassen).
 +
 
 
  fdisk /dev/sda
 
  fdisk /dev/sda
 
  Command (m for help): n
 
  Command (m for help): n
Zeile 91: Zeile 151:
 
  Partition number (1-4, default 1): 1
 
  Partition number (1-4, default 1): 1
 
  First sector (2048-.., default 2048): enter
 
  First sector (2048-.., default 2048): enter
  Last sector, +sectors or +size{K,M,G} (..): +5G
+
  Last sector, +sectors or +size{K,M,G} (..): +20G
  Partition 1 of type Linux and of size 5 GiB is set
+
  Partition 1 of type Linux and of size 20 GiB is set
 +
Command (m for help): a
 +
Partition number (1-2): 1
 
  Command (m for help): n
 
  Command (m for help): n
 
  ..(wie zuvor bei Partition1)
 
  ..(wie zuvor bei Partition1)
Zeile 104: Zeile 166:
 
  Command (m for help): w
 
  Command (m for help): w
  
'''Für GPT-Partitionstabelle:'''
+
===Anlegen der Dateisysteme===
gdisk /dev/sda
+
=====Gewöhnliche Partition=====
Falls der Bootloader Syslinux verwendet werden soll, muß die Bootpartition bzw. wie hier im Beispiel die Rootpartition das Bootflag gesetzt werden.
+
"Gewöhnliche" Partitionen werden mit dem Program mkfs angelegt, wobei der Typ des Dateisystems klar benannt werden muss. Dazu dienen verschiedene links, z.B. mkfs.ext4, der ein Dateisystem vom Typ ext4 anlegt.
Anders als bei der MSDOS-Partitionstabelle kann Syslinux das Bootflag nicht setzen.
+
im folgenden Beispiel wird /dev/sda1 als "bootable" festgelegt
+
  
'''Mit gdisk per Expert Command:'''
+
Anlegen des Dateisystems vom Typ ext4 auf der Rootpartition sda1 mit der Bezeichnung arch:
  gdisk /dev/sda
+
  mkfs.ext4 -L arch /dev/sda1
x
+
a
+
Attribute ändern, Partitionsnummer eingeben, in diesem Beispiel 1 für /dev/sda1, legacy-BIOS bootable auswählen
+
1
+
2
+
enter
+
Partitionstabelle schreiben und gdisk verlassen.
+
w
+
  
'''Mit sgdisk:'''
+
Anzumerken ist, dass Linux nicht in der Lage ist, von jedem Dateisystemtyp aus zu booten. Für die boot-Partition ist die Auswahl also eingeschränkt.
sgdisk /dev/sda --attributes=1:set:2
+
Falls /dev/sda4 die Bootpartition wäre dann wird das Bootflag wie folgt gesetzt:
+
sgdisk /dev/sda --attributes=4:set:2
+
  
Um die Eingabe zu überpüfen und ob wirklich die Partition richtig erkannt wurde
+
=====Swap-Partition=====
erfährst du hiermit.
+
Eine Swap-Partition ist der Platz einer Festplatte, der den "virtuellen Speicher" beheimatet. Falls die Prozesse mehr RAM brauchen als physikalisch vorhanden, kann Linux die Anfrage nicht bearbeiten und ein Fehler tritt auf. Eine swap Partition hilft in dieser Situation, indem physikalischer RAM durch virtuellen RAM erweitert wird. Linux benutzt diesen Platz der Festplatte (die Swap-Partition), um die Informationen, welche nicht mehr in den physikalischen RAM passen, zu speichern (in Wahrheit ist es ein wenig komplizierter, da Linux versucht, Informationen ins Swap zu schreiben, die nicht oft benötigt werden). Da eine Festplatte im Vergleich zu physikalischem RAM sehr langsam ist, ist dies nur ein Behelf.
  
  sgdisk /dev/sda --attributes=1:show
+
Anlegen des Dateisystems vom Typ swap auf der Swap-Partition sda2 mit der Bezeichnung swap:
  1:2:1 (legacy BIOS bootable)
+
  mkswap -L swap /dev/sda2
  
Falls Arch-Linux mit GPT-Partitionstabelle installiert werden soll, so sollte das hier nachgelesen werden:
+
Anzumerken ist, dass diese Partition für den Fall, dass zu Energiesparzwecken das RAM auf die Platte ausgelagert werden soll (suspend2disk), mindestens so gross wie das physisch vorhandene RAM sein muss, da sonst Letzteres nicht hineinpasst. Wenn also 4 GB physisches RAM zur Verfügung stehen, muss hierfür auch mindestens ein 4 GB Swap-Partition angelegt werden.
[[gpt]]
+
 
+
===Anlegen der Dateisysteme===
+
=====Swap-Partition=====
+
Eine Swap-Partition ist der Platz einer Festplatte, der den "virtuellen Speicher" beheimatet. Falls die Prozesse mehr RAM brauchen als physikalisch vorhanden, kann Linux die Anfrage nicht bearbeiten und ein Fehler tritt auf. Eine swap Partition hilft in dieser Situation, indem physikalischer RAM durch virtuellen RAM erweitert wird. Linux benutzt diesen Platz der Festplatte (die Swap-Partition), um die Informationen, welche nicht mehr in den physikalischen RAM passen, zu speichern (in Wahrheit ist es ein wenig komplizierter, da Linux versucht, Informationen ins Swap zu schreiben, die nicht oft benötigt werden). Da eine Festplatte im Vergleich zu physikalischem RAM sehr langsam ist, ist dies nur ein Behelf.<br>
+
Anlegen des Dateisystems vom Typ ext4 auf der Rootpartition sda1 mit der Bezeichnung arch:
+
mkfs.ext4 -L arch /dev/sda1
+
Anlegen des Dateisystems vom Typ swap auf der Swappartition sda2 mit der Bezeichnung swap:
+
mkswap -L swap /dev/sda2
+
  
===Einbinden der Rootpartition===
+
===Einbinden der Partitionen===
 +
Einbinden der Rootpartition
 
  mount /dev/sda1 /mnt
 
  mount /dev/sda1 /mnt
 +
 +
====Einbinden weiterer Partitionen (optional)====
 +
Falls doch mehrere Partitionen benutzt werden sollen, z.B. eine separate Bootpartition und eine separate Homepartition, so sollten diese jetzt mit eingebunden werden.
 +
mkdir /mnt/boot
 +
mkdir /mnt/home
 +
mount /dev/sda3 /mnt/boot
 +
mount /dev/sda4 /mnt/home
 +
'''Hinweis:''' Wird auf diese Weise /usr in eine eigene Partition ausgelagert, führt das beim Neustart zu einer Fehlermeldung, weil /sbin/init nicht gefunden werden kann. Seit Umstieg von initscripts auf systemd ist /sbin/init nämlich ein Link auf /usr/lib/systemd/systemd.
 +
 
===Einschalten der Swappartition===
 
===Einschalten der Swappartition===
 
per Labels:
 
per Labels:
 
  swapon -L swap
 
  swapon -L swap
oder per Divicename:
+
oder per Devicename:
 
  swapon /dev/sda2
 
  swapon /dev/sda2
  
 
===Netzwerkverbindung herstellen===
 
===Netzwerkverbindung herstellen===
Die Netzwerkverbindung wird automatisch aufgebaut falls dieses per DHCP möglich ist.
+
Für die Netzwerkverbindung sind 3 Arten von Netzwerkverbindungen möglich.<br>
Testen der Netzwerkverbindung
+
Kabelgebunden (LAN) über einen Router,<br>
 +
Kabelgebunden (LAN) mit DSL Modem ohne Router,<br>
 +
Kabellose Verbindung (WLAN) Verschlüsseltes WLAN (WPA/WPA2).<br>
 +
 
 +
Die Netzwerkverbindung wird automatisch aufgebaut, falls dieses als kabelgebundene Netzwerkverbindung (LAN) mit Router per DHCP möglich ist.<br>
 +
Testen der Netzwerkverbindung:
 
  ping -c3 www.archlinux.de
 
  ping -c3 www.archlinux.de
 +
PING www.archlinux.de (144.76.107.12) 56(84) bytes of data.
 +
64 bytes from allison.archlinux.de (144.76.107.12): icmp_seq=1 ttl=50 time=19.6 ms
 +
64 bytes from allison.archlinux.de (144.76.107.12): icmp_seq=2 ttl=50 time=19.5 ms
 +
64 bytes from allison.archlinux.de (144.76.107.12): icmp_seq=3 ttl=50 time=30.6 ms
 +
--- www.archlinux.de ping statistics ---
 +
3 packets transmitted, 3 received, 0% packet loss, time 2001ms
 +
rtt min/avg/max/mdev = 19.555/23.312/30.687/5.216 ms
 +
Die Ausgabe ..3 received, 0% packet loss..bedeutet, dass 3 Datenpakete empfangen wurden und keines davon verloren ging.<br>
  
Wenn hier Fehlermeldung folgendes durchführen:
+
Wenn hier ''ping unknown host ..''angezeigt wird, so konnte die Netzwerkverbindung nicht hergestellt werden. Es kann Folgendes durchgeführt werden:<br>
Es wird angenommen, dass die Netzwerkkarte mit eth0 benannt ist. Wenn ein kabelgebundener Router vorhanden ist, so wird die Netzwerkverbindung mit einem DHCP-Server aufgebaut.
+
Name des Netzwerkadapters ermitteln:
  dhcpcd eth0
+
ip link
 +
1: lo: <LOOPBACK.....
 +
2: enp4s0: <BROADCAST...
 +
In diesem Fall heißt die Netzwerkkarte enp4s0. Wenn ein kabelgebundener Router vorhanden ist, so wird die Netzwerkverbindung mit einem DHCP-Server aufgebaut.
 +
  dhcpcd enp4s0
  
 
Erneutes Testen der Netzwerkverbindung
 
Erneutes Testen der Netzwerkverbindung
Zeile 164: Zeile 231:
  
 
====LAN mit DSL Modem ohne Router====
 
====LAN mit DSL Modem ohne Router====
Die Konsole kann gewechselt werden mit  
+
Auf eine weitere Konsole wechseln mit  
 
  Strg+Alt+F2
 
  Strg+Alt+F2
 
anmelden als root
 
anmelden als root
Zeile 172: Zeile 239:
 
Alles weitere wie hier beschrieben: [[PPPoE mit rp-pppoe]]
 
Alles weitere wie hier beschrieben: [[PPPoE mit rp-pppoe]]
  
Wenn die Verbindung aufgebaut ist kann die Verbindung getestet werden
+
Wenn die Verbindung aufgebaut ist, kann die Verbindung getestet werden
 
  ping -c3 www.archlinux.de
 
  ping -c3 www.archlinux.de
 
wieder zurück zur Konsole 1
 
wieder zurück zur Konsole 1
 
  Strg+Alt+F1
 
  Strg+Alt+F1
  
====Verschlüsseltes W-LAN (WPA/WPA2)====
+
====Verschlüsseltes WLAN (WPA/WPA2)====
Soll die Installation über ein verschlüsseltes W-LAN durchgeführt werden, so sind 2 Methoden möglich.<br>
+
Soll die Installation über ein verschlüsseltes WLAN durchgeführt werden, so sind 3 Methoden möglich:<br>
''' Mit 3 Zeiler'''<br>
+
''' Mit wifi-menu'''<br>
SSID ist der Name des Netzwerkes, Passwort ist das Passwort des wlans.
+
Mit der einfachsten Methode:
 +
    wifi-menu
 +
Einfach ausführen und den Anweisungen folgen.
 +
 
 +
''' Mit Dreizeiler'''<br>
 +
SSID ist der Name des Netzwerkes, Passwort ist das Passwort des WLANs. {{ic|wlan0}} muss durch den tatsächlichen Namen des WLAN-Gerätes ersetzt werden.
 +
 
 
  wpa_passphrase  SSID  Passwort  > /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf
 
  wpa_passphrase  SSID  Passwort  > /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf
 
  wpa_supplicant -i wlan0 -D wext -c /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf -B
 
  wpa_supplicant -i wlan0 -D wext -c /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf -B
 
  dhcpcd wlan0
 
  dhcpcd wlan0
  
'''Mit netcfg'''<br>
+
Sollte es sich um ein WLAN handeln, das "hidden" ist, muss in der erzeugten Datei '''/etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf''' noch der Parameter '''scan_ssid=1''' gesetzt werden.
Am einfachsten ist dies wahrscheinlich mit dem Programm netcfg zu erreichen, welches in den offiziellen Installationsmedien enthalten ist.
+
  
Netcfg stellt Beispielprofile für die WLAN-Konfiguration bereit. Wechsle mit Strg+Alt+F2 auf eine zweite Konsole. Melde dich, bist du noch nicht angemeldet, als root an. Die Profile erreichst du dann unter:
+
'''Mit netctl'''<br>
 +
Netctl stellt Beispielprofile für die WLAN-Konfiguration bereit. Wechsle auf eine zweite Konsole mit Strg+Alt+F2. Als root anmelden falls noch nicht geschehen. Die Profile erreicht man unter:
  
   cd /etc/network.d/examples
+
   cd /etc/netctl/examples
 
   ls
 
   ls
  
Für ein einfaches Heimwlan mit WPA reicht zumeist die Datei wireless-wpa:
+
Für ein einfaches Heim-WLAN mit WPA reicht zumeist die Datei wireless-wpa:
  
   cp wireless-wpa /etc/network.d/
+
   cp wireless-wpa /etc/netctl/
 
   cd ..
 
   cd ..
 
   nano wireless-wpa
 
   nano wireless-wpa
  
 
In das Feld ESSID den Namen des Netzwerkes, in das Passwort-Feld das WLAN-Passwort eintragen. Speichern der Datei.
 
In das Feld ESSID den Namen des Netzwerkes, in das Passwort-Feld das WLAN-Passwort eintragen. Speichern der Datei.
starten des Wlan-Netzwerkes  
+
Starten des WLAN-Netzwerkes  
   netcfg -u wireless-wpa
+
   netctl start wireless-wpa
 
+
  
 
'''Konfigurieren eines Proxyservers'''
 
'''Konfigurieren eines Proxyservers'''
Zeile 215: Zeile 287:
 
  cp /etc/pacman.d/mirrorlist /etc/pacman.d/mirrorlist.bak
 
  cp /etc/pacman.d/mirrorlist /etc/pacman.d/mirrorlist.bak
 
  nano /etc/pacman.d/mirrorlist
 
  nano /etc/pacman.d/mirrorlist
Am Einfachsten ist, die Zeilen löschen die man nicht braucht. (Strg+k)
+
Am einfachsten ist, die Zeilen zu löschen, die man nicht braucht. (Strg+k)
  
Solange löschen bis der richtige Spiegelserver ganz oben in der Liste auftaucht.
+
Solange löschen, bis der richtige Spiegelserver ganz oben in der Liste auftaucht.
Speichern mit Strg+x Y .
+
Speichern mit Strg+o, danach nano mit Strg+x verlassen .
 +
 
 +
Alternativ (für die Tippsicheren) kann man eine Spiegelserverliste mit deutschen Servern mit folgendem Befehl erstellen (mirrorlist.bak bereits existent):
 +
 
 +
grep -E -A 1 ".*Germany.*$" /etc/pacman.d/mirrorlist.bak | sed '/--/d' > /etc/pacman.d/mirrorlist
  
 
====Das Basissystem installieren====
 
====Das Basissystem installieren====
Das Basissystem wird durch die Gruppe base komplett installiert.
+
Das Basissystem wird durch die Gruppe base und (optional) base-devel komplett installiert.
  pacstrap /mnt base
+
  pacstrap /mnt base base-devel
 +
 
 +
* base: Pakete aus dem [core] Repository für ein minimales System.
 +
 
 +
* base-devel: Extra tools aus [core], wie z.B. make und automake. Für Anfänger zu empfehlen, da es nötig ist, um zusätzliche Software aus dem [[AUR]] zu installieren.
 +
 
 +
Um eventuell später auftretenden Problemen mit dem WLAN-Empfänger vorzubeugen, empfiehlt es sich, {{Paket|wpa_supplicant}} an dieser Stelle gleich mit zu installieren.
 +
pacstrap /mnt base base-devel wpa_supplicant
  
 
==== fstab erzeugen====
 
==== fstab erzeugen====
fstab ist eine Datei in der die Laufwerke festgelegt werden.
+
Die fstab (file system table) ist eine Datei, in der die Laufwerke festgelegt werden.
Zur Erzeugung einer fstab mit Devicenamen:
+
Zur Erzeugung einer fstab mit Gerätenamen:
  genfstab -p /mnt >> /mnt/etc/fstab
+
  genfstab -p /mnt > /mnt/etc/fstab
Zur Erzeugung einer fstab mit Labelbezeichnung hierbei müssen zuvor die Partitionen mit Label gekennzeichnet sein wie es zuvor beschrieben war:
+
Oder zur Erzeugung einer fstab mit Labelbezeichnung (hierbei müssen zuvor die Partitionen mit Label gekennzeichnet sein (vgl. obige Beschreibung):
  genfstab -Lp /mnt >> /mnt/etc/fstab
+
  genfstab -Lp /mnt > /mnt/etc/fstab
  
Die fstab Datei wird mit allen eingebundenen Laufwerken erzeugt. Zur Kontrolle kann man die Datei noch einmal ansehen.
+
Die fstab-Datei wird mit allen eingebundenen Laufwerken erzeugt. Zur Kontrolle kann man die Datei noch einmal ansehen.
  nano /mnt/etc/fstab
+
  cat /mnt/etc/fstab
es sollte dann so aussehen:
+
Sie sollte dann so aussehen:
 +
mit dev:
 +
#/dev/sda1 / ext4 rw,relatime,data=ordered 0 1
 +
#/dev/sda2 none swap defaults 0 0
  
 +
mit Labels:
 
  LABEL=arch / ext4 rw,relatime,data=ordered 0 1
 
  LABEL=arch / ext4 rw,relatime,data=ordered 0 1
 
  LABEL=swap none swap defaults 0 0
 
  LABEL=swap none swap defaults 0 0
  
==== Das Installationsmedium verlassen und betreten des neu installierten Arch-Linux====
+
Zur Beachtung: Es darf nur genfstab -p... oder genfstab -Lp... ausgeführt werden.
  arch-chroot /mnt
+
 
Von jetzt an kann das Zielsystem weiter konfiguriert werden:
+
==== Das Installationsmedium verlassen und das neu installierte System starten ====
 +
Der Wechsel in die Betriebssystemumgebung von /mnt/ erfolgt mit:
 +
  arch-chroot /mnt/
 +
sh-4.3#
 +
Nun befindet man sich immer noch in einer [[Change root]]-Umgebung und kann vor der eigentlichen Installation über einfache Editoren wie nano oder vi das Zielsystem weiter konfigurieren.
  
 
===Systemkonfiguration===
 
===Systemkonfiguration===
====/etc/rc.conf====
 
Konfiguration von /etc/rc.conf<br>
 
nano /etc/rc.conf
 
====Über DAEMONS====
 
Man muß diesmal das [[Daemons]]-Array nicht bearbeiten. Es ist jedoch sinnvoll zu erklären, was Daemons sind da diese später in diesem Wiki gebraucht werden.
 
  
Analog zu einem Windows Service ist ein Daemon ein Programm, das im Hintergrund läuft, auf ein Ereignis wartet und einen Service erbringt. Ein gutes Beispiel ist ein Webserver, der auf eine Anfrage wartet, um eine Seite zu liefern, oder ein SSH-Server wartet auf jemanden, der versucht sich einzuloggen. Während dies vollumfängliche Anwendungen sind, gibt es Daemons, deren Arbeit nicht so sichtbar ist. Beispiele sind ein Daemon, der Mitteilungen in eine log-Datei schreibt (z.B. syslog-ng) oder ein Daemon, der den Sound bereitstellt (z.B. alsa) oder ein Daemon, der einen graphischen Login bereitstellt (z.B. gdm). All diese Programme können zur Daemons-Linie hinzugefügt werden und werden dann bei Systemstart gestartet. Nützliche Daemons werden im Laufe dieses Wikis präsentiert.
+
====/etc/....====
+
  
* Im folgenden wird die Vergabe der Netzwerkadresse per DHCP erklärt. Bei automatisch vergebenden Adressen mit DHCP wird nur der Eintrag interface angegeben z.B. eth0 für den LAN-Adapter.
+
Im Folgenden wird die neue Installation konfiguriert. Systemd, das bevorzugte Initsystem bei Arch Linux, greift dabei auf einzelne Klartextdateien zurück. Im Folgenden wird von einer deutschen Standardinstallation ausgegangen.
# Network
+
#
+
interface=eth0
+
address=
+
netmask=
+
broadcast=
+
gateway=
+
 
+
* Für statische Adresseingabe:
+
die Netzwerkkarte (interface), die IP-Adresse (address), die Netzwerkmaske (netmask), den Broadcast (broadcast) und das Gateway (gateway) expliziet an, wenn eine statische IP-Adresse verwendet werden soll.
+
# Network
+
#
+
interface=eth0
+
address=192.168.178.2
+
netmask=255.255.255.0
+
broadcast=192.168.178.255
+
gateway=192.168.178.1
+
 
+
Verlassen des Editors mit Strg+X y.
+
 
+
====/etc/....====
+
  
 
'''/etc/hostname'''
 
'''/etc/hostname'''
  
Den Rechnernamen festlegen im Beispiel myhost:
+
Den Rechnernamen festlegen, im Beispiel myhost:
 
  echo myhost > /etc/hostname
 
  echo myhost > /etc/hostname
  
Zeile 284: Zeile 348:
 
Die Spracheinstellung (Locale) festlegen:
 
Die Spracheinstellung (Locale) festlegen:
 
  echo LANG=de_DE.UTF-8 > /etc/locale.conf
 
  echo LANG=de_DE.UTF-8 > /etc/locale.conf
  echo LC_ALL=de_DE.UTF-8 >> /etc/locale.conf
+
  echo LC_COLLATE=C >> /etc/locale.conf
 +
echo LANGUAGE=de_DE >> /etc/locale.conf
 +
 
 +
Hinweis: echo LC_COLLATE=C >> /etc/locale.conf betrifft die Sortierregel von Archlinux und kann auch weggelassen werden. Nach LC_COLLATE=C sortiert Archlinux getrennt nach Groß- und Kleinschreibung, was verwirrend sein kann. Wird es weggelassen, wird automatisch nach der Eingabe vorher [echo LANG=de_DE.UTF-8 > /etc/locale.conf] sortiert. Mehr dazu: https://bbs.archlinux.de/viewtopic.php?id=24029
  
 
'''/etc/vconsole.conf'''
 
'''/etc/vconsole.conf'''
Zeile 291: Zeile 358:
 
  echo KEYMAP=de-latin1 > /etc/vconsole.conf
 
  echo KEYMAP=de-latin1 > /etc/vconsole.conf
  
'''/etc/timezone'''
+
'''/etc/localtime'''
  
 
Die Zeitzone durch einen symbolischen Link festlegen:
 
Die Zeitzone durch einen symbolischen Link festlegen:
Zeile 300: Zeile 367:
 
Konfiguration von /etc/hosts
 
Konfiguration von /etc/hosts
  
Der Rechnername muß auch hier eingetragen werden:
+
Die Datei /etc/hosts muss normalerweise nicht verändert werden, da das Paket nss-myhostname die Auflösung des Hostnames übernimmt.
nano /etc/hosts
+
{{hc|cat /etc/hosts|
 +
#<ip-address> <hostname.domain.org> <hostname>
 +
127.0.0.1 localhost.localdomain localhost
 +
::1 localhost.localdomain localhost}}
  
#<ip-address> <hostname.domain.org> <hostname>
 
127.0.0.1 localhost.localdomain localhost myhost
 
::1 localhost.localdomain localhost myhost
 
  
 
'''/etc/resolv.conf'''
 
'''/etc/resolv.conf'''
Zeile 311: Zeile 378:
 
Konfiguration von /etc/resolv.conf
 
Konfiguration von /etc/resolv.conf
  
Diese Datei muß nur verändert werden, wenn das Netzwerk über statische Adressensvergabe eingestellt wird:
+
Diese Datei muss nur verändert werden, wenn das Netzwerk über statische Adressvergabe eingestellt wird:
nano /etc/resolv.conf
+
{{hc|cat /etc/resolv.conf|
 
+
nameserver DNS-Server des Providers}}
nameserver DNS-Server des Providers
+
  
 
'''/etc/locale.gen'''
 
'''/etc/locale.gen'''
Zeile 321: Zeile 387:
 
  nano /etc/locale.gen
 
  nano /etc/locale.gen
  
Suchen und auskommentieren folgender Zeilen:
+
Suchen und das # am Anfang folgender Zeilen entfernen:
  
 
  #de_DE.UTF-8 UTF-8
 
  #de_DE.UTF-8 UTF-8
Zeile 327: Zeile 393:
 
  #de_DE@euro ISO-8859-15
 
  #de_DE@euro ISO-8859-15
  
(Suchen im Editor nano: <STRG>+<W>SUCHBEGRIFF<ENTER> Weitersuchen mit gleichem Suchbegriff erneut <STRG>+<W><ENTER>)
+
{{hinweis|Suchen im Editor nano: <STRG>+<W>SUCHBEGRIFF<ENTER> Weitersuchen mit gleichem Suchbegriff erneut: <ALT>+<W> oder <F16>}}
  
Anschließend ausführen:
+
Anschließend Speichern.
locale-gen
+
Hinweis: Es ist zu empfehlen, en_US.UTF-8 ebenfalls zu installieren, da u. a. Fehlermeldungen bzw. Hinweismeldungen diverser Programme vermieden werden können.
  
==== Module zusätzlich laden ====
+
Locale generieren:
  
In der Datei <code>/etc/modules-load.d/meinemodule.conf</code> werden Kernel-Module angegeben, welche zusätzlich geladen werden müssen.
+
{{hc|locale-gen|
 +
Generating locales...
 +
  de_DE.UTF-8... done
 +
  de_DE.ISO-8859-1... done
 +
  de_DE.ISO-8859-15@euro... done
 +
Generation complete.}}
  
nano /etc/modules-load.d/meinemodule.conf
+
Ein Beispiel für eine komplette locale.conf kann so aussehen:
 +
 
 +
LANG=de_DE.UTF-8
 +
LANGUAGE=de_DE:de
 +
LC_COLLATE=C
 +
LC_TIME=de_DE.UTF-8
 +
LC_MONETARY=de_DE.UTF-8
 +
LC_NUMERIC=de_DE.UTF-8
 +
LC_CTYPE=de_DE.UTF-8
 +
LC_MESSAGES=de_DE.UTF-8
 +
LC_ALL=
 +
 
 +
==== Module zusätzlich laden ====
  
Pro Zeile nur ein Kernel-Modul eintragen:
+
In der Datei {{ic|/etc/modules-load.d/meinemodule.conf}} werden Kernel-Module angegeben, welche zusätzlich geladen werden müssen. Pro Zeile nur ein Kernel-Modul eintragen:
modul_1
+
{{hc|nano /etc/modules-load.d/meinemodule.conf|
modul_2
+
modul_1
 +
modul_2}}
  
 
==== /etc/pacman.conf ====
 
==== /etc/pacman.conf ====
Zeile 346: Zeile 430:
 
Konfiguration /etc/pacman.conf
 
Konfiguration /etc/pacman.conf
  
Dort wird im Normallfall nichts geändert. Für den Fall das Du die 64bit-Variante gewählt hast, und du weißt das du 32bit-Bibliotheken brauchst, so ist das [multilib]-Repository zu aktivieren. Entferne dazu die Kommentarzeichen in den Zeilen:
+
Dort wird im Normalfall nichts geändert. Für den Fall, dass Du die 64bit-Variante gewählt hast und du weißt, dass du 32bit-Bibliotheken brauchst, so ist das [multilib]-Repository zu aktivieren. Entferne dazu die Kommentarzeichen in den Zeilen:
  
 
  [multilib]
 
  [multilib]
Zeile 352: Zeile 436:
 
  Include = /etc/pacman.d/mirrorlist
 
  Include = /etc/pacman.d/mirrorlist
  
Dieses Repository kann aber noch nicht verwendet werden, bei Verwendung wird man höchstwahrscheinlich eine Fehlermeldung über die nicht Vorhande Datenbankdatei des [multilib] repositories erhalten.
+
Um das [multilib]-Repository verwenden zu können, muss es zunächst geladen werden. Tut man dies nicht, wird man höchstwahrscheinlich eine Fehlermeldung über die nicht vorhandene Datenbankdatei des [multilib]-Repositories erhalten.
  
Um die Pacman Repository Datenbanken neu zu laden, anschließend folgenden Befehl eintippen
+
Um die Pacman Repository Datenbanken neu zu laden, anschließend folgenden Befehl eintippen:
  
 
  pacman -Sy
 
  pacman -Sy
Zeile 362: Zeile 446:
 
Konfiguration /etc/pacman.d/mirrorlist
 
Konfiguration /etc/pacman.d/mirrorlist
  
Bitte die Zeilen auskommentieren, welche Server in deiner Nähe enthalten (Siehe Abschnitt #Germany).
+
Am besten entfernt man vor den Servern in deiner Nähe die # am Anfang der Zeile vor {{ic|1=Server =}} . (Das dürften meist die Einträge im Abschnitt {{ic|## Germany}} sein).
  
 
==== Linux Kernel erzeugen ====
 
==== Linux Kernel erzeugen ====
  
 
  mkinitcpio -p linux
 
  mkinitcpio -p linux
 
Die folgende Meldung kann ignoriert werden:
 
 
bsdcpio: Failed to set default locale
 
  
 
====Root Password====
 
====Root Password====
  
Setzen des Root-Passworts. Man vergewissere sich, dass man es nicht vergißt.
+
Setzen des Root-Passworts. Man vergewissere sich, dass man es nicht vergisst.
passwd  
+
{{hc|passwd|
Enter new UNIX password: geheim
+
Enter new UNIX password: geheim
Retype new UNIX password: geheim
+
Retype new UNIX password: geheim}}
  
 
====Installation des syslinux Bootloader ====
 
====Installation des syslinux Bootloader ====
Falls als Bootloader der Syslinux Bootloader benutzt werden soll so kann der jetzt installiert werden.
+
Wenn bereits ein Linux-Bootloader installiert ist, kann dieser Punkt übersprungen werden. Der bereits vorhandene Bootloader muss natürlich entsprechend konfiguriert werden.
Falls der Grub Bootloader benutzt werden soll so wird die Installation im nächsten Abschnitt beschrieben.
+
 
 +
Falls als Bootloader der Syslinux Bootloader benutzt werden soll, so kann dieser jetzt installiert werden.<br>
 +
Falls der Grub Bootloader benutzt werden soll, so wird die Installation im nächsten Abschnitt beschrieben.<br>
 +
Bei einer GPT-Partitionstabelle muss das Paket gptfdisk zusätzlich installiert werden.
 +
pacman -S gptfdisk
 
  pacman -S syslinux
 
  pacman -S syslinux
 
Mit einem Editor (nano) die Konfigurationsdatei anpassen:
 
Mit einem Editor (nano) die Konfigurationsdatei anpassen:
 
  nano /boot/syslinux/syslinux.cfg
 
  nano /boot/syslinux/syslinux.cfg
 
Die Zeilen APPEND root=/dev/sda3 ro ändern in
 
Die Zeilen APPEND root=/dev/sda3 ro ändern in
  APPEND root=/dev/sda1 ro
+
  APPEND root=/dev/sda1 rw
 +
oder wenn man die LABEL-Partitionsbezeichnung bevorzugt:
 +
APPEND root=LABEL=arch rw
  
 
Anschließend syslinux auf den Bootsektor installieren
 
Anschließend syslinux auf den Bootsektor installieren
 
Bei msdos Partitionstabelle
 
 
  syslinux-install_update -iam
 
  syslinux-install_update -iam
Bei GPT-Partitionstabelle
 
syslinux-install_update -im
 
  
 
=====Manuelle Installation von syslinux=====
 
=====Manuelle Installation von syslinux=====
Falls nicht alles so reibungslos abläuft wie du gedacht hast, kannst du noch Syslinux Manuell installieren. Mounte /dev/sda1 auf deinen Quellverzeichnis z.b mit /boot  
+
 
mit folgenden Befehl syslinux installieren
+
Falls nicht alles reibungslos ablief, kann Syslinux manuell installiert werden.
 +
 
 +
Dazu wird mit dem Programm ''fdisk'' das Bootflag auf die Partition gesetzt, von der die Bootdaten gebootet werden sollen.<br>
 +
Beispiel, um für /dev/sda1 das Bootflag zu setzen:
 +
fdisk /dev/sda
 +
x
 +
a
 +
p
 +
r
 +
w
 +
 
 +
Dann wird die Partition der Bootdaten, wie z. B. /dev/sda1, unter /boot gemountet und der Bootloader installiert.
 +
mount /dev/sda1 /boot
 
  mkdir /boot/syslinux
 
  mkdir /boot/syslinux
 
  extlinux --install /boot/syslinux
 
  extlinux --install /boot/syslinux
 +
 +
Jetzt muss noch der MBR von Syslinux auf die Festplatte geschrieben werden.
 +
cat /usr/lib/syslinux/bios/mbr.bin > /dev/sda
  
 
====Installation des GRUB Bootloaders====
 
====Installation des GRUB Bootloaders====
 +
Falls wie oben beschrieben noch kein Syslinux Bootloader installiert wurde, kann jetzt der Grub Bootloader installiert werden.
  
Falls wie oben beschrieben noch kein syslinux Bootloader installiert wurde kann jetzt der Grub Bootloader installiert werden. Zur Beachtung, falls eine GPT-Partitionstabelle benutzt wird benötigt Grub eine Bios Grub Partition. Eine genaue Beschreibung ist unter [[gpt]]:
+
Auch hier gilt: Wenn bereits ein Linux-Bootloader installiert ist, kann dieser Punkt übersprungen werden. Der bereits vorhandene Bootloader muss natürlich entsprechend konfiguriert werden.
  pacman -S grub-bios
+
 
 +
Zur Beachtung: Falls eine GPT-Partitionstabelle benutzt wird, benötigt Grub eine Bios Grub Partition. Eine genaue Beschreibung ist unter [[gpt]]:
 +
  pacman -S grub (ACHTUNG INSTALLIERT NUR DEN INSTALLER!)
 
  grub-mkconfig -o /boot/grub/grub.cfg
 
  grub-mkconfig -o /boot/grub/grub.cfg
Installieren in den Bootsektor der Festplatte:
 
 
  grub-install /dev/sda
 
  grub-install /dev/sda
  
Zum Schluß das installierte Arch-Linux verlassen und wieder in das Installationsmedium zurückkehren:
+
Sollte '''grub-mkconfig''' dabei eine Fehlermeldung wie
exit
+
  ...
umount /dev/sda1
+
  error: out of memory.
 +
  error: syntax error.
 +
  error: Incorrect command.
 +
  error: syntax error.
 +
  Syntax error at line 164
 +
  ...
 +
 
 +
liefern (siehe auch: [https://bugs.archlinux.org/task/38041 "FS#38041 - grub 1:2.00.1282.g5ae5c54-1 will not generate grub.cfg file syntax errors"], sollte das Anhängen folgender Zeile an '''/etc/default/grub''':
 +
  # fix broken grub.cfg gen
 +
  GRUB_DISABLE_SUBMENU=y
 +
 
 +
und ein erneuter Aufruf von '''grub-mkconfig''' Abhilfe schaffen.
  
 
===Arch Linux neu booten===
 
===Arch Linux neu booten===
 +
Zum Schluss das installierte Arch-Linux verlassen und wieder in das Installationsmedium zurückkehren:
 +
exit
 +
umount /dev/sda1
 +
und neu starten.
 
  reboot
 
  reboot
Hinweis: Man sollte im BIOS die Startreihenfolge zurückstellen z.B. Starten von Festplatte vor CD-Rom oder USB-Stick.
+
Hinweis: Man sollte im BIOS die Startreihenfolge zurückstellen, z.B. Starten von Festplatte vor CD-Rom oder USB-Stick.
  
 
Wenn alles einwandfrei verlaufen ist, wird das Arch Linux-System nun starten und mit einer Login-Eingabe enden.
 
Wenn alles einwandfrei verlaufen ist, wird das Arch Linux-System nun starten und mit einer Login-Eingabe enden.
Zeile 423: Zeile 537:
  
 
Herzlichen Glückwunsch und Willkommen zu Deinem Arch Linux-Basissystem.
 
Herzlichen Glückwunsch und Willkommen zu Deinem Arch Linux-Basissystem.
 +
 +
===Netzwerk erneut herstellen===
 +
Das Netzwerk kann jetzt, wie oben im Kapitel ''Netzwerkverbindung herstellen'', mit dem richtigen Gerätenamen eingerichtet oder wieder mit {{ic|dhcpcd enp4s0}} gestartet werden.
 +
 +
Anmerkung: Sollte die Netzwerk-Verbindung via "netctl -u wireless-wpa" gestartet worden sein, funktioniert dies nach der Installation nicht mehr, da "wpa" nicht mit installiert wird. Dies kann man wie folgt abändern:
 +
Erneutes Starten mit der boot-CD, mounten der root-Partition mit "mount /dev/sda1 /mnt". Dann erneutes verbinden mit dem Netzwerk und installieren des Paketes wpa_supplicant ins root-Verzeichnis: "pacstrap /mnt wpa_supplicant". Nach einem Neustart kann sich nun auch die Festplatteninstallation via wpa mit dem Netzwerk verbinden!
  
 
===Regelmäßiges Aktualisieren===
 
===Regelmäßiges Aktualisieren===
Arch Linux gehört zu den Distributionen, welche sehr schnell aktuelle Softwarepakete zur Verfügung stellt. Darum sollte man ein installiertes Arch Linux mittels pacman aktualisieren und sich angewöhnen, dies regelmäßig zu tun. Es ist sehr hilfreich vorher auf [https://www.archlinux.de/?page=Start Arch Linux - Aktuelle Neuigkeiten] nachzusehen, ob sich etwas Wichtiges am Gesamtsystem oder einzelnen Komponenten geändert hat. Es werden erforderliche Lösungsvorschläge und Anleitungen beschrieben.
+
Arch Linux gehört zu den Distributionen, welche sehr schnell aktuelle Softwarepakete zur Verfügung stellen. Darum sollte man ein installiertes Arch Linux mittels pacman aktualisieren und sich angewöhnen, dies regelmäßig zu tun. Es ist sehr hilfreich, vorher auf [https://www.archlinux.de/?page=Start Arch Linux - Aktuelle Neuigkeiten] nachzusehen, ob sich etwas Wichtiges am Gesamtsystem oder an einzelnen Komponenten geändert hat. Es werden erforderliche Lösungsvorschläge und Anleitungen beschrieben.
  
 
====Der Paketmanager pacman====
 
====Der Paketmanager pacman====
[[Pacman]] ist der '''pac'''kage '''man'''ager von Arch Linux. Pacman ist in C geschrieben, schnell, einfach und extrem mächtig. Er managed das gesamte Paketsystem und verwaltet die Installation, das Löschen, das Downgraden von Paketen uvm.; er ist auch zuständig für die Verwaltung selbst kompilierter Programme, das automatische Lösen von Paket-Abhängigkeiten, sowie das entfernte und lokale Suchen nach Paketen.
+
[[Pacman]] ist der '''pac'''kage '''man'''ager von Arch Linux. Pacman ist in C geschrieben, schnell, einfach und extrem mächtig. Er verwaltet das gesamte Paketsystem, also die Installation, das Löschen, das Downgraden von Paketen u.v.m.; er ist auch zuständig für die Verwaltung selbst kompilierter Programme, das automatische Lösen von Paket-Abhängigkeiten sowie das entfernte und lokale Suchen nach Paketen.
  
 
=====Konfiguration von pacman=====
 
=====Konfiguration von pacman=====
 
* /etc/pacman.conf
 
* /etc/pacman.conf
pacman wird über die Datei <code>/etc/pacman.conf</code> konfiguriert. Siehe weitere Infos unter [[pacman]].
+
pacman wird über die Datei {{ic|/etc/pacman.conf}} konfiguriert. Siehe weitere Infos unter [[pacman]].
* /etc/pacman.d/mirrolist
+
* /etc/pacman.d/mirrorlist
pacman benötigt die Datei <code>/etc/pacman.d/mirrolist</code>, welche die Serveradressen für den Download der Pakete enthält. Siehe weitere Infos unter [[pacman]].
+
pacman benötigt die Datei {{ic|/etc/pacman.d/mirrorlist}}, welche die Serveradressen für den Download von Paketen enthält. Siehe weitere Infos unter [[pacman]].
  
 
===Die Schönheit des Rolling Release===
 
===Die Schönheit des Rolling Release===
Arch Linux ist eine '''Rolling Release''' Distribution, was bedeutet, dass es im Vergleich zu anderen Linux-Distributionen keine Versionsnummern oder -namen gibt. Diese Form der Verwaltung verzichtet darauf, das ganze System neu installieren zu müssen, um es aktuell und damit auch sicher zu halten – man hat es nun selbst in der Hand, jederzeit upzudaten. Die Benutzung eines Rolling-Release setzt auch ein gewisses Maß an Eigenverantwortung voraus, so ist man z.B. gut damit beraten sich vor einer Systemaktualisierung über aktuelle Änderungen oder Schwierigkeiten die dabei auftreten könnten zu informieren. Aktuelle Informationen findet man [https://www.archlinux.de/?page=Start hier]{{Sprache|de}}, [https://bbs.archlinux.de/viewforum.php?id=257 hier]{{Sprache|de}},[https://www.archlinux.org/ hier]{{Sprache|en}} und [https://www.archlinux.org/news/ hier]{{Sprache|en}}. Außerdem ist es empfehlenswert die [https://mailman.archlinux.org/mailman/listinfo/arch-announce Arch-Announce]{{Sprache|en}} Mailingliste zu abonnieren um stets auf dem neuesten Wissenstand etwaige Änderungen betreffend zu sein.
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Arch Linux ist eine '''Rolling Release''' Distribution, was bedeutet, dass es im Vergleich zu anderen Linux-Distributionen keine Versionsnummern oder -namen gibt. Diese Form der Verwaltung verzichtet darauf, das ganze System neu installieren zu müssen, um es aktuell und damit auch sicher zu halten – man hat es nun selbst in der Hand, jederzeit upzudaten. Die Benutzung eines Rolling-Release setzt auch ein gewisses Maß an Eigenverantwortung voraus. So ist man z.B. gut beraten, sich vor einer Systemaktualisierung über aktuelle Änderungen oder Schwierigkeiten, die dabei auftreten könnten, zu informieren. Aktuelle Informationen findet man [https://www.archlinux.de/?page=Start hier]{{Sprache|de}}, [https://bbs.archlinux.de/viewforum.php?id=257 hier]{{Sprache|de}},[https://www.archlinux.org/ hier]{{Sprache|en}} und [https://www.archlinux.org/news/ hier]{{Sprache|en}}. Außerdem ist es empfehlenswert, die [https://mailman.archlinux.org/mailman/listinfo/arch-announce Arch-Announce]{{Sprache|en}} Mailingliste zu abonnieren, um stets auf dem neuesten Wissenstand etwaige Änderungen betreffend zu sein.
  
 
====Achtung bei Systemupdates mit neuem Kernel====
 
====Achtung bei Systemupdates mit neuem Kernel====
Falls der Kernel einem größeren Update unterläuft, werden Module wie zum Beispiel ''' nvidia''' und '''madwifi''' (wird später installiert, falls nötig) unbenutzbar, da die neuen upgedateten Paketversionen solcher Module gegen den neueren Kernel gebildet wurden, aber das System derzeit einen älteren verwendet. Ein Neustart wird nötig sein.
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Falls der Kernel ein größeres Update erfährt, werden Module, wie zum Beispiel ''' nvidia''' und '''madwifi''' (wird später installiert, falls nötig), unbenutzbar, da die neuen, aktualisierten Paketversionen solcher Module gegen den neueren Kernel gebaut wurden, aber das System derzeit einen älteren verwendet. Ein Neustart wird nötig sein.
  
Ebenso könnte nach einer langen Pause ohne Updates bzw. beim Update eines frischen Systems der Fall eintreten, dass gleichzeitig mit dem neuen Kernel andere Programmpakete oder neue Versionen von bereits vorhandenen mitinstalliert werden, die wichtige Neuerungen beinhalten, auf die der neue Kernel angewiesen ist. Dann ist es wahrscheinlich, dass der Kernel zwar aktualisiert wird, aber ''mkinitcpio'' Fehler beim Durchlaufen der Hooks meldet (wie etwa fehlende Udev-Rules beim Hook "filesystems"). Das würde dazu führen, dass das System dann nicht mehr bootet – und etwa von einem anderen Linux-System oder der Live-CD repariert werden muss! Dann genügt es direkt nach dem großen Update das Dateisystem zu aktualisieren und den Kernel nochmal neu zu generieren:
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Ebenso könnte nach einer langen Pause ohne Aktualisierung bzw. bei der Aktualisierung eines frischen Systems der Fall eintreten, dass gleichzeitig mit dem neuen Kernel andere Programmpakete oder neue Versionen von bereits vorhandenen mitinstalliert werden, die wichtige Neuerungen beinhalten, auf die der neue Kernel angewiesen ist. Dann ist es wahrscheinlich, dass der Kernel zwar aktualisiert wird, aber ''mkinitcpio'' Fehler beim Durchlaufen der Hooks meldet (wie etwa fehlende Udev-Regeln beim Hook "filesystems"). Das würde dazu führen, dass das System dann nicht mehr startet und etwa von einem anderen Linux-System oder der Live-CD repariert werden muss! Um dergleichen zu vermeiden, genügt es nach so einem Update i.d.R., den Kernel noch einmal neu zu generieren, und zwar folgendermaßen:
updatedb
+
 
  mkinitcpio -p linux
 
  mkinitcpio -p linux
  
 
===Einen Benutzer hinzufügen und Gruppen wählen===
 
===Einen Benutzer hinzufügen und Gruppen wählen===
Die täglichen Arbeiten sollten nicht mit dem root-Account gemacht werden. Es ist mehr als nur schlechte Handhabung; es ist gefährlich. Root ist für administrative Aufgaben. Deshalb wird nun ein normalen Benutzer hinzugefügt:
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Tägliche Arbeiten sollten nicht mit dem Root-Account gemacht werden, da dieser für administrative Aufgaben vorgesehen ist und ein Arbeiten damit gefährlich sein kann. Deshalb wird nun ein normaler Benutzer hinzugefügt. Beachte, dass Benutzernamen nur Kleinbuchstaben und Sonderzeichen enthalten dürfen:
  
 
In diesem Beispiel heißt der Benutzer duda
 
In diesem Beispiel heißt der Benutzer duda
  
  adduser
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  useradd -m -g users -s /bin/bash duda
Login name for new user []: duda
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Intern hat jeder Benutzer sowas wie eine ID Nummer. Hier im Normalfall mit enter weiter.
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User ID ('UID') [ defaults to next available ]: enter
+
Es gibt die Gruppe users die für alle Benutzer gelten kann. Im Normallfall enter.
+
Initialgroup [ users ]: enter
+
Weitere Gruppen zu den Benutzer hinzufügen:
+
 
+
Die meisten Gruppen sind noch aus historischen Gründen vorhanden. Die Funktion der Gruppen ist mitlerweile durch andere Werkzeuge abgelöst.
+
 
+
Im Normalfall braucht man keine Gruppen zu den Benutzern hinzuzufügen. Es sollte darauf geachtet werden, dass das Paket dbus installiert ist und mit in die Daemonzeile von der Datei /etc/rc.conf eingetragen ist. Zur Beachtung, wenn ein bestimmtes Paket installiert wird und eine Gruppe zu den Benutzer hinzugefügt werden muss, dann wird das angezeigt. Nähere Beschreibung zu Benutzern und Gruppen: [[Benutzer_und_Gruppen]]
+
Additional groups (comma seperated) []: enter
+
 
+
Das Heimatverzeichnis des Benutzers wird angelegt:
+
Home directory [ /home/duda ] enter
+
Shell [ /bin/bash ] enter
+
Wie lange darf der Benutzer das System benutzen? Für immer und ewig enter
+
Expiry date (YYYY-MM-DD) []: enter
+
Eine kurze Zusammenstellung wird angezeigt falls etwas nicht richtig ist, dann mit Strg + c drücken um abzubrechen. Wenn alles richtig ist, dann mit Enter weiter.
+
  
Man kann jetzt, wenn man will, weitere Angaben machen bis zum Passwort.
+
passwd duda
 +
Geben Sie ein neues UNIX-Passwort ein:geheim
 +
Geben Sie das neue UNIX-Passwort erneut ein:geheim
 +
passwd: Passwort erfolgreich geändert
  
Ein Passwort für den Benutzer eingeben.
 
Geben Sie ein neues UNIX-Passwort ein: geheim
 
  
Das Benutzerkonto für den Benutzer duda ist jetzt erstellt.
+
Falls der Benutzer wieder entfernt werden soll, so kann das mit
Falls das Benutzerkonto wieder entfernt werden soll, so kann das mit
+
 
  userdel -r duda
 
  userdel -r duda
 
gemacht werden.
 
gemacht werden.
  
Ein weiteres wichtiges Werkzeug könnte noch installiert werden, um ein Kommando mit Rootrechten auszuführen zu können.
+
Ein weiteres wichtiges Werkzeug könnte noch installiert werden, um ein Kommando mit Root-Rechten ausführen zu können.
 
  pacman -S sudo
 
  pacman -S sudo
Damit der Benutzer das auch durchführen darf, muss eine Konfiguration verändert werden. Eingabe von:
+
Damit der Benutzer Root-Rechte bekommt, muss eine Konfiguration verändert werden. Eingabe von:
 
  EDITOR=nano visudo
 
  EDITOR=nano visudo
 +
oder
 +
nano /etc/sudoers
 
Suchen der folgenden Zeile (steht unterhalb von "## Uncomment to allow members of group wheel to execute any command"):
 
Suchen der folgenden Zeile (steht unterhalb von "## Uncomment to allow members of group wheel to execute any command"):
 
   #%wheel ALL=(ALL) ALL
 
   #%wheel ALL=(ALL) ALL
und entfernen des Kommentatorzeichens und das Leerzeichens.
+
und entfernen des Kommentatorzeichens und des Leerzeichens.
 
  %wheel ALL=(ALL) ALL
 
  %wheel ALL=(ALL) ALL
 
Den Benutzer zu der Gruppe wheel hinzufügen
 
Den Benutzer zu der Gruppe wheel hinzufügen
 
  gpasswd -a duda wheel
 
  gpasswd -a duda wheel
 +
 +
Um dem Nutzer noch Rechte für Audio etc. zu geben, kann er noch in die Gruppen {{ic|audio}}, {{ic|video}}, {{ic|games}}, {{ic|power}} hinzugefügt werden.
  
 
===Weitere notwendige Dienste===
 
===Weitere notwendige Dienste===
  
Jetzt, d.h. bevor wir uns der grafischen Oberfläche und/oder Multimedia zuwenden, ist ein guter Zeitpunkt, ein paar zusätzliche Dienste (DAEMONS) zu installieren.
+
Jetzt, das heißt bevor wir uns der grafischen Oberfläche und/oder Multimedia zuwenden, ist ein guter Zeitpunkt, ein paar zusätzliche Dienste zu installieren und zu aktivieren.
  
  pacman -S acpid dbus ntp avahi cups
+
  # pacman -S acpid ntp dbus avahi cups cronie
  
Diese Dämonen müssen nach der Installation noch in die Datei /etc/rc.conf bei DAEMONS=( ... ) eingetragen werden. Dies gilt für jede Installation von Diensten. Bitte auch nach der Deinstallation nicht mehr benötigter Programme die genannte Datei rc.conf überprüfen und Einträge löschen.
+
Diese Dienste müssen natürlich auch jeweils explizit gestartet werden. Um dies automatisch beim Booten zu tun, muss systemd dazu angewiesen werden. Dies geschieht durch:
  
Es ist wichtig zu wissen, dass die Reihenfolge der Einträge entscheidend für einen reibungslosen Start ist. Es gibt Abhängigkeiten zwischen einzelnen Diensten, d.h. erst muss ein Dienst gestartet sein bevor ein weiterer gestartet werden kann. Ist die Reihenfolge vertauscht, werden beide Dienste nicht ordnungsgemäß ausgeführt. Bei Fehlermeldungen während des Systemstarts bitte die Datei /var/log/daemon.log prüfen.
+
# systemctl enable <Dienstname>
  
  nano /etc/rc.conf
+
Für diese Beispiele:
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 +
# systemctl enable acpid
 +
# systemctl enable ntpd
 +
# systemctl enable avahi-daemon
 +
# systemctl enable org.cups.cupsd.service
 +
 
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 +
Auch ist es sinnvoll, einen Netwerkservice für den Internetzugang automatisch zu laden:
 +
 
 +
Dies können Services wie NetworkManager erledigen. Mehr dazu unter https://wiki.archlinux.de/title/Daemons und unter https://wiki.archlinux.de/title/Daemons/Liste.
  
DAEMONS=(syslog-ng network crond acpid dbus ntpd avahi-daemon cupsd)
+
===Cronjobs ausführen lassen===
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Einige Pakete legen sogenannte Cronjobs an. Das sind Befehle, die zu bestimmten Zeiten automatisch ausgeführt werden. Im Normalfall braucht man sich um die Cronjobs nicht zu kümmern. Mehr zu diesem Thema unter [[cron]]
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systemctl enable cronie
  
 
===Automatische Zeiteinstellung===
 
===Automatische Zeiteinstellung===
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  ntpd -gq
 
  ntpd -gq
  
Die Zeit wird nach wenigen Sekunden korrekt sein.
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Die Zeit wird nach wenigen Sekunden korrekt sein.<br>
 +
Um zu sehen, ob die Uhrzeit nun auch wirklich korrekt ist, kann man folgenden Befehl nutzen:
 +
date
 +
Anschließend die Hardwareuhr oder auch RTC oder CMOS-Uhr auf der Hauptplatine korrigieren.
 +
hwclock -w
  
Wenn man will, dass der Zeitserver jedes Mal beim Einschalten die Zeit korrigieren soll, so kann in der rc.conf in der Daemonzeile ntpd eingetragen werden.
+
Wenn man will, dass der Zeitserver jedes Mal beim Einschalten die Zeit korrigieren soll, so kann der Service automatisch gestartet werden (Siehe Dienste im Abschnitt darüber).
DAEMONS=(hwclock syslog-ng dbus ... ntpd)
+
  
Man muss unterscheiden zwischen einer sogenannten Systemzeit und einer Hardwareuhr auf der Hauptplatine des Rechners. Die Hardwareuhr ist die Cmosuhr oder auch RTC genannt. Die Systemzeit ist die Zeit die der Linuxkernel gerade hat. (Nur so grob). Beim Einschalten übernimmt Linux (Systemzeit) die Hardwareuhrzeit. Umgekehrt beim Runterfahren wird die Systemzeit an die Hardwareuhr wieder übergeben. Damit diese beim Runterfahren des Rechners ebenfalls eingestellt wird muß in der Daemonzeile hwclock eingetragen sein. Zur Beachtung, werden mehrere Betriebssysteme benutzt sollte nur ein Betriebssystem die Hardwareuhr korrigieren.
+
Man muss unterscheiden zwischen einer sogenannten Systemzeit und einer Hardwareuhr auf der Hauptplatine des Rechners. Die Hardwareuhr ist die CMOS-Uhr, auch Echtzeituhr oder RTC (real time clock) genannt. Die Systemzeit ist die Zeit, die der Linuxkernel gerade hat (nur so grob). Beim Einschalten übernimmt Linux (Systemzeit) die Hardwareuhrzeit. Beim Herunterfahren wird die Systemzeit '''nicht''' an die Hardwareuhr wieder übergeben. Zur Beachtung: Werden mehrere Betriebssysteme benutzt, sollte nur ein Betriebssystem die Hardwareuhr korrigieren.
  
Falls die Uhrzeit aus irgendwelchen Gründen nicht stimmen sollte, so löscht man die Datei /var/lib/hwclock/adjtime und führe noch einmal ntpd -gq aus. Beim nächsten runterfahren wird auch die Hardwareuhr richtig gesetzt.
+
Falls die Uhrzeit aus irgendwelchen Gründen nicht stimmen sollte, so löscht man die Datei /etc/adjtime und führe noch einmal ntpd -gq und hwclock -w aus.
  
 
Mehr dazu hier [[NTP]]
 
Mehr dazu hier [[NTP]]
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===Installation und Konfiguration von X===
 
===Installation und Konfiguration von X===
  
Das X Window System (gemeinhin X11, oder einfach nur X) ist ein Netzwerk- und Anzeigeprotokoll, dass das Darstellen von Fenstern auf Bildschirmen erlaubt. Es liefert das Standardwerkzeug, um graphische Benutzeroberflächen (graphical user interfaces oder GUIs) auf Unix-ähnlichen Betriebssystemen zu bilden.
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Das X Window System (gemeinhin X11, oder einfach nur X) ist ein Netzwerk- und Anzeigeprotokoll, das das Darstellen von Fenstern auf Bildschirmen erlaubt. Es liefert das Standardwerkzeug, um grafische Benutzeroberflächen (graphical user interfaces oder GUIs) auf Unix-ähnlichen Betriebssystemen zu bilden.
  
X bietet den grundlegenden Rahmen, oder die Grundfunktion, GUI Umgebungen zu bilden: zeichnen und bewegen von Fenstern auf dem Bildschirm sowie Interaktion mit einer Maus und/oder einer Tastatur. X ordnet nicht das Nutzer-Interface - individuelle Client-Programme bewerkstelligen dies.
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X bietet den grundlegenden Rahmen oder die Grundfunktion, GUI Umgebungen zu bilden: zeichnen und bewegen von Fenstern auf dem Bildschirm sowie Interaktion mit einer Maus und/oder einer Tastatur. X ordnet nicht das Nutzer-Interface - individuelle Client-Programme bewerkstelligen dies.
Nun werden wir mit Hilfe von pacman die Basis-Pakete von Xorg installieren. Dies ist der erste Schritt, eine GUI zu bilden.
+
Nun werden wir mithilfe von pacman die Basis-Pakete von Xorg installieren. Dies ist der erste Schritt, eine GUI zu bilden.
  
Wie man den installiert ist genau hier beschrieben:
+
Mit folgendem Befehl installiert man die dafür notwendigen Basis-Pakete:
  
 
  pacman -S xorg-server xorg-xinit xorg-utils xorg-server-utils
 
  pacman -S xorg-server xorg-xinit xorg-utils xorg-server-utils
  
Jetzt sind die Basispakete installiert, die für die Benutzung des X Servers gebraucht werden. Man sollte zunächst den Treiber der Graphikkarte hinzufügen (z.B. xf86-video-<name>).
 
  
Was für einen Treiber man braucht bekommt man am einfachsten wie folgt heraus:
+
====Grafiktreiber installieren====
 +
 
 +
Jetzt sind die Basispakete installiert, die für die Benutzung des X Servers gebraucht werden. Man sollte zunächst den Treiber der Grafikkarte hinzufügen (z.B. xf86-video-<name>).
 +
 
 +
Welchen Treiber man braucht, bekommt man am einfachsten wie folgt heraus:
 
  lspci |grep VGA
 
  lspci |grep VGA
 
  01:00.0 VGA compatible controller: nVidia Corporation G86 [GeForce 8500 GT] (rev a1)
 
  01:00.0 VGA compatible controller: nVidia Corporation G86 [GeForce 8500 GT] (rev a1)
 
In diesem Beispiel ist das eine nvidia Grafikkarte. Der freie Grafiktreiber dafür nennt sich "nouveau". Das Paket dazu xf86-video-nouveau.
 
In diesem Beispiel ist das eine nvidia Grafikkarte. Der freie Grafiktreiber dafür nennt sich "nouveau". Das Paket dazu xf86-video-nouveau.
  
Wenn man eine Liste aller '''open-source''' Videotreiber braucht, so kann man eingeben:
+
Wenn man eine Liste aller '''open-source''' Videotreiber braucht, so kann man eingeben:
 
  pacman -Ss xf86-video | less
 
  pacman -Ss xf86-video | less
 
Dies ist eine Liste von '''open source''' Treibern und ihren korrespondierenden Chipsets.
 
Dies ist eine Liste von '''open source''' Treibern und ihren korrespondierenden Chipsets.
 
*'''xf86-video-apm'''                  Alliance ProMotion Videotreiber
 
*'''xf86-video-apm'''                  Alliance ProMotion Videotreiber
 
*'''xf86-video-ark'''                    ark Videotreiber
 
*'''xf86-video-ark'''                    ark Videotreiber
*'''xf86-video-ati'''                      ati Videotreiber
+
*'''xf86-video-ati'''                      ati Videotreiber genaueres hier: [[ATI]]
 
*'''xf86-video-chips'''                  Chips and Technologies Videotreiber
 
*'''xf86-video-chips'''                  Chips and Technologies Videotreiber
 
*'''xf86-video-cirrus'''                Cirrus Logic Videotreiber
 
*'''xf86-video-cirrus'''                Cirrus Logic Videotreiber
Zeile 563: Zeile 686:
 
*'''xf86-video-i128'''                    Intel i128 Videotreiber
 
*'''xf86-video-i128'''                    Intel i128 Videotreiber
 
*'''xf86-video-i740'''                    Intel i740 Videotreiber
 
*'''xf86-video-i740'''                    Intel i740 Videotreiber
*'''xf86-video-intel'''              Intel i810/i830/i915/945G/G965+ HDGraphics HDGraphics2 Videotreiber
+
*'''xf86-video-intel'''              Intel i810/i830/i915/945G/G965+ HDGraphics HDGraphics2 HD4000 Videotreiber genaueres hier: [[intel]]
 
*'''xf86-video-imstt'''                    Integrated Micro Solutions Twin Turbo Videotreiber
 
*'''xf86-video-imstt'''                    Integrated Micro Solutions Twin Turbo Videotreiber
 
*'''xf86-video-mga'''                      mga Videotreiber  (Matrox Graphikadapter)
 
*'''xf86-video-mga'''                      mga Videotreiber  (Matrox Graphikadapter)
Zeile 586: Zeile 709:
 
*'''xf86-video-vmware    '''              vmware Videotreiber
 
*'''xf86-video-vmware    '''              vmware Videotreiber
 
*'''xf86-video-voodoo    '''              voodoo Videotreiber
 
*'''xf86-video-voodoo    '''              voodoo Videotreiber
*'''virtualbox-archlinux-additions   ''' Virtualbox Videotreiber
+
*'''virtualbox-guest-utils   ''' Virtualbox Videotreiber
  
Zur Beachtung, der '''vesa''' Treiber ist der Allgemeinste sollte mit fast jedem modernem Chipset funktionieren. Falls man keinen passenden Treiber für den Videochipset finden kann, '''sollte''' vesa funktionieren.
+
Beachte: Der '''vesa''' Treiber ist der allgemeinste und sollte mit fast jedem modernem Chipset funktionieren. Falls man keinen passenden Treiber für das Videochipset finden kann, '''sollte''' vesa funktionieren.
  
Falls man eine nVIDIA oder ATI Videoadapter hat, so könnte man wünschen, die proprietären nVIDIA oder ATI Treiber zu installieren. Die Installation propretärer Videotreiber wird unter [[Nvidia]] und unter [[ATI]] beschrieben.
+
Falls man eine nVIDIA oder ATI Videoadapter hat, besteht auch die Möglichkeit, die proprietären nVIDIA oder ATI Treiber zu installieren. Die Installation proprietärer Videotreiber wird unter [[Nvidia]] und unter [[ATI]] beschrieben.
  
 
Installieren des passenden Videotreibers z.B.:
 
Installieren des passenden Videotreibers z.B.:
  pacman -S xf86-video-intel
+
  pacman -S xf86-video-nouveau
 +
 +
*Falls man immer noch nicht weiß, welcher Videotreiber zu installieren ist, so kann man die gesamte Videotreiber-Pakete-Gruppe installieren. Xorg lädt dann selbst den passenden Treiber.
 +
pacman -S xorg-drivers
 +
 
 +
 
 +
====Sonstige Treiber====
 +
 
 +
Bei manchen Laptops kann es mit dem Touchpad zu Problemen kommen. Xorg stellt hierfür auch einen Touchpad-Treiber zur Verfügung. Sollte das Touchpad nur eingeschränkt funktionieren, kann dieser auch ganz zum Schluss noch nachinstalliert werden.
 +
 
 +
pacman -S xf86-input-synaptics
 +
 
 +
====Deutsche Tastaturbelegung einstellen====
 +
 
 +
{{hinweis|Seit der Einführung von systemd kann die Tastaturbelegung statt über Änderung der 20-keyboard.conf auch mit dem Befehl '''localectl set-x11-keymap <layout> <model> <variant> <options>''' eingestellt werden.}}
  
*Falls man immer noch nicht weiß, welcher Videotreiber zu installieren ist, so kann man die gesamte Videotreiber-Pakete-Gruppe installieren, Xorg sucht sich den dann selber raus.
+
'''Über 20-keyboard.conf'''
pacman -S xorg-video-drivers
+
  
===Deutsche Tastaturbelegung einstellen===
+
Eine Datei erzeugen /etc/X11/xorg.conf.d/20-keyboard.conf und folgendes hinzufügen:
Folgende Zeilen in der Datei /etc/X11/xorg.conf.d/10-evdev.conf hinzufügen:
+
  
 
  Section "InputClass"
 
  Section "InputClass"
    Identifier "evdev keyboard catchall"
+
      Identifier "keyboard"
    MatchIsKeyboard "on"
+
      MatchIsKeyboard "yes"
    MatchDevicePath "/dev/input/event*"
+
      Option "XkbLayout" "de"
    Driver "evdev"
+
      Option "XkbModel" "pc105"
    Option "XkbLayout" "de"
+
      Option "XkbVariant" "de_nodeadkeys"
    Option "XkbVariant" "nodeadkeys"
+
 
  EndSection
 
  EndSection
  
Man kann eine bessere Schrift installieren.
+
'''Oder über localectl set-x11-keymap'''
 +
 
 +
localectl list-x11-keymap-layouts |less
 +
 
 +
Zeigt eine Liste mit allen verfügbaren Tastaturlayouts. Mehrere Layouts können durch Komma getrennt angegeben werden. de sollte für deutsche Tastaturen funktionieren.
 +
 
 +
 
 +
localectl list-x11-keymap-models |less
 +
 
 +
Zeigt eine Liste mit allen verfügbaren Tastaturmodellen. pc104 oder pc105 sollte ohne zusätzliche Tasten standartmäßig funktionieren. Für Tastaturen mit speziellen zusätzlichen Tasten muss man um sie zu benutzen das richtige Model finden.
 +
 
 +
 +
localectl list-x11-keymap-variants |less
 +
 
 +
Zeigt eine Liste mit allen verfügbaren Tastaturvarianten. de_nodeadkeys sollte für deutsche Tastaturen funktionieren.
 +
 
 +
 
 +
localectl list-x11-keymap-options |less
 +
 
 +
Zeigt eine Liste mit allen verfügbaren zusätzlichen Tastaturoptionen. Muss nicht angegeben werden. Sollten mehrere Tastaturlayouts verwendet werden, können zum Beispiel Optionen zum hin- und herwechseln zwischen den Layouts über Tastenkombinationen angegeben werden. Mit grp:alt_shift_toggle wechselt man dann mit alt+shift zwischen den Layouts.
 +
 
 +
 
 +
localectl set-x11-keymap [layout] [model] [variant] [options]
 +
 
 +
setzt die Parameter.
 +
 
 +
 
 +
Nach obigem Beispiel für eine deutsche Standardtastatur, einem einzelnen Layout, ohne zusätzliche Optionen oder Tasten folgende Eingabe:
 +
 
 +
localectl set-x11-keymap de pc105 de_nodeadkeys
 +
 
 +
{{hinweis|Stand 23.9.2015 funktioniert de_nodeadkeys nicht. Stattdessen nodeadkeys verwenden, das funktioniert.}}
 +
 
 +
===[Optional] Schönere Schriftarten installieren===
 +
 
 
  pacman -S ttf-dejavu
 
  pacman -S ttf-dejavu
 +
 
Empfehlenswert ist der Artikel über [[Schriftarten]].
 
Empfehlenswert ist der Artikel über [[Schriftarten]].
===== ~/.xinitrc =====
+
 
Falls man keine ~/.xinitrc hat, so kann man eine erstellen, oder die Beispieldatei aus /etc/skel/ in das Home-Verzeichnis kopieren:
+
===Den Desktop oder Fenstermanager installieren===
  cp /etc/skel/.xinitrc /home/duda/
+
Archlinux bietet mehrere Desktops zur Auswahl an. Man kann seinen Desktop wählen (hier als Beispiel: Xorg, KDE, Gnome, Xfce und LXDE.
*ANMERKUNG: ''Wenn die Datei ~/.xinitrc fehlt, wird automatisch auf /etc/X11/xinit/xinitrc zurückgegriffen. Diese Datei nutzt standardmäßig TWM und Xterm.''
+
 
 +
 
 +
====Der Xorg Desktop====
 +
 
 +
=====Xserver installieren=====
 +
 
 +
Zusätzliche Pakete müssen Installiert werden:
 +
 
 +
pacman -S xorg-twm xorg-xclock xterm
 +
 
 +
 
 +
 
 +
=====Xserver starten=====
 +
 
 +
Der Xorg-Startmanager muss in die .xinitrc eingetragen werden.
 +
 
 +
Falls man keine ~/.xinitrc hat, so kann man diese erstellen oder die Beispieldatei aus /etc/skel/ in das Home-Verzeichnis kopieren:
 +
 
 +
  cp /etc/skel/.xinitrc /home/duda
 +
 
 +
*Anmerkung: ''Wenn die Datei ~/.xinitrc fehlt, wird automatisch auf /etc/X11/xinit/xinitrc zurückgegriffen. Diese Datei nutzt standardmäßig TWM und Xterm.''
  
 
Bearbeiten der Datei /home/Benutzername/.xinitrc '''als normaler Nutzer''', um zu bestimmen, welches X-Server-Ereignis durch den 'startx'-Befehl aufgerufen werden soll.
 
Bearbeiten der Datei /home/Benutzername/.xinitrc '''als normaler Nutzer''', um zu bestimmen, welches X-Server-Ereignis durch den 'startx'-Befehl aufgerufen werden soll.
Zeile 622: Zeile 811:
 
  nano ~/.xinitrc
 
  nano ~/.xinitrc
  
Es könnte dann so aussehen, hier zum Beispiel start des xfce Desktops:
+
Es könnte dann so aussehen, hier zum Beispiel start xservers:
  
 
  #!/bin/sh
 
  #!/bin/sh
Zeile 631: Zeile 820:
 
  #
 
  #
 
  # Für Xserver alleine:
 
  # Für Xserver alleine:
  # exec xterm
+
  exec xterm
 
  # Für Gnome:
 
  # Für Gnome:
  # exec ck-launch-session gnome-session
+
  # exec gnome-session
 
  # Für KDE:
 
  # Für KDE:
 
  # exec startkde
 
  # exec startkde
 
  # Für xfce:
 
  # Für xfce:
  exec ck-launch-session dbus-launch --exit-with-session startxfce4
+
  # exec startxfce4
 +
# Für LXDE:
 +
# exec startlxde
 +
# und Andere:
 +
# exec icewm
 +
# exec blackbox
 +
# exec fluxbox
 +
 
 +
''Sicherstellen, dass nur eine '''exec'''-Zeile in ~/.xinitrc auskommentiert ist!''
 +
 
 +
Da man noch als root angemeldet ist, muss man sich erst abmelden.
 +
logout
 +
Ein neues Login wird angezeigt. Man kann sich jetzt als Benutzer anmelden.
 +
myhost login : duda
 +
 
 +
 
 +
xserver starten mit:
 +
startx
 +
 
 +
Jetzt wird ein sehr spartanisches grafisches Bild mit einer Uhr und einem Terminal angezeigt.
 +
 
 +
*Eine detaillierte Anleitung zum Xorg Server findet man hier: [[Xorg]].
 +
 
 +
====Der KDE Desktop====
 +
 
 +
 
 +
=====Installation=====
 +
 
 +
 
 +
Mit diesem Befehl wird KDE Plasma 5 und das deutsche Sprachpaket installiert:
 +
 
 +
pacman -S plasma kde-l10n-de
 +
 
 +
Die KDE Softwaresammlung kann folgendermaßen installiert werden:
 +
 
 +
pacman -S kde-applications
 +
 
 +
"plasma" und "kde-applications" sind Paketgruppen. Welche Pakete dieser Gruppen installiert werden sollen, wird während der Installation abgefragt.
 +
 
 +
 
 +
KDE empfiehlt SDDM (Simple Desktop Display Manager) als Display Manager. Um SDDM zu installieren, muss Folgendes ausgeführt werden:
 +
 
 +
pacman -S sddm
 +
 
 +
Es bietet sich an, SDDM mit den Systemeinstellungen von KDE zu konfigurieren. Dafür muss das entsprechende "KConfig Module" installiert werden:
 +
 
 +
  pacman -S sddm-kcm
 +
 
 +
Danach kann SDDM unter
 +
Systemeinstellungen -> Starten und Beenden -> Anmeldebildschirm (SDDM)
 +
(aber auch in /etc/sddm.conf) konfiguriert werden.
 +
 
 +
=====Start des KDE Desktops=====
 +
 
 +
Der KDE desktop lässt sich entweder über den startx Befehl unter Änderung der ~/.xinitrc ändern oder komfortabler automatisch beim Start als Service von Systemd starten lassen.
 +
 
 +
======Über startx======
 +
 
 +
Falls man keine ~/.xinitrc hat, so kann man diese erstellen oder die Beispieldatei aus /etc/skel/ in das Home-Verzeichnis kopieren:
 +
 
 +
cp /etc/skel/.xinitrc /home/duda
 +
 
 +
*Anmerkung: ''Wenn die Datei ~/.xinitrc fehlt, wird automatisch auf /etc/X11/xinit/xinitrc zurückgegriffen. Diese Datei nutzt standardmäßig TWM und Xterm.''
 +
 
 +
Bearbeiten der Datei /home/Benutzername/.xinitrc '''als normaler Nutzer''', um zu bestimmen, welches X-Server-Ereignis durch den 'startx'-Befehl aufgerufen werden soll.
 +
 
 +
nano ~/.xinitrc
 +
 
 +
Es könnte dann so aussehen, hier zum Beispiel start KDE:
 +
 
 +
#!/bin/sh
 +
#
 +
# ~/.xinitrc
 +
#
 +
# Executed by startx (run your window manager from here)
 +
#
 +
# Für Xserver alleine:
 +
# exec xterm
 +
# Für Gnome:
 +
# exec gnome-session
 +
# Für KDE:
 +
exec startkde
 +
# Für xfce:
 +
# exec startxfce4
 
  # Für LXDE:
 
  # Für LXDE:
 
  # exec startlxde
 
  # exec startlxde
Zeile 647: Zeile 919:
 
''Sicherstellen, dass nur eine '''exec'''-Zeile in Deiner ~/.xinitrc auskommentiert ist!''
 
''Sicherstellen, dass nur eine '''exec'''-Zeile in Deiner ~/.xinitrc auskommentiert ist!''
  
Falls man den xserver mal testen möchte so kann man folgende Pakete installieren:
+
Da man noch als root angemeldet ist, muss man sich erst abmelden.
pacman -S xorg-twm xorg-xclock xterm
+
Da man noch als root angemeldet ist, muß man sich erst abmelden.
+
 
  logout  
 
  logout  
 
Ein neues login wird angezeigt. Man kann sich jetzt als Benutzer anmelden.
 
Ein neues login wird angezeigt. Man kann sich jetzt als Benutzer anmelden.
 
  myhost login : duda
 
  myhost login : duda
  
xserver starten mit:
+
 
 +
KDE starten mit:
 
  startx
 
  startx
  
Jetzt wird ein sehr spartanisches grafisches Bild angezeigt mit einer Uhr und einem Terminal.
 
  
*Eine detailierte Anleitung zum Xorg Server findet ihr auch hier: [[Xorg]].
+
======Über Service von Systemd automatisch starten======
 +
 
 +
Befehl eingeben:
 +
 
 +
systemctl enable sddm
 +
 
 +
Beim Neustart wird KDE automatisch mit geladen.
 +
 
 +
Mehr Informationen unter [[Kde]] und [[Login-Manager]].
 +
 
 +
====Der Gnome Desktop====
 +
 
 +
 
 +
=====Installation=====
 +
 
 +
 
 +
Mit diesem Befehl werden Gnome und seine Erweiterungen installiert:
 +
 
 +
pacman -S gnome gnome-extra
 +
 
 +
 
 +
=====Start des Gnome Desktops=====
 +
 
 +
Der Gnome Desktop lässt sich entweder über den startx Befehl unter Änderung der ~/.xinitrc ändern oder komfortabler automatisch beim Start als Service von Systemd starten lassen.
 +
 
 +
======Über startx======
 +
 
 +
Falls man keine ~/.xinitrc hat, so kann man diese erstellen oder die Beispieldatei aus /etc/skel/ in das Home-Verzeichnis kopieren:
 +
 
 +
cp /etc/skel/.xinitrc /home/duda
 +
 
 +
*Anmerkung: ''Wenn die Datei ~/.xinitrc fehlt, wird automatisch auf /etc/X11/xinit/xinitrc zurückgegriffen. Diese Datei nutzt standardmäßig TWM und Xterm.''
 +
 
 +
Bearbeiten der Datei /home/Benutzername/.xinitrc '''als normaler Nutzer''', um zu bestimmen, welches X-Server-Ereignis durch den 'startx'-Befehl aufgerufen werden soll.
 +
 
 +
nano ~/.xinitrc
 +
 
 +
Es könnte dann so aussehen, hier zum Beispiel startet Gnome:
 +
 
 +
#!/bin/sh
 +
#
 +
# ~/.xinitrc
 +
#
 +
# Executed by startx (run your window manager from here)
 +
#
 +
# Für Xserver alleine:
 +
# exec xterm
 +
# Für Gnome:
 +
exec gnome-session
 +
# Für KDE:
 +
# exec startkde
 +
# Für xfce:
 +
# exec startxfce4
 +
# Für LXDE:
 +
# exec startlxde
 +
# und Andere:
 +
# exec icewm
 +
# exec blackbox
 +
# exec fluxbox
 +
 
 +
''Sicherstellen, dass nur eine '''exec'''-Zeile in ~/.xinitrc auskommentiert ist!''
 +
 
 +
Da man noch als root angemeldet ist, muss man sich erst abmelden.
 +
logout
 +
Ein neues Login wird angezeigt. Man kann sich jetzt als Benutzer anmelden.
 +
myhost login : duda
 +
 
 +
 
 +
Gnome starten mit:
 +
startx
 +
 
 +
 
 +
======Über Service von Systemd automatisch starten======
 +
 
 +
Befehl eingeben:
 +
 
 +
systemctl enable gdm
 +
 
 +
Beim Neustart wird Gnome automatisch mit geladen.
 +
 
 +
Mehr Informationen unter [[GNOME]] und [[Login-Manager]].
 +
 
 +
====Der Xfce Desktop====
 +
 
 +
 
 +
=====Installation=====
 +
 
 +
 
 +
Mit diesem Befehl wird Xfce mit Extras und fehlenden Icons installiert:
 +
 
 +
pacman -S xfce4 xfce4-goodies human-icon-theme
 +
 
 +
'''Hinweis:''' Hier am besten alle Pakete (aktuell 23 Stück) installieren.
 +
 
 +
=====Start des Xfce Desktops=====
 +
 
 +
Der Xfce Desktop lässt sich über den 'startx'-Befehl unter Änderung der ~/.xinitrc starten.
 +
 
 +
======Über startx======
 +
 
 +
Falls man keine ~/.xinitrc hat, so kann man diese erstellen oder die Beispieldatei aus /etc/skel/ in das Home-Verzeichnis kopieren:
 +
 
 +
cp /etc/skel/.xinitrc /home/duda
 +
 
 +
*Anmerkung: ''Wenn die Datei ~/.xinitrc fehlt, wird automatisch auf /etc/X11/xinit/xinitrc zurückgegriffen. Diese Datei nutzt standardmäßig TWM und Xterm.''
 +
 
 +
Bearbeiten der Datei /home/Benutzername/.xinitrc '''als normaler Nutzer''', um zu bestimmen, welches X-Server-Ereignis durch den 'startx'-Befehl aufgerufen werden soll.
 +
 
 +
nano ~/.xinitrc
 +
 
 +
Es könnte dann so aussehen, hier zum Beispiel startet Xfce:
 +
 
 +
#!/bin/sh
 +
#
 +
# ~/.xinitrc
 +
#
 +
# Executed by startx (run your window manager from here)
 +
#
 +
# Für Xserver alleine:
 +
# exec xterm
 +
# Für Gnome:
 +
# exec gnome-session
 +
# Für KDE:
 +
# exec startkde
 +
# Für xfce:
 +
exec startxfce4
 +
# Für LXDE:
 +
# exec startlxde
 +
# und Andere:
 +
# exec icewm
 +
# exec blackbox
 +
# exec fluxbox
 +
 
 +
''Sicherstellen, dass nur eine '''exec'''-Zeile in ~/.xinitrc auskommentiert ist!''
 +
 
 +
Da man noch als root angemeldet ist, muss man sich erst abmelden.
 +
logout
 +
Ein neues Login wird angezeigt. Man kann sich jetzt als Benutzer anmelden.
 +
myhost login : duda
 +
 
 +
 
 +
Xfce starten mit:
 +
startx
 +
 
 +
======Über Systemdservice automatisch starten, mit SLiM als Loginmanager======
 +
 
 +
Installation von SLiM
 +
 
 +
pacman -S slim
 +
 
 +
Konfigurieren von SLiM
 +
 
 +
nano /etc/slim.conf
 +
 
 +
Hier suchen, ob vor der Zeile sessiondir /usr/share/xsessions/ ein # Zeichen steht. Falls ja, dieses entfernen.
 +
 
 +
Hinweis: Die Zeile sollte standardmäßig nicht kommentiert sein und muss normalerweise nicht mehr angepasst werden.
 +
 
 +
 
 +
Anschließend muss nur noch die Datei ~/.xinitrc angepasst werden, da SLiM darauf zurückgreift:
 +
 
 +
Falls man keine ~/.xinitrc hat, so kann man diese erstellen oder die Beispieldatei aus /etc/skel/ in das Home-Verzeichnis kopieren:
 +
 
 +
cp /etc/skel/.xinitrc /home/duda
 +
 
 +
*Anmerkung: ''Wenn die Datei ~/.xinitrc fehlt, wird automatisch auf /etc/X11/xinit/xinitrc zurückgegriffen. Diese Datei nutzt standardmäßig TWM und Xterm.''
 +
 
 +
Bearbeiten der Datei /home/Benutzername/.xinitrc '''als normaler Nutzer''':
 +
 
 +
nano ~/.xinitrc:
 +
 
 +
#!/bin/sh
 +
#
 +
# ~/.xinitrc
 +
#
 +
# Executed by startx (run your window manager from here)
 +
#
 +
# Für Xserver alleine:
 +
# exec xterm
 +
# Für Gnome:
 +
# exec gnome-session
 +
# Für KDE:
 +
# exec startkde
 +
# Für xfce:
 +
exec startxfce4
 +
# Für LXDE:
 +
# exec startlxde
 +
# und Andere:
 +
# exec icewm
 +
# exec blackbox
 +
# exec fluxbox
 +
 
 +
 
 +
 
 +
''Sicherstellen, dass nur die Zeile exec startxfce4 in ~/.xinitrc auskommentiert ist!''
 +
 
 +
 
 +
Jetzt kann man mit dem Befehl
 +
 
 +
systemctl enable slim
 +
 
 +
den Loginmanager beim Start automatisch laden lassen.
 +
 
 +
 
 +
Beim Neustart wird SLiM automatisch mit geladen.
 +
 
 +
 
 +
 
 +
Mehr Informationen unter [[Xfce]] und [[Login-Manager]].
 +
 
 +
====Der LXDE Desktop====
 +
 
 +
 
 +
=====Installation=====
 +
 
 +
 
 +
Mit diesem Befehl wird LXDE mit Extras und fehlenden Icons installiert:
 +
 
 +
pacman -S lxde
 +
 
 +
 
 +
=====Start des LXDE Desktops=====
 +
 
 +
Der LXDE Desktop lässt sich entweder über den startx Befehl unter Änderung der ~/.xinitrc ändern oder komfortabler automatisch beim Start als Service von Systemd starten lassen.
 +
 
 +
======Über startx======
 +
 
 +
Falls man keine ~/.xinitrc hat, so kann man diese erstellen oder die Beispieldatei aus /etc/skel/ in das Home-Verzeichnis kopieren:
 +
 
 +
cp /etc/skel/.xinitrc /home/duda
 +
 
 +
*Anmerkung: ''Wenn die Datei ~/.xinitrc fehlt, wird automatisch auf /etc/X11/xinit/xinitrc zurückgegriffen. Diese Datei nutzt standardmäßig TWM und Xterm.''
 +
 
 +
Bearbeiten der Datei /home/Benutzername/.xinitrc '''als normaler Nutzer''', um zu bestimmen, welches X-Server-Ereignis durch den 'startx'-Befehl aufgerufen werden soll.
 +
 
 +
nano ~/.xinitrc
 +
 
 +
Um LXDE zu starten, könnte die Datei so aussehen:
 +
 
 +
#!/bin/sh
 +
#
 +
# ~/.xinitrc
 +
#
 +
# Executed by startx (run your window manager from here)
 +
#
 +
# Für Xserver alleine:
 +
# exec xterm
 +
# Für Gnome:
 +
# exec gnome-session
 +
# Für KDE:
 +
# exec startkde
 +
# Für xfce:
 +
# exec startxfce4
 +
# Für LXDE:
 +
exec startlxde
 +
# und Andere:
 +
# exec icewm
 +
# exec blackbox
 +
# exec fluxbox
 +
 
 +
''Sicherstellen, dass nur eine '''exec'''-Zeile in ~/.xinitrc auskommentiert ist!''
 +
 
 +
Da man noch als Root angemeldet ist, muss man sich erst abmelden.
 +
logout
 +
Ein neues Login wird angezeigt. Man kann sich jetzt als Benutzer anmelden.
 +
myhost login : duda
 +
 
 +
 
 +
LXDE starten mit:
 +
startx
 +
 
 +
 
 +
======Über Service von Systemd automatisch starten======
 +
 
 +
Befehl eingeben:
 +
 
 +
systemctl enable lxdm
 +
 
 +
Beim Neustart wird LXDM automatisch gestartet.
 +
Mehr Informationen unter [[LXDE]] und [[Login-Manager]].
 +
 
 +
====Weitere Fenstermanager====
 +
 
 +
Weitere Fenstermanager können hier angesehen werden:
 +
[https://wiki.archlinux.de/title/Kategorie:Fenstermanager Fenstermanager]
  
Weil ein Rechner nur sehr selten ohne eine grafische Benutzeroberfläche benutzt wird, sollte an dieser Stelle ein grafisches Desktop (kde, gnome, xfce) oder ein Windowmanager installiert werden.
 
Zu den verschiedenen Desktop und Windowmanagern gibt es weitere detailierte wiki Einträge.
 
  
* [[Kde]]
 
* [[GNOME]]
 
* [[Xfce]]
 
* [[LXDE]]
 
* [https://wiki.archlinux.de/title/Kategorie:Fenstermanager Fenstermanager]
 
  
 
===Installation und Konfiguration von ALSA===
 
===Installation und Konfiguration von ALSA===
  
 
===Konfiguration der Audiokarte mit Alsamixer===
 
===Konfiguration der Audiokarte mit Alsamixer===
Die Advanced Linux Sound Architecture (ALSA) ist eine Komponente im Linux Kernel. Neben der Bereitstellung von Soundtreibern bündelt ALSA auch eine "user space library" für Programmierer die auf eine höherliegende API zugreifen möchten und nicht direkt auf die Befehle des Kernels zugreifen möchten. Das alsa-utils Paket enthält alsamixer, welche die Einstellungen deiner Soundkarte über die Konsole zulassen. (Möglicherweise wirst du später alsamixer von deiner grafischen Umgebung ausführen.)
+
Die Advanced Linux Sound Architecture (ALSA) ist eine Komponente im Linux Kernel. Neben der Bereitstellung von Soundtreibern bündelt ALSA auch eine "user space library" für Programmierer, die auf eine höher liegende API zugreifen möchten und nicht direkt auf die Befehle des Kernels zugreifen möchten. Das alsa-utils Paket enthält alsamixer, welches die Einstellungen deiner Soundkarte über die Konsole zulässt. (Möglicherweise wirst du später alsamixer von deiner grafischen Umgebung ausführen.)
  
Die Installation von Alsa ist wie folgt:
+
Die Installation von ALSA erfolgt mit:
  pacman -S alsa-lib alsa-utils
+
  pacman -S alsa-utils
Um die Regler zu verändern kann man alsamixer aufrufen.
+
Der Benutzer duda muss in der Gruppe audio sein.
 +
gpasswd -a duda audio
 +
Um die Regler zu verändern, kann man alsamixer aufrufen.
 
  alsamixer
 
  alsamixer
Eine detailierte Installationsanleitung findet man hier:
+
Eine detaillierte Installationsanleitung findet man hier:
  
 
* [[Alsa]]
 
* [[Alsa]]
  
 
==CPU Frequenz Skalierung==
 
==CPU Frequenz Skalierung==
Moderne Prozessoren können ihre Frequenz und Spannung reduzieren, um Hitze und Stromverbrauch zu reduzieren. Weniger Hitze führt zu einem leiserem System. Bei Laptops und Netbooks zu längeren Akkulaufzeiten.
+
Moderne Prozessoren können ihre Frequenz und Spannung reduzieren, um Hitze und Stromverbrauch zu vermindern. Weniger Hitze führt zu einem leiserem System, bei Laptops und Netbooks zudem zu längeren Akkulaufzeiten.
  
Im Normalfall wird das entsprechende Modul automatisch geladen. Die CPU wird nach Bedarf schneller getaktet. Man kann überprüfen mit welcher Frequenz die CPU arbeitet:
+
Im Normalfall wird das entsprechende Modul automatisch geladen. Die CPU wird nach Bedarf schneller getaktet. Man kann überprüfen, mit welcher Frequenz die CPU arbeitet:
 
  grep MHz /proc/cpuinfo
 
  grep MHz /proc/cpuinfo
Die Ausgabe für eine 2 Kern CPU die mit 2Ghz läuft sieht so aus:
+
Die Ausgabe für eine 2 Kern CPU, die mit 2Ghz läuft, sieht so aus:
 
  cpu MHz  : 1998.000
 
  cpu MHz  : 1998.000
 
  cpu MHz  : 1998.000
 
  cpu MHz  : 1998.000
  
Falls die CPU nicht zufriedenstellend läuft so kann geprüft werden ob die entsprechenden Module geladen sind <br>
+
Falls die CPU nicht zufriedenstellend läuft, kann geprüft werden, ob die entsprechenden Module geladen sind.<br>
Für Intel CPUs:
+
'''Achtung: Seit Linux 3.7 ist powernow-k8 veraltet und wird durch acpi_cpufreq ersetzt!'''<br>
 
  lsmod | grep acpi
 
  lsmod | grep acpi
 
  acpi_cpufreq
 
  acpi_cpufreq
Für AMD CPUs:
+
Wenn das entsprechende Modul nicht geladen ist, kann dies nachgeholt werden:<br>
lsmod | grep power
+
powernow-k8
+
Wenn das entsprechende Modul nicht geladen ist so kann das nachgeholt werden:<br>
+
Bei Intel CPUs
+
 
  modprobe acpi-cpufreq
 
  modprobe acpi-cpufreq
oder bei AMD CPUs
+
Damit dieses Modul auch nach einem Neustart funktioniert, kann man unter /etc/modules-load.d/ eine neue Datei anlegen, z. B. moduleladen.conf, und folgenden Eintrag dort hinzufügen:
modprobe powernow-k8
+
Damit das beim nächsten Neustart wieder funktioniert kann ein Eintrag in der Datei /etc/modules-load.d/moduleladen.conf hinzugefügt werden:
+
 
  acpi-cpufreq
 
  acpi-cpufreq
bzw.
 
powernow-k8
 
  
 
==Weitere Verbesserungen für Notebooks==
 
==Weitere Verbesserungen für Notebooks==
 
ACPI-Support wird gebraucht, falls man einige spezielle Funktionen eines Notebooks nutzen möchte (z.B. Schlafen; Schlafen, wenn der Deckel geschlossen wird; spezielle Tasten...). Installieren von acpid:
 
ACPI-Support wird gebraucht, falls man einige spezielle Funktionen eines Notebooks nutzen möchte (z.B. Schlafen; Schlafen, wenn der Deckel geschlossen wird; spezielle Tasten...). Installieren von acpid:
 
  pacman -S acpid
 
  pacman -S acpid
und einfügen des Dämons in /etc/rc.conf (acpid). Starten kann man den mit
+
aktivieren des Service
  sudo rc.d start acpid
+
sudo systemctl enable acpid
 +
und starten
 +
  sudo systemctl start acpid
  
Sehr sinnvoll ist es auch die [[Laptop Mode Tools]] zu installieren.
+
Genauere Informationen über Arch Linux auf verschiedenen Laptops können hier gefunden werden: [https://wiki.archlinux.org/index.php/HCL/Laptops Hardware Kompatiblitätsliste Laptops]{{Sprache|en}}
pacman -S laptop-mode-tools
+
und konfigurieren über die gut kommentierte
+
/etc/laptop-mode/laptop-mode.conf
+
 
+
Mehr spezifische Information über Arch Linux auf verschiedenen Laptops kann hier gefunden werden: [https://wiki.archlinux.org/index.php/HCL/Laptops Hardware Kompatiblitätsliste Laptops]{{Sprache|en}}
+
  
 
==Runterfahren mittels des Powerknopfes==
 
==Runterfahren mittels des Powerknopfes==
Falls der Rechner nicht runterfährt wenn der Powerknopf betätigt wird. Das zu ändern kann das Paket acpid installiert werden.
+
Falls der Rechner nicht herunterfährt, wenn der Powerknopf betätigt wird, siehe: [[Rechner per Power Knopf runterfahren]]
pacman -S acpid
+
Eintrag in der Daemonzeile von rc.conf (..acpid ..).
+
 
+
Ändern des Abschnitts button/power in der Konfigurationsdatei /etc/acpi/handler.sh wie folgt:
+
case "$1" in
+
    button/power)
+
        #echo "PowerButton pressed!">/dev/tty5
+
        case "$2" in
+
            PBTN|PWRF)  logger "PowerButton pressed: $2"
+
                        /sbin/halt;;
+
            *)          logger "ACPI action undefined: $2" ;;
+
        esac
+
  
 
==PC-Lautsprecher abstellen==
 
==PC-Lautsprecher abstellen==
Wenn man den internen Lautsprecher des Computers abstellen möchte, blacklistet man das Kernelmodul:
+
Wenn man den internen Lautsprecher des Computers abstellen möchte, schließt man das entsprechende Kernelmodul aus (blacklist):
  
 
Folgende Zeile in die /etc/modprobe.d/modprobe.conf eintragen:
 
Folgende Zeile in die /etc/modprobe.d/modprobe.conf eintragen:
Zeile 753: Zeile 1.279:
 
  pacman -S firefox firefox-i18n-de
 
  pacman -S firefox firefox-i18n-de
  
Zusätzlich 'flashplugin' und 'icedtea-web-java7':
+
Zusätzlich 'flashplugin' und 'icedtea-web':
  
  pacman -S flashplugin icedtea-web-java7
+
  pacman -S flashplugin icedtea-web
  
Thunderbird ist nützlich, um E-Mails zu verwalten. Wenn man GNOME benutzt, könnte noch Epiphany und Evolution interessant sein. Für KDE-Nutzer wäre Kmail die erste Wahl. Wenn man etwas völlig anderes möchte, kann man noch Opera verwenden. Wenn man rein auf der Kommandozeile arbeitet, gibt es immer noch text-basierte Browser wie ELinks, Links und Lynx, oder Mutt für E-Mails. Pidgin (früher als Gaim bekannt), Empathy und Kopete sind gute Instant Messengers für GNOME bzw. KDE. PSI und Gajim reichen völlig, wenn nur Jabber oder Google Talk benutzt wird.
+
Thunderbird ist nützlich, um E-Mails zu verwalten. Wenn man GNOME benutzt, könnten noch Epiphany und Evolution interessant sein. Für KDE-Nutzer wäre Kmail die erste Wahl. Wenn man etwas völlig anderes möchte, kann man noch Opera verwenden. Wenn man rein auf der Kommandozeile arbeitet, gibt es immer noch text-basierte Browser wie ELinks, Links und Lynx oder Mutt für E-Mails. Pidgin (früher als Gaim bekannt), Empathy und Kopete sind gute Sofortnachrichten-Programme für GNOME bzw. KDE. PSI und Gajim reichen völlig, wenn nur Jabber oder Google Talk benutzt wird.
  
 
===Office===
 
===Office===
  
*[[LibreOffice]] bekannt aus Openoffice ist eine komplette Office-Suite (vergleichbar mit Microsoft Office).
+
*[[LibreOffice]] bekannt aus OpenOffice ist eine komplette Office-Suite (vergleichbar mit Microsoft Office).
*Abiword ist ein Textverarbeitungsprogramm und Gnumeric bietet eine Excelalternative für den GNOME-Desktop.
+
*Abiword ist ein Textverarbeitungsprogramm und Gnumeric bietet eine Excel-Alternative.
 
*Calligra Suite ist eine komplette Office-Suite für den KDE-Desktop.
 
*Calligra Suite ist eine komplette Office-Suite für den KDE-Desktop.
*[[GIMP]] (oder GIMPShop) ist ein pixelbasierts Grafikprogramm (ähnlich wie Adobe Photoshop).
+
*[[GIMP]] ist ein pixelbasiertes Grafikprogramm
*[[Inkscape]] dagegen ist ein vektorbasiertes Grafikprogramm (ähnlich Adobe Illustrator).
+
*[[Inkscape]] dagegen ist ein vektorbasiertes Grafikprogramm
*Latex Selbstverständlich bringt Arch Linux Latex als [[TeX]]-Distribution mit.
+
*LaTeX Selbstverständlich bringt Arch Linux Latex als [[TeX]]-Distribution mit.
  
 
===Video Player===
 
===Video Player===
Zeile 780: Zeile 1.306:
 
*Totem
 
*Totem
  
[http://www.gnome.org/projects/totem/ Totem] ist der offizielle Mediaplayer des GNOME-Projekts und basiert auf xine-lib oder GStreamer (gstreamer wird unter Arch-Linux standardmäßig mit dem totem-Paket installiert). Totem beherrscht den Umgang mit Playlists, einen Full-Screen-Modus, Lautstärkenregler und unterstütz die Bedienung des Player via Tastatur.
+
[http://www.gnome.org/projects/totem/ Totem] ist der offizielle Mediaplayer des GNOME-Projekts und basiert auf xine-lib oder GStreamer (gstreamer wird unter Arch-Linux standardmäßig mit dem totem-Paket installiert). Totem beherrscht den Umgang mit Playlists, einen Full-Screen-Modus, Lautstärkeregler und unterstütz die Bedienung des Players via Tastatur.
 
Außerdem bringt er folgende Funktionalitäten mit:
 
Außerdem bringt er folgende Funktionalitäten mit:
 
* Video thumbnails für den Dateimanager
 
* Video thumbnails für den Dateimanager
 
* Nautilus Eigenschaften-Tab
 
* Nautilus Eigenschaften-Tab
* Epihpany / Mozilla (Firefox) plugin um Videos direkt im Browser wiederzugeben
+
* Epihpany / Mozilla (Firefox) plugin, um Videos direkt im Browser wiederzugeben
 +
* Webvideo Dienste wie Vimeo
 
* Webcam Utility (in Entwicklung)
 
* Webcam Utility (in Entwicklung)
  
 
Um es zu installieren:
 
Um es zu installieren:
 
  pacman -S totem
 
  pacman -S totem
 
Um das Totem Webrowser Plugin zu installieren:
 
pacman -S totem-plugin
 
  
 
====Für KDE====
 
====Für KDE====
Zeile 797: Zeile 1.321:
 
*Kaffeine
 
*Kaffeine
  
Kaffeine ist eine gute Wahl für KDE-Nutzer. Installiere es mit folgendem Befehl:
+
Kaffeine ist eine gute Wahl für KDE-Nutzer. Installiert wird es mit folgendem Befehl:
  
 
  pacman -S kaffeine
 
  pacman -S kaffeine
Zeile 807: Zeile 1.331:
  
 
*Rhythmbox
 
*Rhythmbox
[http://www.gnome.org/projects/rhythmbox/ Rhythmbox] ist eine integrierte Musikmanagement-Anwendung, die ursprünglich von Apple's iTunes inspiriert wurde. Es ist freie Software, die gemacht ist, gut unter dem GNOME Desktop zu funktionieren und auf dem mächtigen GStreamer Media Framework basiert.
+
[http://www.gnome.org/projects/rhythmbox/ Rhythmbox] ist eine integrierte Musikmanagement-Anwendung, die ursprünglich von Apples iTunes inspiriert wurde. Es ist freie Software, die gemacht ist, gut unter dem GNOME Desktop zu funktionieren. Sie basiert auf dem mächtigen GStreamer Media Framework.
  
Rhythmbox hat eine Vielzahl Fähigkeiten, darunter:
+
Rhythmbox hat eine Vielzahl von Fähigkeiten, darunter:
 
* Einfach zu benutzender Musik Browser
 
* Einfach zu benutzender Musik Browser
 
* Suchen und Sortieren
 
* Suchen und Sortieren
* Umfangreiche Audioformat- Unterstützung durch GStreamer
+
* Umfangreiche Audioformat-Unterstützung durch GStreamer
 
* Internet Radio Unterstützung
 
* Internet Radio Unterstützung
 
* Playlists
 
* Playlists
Zeile 823: Zeile 1.347:
 
====Für KDE====
 
====Für KDE====
 
*Amarok
 
*Amarok
[http://amarok.kde.org/ Amarok] ist einer der besten Audio Player und Musik Library Systeme, die für KDE verfügbar sind. Für die Installation einfach folgendes eingeben:
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[http://amarok.kde.org/ Amarok] ist einer der besten Audio Player und Musik Library Systeme, die für KDE verfügbar sind. Für die Installation einfach Folgendes eingeben:
  
 
  pacman -S amarok
 
  pacman -S amarok
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===CDs, DVDs oder Blu-ray Discs beschreiben („brennen“)===
 
===CDs, DVDs oder Blu-ray Discs beschreiben („brennen“)===
 
* Brasero
 
* Brasero
[http://www.gnome.org/projects/brasero/ Brasero] ist eine Anwendung für den GNOME Desktop. Sie ist entworfen, um möglichst einfach zu sein und hat einige besondere Eigenschaften, welche den Benutzern das Erstellen Ihrer Disks einfach und schnell ermöglicht.
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[http://www.gnome.org/projects/brasero/ Brasero] ist eine Anwendung für den GNOME Desktop. Benutzer sollen das Programm leicht bedienen und Disks einfach, schnell und komfortabel erstellen können.
  
 
Installation:
 
Installation:
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* K3b
 
* K3b
[http://www.k3b.org/ K3b] (von '''K'''DE '''B'''urn '''B'''aby '''B'''urn) ist eine freie Anwendung für GNU/Linux und andere Unix-ähnliche Betriebssysteme und ist für KDE designed. Wie es bei den meisten KDE Anwendungen der Fall ist, ist K3b in der C++ Programmiersprache geschrieben und benutzt das QT Toolkit. Die eigentliche Diskaufnahme in K3b wird von den Kommandozeilen Programmen cdrecord oder wodim, cdrdao und growisofs gemacht.
+
[http://www.k3b.org/ K3b] (von '''K'''DE '''B'''urn '''B'''aby '''B'''urn) ist eine freie Anwendung für GNU/Linux und andere Unix-ähnliche Betriebssysteme und wurde im KDE-Stil entworfen. Wie es bei den meisten KDE Anwendungen der Fall ist, ist K3b in der C++ Programmiersprache geschrieben und benutzt das QT Toolkit. Die eigentliche Diskaufnahme in K3b erfolgt im Hintergrund über die Kommandozeilen-Programme cdrecord oder wodim, cdrdao und growisofs.
  
 
K3b wurde als LinuxQuestions.org's Multimedia Utility of the Year (2006) von der Mehrheit (70%) der Wähler gewählt.  
 
K3b wurde als LinuxQuestions.org's Multimedia Utility of the Year (2006) von der Mehrheit (70%) der Wähler gewählt.  
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Installation:
 
Installation:
 
  pacman -S k3b
 
  pacman -S k3b
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Zusätzlich kann es sein, dass noch die Programme cdrdao und growisofs installiert werden müssen. Beim Start vom k3b wird darauf hingewiesen. Dieses wird folgendermaßen gelöst:
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Zusätzliche Installation:
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pacman -S cdrdao dvd+rw-tools
  
 
===TV-Karten und -Sticks===
 
===TV-Karten und -Sticks===
  
Mit Arch-Linux TV zu sehen, ist nicht schwieriger als mit anderen Distributionen. Vielmehr ist die Hardwareunterstützung durch den aktuelleren Kernel tendenziell besser ausgebaut.
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Mit Arch-Linux TV zu sehen ist nicht schwieriger als mit anderen Distributionen. Vielmehr ist die Hardware-Unterstützung aufgrund  aktueller Kernel tendenziell besser gewährleistet.
  
Zuerst sollte man überprüfen, ob der Digitalreceiver generell unter Linux funktioniert. Hier hilft zumeist eine Google-Suche, die entsprechende Amazon-Seite oder einer der folgenden Links:  
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Zunächst sollte man überprüfen, ob der Digitalreceiver generell unter Linux funktioniert. Hier hilft zumeist eine Google-Suche, die entsprechende Amazon-Seite oder einer der folgenden Links:  
 
* [http://linuxtv.org/wiki/index.php/Hardware_Device_Information Das Wiki von LinuxTV]
 
* [http://linuxtv.org/wiki/index.php/Hardware_Device_Information Das Wiki von LinuxTV]
 
* [http://wiki.ubuntuusers.de/DVB-Karten#Karten Das Ubuntuuser-Wiki]
 
* [http://wiki.ubuntuusers.de/DVB-Karten#Karten Das Ubuntuuser-Wiki]
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Dies unterscheidet sich jedoch von Karte zu Karte. Man kann es einfach ausprobieren. Einige andere Karten benötigen folgende Zeile:
 
Dies unterscheidet sich jedoch von Karte zu Karte. Man kann es einfach ausprobieren. Einige andere Karten benötigen folgende Zeile:
 
  modprobe tuner
 
  modprobe tuner
Funktioniert die Karte noch nicht, hilft wahrscheinlich eine Suche bei Google oder eine Anfrage im Forum am besten.
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Funktioniert die Karte noch nicht, hilft wahrscheinlich eine Suche bei Google oder eine Anfrage im Forum.
  
 
'''TV-Viewer installieren'''
 
'''TV-Viewer installieren'''
  
Ist die Karte richtig eingerichtet, muss nur noch entsprechende Software installiert werden. Dafür gibt es drei Möglichkeiten. Erstens die KDE-Anwendung Kaffeine, welche viele Funktionen unterstützt und (zumeist) reibungsfrei funktioniert. Es kann installiert werden mit
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Ist die Karte richtig eingerichtet, muss nur noch entsprechende Software installiert werden. Dafür gibt es drei Möglichkeiten. Erstens die KDE-Anwendung Kaffeine, welche viele Funktionen unterstützt und (zumeist) reibungsfrei funktioniert. Sie kann installiert werden mit
  
 
   pacman -S kaffeine
 
   pacman -S kaffeine
  
Zweitens bietet sich die GTK-Anwendung Me-TV an. Sie hat weniger Funktionen, und wird u.U. nicht mehr weiterentwickelt. Sie funktioniert aber ebenfalls zuverlässig, ist sie erst einmal eingerichtet.
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Zweitens bietet sich die GTK-Anwendung Me-TV an. Sie hat weniger Funktionen und wird u.U. nicht mehr weiterentwickelt. Ist sie erst einmal eingerichtet, funktioniert sie aber ebenfalls zuverlässig.
  
 
Die dritte Möglichkeit ist, keine spezifische Viewersoftware zu nutzen. So kann man z.B. xawtv installieren.
 
Die dritte Möglichkeit ist, keine spezifische Viewersoftware zu nutzen. So kann man z.B. xawtv installieren.
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  pacman -S xawtv  
 
  pacman -S xawtv  
  
Für die Enrichtung lese man am besten die entsprechende Manpage.
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Für die Einrichtung liest man am besten die entsprechende Manpage.
  
 
==Digitale Kameras==
 
==Digitale Kameras==
Die meisten neueren [[Digitalkamera|Digitalkameras]] werden als USB-Massenspeichergeräte unterstützt, was bedeutet, dass man sie einfach einstecken und die Bilder kopieren kann. Ältere Kameras könnten das PTP (Picture Transfer Protocol) benutzen, welches einen "speziellen Treiber" benötigt. gPhoto2 liefert diesen Treiber und erlaubt einen Shell-basierenden Transfer der Bilder; digikam (für KDE) und gthumb (für GNOME) benutzen diesen Treiber und bieten eine schöne GUI.
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Die meisten neueren [[Digitalkamera|Digitalkameras]] werden als USB-Massenspeichergeräte unterstützt, was bedeutet, dass man sie einfach einstecken und die gespeicherten Medien kopieren kann. Ältere Kameras könnten das PTP (Picture Transfer Protocol) benutzen, welches einen "speziellen Treiber" benötigt. gPhoto2 liefert diesen Treiber und erlaubt einen Shell-basierenden Transfer der Medien; digikam (für KDE) und gthumb (für GNOME) benutzen diesen Treiber und bieten eine schöne GUI.
  
 
==USB Memory Sticks / Festplatten==
 
==USB Memory Sticks / Festplatten==
USB Datenspeicher und Festplatten werden Dank des USB mass storage device Treibers 'out of the box' unterstützt und werden als neue SCSI Apparat (/dev/sdX) erscheinen. Wenn man KDE oder GNOME benutzt, sollte man dbus verwenden und sie zu der Daemonzeile in der /etc/rc.conf hinzufügen, worauf die Apparate automatisch gemountet werden. Falls man eine andere Desktop Umgebung verwendet, könnte auch ivman interessant sein.
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USB Datenspeicher und Festplatten werden dank des USB mass storage device Treibers 'out of the box' unterstützt und werden als neuer SCSI Apparat (/dev/sdX) erscheinen. Wenn man KDE oder GNOME benutzt, sollte man dbus verwenden und den Service aktivieren, worauf die Apparate automatisch gemountet werden. Falls man eine andere Desktop-Umgebung verwendet, könnte auch ivman interessant sein.
  
 
==Arch Build System==
 
==Arch Build System==
Eine besonders zu erwähnende Einrichtung bei Arch Linux ist das Arch Build System kurz ABS. Hiermit können auf einfache Art Pakete selbst konfiguriert und erstellt werden. Diese werden dann mit pacman dem Paketmanager installiert. Eine detailierte Beschreibung ist unter [[Arch Build System]]
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Eine besonders zu erwähnende Einrichtung bei Arch Linux ist das Arch Build System, kurz ABS. Hiermit können auf einfache Art Pakete selbst konfiguriert und erstellt werden. Diese werden dann mit dem Paketmanager pacman installiert. Eine detaillierte Beschreibung findet man unter [[Arch Build System]]
  
 
==Weitere Informationen==
 
==Weitere Informationen==
Für weitere Information und Support kann man zur englischen [http://www.archlinux.org Homepage] oder zur deutschen [http://www.archlinux.de Homepage] gehen, das Wiki durchsuchen, das [http://bbs.archlinux.org Forum] besuchen, für häufig gestellte Fragen [[FAQ]], und zum [http://wiki.archlinux.org/index.php/ArchChannel IRC Channel] gehen und die [http://www.archlinux.org/mailman/listinfo/ Mailing lists] anschauen.
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Für weitere Informationen und Support kann man zur englischen [http://www.archlinux.org Homepage] oder zur deutschen [http://www.archlinux.de Homepage] gehen, das Wiki durchsuchen, das [http://bbs.archlinux.de Forum] besuchen, die Seite mit häufig gestellten Fragen [[FAQ]] durchsuchen, zum [http://wiki.archlinux.org/index.php/ArchChannel IRC Channel] gehen und die [http://www.archlinux.org/mailman/listinfo/ Mailing lists] anschauen.
  
Wohin von hier aus? Man könnte daran interessiert sein:
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Wohin von hier aus? Folgendes könnte interessant sein:
  
 
[[ArchLinux User-Community Repository]]
 
[[ArchLinux User-Community Repository]]
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[https://wiki.archlinux.org/index.php/Pm-utils Pm-utils]
 
[https://wiki.archlinux.org/index.php/Pm-utils Pm-utils]
  
[[Cpufrequtils]]
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[[Cpupower]] (ehemals cpufrequtils)
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[https://wiki.archlinux.org/index.php/Category:Eye_candy Eye Candy, alles zum Noch-Schöner-Machen]
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[[en:Beginners' Guide]]
  
[https://wiki.archlinux.org/index.php/Category:Eye_candy Eye Candy alles zum nochschöner machen]
+
[[Kategorie:Installation]]

Aktuelle Version vom 20. Mai 2016, 17:17 Uhr

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Willkommen bei Arch!

Dieses Dokument soll durch den Installationsprozess und die Konfiguration von Arch-Linux führen. Es richtet sich in erster Linie an neue Arch-Linux-Nutzer und stellt gleichzeitig eine gute Informationsquelle für bestehende Anwender dar. Obwohl man mit dieser Anleitung ein nahezu vollständig konfiguriertes Arch-Linux-System mit grafischer Benutzeroberfläche und gängigen Anwendungen erhält, können hier niemals alle Möglichkeiten aufgezeigt werden. Diese Dokumentation beschränkt sich daher auf die wichtigsten Schritte der Grundinstallation, von denen sich das System weiter ausbauen lässt. Zusätzliche Hilfe findet man im englischen Arch Linux-Wiki, im englischen Arch Linux-Forum, aber auch auf der deutschen Seite, die auch ein deutschsprachiges Forum bereitstellt. Häufig gestellte Fragen werden in der FAQ gesammelt und beantwortet. Vielleicht ist man auch an den Grundprinzipien der Arch Linux-Distribution interessiert, die im englischem Wiki im Artikel The Arch Way Sprache en.png erklärt werden.

Dieser Artikel ist in Teile gegliedert:

Dem Anwender sollte bewusst sein, dass sich, im Gegensatz zu anderen Linux-Distributionen, die Installation von Arch-Linux deutlich unterscheidet: Das Arch-Linux-System wird im besonderen Maße vom Benutzer geformt. Die Installation liefert ein Grundsystem mit einer Kommandozeilen-Eingabe (bash-Konsole) und grundlegenden Systemprogrammen. Über die Kommandozeilen-Eingabe werden Pakete (Programme und Bibliotheken) unter Zuhilfenahme des Arch-Linux eigenen Paketmanagers pacman von den Arch-Linux-Servern heruntergeladen und installiert, bis das System nach den Bedürfnissen des Benutzers eingerichtet ist. Dies erlaubt maximale Flexibilität, Entscheidungsfreiheit und Kontrolle der Systemressourcen. Dadurch, dass der Anwender an vielen Stellen Konfigurationsschritte durchführen muss, wird er mit dem System vertraut und wird es von Grund auf kennenlernen. Diese Vorgehensweise richtet sich einerseits an kompetente GNU/Linux Benutzer, sowie Anwender, die ihr System grundlegend erforschen wollen.

Die Entwicklungs-Prinzipien hinter Arch-Linux liegen darin, die Dinge einfach zu halten.

Bedenke, dass 'einfach' in diesem Zusammenhang nicht 'benutzerfreundlich' bedeutet, sondern eher 'ohne unnötige Zusätze, Änderungen oder Komplikationen'. Kurz gesagt: ein eleganter, minimalistischer Ansatz. (http://de.wikipedia.org/wiki/KISS-Prinzip)

Falls Du denkst, dass etwas Wichtiges fehlt oder nicht funktioniert, schick mir eine Mitteilung an <freigeist [at] elfenbeinturm.cc>. Oder füge die Verbesserung, oder was auch immer Du anfangs gebraucht hast, ein (was die Hauptidee eines Wikis ist :)). Es gibt auch ein englisches Arch Forum-Eintrag, der Anfängern gewidmet ist. Oder gehe zum deutschen Arch Forum.

  • Falls Du zu diesem Wiki beitragen möchtest, füge bitte das 'Weshalb' und das 'Wie' ein, wenn es passend ist. Die beste Dokumentation lehrt uns das Wie sowie das Warum!

Das neueste ISO-Abbild beziehen

Das neueste ISO-Abbild kann von www.archlinux.org/download/ heruntergeladen werden.

Das ISO-Abbild beinhaltet nur die nötigen Programme, um ein minimales GNU/Linux Grundsystem zu installieren. Beachte, dass ein minimales Grundsystem keine grafische Oberfläche enthält. Der Rest des Arch-Linux-Systems - einschließlich grafischer Oberfläche - wird von der Kommandozeile aus mit Hilfe von Binärpaketen und Konfigurationsdateien eingerichtet. Dieser Prozess wird detailliert weiter unten besprochen.

ISO-Abbild auf CD brennen

Brenne das ISO-Abbild auf eine CD oder DVD. Generell ist es ratsam, mit einer Geschwindigkeit von maximal 12x zu brennen, um verlässliche CDs zu erhalten.

Falls die CD mit einer anderen Linux-Distribution gebrannt werden soll, so kann dies mit k3b oder Brasero oder per Kommandozeile durchgeführt werden.

wodim dev=/dev/sr0 speed=12 -dao -eject -v archlinux*.iso

oder mit

cdrecord dev=/dev/sr0 speed=12 -dao -eject -v archlinux*.iso

oder mit

cdrskin dev=/dev/sr0 speed=12 -dao -eject -v archlinux*.iso

Nach dem Brennen sollte man die MD5-Prüfsumme oder die SHA1-Prüfsumme der CD/DVD mit der Downloadwebseite vergleichen. Wurde direkt von www.archlinux.org/download/ heruntergeladen, dann sind die Prüfsummen auf www.archlinux.org/download/ zu sehen.

md5sum /dev/sr0

für MD5-Prüfsumme und

sha1sum /dev/sr0

für SHA1-Prüfsumme, wobei der Pfad des Laufwerks (sr0) abweichen kann.

Stimmt eine der Prüfsummen mit derjenigen der Downloadseite überein, ist das gebrannte Medium fehlerfrei.

Wenn die CD mit Windows gebrannt werden soll, kann das mit dem kostenlosen Programmen CDBurnerXP oder cdrtfe durchgeführt werden.

ISO-Abbild auf USB-Stick

Falls der PC mit UEFI booten soll, so muß der USB Stick per UEFI bootbar sein. Mehr über UEFI: UEFI_Installation

Soll ein USB-Stick als Bootmedium benutzt werden, so kann das ISO-Abbild auf den USB-Stick übertragen werden, wobei der USB-Stick nicht gemountet sein darf:

dd if=archlinux*.iso of=/dev/sdY

Dabei ist sdY der erkannte USB-Stick (Y ist durch den entsprechenden Buchstaben zu ersetzen). Beachte: Alle Daten auf dem USB-Stick werden gelöscht!

Von Windows aus:
Umbenennen der Endung des Arch-ISO-Images von .iso nach .img .
Herunterladen des Programms von http://sourceforge.net/projects/win32diskimager/ . Entpacken und starten.
Auswählen des Arch .img Images und des USB-Sticks. Klicken auf write.
Ab jetzt kann vom USB-Stick neu gebootet und von dort aus Arch-Linux installiert werden.

Teil 1: Installation des Grundsystems

Hinweis: Soll Arch Linux von einem bereits installierten Arch Linux-System installiert werden, können mit

pacman -S arch-install-scripts 

die benötigten Tools heruntergeladen werden, um eine Installation ohne ISO durchzuführen.

In diesem Fall kann mit der Partitionierung der Festplatte fortgefahren werden.

Die Hardware-Uhr überprüfen

Ein kleiner und vielleicht unbedeutender Schritt, aber man spart sich ggf. später ein paar Unklarheiten und Boot-Vorgänge. - Prüfe im BIOS, ob die Hardware-Uhr im PC UTC oder lokale Zeit anzeigt. Zeigt sie (in deutschsprachigen Ländern) eine Zeit, die (je nach Sommerzeit) der aktuellen Uhrzeit um ein bzw. zwei Stunden hinterherhinkt, dann ist es UTC. Merken!

Starten mit der Arch-Linux CD

Lege die CD in das Laufwerk oder stecke den USB-Stick in eine USB-Buchse und starte vom betreffenden Medium. Es kann sein, dass Du dazu die Startreihenfolge des Computers im BIOS ändern musst, oder eine Taste (normalerweise F11 oder F12) während der BIOS-Phase gedrückt werden muss.

Es kann jetzt entschieden werden, ob Arch-Linux in der 32-Bit-Version (i686) oder in der 64-Bit-Version (x86_64) installiert werden soll. Wenn man nicht weiß, ob der Rechner bzw. der Prozessor 64-Bit-tauglich ist, so kann man unter „Hardware Information“ (HDT) unter „Processor“, „Main Processor“ die Information „x86_64 : No oder Yes“ sehen. Bei Yes ist der Rechner 64-Bit-tauglich. Zurück navigieren kann man mit den Cursor-Tasten.

Es kann jetzt „Boot Arch-Linux i686“ für 32-Bit oder „Boot Arch-Linux x86_64“ für 64-Bit ausgewählt werden.

Mit der Taste TAB können einige nützliche Startoptionen eingegeben werden:

  • ide-legacy falls Probleme mit IDE-Laufwerken bestehen.
  • noapic acpi=off pci=routeirq nosmp wenn sich das System beim Starten aufhängt.
  • lowmem ist für ältere Maschinen nützlich. Dies braucht nur 96MB System-RAM entgegen 256MB bei normaler Installation.

Anstatt Arch-Linux zu booten, können noch folgende Funktionen ausgeführt werden:

  • memtest86+ wenn der Speicher auf Fehler getestet werden soll.
  • Hardware-Informationen anzeigen lassen.
  • Neu starten.
  • Herunterfahren und ausschalten.

Information: Während des Installationsprozesses kann jederzeit die Installation abgebrochen werden mit den Kommandos

poweroff

oder

reboot

Ändern der 'Tastaturbelegung'

Nach dem Booten von Arch-Linux muss das richtige Tastaturlayout eingestellt werden. Gib dazu Folgendes ein:

loadkeys de

Wenn die Akzenttasten verwendet werden sollen, gib Folgendes ein:

loadkeys de-latin1

oder:

loadkeys de-latin1-nodeadkeys

Schweiz:

loadkeys de_CH-latin1

Hinweis: Da zu diesem Zeitpunkt noch das englische Tastaturlayout eingestellt ist, sind bei der Eingabe y durch z, sowie - durch ß zu ersetzen.

Unterstrich und Minuszeichen sind leichter einzugeben, wenn man zuerst auf de, dann auf de_CH-latin1 wechselt.

Partitionierung der Festplatte

Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein Betriebssystem zu laden. Entsprechend muss man wissen, welche Partitionen und welche Partitionstabelle zu benutzen sind.
Booten per BIOS (oder auch Legacy-boot genannt): Es kann eine MSDOS-Partitionstabelle oder eine GPT-Partitionstabelle benutzt werden. Es wird dazu ein Bootmanager benötigt, (z. B. Grub oder Syslinux).
Booten per UEFI: Neuere Rechner booten per UEFI. Dazu ist eine GPT-Partitionstabelle erforderlich. Es wird zusätzlich eine UEFI System Partition vom Typ EF00 benötigt. Mehr über UEFI: UEFI Installation


Es wird mindestens eine Root-Partition und eine Swap-Partition benötigt. Soll eine GPT-Partitionstabelle angelegt und Grub als Bootloader benutzt werden, wird zusätzlich noch eine kleine dritte Partition für den Bootloader benötigt. Bei einer MSDOS-Partitionstabelle und dem Grub-Bootloader ist diese zusätzliche Partition nicht notwendig.


Für ein Verschlüsseltes System:

Soll das gesamte System verschlüsselt werden, sollte die Schritt-für-Schritt-Anleitung Systemverschlüsselung mit dm-crypt befolgt werden. Allgemeine Informationen zum de-facto-Standard der Verschlüsselung auf Blockebene können auf dm-crypt nachgelesen werden.

Für eine GPT-Partitionstabelle:

gdisk /dev/sda

Eine genaue Beschreibung sollte unter gpt nachgelesen werden.

Für eine MSDOS Partitionstabelle:

fdisk /dev/sda

Eine genauere Beschreibung sollte unter https://wiki.archlinux.de/title/MSDOS_Partitionstabelle nachgelesen werden.
Das dort beschriebene Beispiel knüpft an diesen Abschnitt an.

(Falls die GPT-Partitionstabellen-Anleitung oder die MSDOS-Partitonstabellen-Anleitung verwendet wird, kann Anschließend zu folgendem Kapitel gesprungen werden: https://wiki.archlinux.de/title/Anleitung_f%C3%BCr_Einsteiger#Einbinden_der_Partitionen

Hier eine Kurzfassung (Beispiel):

Hier im Beispiel wird angenommen, dass die erste Partition auf der ersten Festplatte für die Root-Partition und die zweite Partition für die Swap-Partition benutzt wird. Die Bezeichnung der Dateisysteme mit Labels ist sinnvoll.
/dev/sda1 für Root (/) mit 20 Gigabyte mit setzen des Bootflags (nur als Beispiel; bitte individuell anpassen) und /dev/sda2 für Swap mit 500 Megabyte (ebenfalls nur ein Beispiel; bitte individuell anpassen).

fdisk /dev/sda
Command (m for help): n
Partition type:
p primary
e extended
Select (default) p): p
Partition number (1-4, default 1): 1
First sector (2048-.., default 2048): enter
Last sector, +sectors or +size{K,M,G} (..): +20G
Partition 1 of type Linux and of size 20 GiB is set
Command (m for help): a
Partition number (1-2): 1
Command (m for help): n
..(wie zuvor bei Partition1)
Command (m for help): t
Partition number (1-4): 2
Hex code (type L to list codes): 82
Command (m for help): p
Device    Boot    Start    End    Blocks    Id    System
/dev/sda1         2048     xxx    xxx       83    Linux
/dev/sda2         xxx      xxx    xxx       82    Linux swap /Solaris
Command (m for help): w

Anlegen der Dateisysteme

Gewöhnliche Partition

"Gewöhnliche" Partitionen werden mit dem Program mkfs angelegt, wobei der Typ des Dateisystems klar benannt werden muss. Dazu dienen verschiedene links, z.B. mkfs.ext4, der ein Dateisystem vom Typ ext4 anlegt.

Anlegen des Dateisystems vom Typ ext4 auf der Rootpartition sda1 mit der Bezeichnung arch:

mkfs.ext4 -L arch /dev/sda1

Anzumerken ist, dass Linux nicht in der Lage ist, von jedem Dateisystemtyp aus zu booten. Für die boot-Partition ist die Auswahl also eingeschränkt.

Swap-Partition

Eine Swap-Partition ist der Platz einer Festplatte, der den "virtuellen Speicher" beheimatet. Falls die Prozesse mehr RAM brauchen als physikalisch vorhanden, kann Linux die Anfrage nicht bearbeiten und ein Fehler tritt auf. Eine swap Partition hilft in dieser Situation, indem physikalischer RAM durch virtuellen RAM erweitert wird. Linux benutzt diesen Platz der Festplatte (die Swap-Partition), um die Informationen, welche nicht mehr in den physikalischen RAM passen, zu speichern (in Wahrheit ist es ein wenig komplizierter, da Linux versucht, Informationen ins Swap zu schreiben, die nicht oft benötigt werden). Da eine Festplatte im Vergleich zu physikalischem RAM sehr langsam ist, ist dies nur ein Behelf.

Anlegen des Dateisystems vom Typ swap auf der Swap-Partition sda2 mit der Bezeichnung swap:

mkswap -L swap /dev/sda2

Anzumerken ist, dass diese Partition für den Fall, dass zu Energiesparzwecken das RAM auf die Platte ausgelagert werden soll (suspend2disk), mindestens so gross wie das physisch vorhandene RAM sein muss, da sonst Letzteres nicht hineinpasst. Wenn also 4 GB physisches RAM zur Verfügung stehen, muss hierfür auch mindestens ein 4 GB Swap-Partition angelegt werden.

Einbinden der Partitionen

Einbinden der Rootpartition

mount /dev/sda1 /mnt

Einbinden weiterer Partitionen (optional)

Falls doch mehrere Partitionen benutzt werden sollen, z.B. eine separate Bootpartition und eine separate Homepartition, so sollten diese jetzt mit eingebunden werden.

mkdir /mnt/boot
mkdir /mnt/home
mount /dev/sda3 /mnt/boot
mount /dev/sda4 /mnt/home

Hinweis: Wird auf diese Weise /usr in eine eigene Partition ausgelagert, führt das beim Neustart zu einer Fehlermeldung, weil /sbin/init nicht gefunden werden kann. Seit Umstieg von initscripts auf systemd ist /sbin/init nämlich ein Link auf /usr/lib/systemd/systemd.

Einschalten der Swappartition

per Labels:

swapon -L swap

oder per Devicename:

swapon /dev/sda2

Netzwerkverbindung herstellen

Für die Netzwerkverbindung sind 3 Arten von Netzwerkverbindungen möglich.
Kabelgebunden (LAN) über einen Router,
Kabelgebunden (LAN) mit DSL Modem ohne Router,
Kabellose Verbindung (WLAN) Verschlüsseltes WLAN (WPA/WPA2).

Die Netzwerkverbindung wird automatisch aufgebaut, falls dieses als kabelgebundene Netzwerkverbindung (LAN) mit Router per DHCP möglich ist.
Testen der Netzwerkverbindung:

ping -c3 www.archlinux.de
PING www.archlinux.de (144.76.107.12) 56(84) bytes of data.
64 bytes from allison.archlinux.de (144.76.107.12): icmp_seq=1 ttl=50 time=19.6 ms
64 bytes from allison.archlinux.de (144.76.107.12): icmp_seq=2 ttl=50 time=19.5 ms
64 bytes from allison.archlinux.de (144.76.107.12): icmp_seq=3 ttl=50 time=30.6 ms
--- www.archlinux.de ping statistics ---
3 packets transmitted, 3 received, 0% packet loss, time 2001ms
rtt min/avg/max/mdev = 19.555/23.312/30.687/5.216 ms

Die Ausgabe ..3 received, 0% packet loss..bedeutet, dass 3 Datenpakete empfangen wurden und keines davon verloren ging.

Wenn hier ping unknown host ..angezeigt wird, so konnte die Netzwerkverbindung nicht hergestellt werden. Es kann Folgendes durchgeführt werden:
Name des Netzwerkadapters ermitteln:

ip link
1: lo: <LOOPBACK.....
2: enp4s0: <BROADCAST...

In diesem Fall heißt die Netzwerkkarte enp4s0. Wenn ein kabelgebundener Router vorhanden ist, so wird die Netzwerkverbindung mit einem DHCP-Server aufgebaut.

dhcpcd enp4s0

Erneutes Testen der Netzwerkverbindung

ping -c3 www.archlinux.de

LAN mit DSL Modem ohne Router

Auf eine weitere Konsole wechseln mit

Strg+Alt+F2

anmelden als root

archiso login:root 

Danach aufrufen von pppoe-setup

pppoe-setup

Alles weitere wie hier beschrieben: PPPoE mit rp-pppoe

Wenn die Verbindung aufgebaut ist, kann die Verbindung getestet werden

ping -c3 www.archlinux.de

wieder zurück zur Konsole 1

Strg+Alt+F1

Verschlüsseltes WLAN (WPA/WPA2)

Soll die Installation über ein verschlüsseltes WLAN durchgeführt werden, so sind 3 Methoden möglich:
Mit wifi-menu
Mit der einfachsten Methode:

   wifi-menu

Einfach ausführen und den Anweisungen folgen.

Mit Dreizeiler
SSID ist der Name des Netzwerkes, Passwort ist das Passwort des WLANs. wlan0 muss durch den tatsächlichen Namen des WLAN-Gerätes ersetzt werden.

wpa_passphrase  SSID  Passwort  > /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf
wpa_supplicant -i wlan0 -D wext -c /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf -B
dhcpcd wlan0

Sollte es sich um ein WLAN handeln, das "hidden" ist, muss in der erzeugten Datei /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf noch der Parameter scan_ssid=1 gesetzt werden.

Mit netctl
Netctl stellt Beispielprofile für die WLAN-Konfiguration bereit. Wechsle auf eine zweite Konsole mit Strg+Alt+F2. Als root anmelden falls noch nicht geschehen. Die Profile erreicht man unter:

 cd /etc/netctl/examples
 ls

Für ein einfaches Heim-WLAN mit WPA reicht zumeist die Datei wireless-wpa:

 cp wireless-wpa /etc/netctl/
 cd ..
 nano wireless-wpa

In das Feld ESSID den Namen des Netzwerkes, in das Passwort-Feld das WLAN-Passwort eintragen. Speichern der Datei. Starten des WLAN-Netzwerkes

 netctl start wireless-wpa

Konfigurieren eines Proxyservers

Soll die Installation per 'FTP' und über einen Proxyserver mit dem Internet verbunden werden, so kann das mit folgender Kommandozeile eingegeben werden:

export http_proxy="http://<servername>:<port>"
export ftp_proxy="ftp://<servername>:<port>"

Wobei <servername> entweder der Hostname oder die IP-Adresse des Proxyservers ist und <port> die Portnummer (meistens 8080 oder 3128).

Das Basissystem installieren

Einen Spiegelserver aussuchen. Dabei wird die Datei mirrorlist zuerst gesichert und danach verändert.

cp /etc/pacman.d/mirrorlist /etc/pacman.d/mirrorlist.bak
nano /etc/pacman.d/mirrorlist

Am einfachsten ist, die Zeilen zu löschen, die man nicht braucht. (Strg+k)

Solange löschen, bis der richtige Spiegelserver ganz oben in der Liste auftaucht. Speichern mit Strg+o, danach nano mit Strg+x verlassen .

Alternativ (für die Tippsicheren) kann man eine Spiegelserverliste mit deutschen Servern mit folgendem Befehl erstellen (mirrorlist.bak bereits existent):

grep -E -A 1 ".*Germany.*$" /etc/pacman.d/mirrorlist.bak | sed '/--/d' > /etc/pacman.d/mirrorlist

Das Basissystem installieren

Das Basissystem wird durch die Gruppe base und (optional) base-devel komplett installiert.

pacstrap /mnt base base-devel
  • base: Pakete aus dem [core] Repository für ein minimales System.
  • base-devel: Extra tools aus [core], wie z.B. make und automake. Für Anfänger zu empfehlen, da es nötig ist, um zusätzliche Software aus dem AUR zu installieren.

Um eventuell später auftretenden Problemen mit dem WLAN-Empfänger vorzubeugen, empfiehlt es sich, wpa_supplicant an dieser Stelle gleich mit zu installieren.

pacstrap /mnt base base-devel wpa_supplicant

fstab erzeugen

Die fstab (file system table) ist eine Datei, in der die Laufwerke festgelegt werden. Zur Erzeugung einer fstab mit Gerätenamen:

genfstab -p /mnt > /mnt/etc/fstab

Oder zur Erzeugung einer fstab mit Labelbezeichnung (hierbei müssen zuvor die Partitionen mit Label gekennzeichnet sein (vgl. obige Beschreibung):

genfstab -Lp /mnt > /mnt/etc/fstab

Die fstab-Datei wird mit allen eingebundenen Laufwerken erzeugt. Zur Kontrolle kann man die Datei noch einmal ansehen.

cat /mnt/etc/fstab

Sie sollte dann so aussehen: mit dev:

#/dev/sda1	/	ext4	rw,relatime,data=ordered	0	1
#/dev/sda2	none	swap	defaults	0	0

mit Labels:

LABEL=arch	/	ext4	rw,relatime,data=ordered	0	1
LABEL=swap	none	swap	defaults	0	0

Zur Beachtung: Es darf nur genfstab -p... oder genfstab -Lp... ausgeführt werden.

Das Installationsmedium verlassen und das neu installierte System starten

Der Wechsel in die Betriebssystemumgebung von /mnt/ erfolgt mit:

arch-chroot /mnt/
sh-4.3#

Nun befindet man sich immer noch in einer Change root-Umgebung und kann vor der eigentlichen Installation über einfache Editoren wie nano oder vi das Zielsystem weiter konfigurieren.

Systemkonfiguration

/etc/....

Im Folgenden wird die neue Installation konfiguriert. Systemd, das bevorzugte Initsystem bei Arch Linux, greift dabei auf einzelne Klartextdateien zurück. Im Folgenden wird von einer deutschen Standardinstallation ausgegangen.

/etc/hostname

Den Rechnernamen festlegen, im Beispiel myhost:

echo myhost > /etc/hostname

/etc/locale.conf

Die Spracheinstellung (Locale) festlegen:

echo LANG=de_DE.UTF-8 > /etc/locale.conf
echo LC_COLLATE=C >> /etc/locale.conf
echo LANGUAGE=de_DE >> /etc/locale.conf

Hinweis: echo LC_COLLATE=C >> /etc/locale.conf betrifft die Sortierregel von Archlinux und kann auch weggelassen werden. Nach LC_COLLATE=C sortiert Archlinux getrennt nach Groß- und Kleinschreibung, was verwirrend sein kann. Wird es weggelassen, wird automatisch nach der Eingabe vorher [echo LANG=de_DE.UTF-8 > /etc/locale.conf] sortiert. Mehr dazu: https://bbs.archlinux.de/viewtopic.php?id=24029

/etc/vconsole.conf

Die Tastaturbelegung festlegen:

echo KEYMAP=de-latin1 > /etc/vconsole.conf

/etc/localtime

Die Zeitzone durch einen symbolischen Link festlegen:

ln -s /usr/share/zoneinfo/Europe/Berlin /etc/localtime

/etc/hosts

Konfiguration von /etc/hosts

Die Datei /etc/hosts muss normalerweise nicht verändert werden, da das Paket nss-myhostname die Auflösung des Hostnames übernimmt.

cat /etc/hosts
#<ip-address>	<hostname.domain.org>	<hostname>
127.0.0.1	localhost.localdomain	localhost
::1		localhost.localdomain	localhost


/etc/resolv.conf

Konfiguration von /etc/resolv.conf

Diese Datei muss nur verändert werden, wenn das Netzwerk über statische Adressvergabe eingestellt wird:

cat /etc/resolv.conf
nameserver DNS-Server des Providers

/etc/locale.gen

Konfiguration von /etc/locale.gen

nano /etc/locale.gen

Suchen und das # am Anfang folgender Zeilen entfernen:

#de_DE.UTF-8 UTF-8
#de_DE ISO-8859-1
#de_DE@euro ISO-8859-15

Hinweis: Suchen im Editor nano: <STRG>+<W>SUCHBEGRIFF<ENTER> Weitersuchen mit gleichem Suchbegriff erneut: <ALT>+<W> oder <F16>

Anschließend Speichern. Hinweis: Es ist zu empfehlen, en_US.UTF-8 ebenfalls zu installieren, da u. a. Fehlermeldungen bzw. Hinweismeldungen diverser Programme vermieden werden können.

Locale generieren:

locale-gen
 Generating locales...
  de_DE.UTF-8... done
  de_DE.ISO-8859-1... done
  de_DE.ISO-8859-15@euro... done
 Generation complete.

Ein Beispiel für eine komplette locale.conf kann so aussehen:

LANG=de_DE.UTF-8 LANGUAGE=de_DE:de LC_COLLATE=C LC_TIME=de_DE.UTF-8 LC_MONETARY=de_DE.UTF-8 LC_NUMERIC=de_DE.UTF-8 LC_CTYPE=de_DE.UTF-8 LC_MESSAGES=de_DE.UTF-8 LC_ALL=

Module zusätzlich laden

In der Datei /etc/modules-load.d/meinemodule.conf werden Kernel-Module angegeben, welche zusätzlich geladen werden müssen. Pro Zeile nur ein Kernel-Modul eintragen:

nano /etc/modules-load.d/meinemodule.conf
modul_1
modul_2

/etc/pacman.conf

Konfiguration /etc/pacman.conf

Dort wird im Normalfall nichts geändert. Für den Fall, dass Du die 64bit-Variante gewählt hast und du weißt, dass du 32bit-Bibliotheken brauchst, so ist das [multilib]-Repository zu aktivieren. Entferne dazu die Kommentarzeichen in den Zeilen:

[multilib]
SigLevel = PackageRequired TrustedOnly
Include = /etc/pacman.d/mirrorlist

Um das [multilib]-Repository verwenden zu können, muss es zunächst geladen werden. Tut man dies nicht, wird man höchstwahrscheinlich eine Fehlermeldung über die nicht vorhandene Datenbankdatei des [multilib]-Repositories erhalten.

Um die Pacman Repository Datenbanken neu zu laden, anschließend folgenden Befehl eintippen:

pacman -Sy

/etc/pacman.d/mirrorlist

Konfiguration /etc/pacman.d/mirrorlist

Am besten entfernt man vor den Servern in deiner Nähe die # am Anfang der Zeile vor Server = . (Das dürften meist die Einträge im Abschnitt ## Germany sein).

Linux Kernel erzeugen

mkinitcpio -p linux

Root Password

Setzen des Root-Passworts. Man vergewissere sich, dass man es nicht vergisst.

passwd
Enter new UNIX password: geheim
Retype new UNIX password: geheim

Installation des syslinux Bootloader

Wenn bereits ein Linux-Bootloader installiert ist, kann dieser Punkt übersprungen werden. Der bereits vorhandene Bootloader muss natürlich entsprechend konfiguriert werden.

Falls als Bootloader der Syslinux Bootloader benutzt werden soll, so kann dieser jetzt installiert werden.
Falls der Grub Bootloader benutzt werden soll, so wird die Installation im nächsten Abschnitt beschrieben.
Bei einer GPT-Partitionstabelle muss das Paket gptfdisk zusätzlich installiert werden.

pacman -S gptfdisk
pacman -S syslinux

Mit einem Editor (nano) die Konfigurationsdatei anpassen:

nano /boot/syslinux/syslinux.cfg

Die Zeilen APPEND root=/dev/sda3 ro ändern in

APPEND root=/dev/sda1 rw

oder wenn man die LABEL-Partitionsbezeichnung bevorzugt:

APPEND root=LABEL=arch rw

Anschließend syslinux auf den Bootsektor installieren

syslinux-install_update -iam
Manuelle Installation von syslinux

Falls nicht alles reibungslos ablief, kann Syslinux manuell installiert werden.

Dazu wird mit dem Programm fdisk das Bootflag auf die Partition gesetzt, von der die Bootdaten gebootet werden sollen.
Beispiel, um für /dev/sda1 das Bootflag zu setzen:

fdisk /dev/sda
x
a 
p
r
w

Dann wird die Partition der Bootdaten, wie z. B. /dev/sda1, unter /boot gemountet und der Bootloader installiert.

mount /dev/sda1 /boot
mkdir /boot/syslinux
extlinux --install /boot/syslinux

Jetzt muss noch der MBR von Syslinux auf die Festplatte geschrieben werden.

cat /usr/lib/syslinux/bios/mbr.bin > /dev/sda

Installation des GRUB Bootloaders

Falls wie oben beschrieben noch kein Syslinux Bootloader installiert wurde, kann jetzt der Grub Bootloader installiert werden.

Auch hier gilt: Wenn bereits ein Linux-Bootloader installiert ist, kann dieser Punkt übersprungen werden. Der bereits vorhandene Bootloader muss natürlich entsprechend konfiguriert werden.

Zur Beachtung: Falls eine GPT-Partitionstabelle benutzt wird, benötigt Grub eine Bios Grub Partition. Eine genaue Beschreibung ist unter gpt:

pacman -S grub  (ACHTUNG INSTALLIERT NUR DEN INSTALLER!)
grub-mkconfig -o /boot/grub/grub.cfg
grub-install /dev/sda

Sollte grub-mkconfig dabei eine Fehlermeldung wie

 ...
 error: out of memory.
 error: syntax error.
 error: Incorrect command.
 error: syntax error.
 Syntax error at line 164
 ...

liefern (siehe auch: "FS#38041 - grub 1:2.00.1282.g5ae5c54-1 will not generate grub.cfg file syntax errors", sollte das Anhängen folgender Zeile an /etc/default/grub:

 # fix broken grub.cfg gen
 GRUB_DISABLE_SUBMENU=y

und ein erneuter Aufruf von grub-mkconfig Abhilfe schaffen.

Arch Linux neu booten

Zum Schluss das installierte Arch-Linux verlassen und wieder in das Installationsmedium zurückkehren:

exit
umount /dev/sda1

und neu starten.

reboot

Hinweis: Man sollte im BIOS die Startreihenfolge zurückstellen, z.B. Starten von Festplatte vor CD-Rom oder USB-Stick.

Wenn alles einwandfrei verlaufen ist, wird das Arch Linux-System nun starten und mit einer Login-Eingabe enden.

myhost login: root
password: geheim
[root@myhost ~]# _

Herzlichen Glückwunsch und Willkommen zu Deinem Arch Linux-Basissystem.

Netzwerk erneut herstellen

Das Netzwerk kann jetzt, wie oben im Kapitel Netzwerkverbindung herstellen, mit dem richtigen Gerätenamen eingerichtet oder wieder mit dhcpcd enp4s0 gestartet werden.

Anmerkung: Sollte die Netzwerk-Verbindung via "netctl -u wireless-wpa" gestartet worden sein, funktioniert dies nach der Installation nicht mehr, da "wpa" nicht mit installiert wird. Dies kann man wie folgt abändern: Erneutes Starten mit der boot-CD, mounten der root-Partition mit "mount /dev/sda1 /mnt". Dann erneutes verbinden mit dem Netzwerk und installieren des Paketes wpa_supplicant ins root-Verzeichnis: "pacstrap /mnt wpa_supplicant". Nach einem Neustart kann sich nun auch die Festplatteninstallation via wpa mit dem Netzwerk verbinden!

Regelmäßiges Aktualisieren

Arch Linux gehört zu den Distributionen, welche sehr schnell aktuelle Softwarepakete zur Verfügung stellen. Darum sollte man ein installiertes Arch Linux mittels pacman aktualisieren und sich angewöhnen, dies regelmäßig zu tun. Es ist sehr hilfreich, vorher auf Arch Linux - Aktuelle Neuigkeiten nachzusehen, ob sich etwas Wichtiges am Gesamtsystem oder an einzelnen Komponenten geändert hat. Es werden erforderliche Lösungsvorschläge und Anleitungen beschrieben.

Der Paketmanager pacman

Pacman ist der package manager von Arch Linux. Pacman ist in C geschrieben, schnell, einfach und extrem mächtig. Er verwaltet das gesamte Paketsystem, also die Installation, das Löschen, das Downgraden von Paketen u.v.m.; er ist auch zuständig für die Verwaltung selbst kompilierter Programme, das automatische Lösen von Paket-Abhängigkeiten sowie das entfernte und lokale Suchen nach Paketen.

Konfiguration von pacman
  • /etc/pacman.conf

pacman wird über die Datei /etc/pacman.conf konfiguriert. Siehe weitere Infos unter pacman.

  • /etc/pacman.d/mirrorlist

pacman benötigt die Datei /etc/pacman.d/mirrorlist, welche die Serveradressen für den Download von Paketen enthält. Siehe weitere Infos unter pacman.

Die Schönheit des Rolling Release

Arch Linux ist eine Rolling Release Distribution, was bedeutet, dass es im Vergleich zu anderen Linux-Distributionen keine Versionsnummern oder -namen gibt. Diese Form der Verwaltung verzichtet darauf, das ganze System neu installieren zu müssen, um es aktuell und damit auch sicher zu halten – man hat es nun selbst in der Hand, jederzeit upzudaten. Die Benutzung eines Rolling-Release setzt auch ein gewisses Maß an Eigenverantwortung voraus. So ist man z.B. gut beraten, sich vor einer Systemaktualisierung über aktuelle Änderungen oder Schwierigkeiten, die dabei auftreten könnten, zu informieren. Aktuelle Informationen findet man hierSprache de.png, hierSprache de.png,hierSprache en.png und hierSprache en.png. Außerdem ist es empfehlenswert, die Arch-AnnounceSprache en.png Mailingliste zu abonnieren, um stets auf dem neuesten Wissenstand etwaige Änderungen betreffend zu sein.

Achtung bei Systemupdates mit neuem Kernel

Falls der Kernel ein größeres Update erfährt, werden Module, wie zum Beispiel nvidia und madwifi (wird später installiert, falls nötig), unbenutzbar, da die neuen, aktualisierten Paketversionen solcher Module gegen den neueren Kernel gebaut wurden, aber das System derzeit einen älteren verwendet. Ein Neustart wird nötig sein.

Ebenso könnte nach einer langen Pause ohne Aktualisierung bzw. bei der Aktualisierung eines frischen Systems der Fall eintreten, dass gleichzeitig mit dem neuen Kernel andere Programmpakete oder neue Versionen von bereits vorhandenen mitinstalliert werden, die wichtige Neuerungen beinhalten, auf die der neue Kernel angewiesen ist. Dann ist es wahrscheinlich, dass der Kernel zwar aktualisiert wird, aber mkinitcpio Fehler beim Durchlaufen der Hooks meldet (wie etwa fehlende Udev-Regeln beim Hook "filesystems"). Das würde dazu führen, dass das System dann nicht mehr startet und etwa von einem anderen Linux-System oder der Live-CD repariert werden muss! Um dergleichen zu vermeiden, genügt es nach so einem Update i.d.R., den Kernel noch einmal neu zu generieren, und zwar folgendermaßen:

mkinitcpio -p linux

Einen Benutzer hinzufügen und Gruppen wählen

Tägliche Arbeiten sollten nicht mit dem Root-Account gemacht werden, da dieser für administrative Aufgaben vorgesehen ist und ein Arbeiten damit gefährlich sein kann. Deshalb wird nun ein normaler Benutzer hinzugefügt. Beachte, dass Benutzernamen nur Kleinbuchstaben und Sonderzeichen enthalten dürfen:

In diesem Beispiel heißt der Benutzer duda

useradd -m -g users -s /bin/bash duda
passwd duda
Geben Sie ein neues UNIX-Passwort ein:geheim
Geben Sie das neue UNIX-Passwort erneut ein:geheim
passwd: Passwort erfolgreich geändert


Falls der Benutzer wieder entfernt werden soll, so kann das mit

userdel -r duda

gemacht werden.

Ein weiteres wichtiges Werkzeug könnte noch installiert werden, um ein Kommando mit Root-Rechten ausführen zu können.

pacman -S sudo

Damit der Benutzer Root-Rechte bekommt, muss eine Konfiguration verändert werden. Eingabe von:

EDITOR=nano visudo

oder

nano /etc/sudoers

Suchen der folgenden Zeile (steht unterhalb von "## Uncomment to allow members of group wheel to execute any command"):

 #%wheel ALL=(ALL) ALL

und entfernen des Kommentatorzeichens und des Leerzeichens.

%wheel ALL=(ALL) ALL

Den Benutzer zu der Gruppe wheel hinzufügen

gpasswd -a duda wheel

Um dem Nutzer noch Rechte für Audio etc. zu geben, kann er noch in die Gruppen audio, video, games, power hinzugefügt werden.

Weitere notwendige Dienste

Jetzt, das heißt bevor wir uns der grafischen Oberfläche und/oder Multimedia zuwenden, ist ein guter Zeitpunkt, ein paar zusätzliche Dienste zu installieren und zu aktivieren.

# pacman -S acpid ntp dbus avahi cups cronie

Diese Dienste müssen natürlich auch jeweils explizit gestartet werden. Um dies automatisch beim Booten zu tun, muss systemd dazu angewiesen werden. Dies geschieht durch:

# systemctl enable <Dienstname> 

Für diese Beispiele:

# systemctl enable acpid
# systemctl enable ntpd
# systemctl enable avahi-daemon
# systemctl enable org.cups.cupsd.service


Auch ist es sinnvoll, einen Netwerkservice für den Internetzugang automatisch zu laden:

Dies können Services wie NetworkManager erledigen. Mehr dazu unter https://wiki.archlinux.de/title/Daemons und unter https://wiki.archlinux.de/title/Daemons/Liste.

Cronjobs ausführen lassen

Einige Pakete legen sogenannte Cronjobs an. Das sind Befehle, die zu bestimmten Zeiten automatisch ausgeführt werden. Im Normalfall braucht man sich um die Cronjobs nicht zu kümmern. Mehr zu diesem Thema unter cron

systemctl enable cronie

Automatische Zeiteinstellung

Wer die Zeit automatisch korrigieren lassen will, kann das mit ntp machen. Installieren des Pakets ntp

pacman -S ntp

Ändern der Konfigurationsdatei z.B. für einen deutschen Zeitserver von dem die genaue Uhrzeit kommt.

nano /etc/ntp.conf
server de.pool.ntp.org

Für die erste Zeitkorrektur gibt man ein:

ntpd -gq

Die Zeit wird nach wenigen Sekunden korrekt sein.
Um zu sehen, ob die Uhrzeit nun auch wirklich korrekt ist, kann man folgenden Befehl nutzen:

date

Anschließend die Hardwareuhr oder auch RTC oder CMOS-Uhr auf der Hauptplatine korrigieren.

hwclock -w

Wenn man will, dass der Zeitserver jedes Mal beim Einschalten die Zeit korrigieren soll, so kann der Service automatisch gestartet werden (Siehe Dienste im Abschnitt darüber).

Man muss unterscheiden zwischen einer sogenannten Systemzeit und einer Hardwareuhr auf der Hauptplatine des Rechners. Die Hardwareuhr ist die CMOS-Uhr, auch Echtzeituhr oder RTC (real time clock) genannt. Die Systemzeit ist die Zeit, die der Linuxkernel gerade hat (nur so grob). Beim Einschalten übernimmt Linux (Systemzeit) die Hardwareuhrzeit. Beim Herunterfahren wird die Systemzeit nicht an die Hardwareuhr wieder übergeben. Zur Beachtung: Werden mehrere Betriebssysteme benutzt, sollte nur ein Betriebssystem die Hardwareuhr korrigieren.

Falls die Uhrzeit aus irgendwelchen Gründen nicht stimmen sollte, so löscht man die Datei /etc/adjtime und führe noch einmal ntpd -gq und hwclock -w aus.

Mehr dazu hier NTP

Teil 2: Installation von X und Konfiguration von ALSA

Installation und Konfiguration von X

Das X Window System (gemeinhin X11, oder einfach nur X) ist ein Netzwerk- und Anzeigeprotokoll, das das Darstellen von Fenstern auf Bildschirmen erlaubt. Es liefert das Standardwerkzeug, um grafische Benutzeroberflächen (graphical user interfaces oder GUIs) auf Unix-ähnlichen Betriebssystemen zu bilden.

X bietet den grundlegenden Rahmen oder die Grundfunktion, GUI Umgebungen zu bilden: zeichnen und bewegen von Fenstern auf dem Bildschirm sowie Interaktion mit einer Maus und/oder einer Tastatur. X ordnet nicht das Nutzer-Interface - individuelle Client-Programme bewerkstelligen dies. Nun werden wir mithilfe von pacman die Basis-Pakete von Xorg installieren. Dies ist der erste Schritt, eine GUI zu bilden.

Mit folgendem Befehl installiert man die dafür notwendigen Basis-Pakete:

pacman -S xorg-server xorg-xinit xorg-utils xorg-server-utils


Grafiktreiber installieren

Jetzt sind die Basispakete installiert, die für die Benutzung des X Servers gebraucht werden. Man sollte zunächst den Treiber der Grafikkarte hinzufügen (z.B. xf86-video-<name>).

Welchen Treiber man braucht, bekommt man am einfachsten wie folgt heraus:

lspci |grep VGA
01:00.0 VGA compatible controller: nVidia Corporation G86 [GeForce 8500 GT] (rev a1)

In diesem Beispiel ist das eine nvidia Grafikkarte. Der freie Grafiktreiber dafür nennt sich "nouveau". Das Paket dazu xf86-video-nouveau.

Wenn man eine Liste aller open-source Videotreiber braucht, so kann man eingeben:

pacman -Ss xf86-video | less

Dies ist eine Liste von open source Treibern und ihren korrespondierenden Chipsets.

  • xf86-video-apm Alliance ProMotion Videotreiber
  • xf86-video-ark ark Videotreiber
  • xf86-video-ati ati Videotreiber genaueres hier: ATI
  • xf86-video-chips Chips and Technologies Videotreiber
  • xf86-video-cirrus Cirrus Logic Videotreiber
  • xf86-video-dummy dummy Videotreiber
  • xf86-video-fbdev framebuffer Videotreiber
  • xf86-video-glint GLINT/Permedia Videotreiber
  • xf86-video-i128 Intel i128 Videotreiber
  • xf86-video-i740 Intel i740 Videotreiber
  • xf86-video-intel Intel i810/i830/i915/945G/G965+ HDGraphics HDGraphics2 HD4000 Videotreiber genaueres hier: intel
  • xf86-video-imstt Integrated Micro Solutions Twin Turbo Videotreiber
  • xf86-video-mga mga Videotreiber (Matrox Graphikadapter)
  • xf86-video-neomagic neomagic Videotreiber
  • xf86-video-nv nvidia nv Videotreiber
  • xf86-video-nouveau Nvidia Open Source Treiber genaueres hier: nvidia
  • xf86-video-rendition Rendition Videotreiber
  • xf86-video-s3 S3 Videotreiber
  • xf86-video-s3virge S3 Virge Videotreiber
  • xf86-video-savage savage Videotreiber
  • xf86-video-siliconmotion siliconmotion Videotreiber
  • xf86-video-sis SiS Videotreiber
  • xf86-video-sisusb SiS USB Videotreiber
  • xf86-video-tdfx tdfx Videotreiber
  • xf86-video-trident Trident Videotreiber
  • xf86-video-tseng tseng Videotreiber
  • xf86-video-unichrome unichrome Videotreiber
  • xf86-video-v4l v4l Videotreiber
  • xf86-video-vesa vesa Videotreiber
  • xf86-video-vga VGA 16 color Videotreiber
  • xf86-video-via via Videotreiber
  • xf86-video-vmware vmware Videotreiber
  • xf86-video-voodoo voodoo Videotreiber
  • virtualbox-guest-utils Virtualbox Videotreiber

Beachte: Der vesa Treiber ist der allgemeinste und sollte mit fast jedem modernem Chipset funktionieren. Falls man keinen passenden Treiber für das Videochipset finden kann, sollte vesa funktionieren.

Falls man eine nVIDIA oder ATI Videoadapter hat, besteht auch die Möglichkeit, die proprietären nVIDIA oder ATI Treiber zu installieren. Die Installation proprietärer Videotreiber wird unter Nvidia und unter ATI beschrieben.

Installieren des passenden Videotreibers z.B.:

pacman -S xf86-video-nouveau

  • Falls man immer noch nicht weiß, welcher Videotreiber zu installieren ist, so kann man die gesamte Videotreiber-Pakete-Gruppe installieren. Xorg lädt dann selbst den passenden Treiber.
pacman -S xorg-drivers


Sonstige Treiber

Bei manchen Laptops kann es mit dem Touchpad zu Problemen kommen. Xorg stellt hierfür auch einen Touchpad-Treiber zur Verfügung. Sollte das Touchpad nur eingeschränkt funktionieren, kann dieser auch ganz zum Schluss noch nachinstalliert werden.

pacman -S xf86-input-synaptics

Deutsche Tastaturbelegung einstellen

Hinweis: Seit der Einführung von systemd kann die Tastaturbelegung statt über Änderung der 20-keyboard.conf auch mit dem Befehl localectl set-x11-keymap <layout> <model> <variant> <options> eingestellt werden.

Über 20-keyboard.conf

Eine Datei erzeugen /etc/X11/xorg.conf.d/20-keyboard.conf und folgendes hinzufügen:

Section "InputClass"
      Identifier "keyboard"
      MatchIsKeyboard "yes"
      Option "XkbLayout" "de"
      Option "XkbModel" "pc105"
      Option "XkbVariant" "de_nodeadkeys"
EndSection

Oder über localectl set-x11-keymap

localectl list-x11-keymap-layouts |less

Zeigt eine Liste mit allen verfügbaren Tastaturlayouts. Mehrere Layouts können durch Komma getrennt angegeben werden. de sollte für deutsche Tastaturen funktionieren.


localectl list-x11-keymap-models |less

Zeigt eine Liste mit allen verfügbaren Tastaturmodellen. pc104 oder pc105 sollte ohne zusätzliche Tasten standartmäßig funktionieren. Für Tastaturen mit speziellen zusätzlichen Tasten muss man um sie zu benutzen das richtige Model finden.


localectl list-x11-keymap-variants |less

Zeigt eine Liste mit allen verfügbaren Tastaturvarianten. de_nodeadkeys sollte für deutsche Tastaturen funktionieren.


localectl list-x11-keymap-options |less

Zeigt eine Liste mit allen verfügbaren zusätzlichen Tastaturoptionen. Muss nicht angegeben werden. Sollten mehrere Tastaturlayouts verwendet werden, können zum Beispiel Optionen zum hin- und herwechseln zwischen den Layouts über Tastenkombinationen angegeben werden. Mit grp:alt_shift_toggle wechselt man dann mit alt+shift zwischen den Layouts.


localectl set-x11-keymap [layout] [model] [variant] [options]

setzt die Parameter.


Nach obigem Beispiel für eine deutsche Standardtastatur, einem einzelnen Layout, ohne zusätzliche Optionen oder Tasten folgende Eingabe:

localectl set-x11-keymap de pc105 de_nodeadkeys

Hinweis: Stand 23.9.2015 funktioniert de_nodeadkeys nicht. Stattdessen nodeadkeys verwenden, das funktioniert.

[Optional] Schönere Schriftarten installieren

pacman -S ttf-dejavu

Empfehlenswert ist der Artikel über Schriftarten.

Den Desktop oder Fenstermanager installieren

Archlinux bietet mehrere Desktops zur Auswahl an. Man kann seinen Desktop wählen (hier als Beispiel: Xorg, KDE, Gnome, Xfce und LXDE.


Der Xorg Desktop

Xserver installieren

Zusätzliche Pakete müssen Installiert werden:

pacman -S xorg-twm xorg-xclock xterm


Xserver starten

Der Xorg-Startmanager muss in die .xinitrc eingetragen werden.

Falls man keine ~/.xinitrc hat, so kann man diese erstellen oder die Beispieldatei aus /etc/skel/ in das Home-Verzeichnis kopieren:

cp /etc/skel/.xinitrc /home/duda
  • Anmerkung: Wenn die Datei ~/.xinitrc fehlt, wird automatisch auf /etc/X11/xinit/xinitrc zurückgegriffen. Diese Datei nutzt standardmäßig TWM und Xterm.

Bearbeiten der Datei /home/Benutzername/.xinitrc als normaler Nutzer, um zu bestimmen, welches X-Server-Ereignis durch den 'startx'-Befehl aufgerufen werden soll.

nano ~/.xinitrc

Es könnte dann so aussehen, hier zum Beispiel start xservers:

#!/bin/sh
#
# ~/.xinitrc
#
# Executed by startx (run your window manager from here)
#
# Für Xserver alleine:
exec xterm
# Für Gnome:
# exec gnome-session
# Für KDE:
# exec startkde
# Für xfce:
# exec startxfce4
# Für LXDE:
# exec startlxde
# und Andere:
# exec icewm
# exec blackbox
# exec fluxbox

Sicherstellen, dass nur eine exec-Zeile in ~/.xinitrc auskommentiert ist!

Da man noch als root angemeldet ist, muss man sich erst abmelden.

logout 

Ein neues Login wird angezeigt. Man kann sich jetzt als Benutzer anmelden.

myhost login : duda


xserver starten mit:

startx

Jetzt wird ein sehr spartanisches grafisches Bild mit einer Uhr und einem Terminal angezeigt.

  • Eine detaillierte Anleitung zum Xorg Server findet man hier: Xorg.

Der KDE Desktop

Installation

Mit diesem Befehl wird KDE Plasma 5 und das deutsche Sprachpaket installiert:

pacman -S plasma kde-l10n-de

Die KDE Softwaresammlung kann folgendermaßen installiert werden:

pacman -S kde-applications

"plasma" und "kde-applications" sind Paketgruppen. Welche Pakete dieser Gruppen installiert werden sollen, wird während der Installation abgefragt.


KDE empfiehlt SDDM (Simple Desktop Display Manager) als Display Manager. Um SDDM zu installieren, muss Folgendes ausgeführt werden:

pacman -S sddm

Es bietet sich an, SDDM mit den Systemeinstellungen von KDE zu konfigurieren. Dafür muss das entsprechende "KConfig Module" installiert werden:

 pacman -S sddm-kcm

Danach kann SDDM unter

Systemeinstellungen -> Starten und Beenden -> Anmeldebildschirm (SDDM)

(aber auch in /etc/sddm.conf) konfiguriert werden.

Start des KDE Desktops

Der KDE desktop lässt sich entweder über den startx Befehl unter Änderung der ~/.xinitrc ändern oder komfortabler automatisch beim Start als Service von Systemd starten lassen.

Über startx

Falls man keine ~/.xinitrc hat, so kann man diese erstellen oder die Beispieldatei aus /etc/skel/ in das Home-Verzeichnis kopieren:

cp /etc/skel/.xinitrc /home/duda
  • Anmerkung: Wenn die Datei ~/.xinitrc fehlt, wird automatisch auf /etc/X11/xinit/xinitrc zurückgegriffen. Diese Datei nutzt standardmäßig TWM und Xterm.

Bearbeiten der Datei /home/Benutzername/.xinitrc als normaler Nutzer, um zu bestimmen, welches X-Server-Ereignis durch den 'startx'-Befehl aufgerufen werden soll.

nano ~/.xinitrc

Es könnte dann so aussehen, hier zum Beispiel start KDE:

#!/bin/sh
#
# ~/.xinitrc
#
# Executed by startx (run your window manager from here)
#
# Für Xserver alleine:
# exec xterm
# Für Gnome:
# exec gnome-session
# Für KDE:
exec startkde
# Für xfce:
# exec startxfce4
# Für LXDE:
# exec startlxde
# und Andere:
# exec icewm
# exec blackbox
# exec fluxbox

Sicherstellen, dass nur eine exec-Zeile in Deiner ~/.xinitrc auskommentiert ist!

Da man noch als root angemeldet ist, muss man sich erst abmelden.

logout 

Ein neues login wird angezeigt. Man kann sich jetzt als Benutzer anmelden.

myhost login : duda


KDE starten mit:

startx


Über Service von Systemd automatisch starten

Befehl eingeben:

systemctl enable sddm

Beim Neustart wird KDE automatisch mit geladen.

Mehr Informationen unter Kde und Login-Manager.

Der Gnome Desktop

Installation

Mit diesem Befehl werden Gnome und seine Erweiterungen installiert:

pacman -S gnome gnome-extra


Start des Gnome Desktops

Der Gnome Desktop lässt sich entweder über den startx Befehl unter Änderung der ~/.xinitrc ändern oder komfortabler automatisch beim Start als Service von Systemd starten lassen.

Über startx

Falls man keine ~/.xinitrc hat, so kann man diese erstellen oder die Beispieldatei aus /etc/skel/ in das Home-Verzeichnis kopieren:

cp /etc/skel/.xinitrc /home/duda
  • Anmerkung: Wenn die Datei ~/.xinitrc fehlt, wird automatisch auf /etc/X11/xinit/xinitrc zurückgegriffen. Diese Datei nutzt standardmäßig TWM und Xterm.

Bearbeiten der Datei /home/Benutzername/.xinitrc als normaler Nutzer, um zu bestimmen, welches X-Server-Ereignis durch den 'startx'-Befehl aufgerufen werden soll.

nano ~/.xinitrc

Es könnte dann so aussehen, hier zum Beispiel startet Gnome:

#!/bin/sh
#
# ~/.xinitrc
#
# Executed by startx (run your window manager from here)
#
# Für Xserver alleine:
# exec xterm
# Für Gnome:
exec gnome-session
# Für KDE:
# exec startkde
# Für xfce:
# exec startxfce4
# Für LXDE:
# exec startlxde
# und Andere:
# exec icewm
# exec blackbox
# exec fluxbox

Sicherstellen, dass nur eine exec-Zeile in ~/.xinitrc auskommentiert ist!

Da man noch als root angemeldet ist, muss man sich erst abmelden.

logout 

Ein neues Login wird angezeigt. Man kann sich jetzt als Benutzer anmelden.

myhost login : duda


Gnome starten mit:

startx


Über Service von Systemd automatisch starten

Befehl eingeben:

systemctl enable gdm

Beim Neustart wird Gnome automatisch mit geladen.

Mehr Informationen unter GNOME und Login-Manager.

Der Xfce Desktop

Installation

Mit diesem Befehl wird Xfce mit Extras und fehlenden Icons installiert:

pacman -S xfce4 xfce4-goodies human-icon-theme

Hinweis: Hier am besten alle Pakete (aktuell 23 Stück) installieren.

Start des Xfce Desktops

Der Xfce Desktop lässt sich über den 'startx'-Befehl unter Änderung der ~/.xinitrc starten.

Über startx

Falls man keine ~/.xinitrc hat, so kann man diese erstellen oder die Beispieldatei aus /etc/skel/ in das Home-Verzeichnis kopieren:

cp /etc/skel/.xinitrc /home/duda
  • Anmerkung: Wenn die Datei ~/.xinitrc fehlt, wird automatisch auf /etc/X11/xinit/xinitrc zurückgegriffen. Diese Datei nutzt standardmäßig TWM und Xterm.

Bearbeiten der Datei /home/Benutzername/.xinitrc als normaler Nutzer, um zu bestimmen, welches X-Server-Ereignis durch den 'startx'-Befehl aufgerufen werden soll.

nano ~/.xinitrc

Es könnte dann so aussehen, hier zum Beispiel startet Xfce:

#!/bin/sh
#
# ~/.xinitrc
#
# Executed by startx (run your window manager from here)
#
# Für Xserver alleine:
# exec xterm
# Für Gnome:
# exec gnome-session
# Für KDE:
# exec startkde
# Für xfce:
exec startxfce4
# Für LXDE:
# exec startlxde
# und Andere:
# exec icewm
# exec blackbox
# exec fluxbox

Sicherstellen, dass nur eine exec-Zeile in ~/.xinitrc auskommentiert ist!

Da man noch als root angemeldet ist, muss man sich erst abmelden.

logout 

Ein neues Login wird angezeigt. Man kann sich jetzt als Benutzer anmelden.

myhost login : duda


Xfce starten mit:

startx
Über Systemdservice automatisch starten, mit SLiM als Loginmanager

Installation von SLiM

pacman -S slim

Konfigurieren von SLiM

nano /etc/slim.conf

Hier suchen, ob vor der Zeile sessiondir /usr/share/xsessions/ ein # Zeichen steht. Falls ja, dieses entfernen.

Hinweis: Die Zeile sollte standardmäßig nicht kommentiert sein und muss normalerweise nicht mehr angepasst werden.


Anschließend muss nur noch die Datei ~/.xinitrc angepasst werden, da SLiM darauf zurückgreift:

Falls man keine ~/.xinitrc hat, so kann man diese erstellen oder die Beispieldatei aus /etc/skel/ in das Home-Verzeichnis kopieren:

cp /etc/skel/.xinitrc /home/duda
  • Anmerkung: Wenn die Datei ~/.xinitrc fehlt, wird automatisch auf /etc/X11/xinit/xinitrc zurückgegriffen. Diese Datei nutzt standardmäßig TWM und Xterm.

Bearbeiten der Datei /home/Benutzername/.xinitrc als normaler Nutzer:

nano ~/.xinitrc:
#!/bin/sh
#
# ~/.xinitrc
#
# Executed by startx (run your window manager from here)
#
# Für Xserver alleine:
# exec xterm
# Für Gnome:
# exec gnome-session
# Für KDE:
# exec startkde
# Für xfce:
exec startxfce4
# Für LXDE:
# exec startlxde
# und Andere:
# exec icewm
# exec blackbox
# exec fluxbox


Sicherstellen, dass nur die Zeile exec startxfce4 in ~/.xinitrc auskommentiert ist!


Jetzt kann man mit dem Befehl

systemctl enable slim

den Loginmanager beim Start automatisch laden lassen.


Beim Neustart wird SLiM automatisch mit geladen.


Mehr Informationen unter Xfce und Login-Manager.

Der LXDE Desktop

Installation

Mit diesem Befehl wird LXDE mit Extras und fehlenden Icons installiert:

pacman -S lxde


Start des LXDE Desktops

Der LXDE Desktop lässt sich entweder über den startx Befehl unter Änderung der ~/.xinitrc ändern oder komfortabler automatisch beim Start als Service von Systemd starten lassen.

Über startx

Falls man keine ~/.xinitrc hat, so kann man diese erstellen oder die Beispieldatei aus /etc/skel/ in das Home-Verzeichnis kopieren:

cp /etc/skel/.xinitrc /home/duda
  • Anmerkung: Wenn die Datei ~/.xinitrc fehlt, wird automatisch auf /etc/X11/xinit/xinitrc zurückgegriffen. Diese Datei nutzt standardmäßig TWM und Xterm.

Bearbeiten der Datei /home/Benutzername/.xinitrc als normaler Nutzer, um zu bestimmen, welches X-Server-Ereignis durch den 'startx'-Befehl aufgerufen werden soll.

nano ~/.xinitrc

Um LXDE zu starten, könnte die Datei so aussehen:

#!/bin/sh
#
# ~/.xinitrc
#
# Executed by startx (run your window manager from here)
#
# Für Xserver alleine:
# exec xterm
# Für Gnome:
# exec gnome-session
# Für KDE:
# exec startkde
# Für xfce:
# exec startxfce4
# Für LXDE:
exec startlxde
# und Andere:
# exec icewm
# exec blackbox
# exec fluxbox

Sicherstellen, dass nur eine exec-Zeile in ~/.xinitrc auskommentiert ist!

Da man noch als Root angemeldet ist, muss man sich erst abmelden.

logout 

Ein neues Login wird angezeigt. Man kann sich jetzt als Benutzer anmelden.

myhost login : duda


LXDE starten mit:

startx


Über Service von Systemd automatisch starten

Befehl eingeben:

systemctl enable lxdm

Beim Neustart wird LXDM automatisch gestartet. Mehr Informationen unter LXDE und Login-Manager.

Weitere Fenstermanager

Weitere Fenstermanager können hier angesehen werden: Fenstermanager


Installation und Konfiguration von ALSA

Konfiguration der Audiokarte mit Alsamixer

Die Advanced Linux Sound Architecture (ALSA) ist eine Komponente im Linux Kernel. Neben der Bereitstellung von Soundtreibern bündelt ALSA auch eine "user space library" für Programmierer, die auf eine höher liegende API zugreifen möchten und nicht direkt auf die Befehle des Kernels zugreifen möchten. Das alsa-utils Paket enthält alsamixer, welches die Einstellungen deiner Soundkarte über die Konsole zulässt. (Möglicherweise wirst du später alsamixer von deiner grafischen Umgebung ausführen.)

Die Installation von ALSA erfolgt mit:

pacman -S alsa-utils

Der Benutzer duda muss in der Gruppe audio sein.

gpasswd -a duda audio

Um die Regler zu verändern, kann man alsamixer aufrufen.

alsamixer

Eine detaillierte Installationsanleitung findet man hier:

CPU Frequenz Skalierung

Moderne Prozessoren können ihre Frequenz und Spannung reduzieren, um Hitze und Stromverbrauch zu vermindern. Weniger Hitze führt zu einem leiserem System, bei Laptops und Netbooks zudem zu längeren Akkulaufzeiten.

Im Normalfall wird das entsprechende Modul automatisch geladen. Die CPU wird nach Bedarf schneller getaktet. Man kann überprüfen, mit welcher Frequenz die CPU arbeitet:

grep MHz /proc/cpuinfo

Die Ausgabe für eine 2 Kern CPU, die mit 2Ghz läuft, sieht so aus:

cpu MHz   : 1998.000
cpu MHz   : 1998.000

Falls die CPU nicht zufriedenstellend läuft, kann geprüft werden, ob die entsprechenden Module geladen sind.
Achtung: Seit Linux 3.7 ist powernow-k8 veraltet und wird durch acpi_cpufreq ersetzt!

lsmod | grep acpi
acpi_cpufreq

Wenn das entsprechende Modul nicht geladen ist, kann dies nachgeholt werden:

modprobe acpi-cpufreq

Damit dieses Modul auch nach einem Neustart funktioniert, kann man unter /etc/modules-load.d/ eine neue Datei anlegen, z. B. moduleladen.conf, und folgenden Eintrag dort hinzufügen:

acpi-cpufreq

Weitere Verbesserungen für Notebooks

ACPI-Support wird gebraucht, falls man einige spezielle Funktionen eines Notebooks nutzen möchte (z.B. Schlafen; Schlafen, wenn der Deckel geschlossen wird; spezielle Tasten...). Installieren von acpid:

pacman -S acpid

aktivieren des Service

sudo systemctl enable acpid

und starten

sudo systemctl start acpid

Genauere Informationen über Arch Linux auf verschiedenen Laptops können hier gefunden werden: Hardware Kompatiblitätsliste LaptopsSprache en.png

Runterfahren mittels des Powerknopfes

Falls der Rechner nicht herunterfährt, wenn der Powerknopf betätigt wird, siehe: Rechner per Power Knopf runterfahren

PC-Lautsprecher abstellen

Wenn man den internen Lautsprecher des Computers abstellen möchte, schließt man das entsprechende Kernelmodul aus (blacklist):

Folgende Zeile in die /etc/modprobe.d/modprobe.conf eintragen:

blacklist pcspkr

Das Treibermodul für den PC-Lautsprecher wird dann nicht mehr geladen. Und es ist still.

Nützliche Anwendungen

Diese Sektion wird niemals vollständig sein. Sie zeigt nur ein paar der Anwendungen, die man im Alltag braucht.

Internet

Den beliebten Firefox-Browser kann man über Pacman installieren:

pacman -S firefox firefox-i18n-de

Zusätzlich 'flashplugin' und 'icedtea-web':

pacman -S flashplugin icedtea-web

Thunderbird ist nützlich, um E-Mails zu verwalten. Wenn man GNOME benutzt, könnten noch Epiphany und Evolution interessant sein. Für KDE-Nutzer wäre Kmail die erste Wahl. Wenn man etwas völlig anderes möchte, kann man noch Opera verwenden. Wenn man rein auf der Kommandozeile arbeitet, gibt es immer noch text-basierte Browser wie ELinks, Links und Lynx oder Mutt für E-Mails. Pidgin (früher als Gaim bekannt), Empathy und Kopete sind gute Sofortnachrichten-Programme für GNOME bzw. KDE. PSI und Gajim reichen völlig, wenn nur Jabber oder Google Talk benutzt wird.

Office

  • LibreOffice bekannt aus OpenOffice ist eine komplette Office-Suite (vergleichbar mit Microsoft Office).
  • Abiword ist ein Textverarbeitungsprogramm und Gnumeric bietet eine Excel-Alternative.
  • Calligra Suite ist eine komplette Office-Suite für den KDE-Desktop.
  • GIMP ist ein pixelbasiertes Grafikprogramm
  • Inkscape dagegen ist ein vektorbasiertes Grafikprogramm
  • LaTeX Selbstverständlich bringt Arch Linux Latex als TeX-Distribution mit.

Video Player

  • VLC
pacman -S vlc
  • Mplayer
pacman -S mplayer

Für GNOME

  • Totem

Totem ist der offizielle Mediaplayer des GNOME-Projekts und basiert auf xine-lib oder GStreamer (gstreamer wird unter Arch-Linux standardmäßig mit dem totem-Paket installiert). Totem beherrscht den Umgang mit Playlists, einen Full-Screen-Modus, Lautstärkeregler und unterstütz die Bedienung des Players via Tastatur. Außerdem bringt er folgende Funktionalitäten mit:

  • Video thumbnails für den Dateimanager
  • Nautilus Eigenschaften-Tab
  • Epihpany / Mozilla (Firefox) plugin, um Videos direkt im Browser wiederzugeben
  • Webvideo Dienste wie Vimeo
  • Webcam Utility (in Entwicklung)

Um es zu installieren:

pacman -S totem

Für KDE

  • Kaffeine

Kaffeine ist eine gute Wahl für KDE-Nutzer. Installiert wird es mit folgendem Befehl:

pacman -S kaffeine

Audio Player

Für Gnome und Xfce

  • Exaile

Exaile ist ein Music Player, der in Python geschrieben ist, welches das GTK+ Toolkit benutzt.

  • Rhythmbox

Rhythmbox ist eine integrierte Musikmanagement-Anwendung, die ursprünglich von Apples iTunes inspiriert wurde. Es ist freie Software, die gemacht ist, gut unter dem GNOME Desktop zu funktionieren. Sie basiert auf dem mächtigen GStreamer Media Framework.

Rhythmbox hat eine Vielzahl von Fähigkeiten, darunter:

  • Einfach zu benutzender Musik Browser
  • Suchen und Sortieren
  • Umfangreiche Audioformat-Unterstützung durch GStreamer
  • Internet Radio Unterstützung
  • Playlists

Installation von Rhythmbox:

pacman -S rhythmbox

Weitere gute Audioplayer sind: Banshee, Quodlibet und Listen. Besuche Gnomefiles für einen Vergleich.

Für KDE

  • Amarok

Amarok ist einer der besten Audio Player und Musik Library Systeme, die für KDE verfügbar sind. Für die Installation einfach Folgendes eingeben:

pacman -S amarok

Für die Konsole

Moc ist ein ncurses-basierender Audio-Player für die Konsole; eine weitere gute Wahl ist mpd.

Eine weitere exzellente Wahl ist cmus.

CDs, DVDs oder Blu-ray Discs beschreiben („brennen“)

  • Brasero

Brasero ist eine Anwendung für den GNOME Desktop. Benutzer sollen das Programm leicht bedienen und Disks einfach, schnell und komfortabel erstellen können.

Installation:

pacman -S brasero
  • K3b

K3b (von KDE Burn Baby Burn) ist eine freie Anwendung für GNU/Linux und andere Unix-ähnliche Betriebssysteme und wurde im KDE-Stil entworfen. Wie es bei den meisten KDE Anwendungen der Fall ist, ist K3b in der C++ Programmiersprache geschrieben und benutzt das QT Toolkit. Die eigentliche Diskaufnahme in K3b erfolgt im Hintergrund über die Kommandozeilen-Programme cdrecord oder wodim, cdrdao und growisofs.

K3b wurde als LinuxQuestions.org's Multimedia Utility of the Year (2006) von der Mehrheit (70%) der Wähler gewählt.

Installation:

pacman -S k3b

Zusätzlich kann es sein, dass noch die Programme cdrdao und growisofs installiert werden müssen. Beim Start vom k3b wird darauf hingewiesen. Dieses wird folgendermaßen gelöst:

Zusätzliche Installation:

pacman -S cdrdao dvd+rw-tools

TV-Karten und -Sticks

Mit Arch-Linux TV zu sehen ist nicht schwieriger als mit anderen Distributionen. Vielmehr ist die Hardware-Unterstützung aufgrund aktueller Kernel tendenziell besser gewährleistet.

Zunächst sollte man überprüfen, ob der Digitalreceiver generell unter Linux funktioniert. Hier hilft zumeist eine Google-Suche, die entsprechende Amazon-Seite oder einer der folgenden Links:

Wird das Modell out-of-the-box unterstützt, so kann direkt mit dem nächsten Schritt fortgefahren werden. Andernfalls müssen zuerst entsprechende Module installiert werden.

Treiberinstallation

In den meisten Fällen wird man die bttv-Treiber (andere Treiber existieren, wie V4L) zusammen mit den I2C-Modulen benutzen müssen. Die Konfiguration dieser ist die schwerste Aufgabe. Wenn man Glück hat, wird ein

modprobe bttv

die Karte automatisch erkennen (checke dmesg für Details).

In diesem Fall kann der nächste Schritt befolgt werden.

Wenn die Autoerkennung jedoch funktioniert hat, kann man die Datei CARDIST anschauen, welche im Tarball von bttv enthalten ist, um die richtigen Parameter für die Karte zu finden. Eine PV951 ohne Radiounterstützung würde diese Zeile brauchen:

modprobe bttv card=42 radio=0

Einige Karten brauchen auch folgende Zeile, um Ton zu erzeugen:

modprobe tvaudio

Dies unterscheidet sich jedoch von Karte zu Karte. Man kann es einfach ausprobieren. Einige andere Karten benötigen folgende Zeile:

modprobe tuner

Funktioniert die Karte noch nicht, hilft wahrscheinlich eine Suche bei Google oder eine Anfrage im Forum.

TV-Viewer installieren

Ist die Karte richtig eingerichtet, muss nur noch entsprechende Software installiert werden. Dafür gibt es drei Möglichkeiten. Erstens die KDE-Anwendung Kaffeine, welche viele Funktionen unterstützt und (zumeist) reibungsfrei funktioniert. Sie kann installiert werden mit

 pacman -S kaffeine

Zweitens bietet sich die GTK-Anwendung Me-TV an. Sie hat weniger Funktionen und wird u.U. nicht mehr weiterentwickelt. Ist sie erst einmal eingerichtet, funktioniert sie aber ebenfalls zuverlässig.

Die dritte Möglichkeit ist, keine spezifische Viewersoftware zu nutzen. So kann man z.B. xawtv installieren.

pacman -S xawtv 

Für die Einrichtung liest man am besten die entsprechende Manpage.

Digitale Kameras

Die meisten neueren Digitalkameras werden als USB-Massenspeichergeräte unterstützt, was bedeutet, dass man sie einfach einstecken und die gespeicherten Medien kopieren kann. Ältere Kameras könnten das PTP (Picture Transfer Protocol) benutzen, welches einen "speziellen Treiber" benötigt. gPhoto2 liefert diesen Treiber und erlaubt einen Shell-basierenden Transfer der Medien; digikam (für KDE) und gthumb (für GNOME) benutzen diesen Treiber und bieten eine schöne GUI.

USB Memory Sticks / Festplatten

USB Datenspeicher und Festplatten werden dank des USB mass storage device Treibers 'out of the box' unterstützt und werden als neuer SCSI Apparat (/dev/sdX) erscheinen. Wenn man KDE oder GNOME benutzt, sollte man dbus verwenden und den Service aktivieren, worauf die Apparate automatisch gemountet werden. Falls man eine andere Desktop-Umgebung verwendet, könnte auch ivman interessant sein.

Arch Build System

Eine besonders zu erwähnende Einrichtung bei Arch Linux ist das Arch Build System, kurz ABS. Hiermit können auf einfache Art Pakete selbst konfiguriert und erstellt werden. Diese werden dann mit dem Paketmanager pacman installiert. Eine detaillierte Beschreibung findet man unter Arch Build System

Weitere Informationen

Für weitere Informationen und Support kann man zur englischen Homepage oder zur deutschen Homepage gehen, das Wiki durchsuchen, das Forum besuchen, die Seite mit häufig gestellten Fragen FAQ durchsuchen, zum IRC Channel gehen und die Mailing lists anschauen.

Wohin von hier aus? Folgendes könnte interessant sein:

ArchLinux User-Community Repository

Get All Mouse Buttons Working

Pacman beschleunigen

Eigenen Kernel erstellen

Pm-utils

Cpupower (ehemals cpufrequtils)

Eye Candy, alles zum Noch-Schöner-Machen